Deshalb werde ich künftig jetzt auch regelmäßig solche Stimmen konsumieren:
"Alles lebt von der Hoffnung „Bigger Fools“ zu finden. Ist die einmal gebrochen, befinden sich Anleger in einem Fass ohne Boden. Bitcoin-Apostel mit viel Reichweite (wie Marc Friedrich oder Roman Reher) framen solche Crashs deshalb als „Kurskorrektur“ und „günstige Einstiegschance“. "
…und damit etwas Luft aus der Blase lassen, in der ich mich befinde.
"Sie hätten den dummen Satz mit dem Klimawandel am Schluss weglassen sollen, das ist ein unnötiger Fleck auf dem ansonsten gar nicht so schlechten, wenn auch leider etwas einseitigen Artikel. "
Roman ist also ein „Apostel“. Dann sollte dieses Forum vielleicht in „BlockApostel“-Forum umbenannt werden?
Und auch die Kommentare zu Beiträgen, wie diesem hier bei Telepolis, zeigen, dass es eher selten ist, zu den Bitcoin-Befürwortern zu gehören, als dass man (wie die Masse der Menschen) eher ein ausgemachter Gegner ist.
Das schrieb ich auch schon vor Monaten und wurde dafür geprügelt.
Bitcoin wurde halt zu einer Art Religion verklärt. Bitcoin hat unzweifelhaft technische Eigenschaften die ihn objektiv zu etwas einmaligen machen was ihn auch in gewissen Aspekten besser als klassische Assets wie Gold macht. In anderen wieder nicht.
Aber alles darüber hinaus ist letztlich Narrativ und wird wie eine Religion behandelt/verstanden.
Bitcoin hat in der Tat Apostel. Bitcoin hat einen Gründer. Bitcoin hat eine Heilslehre/ein Heilsversprechen. Genau wie eine Religion.
Und mit Kritikern wird umgegangen wie mit Apostaten die man am liebsten verbannen und mundtot machen würde und denen man dann ein „study the real LEHRE“ you fuckung fool entgegenbrüllt. ;)
..aber du hast beim letzten Interview mit Krall und Roman schon bemerkt, dass Krall das Thema Bitcoin zumindest auf technischer Ebene nicht richtig kapiert hat!? ..wie dieser Post dokumentiert.
Ansonsten wirkst du nun auf mich so, als würdest du nach anderen „Aposteln“ suchen, die nun eher Anti-Bitcoin sind, um denen zuzuhören - statt selbst nachzudenken..
Ich befürchte, @piet meint ein anderes Nachdenken als Du. Dein Nachdenken wirkt auf mich wie Meinungsjonglage.
Ich vermisse die Fakten, aus denen Du Deine Schlüsse ableistet. Natürlich kann der gleiche Ausgangspunkt zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen, doch Meinungen ohne Basis, ohne real überprüfbare Fakten sind für mich Zeitverschwendung.
Du machst exakt das, was du den „Bitcoin-Gläubigen“ vorwirfst: Du erhebst dich selbst zum Propheten der Aufklärung. Nicht Teil der Herde, sondern der eine, der durchschaut hat. Und du stilisierst dich dabei halt selbst ganz klassisch zum erleuchteten Reformator, der allein den wahren Durchblick hat, während die dumpfe Masse noch in Weihrauch und Dogma steht. Martin Luther 2.0. Immer derselbe Topos: Ich bin nicht gläubig, ich bin kritisch – die anderen sind verblendet. Klassiker.
ooooch, du armer armer Doktor, waren wieder alle böse zu dir, ja? kutschikutschkutschi…..
So ein Bullshit. Gerade hier im Forum gibt es sehr differenzierte Betrachtungen zur Glorifizierung von Bitcoin und auch über Roman selbst. Deine selektive Wahrnehmung ist wirklich zum Haareraufen.
naja. Ok, ich hatte selbst diese Knollos ins Spiel gebracht, aber das sollte eigentlich nur aufzeigen, dass durchaus auch andere “Experten” existieren. Ich halte Höfgen und Krall tatsächlich für wenig geeignet, um in Sachen Bitcoin zu weiterbringenden Erkenntnissen zu gelangen.
Das hingegen ist natürlich immer gut
Bitcoin macht es einem allerdings nicht leicht, wenn man selbst denken möchte. Bitcoin erklärt sich nicht, hat selbst kein Marketing oder Versprechen was er darstellen möchte. Es gibt keinen CEO, der einen Businessplan vorstellt oder einen Prognosebericht ausgibt. Bitcoin ist einfach da und die Menschen müssen selbst zusehen, was sie damit anstellen. Die Schwierigkeit besteht nun darin, auszuloten, wie sich die Menschen dieser Erde zu diesem seltsamen Ding verhalten werden.
Das beschreibt sehr schön die Ursachen für das Dilemma, in dem ich mich seit meinem Eintauchen in das Bitcoin-Universum befinde! Die Theorie überzeugt und begeistert mich - doch die Praxis lässt mich zweifeln.
