DCA - Wie und wann sinnvoll?

Das Thema DCA startet in einem anderen Thread, der sich nicht explizt mit DCA beschäftigt:

Das war natürlich OFF TOPIC, aber da ich die Anmerkungen und Überlegungen als relativ wichtig empfinde, habe ich diesen Thread dazu erstellt, damit hier weiter darüber diskutiert werden kann. :slight_smile:

Wie sich ein Sparplan mit dem DCA in Relation zur Zeit verhält, kann man aus meiner Sicht hier sehr gut sehen. Man kann hier auch eigene Berechnungen anstellen. https://dcabtc.com/

Sehr interessantes Gedankenspiel was du hier anregst.

Wenn man sich die „was wäre wenn“ Frage stellt und selbst wenn man von einem exorbitanten Wertzuwachs in den nächsten 10 Jahren ausgeht, würde ich die Frage trotzdem mit einem klaren ja beantworten.

Mal angenommen man kauft in den 10 Jahren grundsätzlich 3% günstiger ein (durch z.B. günstigere Gebühren oder einen niedrigeren Spread). Dann bekomme ich für meinen fixen Sparplan Einsatz mehr BTC Anteile. Gerade wenn man jetzt von einem starken Wertzuwachs ausgeht, macht sich rein rechnerisch gerade in der Anfangszeit die höherer BTC Anteilsmenge die ich für meinem fixen Einsatz erhalte sehr stark bemerkbar. Die 3% mehr BTC die ich in der Anfangszeit erhalten sind bei einem starken Wertanstieg schnell ein vielfaches Wert. Im Grunde nutzt man den Zinseszinseffekt und durch den Wertzuwachs wird der Ertrag sogar stark gehebelt.
Wenn man jetzt mal in einer Alternativberechnung von einer anderen Prognose ausgeht. Nehmen wir an der BTC Kurs steht heute bei $9000, macht in den 10 Jahren keine Schwankungen und steht dann noch immer bei genau $9000. Durch den regelmäßigen 3% höheren Anteilswert den ich erhalte habe ich durch den Zinseszinseffekt ca. 16% mehr BTC Anteile in meinem Portfolie als hätte ich die 3% nicht eingespart.

Durch die Nutzung des DCA streust du das Risiko in einem volatilen Markt zum „falschen“ Zeitpunkt gekauft zu haben. Dadurch sorgst du auf lange Sicht dafür das der durchschnittliche Kaufpreis reduziert wird, egal in welche Richtung sich der Kurs bewegt.

Bei steigenden Kursen erhältst du für den fixen Kaufpreis immer weniger BTC Anteile und bei fallenden Kursen erhältst du immer mehr BTC Anteile. Da du zu den niedrigeren Kursen im Verhältnis immer mehr Anteile erhalten hast als zu den höheren Kursen, zieht das den durchschnittlichen Kaufpreis runter.
Deshalb wäre mein Fazit, je länger ich HODLe desto relevanter wird DCA.

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Das ist ja mein Argument: Für HODLer und vor allem in dieser aktuellen, sehr frühen Phase gibt es keinen falschen Moment.

Ich kann doch besser jetzt größere Anteile an BTC für $10k, $15k oder sogar $20k kaufen, anstatt den Kaufzeitraum zu verlängern und innerhalb der nächsten 10 Jahre immer kleiner werdende Anteile für $50k, $100k oder $500k zu kaufen.

Aber sorry, das hat mit dem SparplanBot nichts zu tun. Lassen wir das. Dazu kann man vielleicht mal einen separaten Thread aufmachen. :slight_smile:

Sorry, nochmal kurz OT. Zum DCA muss ich aber auch noch schnell was loswerden, weil es ja aktuell immer als die beste Lösung schlechthin präsentiert wird.

Es hängt ganz einfach davon ab, wie ich investieren kann und möchte!

Wenn ich keine größere Menge Geld auf einmal anlegen kann, oder einfach laufend monatliche Ersparnisse anlegen möchte, macht es auf jeden Fall Sinn einen Sparplan zu verfolgen. Anders geht es dann aber auch gar nicht, es stellt sich keine Frage nach DCA oder nicht.

Wenn man hingegen einen größeren Geldbetrag hat, macht es zumindest wenn man sich den Aktienmarkt der letzten 100 Jahre ansieht, keinen Sinn dieses über einen längeren Zeitraum mit DCA Strategie anzulegen. (Kurzfristig in Tranchen einsteigen kann ein minimaler Vorteil sein.)
Im Schnitt über viele Jahrzehnte liefern Aktien, weltweit breit gestreut, eine Rendite im Bereich 6…10 % pro Jahr. Wenn ein schon vorhandener Betrag über viele Jahre verschmiert mit DCA angelegt wird, gehen einem die Renditen der ersten Jahre verloren.
Es ist nicht einfach nur so, dass man weniger Chance und weniger Risiko hat, sondern man verliert ganz einfach die ersten Jahre.

Diese Betrachtung stimmt zumindest im Mittel für den Aktienmarkt und sie geht davon aus, dass man langfristig über viele Jahre investiert bleibt.

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Ja, natürlich.

Ich vermute, dass nur sehr wenige dazu bereit sind, 3- oder 4-stellige Beträge auf einmal zu investieren.

Wer am Anfang oder Ende des Monats 10…50 Euro von seinem hart verdienten Geld in Krypto anlegen will, für den ist DCA sicherlich ein guter Weg.

Aber DCA ist nicht immer der richtige (günstigere) Weg. Darum geht’s mir.

Genau das meine ich. Die Vorteile des „early bird“ sind größer als das, was man durch DCA erreichen kann.

Ab $50k oder $100k pro BTC wird der Mittelwert immer irrelevanter, wenn man seine Käufe bei $10k bis $20k dem gegenüberstellt.

Ich vermute (das kann jeder anders sehen), dass die Abweichungen ab $100k auch nicht mehr so gravierend sein werden.
Dass wir dann noch Preisentwicklungen von $33k zu $130k zu $70k sehen (wie 2019 von $3k auf $13k auf $7k), halte ich für eher unwahrscheinlich.

Folglich wird die Preis-Range immer kleiner und somit bleibt auch der Mittelwert recht konstant im Vergleich zu den heutigen Werten, bei denen man innerhalb weniger Monate bei $4k und bei $12k kaufen kann und einen Mittelwert von $8k erhält.