Das ist so eine Art gelenkter Kapitalismus, denn die Oligarchen oder die Kapitalisten die werden ja nur in ihrer Macht beschränkt, aber sie werden ja nicht ihrer Macht beraubt. Sie werden halt mehr oder weniger dazu gebracht oder auch gezwungen ihr Kapital im Sinne der Nation einzusetzen oder wie auch immer, aber die behalten ja ihre Eigentum was auch nach wie vor durch den Staat geschützt wird, weil sie letztlich der Staat sind und nicht der Mittellose. ;)
Diktatur oder Demokratie sind erstmal nur Begriffe die beschreiben wie die Gesellschaft geordnet ist.
Kapitalismus und Sozialismus beschreiben die Ordnung der Wirtschaft.
Und nur weil das Kapital in seiner Macht beschränkt wird, ist es eben nicht seiner Macht beraubt. ;)
Russland ist ein kapitalistischer Staat in denen die Oligarchen regieren. Diktatur meint Alleinherrscher ODER Gruppe von Menschen mit unbeschränkter Macht. (Ob Russland schon Diktatur ist, wäre auch nochmal eine andere Frage.)
Aber nur weil in Russland der eine oder andere Oligarch vielleicht vom Staat diszipliniert wird, bedeutet das doch nicht, dass das Kapital als solches keine Macht hätte.
Dabei gibt es verschiedene Arten des Kapitalismus: Unter Kapitalismus fällt der vorindustrielle Frühkapitalismus ebenso wie der weitgehend unregulierte Manchesterkapitalismus während der industriellen Revolution in Großbritannien, der Raubkapitalismus in Russland nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus in den 1990er Jahren, die skandinavischen Wohlfahrtsstaatsmodelle des frühen 21. Jahrhunderts und eben auch die soziale Marktwirtschaft westdeutscher Prägung (oder: rheinischer Kapitalismus) nach dem zweiten Weltkrieg.
- Produktionsmittel – also Land, Fabriken, Maschinen und Anlagen – überwiegend in Privateigentum befinden,
- in denen Eigentümer und Eigentümerinnen dieser Produktionsmittel versuchen, ihren Gewinn zu maximieren und
- in denen Marktmechanismen für die von Inputfaktoren wie Rohstoffen und Arbeitskräften sowie von den Endprodukten an die Privathaushalte sorgen.
Doch, indem man eben nicht zulässt, dass es sich konzentrieren kann und das erreicht man, indem man Land, Ressourcen, Produktionsmittel usw. dezentralisiert und in die Hände der Arbeiter usw. legt.
Und nochmal zum Thema Diktatur. Das beschreibt nur die Ordnung des politischen Systems, nicht die Ordnung des Wirtschaftens oder die EIgentumsverteilung. Du vermischt das in deinen letzten Beiträgen.
Das Kapital kann auch über eine Diktatur herrschen, wo wie es auch eine Demokratie wie bei uns bevorzugen kann. Das ist eine Frage der historischen Entwicklungen (wir hatten soziale Frage, Arbeiterbewegungen usw.) und wahrscheinlich eine Frage der Bilanz, was sich besser rechnet usw.
Alles steht und fällt mit der Macht und Macht hat im Kapitalismus eben das Kapital. Das eine mehr, das andere weniger. ;)
Eine Politik die nicht das Kapital hinter sich hat, die entscheidet gar nichts.
In den USA, also in einem relativ offenen Kapitalismus, wird niemand Präsident der nicht die Industrie hinter sich hat. Das ist ein einziges Demokratietheater da.
Ich versuche es nochmal:
Diktatur und Demokratie sind nur Begriffe für die politische Ordnung. Also Diktatur z.B. wenig Mitbestimmung für die Massen, vielleicht auch eingeschränkte Wahlen usw. Demokratie mehr Mitbestimmung usw.
Kapitalismus beschreibt die Organisation der Wirtschaft und wie Eigentum verteilt ist. Also Land, Ressourcen usw.
