Das ist sicher ein sehr guter Punkt. Das nehme ich an. Das ist tatsächlich so, kann ich nicht anders sagen. Ich muss da ein Stück weit zurück treten. Die habe ich außer Acht gelassen bzw. ausgeblendet. ![]()
Vor dieser Antwort ziehe ich echt meinen Hut. Kaum jemand schafft es, so selbstreflektierend öffentlich seine Meinung zu überdenken. ![]()
@anon88105705 ich lese deine Beiträge immer gern. Hier würde ich gern wissen, ob es für dich einen Unterschied gemacht hätte, wenn wir in Q4 2025 ein Top von, sagen wir, 160k€ gesehen hätten und dann genauso wie aktuell gefallen wären. Weil an den Bärenmarkt an sich haben doch auch viele von den überzeugten Bitcoinern für 2026 geglaubt.
Selten zu lesen sowas…schon cool.
Hut ab auch von mir! ![]()
Keine Ahnung wie du dir so deine eigene Meinung zusammen bastelst, das darf ja jeder selbstverständlich für sich selbst entscheiden, aber wenn du gerne Youtuber guckst und ich einen Tip abgeben dürfte, dann kann ich im deutschsprachigen Raum allerwärmstens Markus Fugmann von Finanzmarktwelt empfehlen.
https://youtube.com/@finanzmarktweltde?si=lu6ppvDyW5DLX6Sf
Aus meiner Sicht vollkommen unterschätzt, was wahrscheinlich daran liegt, dass er eben keine marktschreierischen Prognosen abgibt. Aber als eine Art Chronist der Märkte gibt er 2x täglich einen ganz hervorragenden Überblick zu den aktuellen Geschehnissen und als permanent vielleicht etwas zu bärisch bildet er einen wunderbaren Gegenpol zum immerlauten Moon-Geschrei. Bitcoin findet er grundsätzlich gut, sortiert ihn aber ziemlich realistisch in das Marktgeschehen ein. Somit hat man einen guten Abgleich mit den eigenen Realitäten.
Sorry mein Lieber. Das ist Quatsch. Realität ist die Physik außerhalb unseres Kopfes. In unserem Kopf ist nur ein subjektives Abbild dieser. Doch das heißt nicht, dass dieses Abbild ungenau bleiben muss (= Meinung). Das anerkennen von Fakten ist das Anerkennen der Realität. (Und ja, Ableitungen aus diesen Fakten führen wieder zu Spekulationen. Doch je näher man an den Fakten selbst bleibt, desto klarer wird das Bild.)
PS: Ohne Realität, die für alle Menschen eine geteilte Lebensgrundlage darstellt, wäre kein Konsens, kein Zusammenleben möglich.
Ja der gute Fugi ![]()
Er ist ehr pessimistisch unterwegs aber er gibt definitiv einen guten Überblick darüber, was so in der Finanzwelt los ist.
Ja, Fugi der Perma-Bär. ![]()
Aber das ist ja gerade das Gute aus meiner Sicht. Hohe Prognosen findest du an jeder Ecke und mit einer fundierten Gegenmeinung kommt man der Realität (was auch immer das ist) viel näher.
Diese ganzen Influenzer sind eh mit Vorsicht zu genießen, egal zu welchem Thema.
Man muss sich immer bewusst machen, dass die mit möglichst vielen Klicks, Abos usw ihr Geld machen. Die werden niemals eine finale Antwort oder irgendwad liefern wo man beruhigt abschaltet und das Thema erstmal abhakt. Man soll ja wieder einschalten. Ob das in dem Fall pro oder kontra btc, oder ein ganz anderes Thema ist… grad egal
Naja, die Quantenmechanik stellt diese Denkweise auf den Kopf.
Denn per Definition ist „Realität“ zwar alles was unabhängig von Wahrnehmung und Beobachtung existiert. Aber die Physik führt uns vor Augen, dass die Welt möglicherweise nun mal probabilistisch ist und abhängig von Beobachtung ist.
Ja, aber die gibt es halt auch nicht. Gerade in der aktuellen Zeit wird permanent alles umgekrempelt was bisher Bestand hatte und es ist gar nicht so einfach, sich selbst zurechtzufinden und aufzustellen.
Von daher lieber ein breites Meinungsspektrum zulassen, um dann nicht zu schmerzhaft in der eigenen Wohlfühlblase mit der Realität zu kollidieren.
