Paradigmenwechsel: Das Post-Bitcoin-Zeitalter!?!

Alles richtig! Nur: Ersetze im obigen Text „Du“ erst durch „Ich“ und dann durch „die Anderen“.

Auch du lebst die Projektion deiner Sinnesorgane. Und in deiner Projektion ist (im Gegensatz zu meiner) sogar noch die Überzeugung enthalten, dass du näher an der absoluten Wahrheit liegst, als ich…

Und nimm mal „die Anderen“… willst du mir (Stand heute) sagen, dass z.B. Roman’s Projektion, die er in den letzten 2 Jahren in Videos thematisiert hat, in der Näher der „absoluten Wahrheit“ (besser: der Gegenwart) liegt, als meine?

Das würde ich auch niemals behaupten. Bitcoin ist erst dann am Ende, wenn die letzte Node, der letzte Miner abgeschaltet wurde. Gescheitert, zumindest so, wie er in den letzten 2 Jahren beschrieben wurde, ist er schon jetzt. So, wie vermutlich heute Schalke gegen Dresden scheitern könnte.

Was die Zukunft bringt, werden wir sehen…

Naja, dann überleg mal, ob du nicht einem Optimisten aufgesennen bist, der die Welt eben genauso unrealistisch nach oben geschönt hat :wink:

Wenn du also sagst, dass die „Versprechungen“ vom Bitcoinwert nicht gehalten wurden, dann hast du dir also insgeheim ein zu optimistische (unrealistische) Hoffnung gemacht von der du jetzt enttäuscht bist. Du hast dich also mit der Spitze gemessen obwohl nur „ein Durchschnitt“ eingetroffen ist.

Wenn du deine Erwartungen also realistischer gemacht hättest, dann würdest du jetzt nicht so enttäuscht werden.


Und klar, das gleiche gilt auch für mich. Auch ich kann falsch liegen. Der Unterschied ist aber, dass ich keine „übertriebenen“ Erwartungen hatte, von denen ich jetzt enttäuscht bin. Ich habe erwartet, dass Bitcoin irgendwann mal wieder fallen wird. (Zumindest habe ich diese Möglichkeiten auch schon lange durchdacht und in mein Weltbild mit eingeschlossen). Ich bin dahingehend also nicht enttäuscht worden. :wink:

Und genau das meine ich, dass du die Welt eben realistisch einschätzen solltest. Überhöhte Erwartungen (sowas wie der Bitcoinkurs geht jetzt nurnoch nach oben) sind eben genauso schlecht wie unterbewertete Theorien, dass Bitcoin jetzt auf 0 geht weil keiner mehr Vertrauen in Bitcoin hat. Beide Ansichten sind eine Abweichung von der Realität und lassen einem damit schlechtere Entscheidungen treffen als wenn wir die Realität richtiger abgeschätzt hätten.

Nur dass eben keiner weiß, was richtig und was falsch ist, denn das kann man erst im Nachhinein bewerten. Wie gesagt: Es gibt immer Abweichungen vom Weltbild zur Realität. Aber wir sollten möglichst diese Abweichungen so gering wie möglich halten weil sonst unser Handeln nicht mehr zur Realität passt und somit zwangsweise irgendwann mit der „Realität“ kollidiert.

Genau das ist der Grund, warum Bitcoiner so entspannt sind, selbst wenn es mal zu einem Dip kommt. Sie sind darauf vorberteitet bzw. es widerspricht nicht ihren Erwartungen. Zumindest trifft es auf die Bitcoiner zu, die die Welt mit offenen Augen beobachten und selber bewerten anstatt blind auf die Meinung anderer vertrauen zu müssen.

Aber trotzdem gibt es eben das Grundrauschen nach oben und nach unten durch Optimisten und Pessimisten. Hype für Bitcoin und Hype gegen Bitcoin… Beide extreme Standpunkte haben valide Argumente und deswegen sollte man auch beiden zuhören. Zuhören und Bewerten, wie realistisch diese gegebenen Szenarien/Prognosen/Analysen/Argumente wirklich sind.


Vielleicht im Bezug auf mich oder Roman:

Wo geben wir unrealistisch geschönte Prognosen ab?
Zumindest ich habe nie gesagt, dass der Bitcoinwert dieses Jahr über 500.000€ oder so liegt. Soweit ich weiß macht Roman dahingehend auch keine wirklich ernst zu nehmenden Prognosen.

und Roman hat z.B. auch schon öfter gesagt, dass er einen Bitcoinstandard erst in 10 bis 20 Jahren frühestens prognostiziert, also definitiv noch lange hin.