Diese Verteilung kannst du so haben in einer Diktatur wie auch in einer Demokratie.
Demokratie gibt es nun in Abstufungen. In den USA ist es z.B. anders als bei uns usw.
Im echten Sozialismus aber gehören Land, Ressourcen, Produktionsmittel usw. den Menschen. Also den Arbeitern in den Fabriken, den Bauern auf dem Land usw. Die entscheiden direkt und basisdemokratisch.
Der Unterschied ist, im Kapitalismus herrscht der Eigentümer WEIL er Eigentümer ist. Wer kein Eigentümer ist, der hat keine Macht. Im Sozialismus herrscht der Mensch WEIL er einfach Mensch ist. Da ist das Eigentum dezentral und direkte Machtausübung darüber ist nicht möglich.
Deswegen kann echter Sozialismus nur echte bzw. Basisdemokratie sein während Kapitalismus eben auch in alle möglichen politischen Systemen sein kann.
Diktatur kann auch in einem Kapitalismus stattfinden, sehr gut sogar, aber nicht in einem Sozialismus, denn die Macht liegt immer beim Kapital bzw. den Kapitaleignern. (Auch wenn sie hier und da mal von der Politik reguliert werden.) Wenn aber das Kapital dezentral organisiert ist, hat da niemand die direkte Macht drüber.
Ich hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich. Viel besser kann ich das gerade auch nicht ausdrücken.
Das sind halt alles Mischsysteme, also kein reiner offener Kapitalismus wie vor 150 Jahren oder sowas, aber grundlegend trotzdem Kapitalismus. Reguliert halt und mit Sozialsystemen die eben die Folgen der ungleichen Eigentumsverteilung abfedern.
Also:
„diese“ Demokratie ist Herrschaftsinstrument des Kapitals. Die ist Ausdruck der kapitalistischen Ordnung.
Unsere Demokratie lässt uns bald bis 70 arbeiten und danach Pfandflaschen sammeln. Warum sollte ich die verteidigen? Wenn du die verteidigst, verteidigst du die nicht gegen Übergriffe des Kapitals sondern du trittst ein für die Interessen des Kapitals.
Tjo…und die kann eben keiner so einfach beantworten. ;)
Ich denke eher, das die Wokeness von denen gepusht wird die von den echten Problemen ablenken wollen.
Wokeness hat eher was mit mental Gesund vs Geisteskrank als mit Links vs Rechts zu tun.
Die meisten Woken Talking Points, lassen sich ziemlich gut mit einem Alice Schwarzer Zitat beantworten:
“Sind wir eigentlich im Irrenhaus?”
Ja, richtig. Nämlich vom Klassenkampf. ;)
Deswegen ist diese Woke-Bewegung kapitalistische Agenda für die man die Linksliberalen instrumentalisiert hat.
Also man hat das Potenzial links ruhig gestellt und mit sich selbst beschäftigt und dadurch, dass man die Linksliberalen, die ja keine echten Linken sind, denn Linksliberale stellen ja nicht die Systemfrage=sind halt liberale Kapitalisten/Sympathisanten, instrumentalisiert hat die überall Stimmung gemacht haben, hat man den antiliberalen Rechten so vorgaukeln können, dass das Problem allgegenwärtig und vor allem auch von Linken käme.
Aber auf dem kapitalistischen Auge sind halt alle blind.
Frag dich mal, ob das Zufall ist, dass alle diese Bewegungen usw. NACH der großen Finanzkrise groß wurden. Also der Rechtspopulismus weltweit, Klimabewegungen, LGBTQ usw. usf.
Und wo ist die Antikapitalismusbewegung geblieben? Die hatte es nämlich VOR der Finanzkrise durchaus gegeben. Nichts mehr von da…
Und alle verorten die Ursache der Problem überall und nirgends, nur nicht beim System in dem wir leben und da sind Bitcoiner eben keine Ausnahme. Die sagen halt es sei das Geld.
Das klingt eigentlich plausibel.
Es gibt aber auch Leute die Woke sind und gleichzeitig auch den Kapitalismus ablehnen, was ist mit denen?