Guter Einwand. Ändert aber nichts an unseren Begriffskonventionen ![]()
Wie gesagt, ich gebe zu, dass meine Reaktion unterbewusst sehr emotional war und dass ich tatsächlich die auch hier diskutierten Negativstimmen nicht ausreichend berücksichtigt habe. Wenn ich dann sage, dass Bitcoin in der Gegenwart gescheitert ist und dabei nur die Profilierungen der „Jubelperser“ einfließen lasse, dann habe ich vielleicht etwas übertrieben in dem hier fixierten Urteil. Sei’s drum, löschen kann ich den Thread nicht mehr.
Es geht also vermutlich doch mehr um meine persönliche Befindlichkeit, so ähnlich wie in dem Nachbarthread des Kollegen Schnorchelpeter
Offen gesagt sieht es jetzt, zwei Tage nach dem bodenlosen Fall, auch schon wieder nicht mehr ganz so schlimm aus. Zum Glück behalte ich immer auch die Möglichkeit im Kopf, dass ich falsch liege. Das macht mich vielleicht etwas weniger überzeugend und verhindert auch, dass ich superreich werde, aber es bewahrt mich auch vor maximalen Schäden.
Es ist schon erstaunlich (…und jetzt bleibe ich bewußt nur bei mir…), wie sehr eine Kursdynamik auch mich beeinflusst, obwohl ich mich für überlegt und erfahren halte.
Da halte ich aber weiterhin voll dagegen! Ich rede eben nicht von Naturgesetzen, sondern der Realität, die mein Denken prägt. Ich habe viel zu oft erlebt, dass diese sich komplett von anderen unterscheidet. Wären die sich einig, würde ich ja nur an mir zweifeln, aber die unterscheiden sich ja auch wieder. Weil Menschen für sich in Anspruch nehmen, die Wahrheit zu denken, sagen und kennen, entstehen Konflikte bis hin zu Kriegen erst.
Auch bei Bitcoin: Er mag physikalischen oder mathematischen Gesetzmäßigkeiten folgen. Aber, ob er gut oder schlecht ist, ob er Wertspeicher ist, oder nicht - dass allein ist ein Urteil in der (wie @DasPie es genannt hat) Projektion des einzelnen.
Ich nenne es das Weltbild :)
Also die Projektion der Welt, so wir wir sie individuell (über Sensoren oder Sinnesorgane) wahrnehmen. Oder die Welt, so wie wir sie individuell erfahren.
Und diese Projektion kann eben von der Realität abweichen. Wenn ich mein Knie an der Tischkante stoße, dann hatte ich ein „falsches“ Weltbild. Also entweder dachte ich, dass der Tisch woanders stand oder dass meine Bewegung nicht so schnell wäre oder oder oder…
Fakt dabei ist aber, dass es einen Unterschied in der Realität und meinem Weltbild gab und wenn ich solche „Unfälle“ und Schmerzen in Zukunft vermeiden will, dann sollte ich dafür sorgen, dass mein Weltbild eben wieder mit der Realität übereinstimmt, z.B. dass sich gemerkt wird, wo der Tisch wirklich in Echt steht. Genauso gut kann man die Realität aber auch an das Weltbild anpassen und den Tisch dahin verschieben, wo man ihn erwartet dass er steht.
Wichtig ist eben nur, dass das Weltbild mit der Realität überein stimmt. Wie die Realität dann aussieht ist erstmal zweitrangig (das wird erst dann wichtig, wenn man etwas in der Realität ändern will).
Und dieses Konzept des Weltbildes kann man eben überall anwenden: Für jede Handlung in der Welt gibt es eben Gründe, ob man diese kennt oder nicht. Das eigene Weltbild ist wichtig für die Bewertung von allen Aktionen und damit in Folge wichtig für: die politische Meinung, den Zusammenhalt von Familien (Menschengruppen) oder für die Bewertungen von Aktienkursen / Bitcoin.
Immer wirst du belohnt, wenn deine Meinung „richtig“ ist und bestraft, wenn deine Meinung von der Realität abweicht. Kleine Abweichungen kann man dabei korrigieren, indem man sein Weltbild wieder an die Realität anpasst (oder die Realität an das Weltbild), große Abweichungen können aber bis zum Tod führen (z.B. alle DarwinArwards).
Also natürlich wird man belohnt, wenn man richtig liegt und bestraft, wenn man falsch liegt. Da man aber nur begrenzte Kenntnis über die Realität haben kann, kann man nie immer richtig liegen. (Andernfalls wäre derjenige, der immer richtig liegt, in kürzester Zeit der wohlhabendste und einflussreichste Mensch der Welt weil es z.B. immer im richtigen Moment kauft und verkauft und immer die maximalen Gewinne einfährt.) Da wir aber nicht so Gottgleich alles wissen können müssen wir uns damit begnügen so gut wie möglich zu sein.