Aber wir verweisen bei solchen Behauptungen immer auf nachprüfbaren Fakten: Die Eigenschaften von Bitcoin haben sich nicht geändert, hat die Welt sich vielleicht irgendwo geändert? Wie ändert sich die Welt denn wirklich über die zeit? (Also was denken wir ist die Welt gegenüber wie ist die Realität.)

Die Welt ist nunmal nicht nur das niedergehende Volk von Deutschland oder Europa, die Welt in Amerika oder Asien ist größtenteils in Aufbruchstimmung und Wachstum und der Technologische Fortschritt schreitet voran. Und da schließt sich der Kreis: Man darf eben den Fokus nicht nur auf dem Untergang haben. Man sollte realistisch erkennen, was untergeht und was vorran geht. Und das kann sich eben jederzeit ändern.

Man kann einen drohenden Untergang nur verhindern, wenn man ihn auch realistisch sieht. Optimisten können hier Probleme bekommen, wenn sie nicht wahrhaben wollen, dass der Untergang bevorsteht und sie dementsprechend keine Gegenmaßnamen treffen. Das Gleiche gilt aber auch umgekehrt für Pessimisten: wenn sie den lohnenden Fortschritt nicht sehen wollen verpassen sie den Wohlstand und steigen damit Gesellschaftlich ab (in Realtion zu den anderen, die sich das nicht entgehen lassen). Nur wenn man realistisch nach oben und nach unten schaut, dann kann man auch bestmöglichst von jeder Situation profitieren.

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Schön, dass du es hier nochmal so explizit darstellst.

Genau hier liegt doch dein Problem - DU selbst hast dir VERMEINTLICHE Experten ausgewählt, deren Meinung du offenbar unreflektiert übernommen hast, bzw. die das erzählt haben, was du gerne hören wolltest. Gegenüber den Jubelpersern gibt es doch auch zig Kritiker von Bitcoin. Warum hast du nicht auf Peter Schiff gehört? Den Krall oder Co-Pierre? Thomas von Finanzfluss? Die EZB? Auch alles Experten?

Du erzählst so oft wie alt du doch schon bist und wieviel Lebenserfahrung damit einhergeht. Na ich weiß nicht…

Wenn man nur in der eigenen Blase herumspringt, kann die schonmal platzen. Deswegen geht der Rest der Welt aber noch lange nicht unter.

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Das ist sicher ein sehr guter Punkt. Das nehme ich an. Das ist tatsächlich so, kann ich nicht anders sagen. Ich muss da ein Stück weit zurück treten. Die habe ich außer Acht gelassen bzw. ausgeblendet. :thinking:

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Vor dieser Antwort ziehe ich echt meinen Hut. Kaum jemand schafft es, so selbstreflektierend öffentlich seine Meinung zu überdenken. :+1:

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@BlackMirrus ich lese deine Beiträge immer gern. Hier würde ich gern wissen, ob es für dich einen Unterschied gemacht hätte, wenn wir in Q4 2025 ein Top von, sagen wir, 160k€ gesehen hätten und dann genauso wie aktuell gefallen wären. Weil an den Bärenmarkt an sich haben doch auch viele von den überzeugten Bitcoinern für 2026 geglaubt.

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Selten zu lesen sowas…schon cool.

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Hut ab auch von mir! :folded_hands:

Keine Ahnung wie du dir so deine eigene Meinung zusammen bastelst, das darf ja jeder selbstverständlich für sich selbst entscheiden, aber wenn du gerne Youtuber guckst und ich einen Tip abgeben dürfte, dann kann ich im deutschsprachigen Raum allerwärmstens Markus Fugmann von Finanzmarktwelt empfehlen.

https://youtube.com/@finanzmarktweltde?si=lu6ppvDyW5DLX6Sf

Aus meiner Sicht vollkommen unterschätzt, was wahrscheinlich daran liegt, dass er eben keine marktschreierischen Prognosen abgibt. Aber als eine Art Chronist der Märkte gibt er 2x täglich einen ganz hervorragenden Überblick zu den aktuellen Geschehnissen und als permanent vielleicht etwas zu bärisch bildet er einen wunderbaren Gegenpol zum immerlauten Moon-Geschrei. Bitcoin findet er grundsätzlich gut, sortiert ihn aber ziemlich realistisch in das Marktgeschehen ein. Somit hat man einen guten Abgleich mit den eigenen Realitäten.

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Sorry mein Lieber. Das ist Quatsch. Realität ist die Physik außerhalb unseres Kopfes. In unserem Kopf ist nur ein subjektives Abbild dieser. Doch das heißt nicht, dass dieses Abbild ungenau bleiben muss (= Meinung). Das anerkennen von Fakten ist das Anerkennen der Realität. (Und ja, Ableitungen aus diesen Fakten führen wieder zu Spekulationen. Doch je näher man an den Fakten selbst bleibt, desto klarer wird das Bild.)