Wie möchtest du das ändern?
Da müsste jemand kommen der durchgreift und aufräumt und dabei nicht zimperlich vorgeht
Die gibt es natürlich auch. Also das ist grundsätzlich sozusagen schon eine „linke“ Angelegenheit, weil es dabei ja um Antidiskriminierung usw. geht, aber dass das halt so in der Öffentlichkeit so instrumentalisiert wird, das hat damit nichts zu tun. Das wird ja nicht getragen von einer antikapitalistischen Linken sondern eben von Linksliberalen. Und das ist halt nicht dasselbe, wird aber immer in den selben Topf geworfen.
Ich bin auch dagegen das Leute grundlos diskriminiert werden oder man gegen Menschen aufgrund von Gruppen Zugehörigkeit für die sie nichts können hetzt.
Man sollte aber gegen ALLE Formen der Menschenfeindlichkeit vorgehen.
Leute die mit #KillAllMen rumlaufen, sollten genauso hart bestraft werden, wir Leute die mit #KillAll(Kleiner Schwarzer Hut Träger) rumlaufen. (Sry für die Umschreibung, aber ich glaube ich man versteht was gemeint ist)
Denen muss dringend geholfen werden, gleich zwei mal ins Klo greifen is echt nicht gut! ;-)
Sozialimus wäre eine Anwendung dieses Artikels auf alle/die-meisten Produktionsmittel
Der Artikel allein, ändert nicht die Produktionsverhältnisse.
Wahrscheinlixh kommt an deren Wirtschaftliche Vorstellungen am nächsten der Manchester Kapitalismus heran:
Wenn man nach heutigen Beispielen sucht, findet man diese wahrscheinlich am ehesten in Südkorea wo man die höchsten Arbeitszeiten der Welt (und die niedrigsten Geburtenraten) hat, in Hongkong, wo Menschen in 2m² Sarg Wohnungen „leben“, vielleicht findet man derenen Kapitalismus auch in der ein oder anderen Kobalt Mine.
Ich bin nicht der Meinung das man einen harten Trennpunkt braucht um ein Wort sinnvoll verwenden zu können.
Jemand kann selbst Arbeiter sein und woanders Aktien oder Land besitzen.
Ich kann nicht für den Doktor sprechen, aber ich wäre sehr an den innovativen Sichtweisen interessiert, sofern sie den wirklich innovativ sind.
Sowas sollte es auch nicht geben.
Das ist sowie zu sagen „der Staat ist ein Werkzeug der Unterdrückung“, die Lösung ist dann nicht das System abzuschaffen oder komplett aus der Kontrolle zu geben, sondern es so einzusetzen das es den Menschen zu gute kommt.
Ich kann die Grafik schon nicht ernst nehmen, weil da steht „End of communism“ so als ob dort Kommunismus gewesen wäre.
Ob Markt oder Staat effizenter ist, hängt von der Branche ab und lässt sich nicht pauschal sagen.
z.B wären Staatlich finanzierte Open Source Projekte in der Software Entwicklung deutlich effizenter, und würden vor allem bessere Resultate produzieren, als Profit orientierte Software Entwicklung.
Wenn das einer anzweifelt kann ich gerne Beispiele für FOSS Apps liefern die trotz deutlich geringerem Budget, viel besser als die Profit orientierte Konkurenz sind.
Aber grundsätzlich würde ich dir zustimmen das man sehr viel weniger Regulierungen haben sollte.
Dafür Beteiligung der Arbeiter und der Demorkatischen Gremien an der Vorstandswahl.
Die Demokratischen Gremien wären vorzugweise Räte:
Raidkale Wokisten sind geisteskrank und sollten dementsprechend psychologisch behandelt werden.
Demokratisierung der Wirtschaft.
z.B Beteiligung von Arbeitern und Vertretern der Gesamt Gesselschaft an Vorstandwahlen.
Aktuell handelt die Wirtschaft allein nach dem Profit Interesse, das ist systemisch bedingt.