Wir müssen also nicht überall zwingend das Beste aus allem heraus hohlen, aber wir müssen im Durchschnitt gut genug sein, damit wir unser Leben bestreiten können.
Im Normalfall reicht es also locker aus, besser als der Durchschnitt zu sein.
All das sind eigentlich nur logische Konsequenzen, die sich aus der Differenzierung zwischen Weltbild und Realität ergeben und damit für alle (jeweils individuell nach ihrem eigenem Weltbild) gelten.
Dazu eine wirklich schöne Seite https://wickedsmartbitcoin.com/
Und besonders diese Grafik:
2026 ist ähnlich 2023
Interessante Seite - danke!
Also aus meiner Sicht ist die Realität, dass was wir alle aus verschiedenen Sichtweisen zusammenbringen, was wir im Austausch miteinander konstruieren und uns dann auf das einigen, was am häufigsten wahrgenommen wird. In Abstimmung mit unserer Sozialisation und vor allem unseren eigenen Bedürfnissen. Könnten wir uns von unseren eigenen Bedürfnissen trennen dann könnten wir auch den gegenüber mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen und respektieren (respektieren nicht verstehen!).
Und wir sind, zumindest offensichtlich, Gesund. Fragt mal einen Menschen mit einer paranoiden Schizophrenie nach seiner Realität und gleicht diese mit Eurer oder der normalen „öffentlichen Realität“ ab. Oder besser, welche Realität ist den jetzt von wem die reale…?
Realität ist subjektiv und stark durch die persönliche Wahrnehmungen geprägt.
Zurück zum Bitcoin:
Menschen erleben die Volatilität des Bitcoin unterschiedlich, abhängig von ihren ganz individuellen Bedürfnissen, Wahrnehmungen und vor allem Zielen.
Ich persönlich finde diesen Threat richtig gut.
Jede Sichtweise oder Wahrnehmung ist Interessant, vor allem sich damit auseinandersetzen, mit seine eigenen Bedürfnissen, Wahrnehmungen und Zielen.
Ich für meinen Teil lerne nur, ich bin wahrscheinlich auch etwas spät eingestiegen, heute würde ich auch anders agieren.
Was mich Bitcoin in den letzten Jahr lehren konnte ist Wahnsinn…
Deshalb werde ich künftig jetzt auch regelmäßig solche Stimmen konsumieren:
"Alles lebt von der Hoffnung „Bigger Fools“ zu finden. Ist die einmal gebrochen, befinden sich Anleger in einem Fass ohne Boden. Bitcoin-Apostel mit viel Reichweite (wie Marc Friedrich oder Roman Reher) framen solche Crashs deshalb als „Kurskorrektur“ und „günstige Einstiegschance“. "
…und damit etwas Luft aus der Blase lassen, in der ich mich befinde.
Und tatsächlich, auch Dr. Krall schreibt dazu (bei X):
"Sie hätten den dummen Satz mit dem Klimawandel am Schluss weglassen sollen, das ist ein unnötiger Fleck auf dem ansonsten gar nicht so schlechten, wenn auch leider etwas einseitigen Artikel. "
Roman ist also ein „Apostel“. Dann sollte dieses Forum vielleicht in „BlockApostel“-Forum umbenannt werden?
Und auch die Kommentare zu Beiträgen, wie diesem hier bei Telepolis, zeigen, dass es eher selten ist, zu den Bitcoin-Befürwortern zu gehören, als dass man (wie die Masse der Menschen) eher ein ausgemachter Gegner ist.
Das schrieb ich auch schon vor Monaten und wurde dafür geprügelt.
Bitcoin wurde halt zu einer Art Religion verklärt. Bitcoin hat unzweifelhaft technische Eigenschaften die ihn objektiv zu etwas einmaligen machen was ihn auch in gewissen Aspekten besser als klassische Assets wie Gold macht. In anderen wieder nicht.
Aber alles darüber hinaus ist letztlich Narrativ und wird wie eine Religion behandelt/verstanden.
Bitcoin hat in der Tat Apostel. Bitcoin hat einen Gründer. Bitcoin hat eine Heilslehre/ein Heilsversprechen. Genau wie eine Religion.
Und mit Kritikern wird umgegangen wie mit Apostaten die man am liebsten verbannen und mundtot machen würde und denen man dann ein „study the real LEHRE“ you fuckung fool entgegenbrüllt. ;)