PS: Ohne Realität, die für alle Menschen eine geteilte Lebensgrundlage darstellt, wäre kein Konsens, kein Zusammenleben möglich.

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Ja der gute Fugi :smiley:
Er ist ehr pessimistisch unterwegs aber er gibt definitiv einen guten Überblick darüber, was so in der Finanzwelt los ist.

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Ja, Fugi der Perma-Bär. :bear:

Aber das ist ja gerade das Gute aus meiner Sicht. Hohe Prognosen findest du an jeder Ecke und mit einer fundierten Gegenmeinung kommt man der Realität (was auch immer das ist) viel näher.

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Diese ganzen Influenzer sind eh mit Vorsicht zu genießen, egal zu welchem Thema.

Man muss sich immer bewusst machen, dass die mit möglichst vielen Klicks, Abos usw ihr Geld machen. Die werden niemals eine finale Antwort oder irgendwad liefern wo man beruhigt abschaltet und das Thema erstmal abhakt. Man soll ja wieder einschalten. Ob das in dem Fall pro oder kontra btc, oder ein ganz anderes Thema ist… grad egal

Naja, die Quantenmechanik stellt diese Denkweise auf den Kopf.

Denn per Definition ist „Realität“ zwar alles was unabhängig von Wahrnehmung und Beobachtung existiert. Aber die Physik führt uns vor Augen, dass die Welt möglicherweise nun mal probabilistisch ist und abhängig von Beobachtung ist.

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Ja, aber die gibt es halt auch nicht. Gerade in der aktuellen Zeit wird permanent alles umgekrempelt was bisher Bestand hatte und es ist gar nicht so einfach, sich selbst zurechtzufinden und aufzustellen.

Von daher lieber ein breites Meinungsspektrum zulassen, um dann nicht zu schmerzhaft in der eigenen Wohlfühlblase mit der Realität zu kollidieren.

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Guter Einwand. Ändert aber nichts an unseren Begriffskonventionen :grinning_face:

Wie gesagt, ich gebe zu, dass meine Reaktion unterbewusst sehr emotional war und dass ich tatsächlich die auch hier diskutierten Negativstimmen nicht ausreichend berücksichtigt habe. Wenn ich dann sage, dass Bitcoin in der Gegenwart gescheitert ist und dabei nur die Profilierungen der „Jubelperser“ einfließen lasse, dann habe ich vielleicht etwas übertrieben in dem hier fixierten Urteil. Sei’s drum, löschen kann ich den Thread nicht mehr.

Es geht also vermutlich doch mehr um meine persönliche Befindlichkeit, so ähnlich wie in dem Nachbarthread des Kollegen Schnorchelpeter

Offen gesagt sieht es jetzt, zwei Tage nach dem bodenlosen Fall, auch schon wieder nicht mehr ganz so schlimm aus. Zum Glück behalte ich immer auch die Möglichkeit im Kopf, dass ich falsch liege. Das macht mich vielleicht etwas weniger überzeugend und verhindert auch, dass ich superreich werde, aber es bewahrt mich auch vor maximalen Schäden.

Es ist schon erstaunlich (…und jetzt bleibe ich bewußt nur bei mir…), wie sehr eine Kursdynamik auch mich beeinflusst, obwohl ich mich für überlegt und erfahren halte.

Da halte ich aber weiterhin voll dagegen! Ich rede eben nicht von Naturgesetzen, sondern der Realität, die mein Denken prägt. Ich habe viel zu oft erlebt, dass diese sich komplett von anderen unterscheidet. Wären die sich einig, würde ich ja nur an mir zweifeln, aber die unterscheiden sich ja auch wieder. Weil Menschen für sich in Anspruch nehmen, die Wahrheit zu denken, sagen und kennen, entstehen Konflikte bis hin zu Kriegen erst.

Auch bei Bitcoin: Er mag physikalischen oder mathematischen Gesetzmäßigkeiten folgen. Aber, ob er gut oder schlecht ist, ob er Wertspeicher ist, oder nicht - dass allein ist ein Urteil in der (wie @DasPie es genannt hat) Projektion des einzelnen.

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Ich nenne es das Weltbild :)

Also die Projektion der Welt, so wir wir sie individuell (über Sensoren oder Sinnesorgane) wahrnehmen. Oder die Welt, so wie wir sie individuell erfahren.