Ich bewundere beseelte, felsenfeste Bitcoiner wie Roman oder auch zahlreiche Diskutanten hier. Und ich ziehe meinen Hut vor konstanten und durchaus schlauen Gegnern von Bitcoin. Ich kann beides nicht auf Dauer, möchte keine Fehler machen und nicht die paar Mäuse, die es zu retten gilt, verspielen.
Grundsätzlich bin ich noch nie in meinem Leben einer Idee unreflektiert gefolgt. Ich stelle immer alles in Frage. Das ist eigentlich schon alles, was mich hier im Forum umtreibt.
Menschen haben auch Newton vergöttert, Darwin verteufelt, Märkte mystifiziert und Zentralbanken zu Orakeln erklärt. Nicht, weil Gravitation, Evolution oder Zinsen Religionen wären, sondern weil Menschen dazu neigen, Maßstäbe zu personalisieren, sobald sie sich ihnen ausgeliefert fühlen.
Religion: Glaube, dann wirst du erlöst. Zweifel ist moralisch falsch. Der Sinn liegt jenseits der überprüfbaren Welt.
Bitcoin: Hier sind die Regeln. Sie gelten auch dann, wenn du sie hasst. Mach damit, was du willst.
Das ist keine Heilslehre. Das ist ein Maßstab mit extrem schlechter PR. Ein Gott, der ohne Gläubige existiert, ist kein Gott. Ein Maßstab schon.
Was hier oft als „Religion“ wahrgenommen wird, ist in Wahrheit etwas anderes: Abwehrreaktion auf ein System ohne Trostfunktion. Die einen flüchten sich in Erlösungsnarrative („Hyperbitcoinization regelt alles“). Die anderen reagieren mit Spott, Zynismus und Religionsvergleichen, weil sie spüren: Hier gibt es nichts, woran ich moralisch andocken kann.
Du kritisierst nicht Bitcoin. Du kritisierst Menschen, die ihre psychologischen Bedürfnisse an Bitcoin kleben. Das ist fair. Aber daraus folgt nicht: „Bitcoin ist Religion“, sondern Menschen machen aus allem Religion, was ihnen einen Maßstab aufzwingt, den sie nicht kontrollieren können.
Vielleicht ist das der eigentliche Humor an der Sache: Wenn Bitcoin eine Religion wäre, dann wäre er die erste, die völlig unbeeindruckt davon ist, ob jemand an sie glaubt. Und das ist für viele schwerer zu ertragen als jede Predigt.
Unabhängig von dieser Meldung, wird genau das wohl in den nächsten Jahren kommen. Dann wird der aktuelle Abgabensatz bei z.B Aktien nochmal deutlich steigen. Vielleicht landen wir dann auch mal schnell bei Grenzabgabenlast von ~50%. Das System kann nicht mehr so weiterfinanziert werden und deshalb sehe ich das definitiv kommen.
Steuerfreie Bitcoin werden wohl immer Bestandsschutz haben. Jedenfalls würde sich eine Regierung ansonsten auf sehr dünnes Eis begeben. Neue Bitcoinkäufe werden das Privileg wohl nicht mehr haben.
Würde es mir daher wirklich gut überlegen jetzt irgendwelche Panikverkäufe zu machen. Was man hat hat man. Für mich ist das definitiv ein großer Pluspunkt dieses Assets, sofern man sich in DE befindet.
Ich würde sagen, wir sind längst darüber, wenn du alle Steuern, Abgaben, Gebühren zusammen rechnest. Wenn du jetzt auch noch die durch staatliche Geldmengenauswertung angeheizte Inflation addierst, landest du irgendwo zwischen (geschätzt) 60 und 80 Prozent, die der Staat dir raubt - siehe dazu auch diese Diskussion…
Ich wundere mich dann immer, wenn die Geschichten von Leibeigentum und Großgrundbesitzern als barbarische Vorzeit abgetan werden, weil da wurde dem Bauern ja manchmal die Hälfte seiner Ernte genommen…
So kann man nicht rechnen. Sobald Du von den Aktiengewinnen -25% etwas kaufst, kommen auf den Kauf ja schon wieder -19% + die höheren Kosten wegen den Lohnabgaben der Erzeuger… kaufst Du Benzin sogar -66% usw usf.. rekursiv.
Deswegen ist Mehrfachbesteuerung ja so ein unendlich rekursiver Schwachsinn.
Unsere Produkte und Dienstleistungen könnten lächerlich günstig sein…
Ich versteh schon was du meinst, aber wenn ich Aktien verkaufe, gehen auf die Gewinne 25% ab. Das wird bald mehr. Natürlich zahlen auf den selben Euro meine Kindeskinder noch weiter steuern.
Ich hätte nicht ansatzweise so ein überzeugendes Argument liefern können, ohne Gefahr zu laufen, besserwisserisch zu wirken oder die Glaskugel besser interpretieren zu können als andere. Eigentlich gibt es nichts weiter dazu sagen.