BitBox teilen --> Steuerproblem?

Hallo,

es ist ja möglich durch das 25. Passwort mehrere eigene Adressen zu erzeugen auf der BitBox. Dahergehend wäre es ja möglich eine Bitbox mit nahestehenden Personen zu teilen. Ich frage mich, ob es da zu steuerlichen Problemen kommen kann, oder ob das kein Problem ist.

Hat da jemand zufällig eine Einschätzung oder Erfahrung?

Gruß und Danke

Also ich bin kein Steuerberater, aber die kurze Antwort: Theoretisch reichen dem Finanzamt im extrem Fall doch die „Empfängeradressen“ und ein Nachweis über die Haltedauer somit sollte es sogar mit der gleichen mnemonic keine Probleme geben.

Ob das eine sinnvolle Methode ist, meiner Meinung nach nein.

Evtl interessant für dich: Steuer FAQ

Viele Grüße

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In erster Linie muss die jew. Person nachweisen können, dass sie den Kauf und Verkauf gemacht hat. (Inklusive wann und zu welchen Kursen) und nicht wie oder wo die Coins gehalten wurden.

Von deiner eigentlichen Steuerfrage abgesehen:

Mehrere eigene Adressen erzeugen kannst du auch ohne optionale Passphrase.

Einfach mehrere Accounts erstellen; Das ist übersichtlicher, einfacher und mit weniger Risiken verbunden.

Siehe diesen Thread:

Wenn diese „nahestehenden“ Personen aber untereinander keinen Zugriff haben dürfen, weil sie eben doch nicht so nahestehend sind, dann wären mehrere optionale Passphrasen unter der selben Mnemonic zwar eine Möglichkeit, da würde ich aber lieber jedem eine eigene BitBox in die Hand drücken, ganz ehrlich.

Aus folgenden Gründen:

  1. Die optionale Passphrase zu verwenden kann immer gewisse Risiken haben, dazu hier meinen Beitrag lesen - um generell abzuwägen ob die Funktion sinnvoll ist.

  2. Vertrauen: Die Nutzer der BitBox02 kennen untereinander die Mnemonic. Das einzige was den Bitcoin Besitz der einzelnen Personen voneinander trennt sind die Passphrasen, welche, wenn sie schlecht gewählt wurden, eine deutlich geringere Entropie haben, als z.B. eine 24-Wörter Mnemonic. Ein Brute-Force Angriff wäre also untereinander eventuell möglich. Da sich die Personen nahe stehen, ist das physische Entwenden eines Backups der Passphrase ebenfalls möglich.

Was ich damit sagen will:

→ Wenn ein Vertrauensproblem (auch wenn es klein ist) zwischen den Nutzern besteht (z.B. Geschwister, Onkel & Tanten, Freunde usw.) würde ich keine Hardware Wallet mit diesen teilen.

→ Wenn kein Vertrauensproblem besteht (z.B. Kind & Ehepartner) kann man das Unterteilen in mehrere Accounts auch ohne Passphrase realisieren.

Vertrauensproblem bedeutet diesem Kontext nicht dass man Probleme mit der Person hat, sondern das Problem einer anderen Person vertrauen zu müssen.