Und diese Projektion kann eben von der Realität abweichen. Wenn ich mein Knie an der Tischkante stoße, dann hatte ich ein „falsches“ Weltbild. Also entweder dachte ich, dass der Tisch woanders stand oder dass meine Bewegung nicht so schnell wäre oder oder oder…

Fakt dabei ist aber, dass es einen Unterschied in der Realität und meinem Weltbild gab und wenn ich solche „Unfälle“ und Schmerzen in Zukunft vermeiden will, dann sollte ich dafür sorgen, dass mein Weltbild eben wieder mit der Realität übereinstimmt, z.B. dass sich gemerkt wird, wo der Tisch wirklich in Echt steht. Genauso gut kann man die Realität aber auch an das Weltbild anpassen und den Tisch dahin verschieben, wo man ihn erwartet dass er steht.
Wichtig ist eben nur, dass das Weltbild mit der Realität überein stimmt. Wie die Realität dann aussieht ist erstmal zweitrangig (das wird erst dann wichtig, wenn man etwas in der Realität ändern will).

Und dieses Konzept des Weltbildes kann man eben überall anwenden: Für jede Handlung in der Welt gibt es eben Gründe, ob man diese kennt oder nicht. Das eigene Weltbild ist wichtig für die Bewertung von allen Aktionen und damit in Folge wichtig für: die politische Meinung, den Zusammenhalt von Familien (Menschengruppen) oder für die Bewertungen von Aktienkursen / Bitcoin.

Immer wirst du belohnt, wenn deine Meinung „richtig“ ist und bestraft, wenn deine Meinung von der Realität abweicht. Kleine Abweichungen kann man dabei korrigieren, indem man sein Weltbild wieder an die Realität anpasst (oder die Realität an das Weltbild), große Abweichungen können aber bis zum Tod führen (z.B. alle DarwinArwards).

Also natürlich wird man belohnt, wenn man richtig liegt und bestraft, wenn man falsch liegt. Da man aber nur begrenzte Kenntnis über die Realität haben kann, kann man nie immer richtig liegen. (Andernfalls wäre derjenige, der immer richtig liegt, in kürzester Zeit der wohlhabendste und einflussreichste Mensch der Welt weil es z.B. immer im richtigen Moment kauft und verkauft und immer die maximalen Gewinne einfährt.) Da wir aber nicht so Gottgleich alles wissen können müssen wir uns damit begnügen so gut wie möglich zu sein.

Wir müssen also nicht überall zwingend das Beste aus allem heraus hohlen, aber wir müssen im Durchschnitt gut genug sein, damit wir unser Leben bestreiten können.
Im Normalfall reicht es also locker aus, besser als der Durchschnitt zu sein.

All das sind eigentlich nur logische Konsequenzen, die sich aus der Differenzierung zwischen Weltbild und Realität ergeben und damit für alle (jeweils individuell nach ihrem eigenem Weltbild) gelten.

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Dazu eine wirklich schöne Seite https://wickedsmartbitcoin.com/

Und besonders diese Grafik:

2026 ist ähnlich 2023

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Interessante Seite - danke!

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Also aus meiner Sicht ist die Realität, dass was wir alle aus verschiedenen Sichtweisen zusammenbringen, was wir im Austausch miteinander konstruieren und uns dann auf das einigen, was am häufigsten wahrgenommen wird. In Abstimmung mit unserer Sozialisation und vor allem unseren eigenen Bedürfnissen. Könnten wir uns von unseren eigenen Bedürfnissen trennen dann könnten wir auch den gegenüber mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen und respektieren (respektieren nicht verstehen!).
Und wir sind, zumindest offensichtlich, Gesund. Fragt mal einen Menschen mit einer paranoiden Schizophrenie nach seiner Realität und gleicht diese mit Eurer oder der normalen „öffentlichen Realität“ ab. Oder besser, welche Realität ist den jetzt von wem die reale…?
Realität ist subjektiv und stark durch die persönliche Wahrnehmungen geprägt.
Zurück zum Bitcoin:
Menschen erleben die Volatilität des Bitcoin unterschiedlich, abhängig von ihren ganz individuellen Bedürfnissen, Wahrnehmungen und vor allem Zielen.
Ich persönlich finde diesen Threat richtig gut.
Jede Sichtweise oder Wahrnehmung ist Interessant, vor allem sich damit auseinandersetzen, mit seine eigenen Bedürfnissen, Wahrnehmungen und Zielen.
Ich für meinen Teil lerne nur, ich bin wahrscheinlich auch etwas spät eingestiegen, heute würde ich auch anders agieren.
Was mich Bitcoin in den letzten Jahr lehren konnte ist Wahnsinn…

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