Ich möchte das die Wirtschaft zu Mehrheit nach dem Interesse der Arbeiter und der Gesamt Gesselschaft handelt, das bedeutet nicht das man gar nicht mehr nach profit wirtschaftet, sondern das auch andere Interessen berücksichtig werden.
Die aktuelle Wirtschafts Interessen Verteilung läuft ungefähr so:
Ich schlage vor das sie so läuft:
Auf sowas würd ich mich ja noch einlassen:
Über die prozentuale Verteilung lässt sich sicherlich diskutieren
Dem würde ich nicht zustimmen.
Der Staat ist immer auch ein Marktteilnehmer auf seinen eigenen Märkten. Und wenn du sagst, dass der Staat den Markt bildet, dann ist er (Quasi-)Monopolist in diesem Gebiet. Und das ist nunmal selten wirklich effizienter (meist nur kurzfristig und nicht langfristig) als wenn es einen freien Wettbewerb geben würde. Das hat nichts mit Branche zu tun sondern wie die Welt generell mit Angebot/Nachfrage funktioniert.
Selbst für lebensnotwendige Ressourcen wie Wasser wäre es doch sinnvoller, wenn man mehrere Anbieter hat als wenn das nur der Staat alleine macht (und man dann z.B. für ein Schwachkopfmeme kein Wasser mehr bekommt). Umso mehr Angebote es gibt, desto mehr müssen sich die Verkäufer (und damit auch das eventuell mitmachende Staatsunternehmen) auch anstrengen um ihr Wasser (gewinnbringend) zu verkaufen. Das ist positiv für die Verbraucher weil es ihnen ein Druckmittel gegen die Verkäufer gibt. Gibt es nur einen Monopolisten ist das Druckmittel eben nicht mehr auf der Seite der Käufer sonder der Verkäufer.
Ich habe also ersteinmal generell nichts dagegen, wenn der Staat nur ein einfacher Marktteilnehmer ist, der sich genauso gegen andere Firmen durchsetzen muss. Das erweitert den Markt und ist gut für die Menschen als Verbraucher. Aber das ist eben nur selten wirklich der Fall. Der Staat hat nunmal Privilegien wie Regulation, Finanzierung durch Steuereinnahmen usw. Und mit diesen Privilegien kann der Staat den Markt sehr schnell dominieren, zulasten der Kunden, deren Wasser dann teurer wird bzw. die dann relativ einfach vom Wasserzugang ausgesperrt werden können.
Wichtig ist auch zu Unterscheiden, was man jetzt mit dem Wort „Staat“ genau meint. Für mich ist der Staat ersteinmal alles zusammen: Seine Einwohner, seine Institutionen, seine Märkte, sein Land,… Alle Objekte, die dem Staat zugeordnet werden, kann man dann in den Container „Staat“ stecken.
Wenn die Märkte aber nur ein Teil des Staates sind, dann „leben“ diese ja innerhalb des Staates. Es gibt jetzt also wenigstens zwei Staatsbegriffe, die aber unterschiedlich benutzt werden: Der Staat, der alles ist (da wir hier noch keine weiteren Staaten um das betrachtete System herum betrachten) und der Staat, der als handelnder Akteur (wie seine Firmen und Menschen) seine eigenen Märkte beeinflusst. Das sind aber persee nicht dieselben Objekte, auch wenn man sie schnell gleich benennt. (Meinstens sind das ja explizit Staatsunternehmen, also privilegierte Firmen am Markt, die wir hier vereinfacht als Staat bezeichnen, wenn wir nur den einen Markt im Staat betrachten. Aber auch hier sollten wir nicht vergessen, dass die Regulierung dann nicht (nur) aus dieser Staatsfirma kommt. Im Endeffekt bleibt, dass der Staatseingriff eine nicht näher beschriebene große Machtform ist.)
Ob ein Staat als Ganzes effizient ist hängt nicht nur von einer Brache ab, sondern explizit von allen seinen Branchen/Märkten.
Es gibt also eine Gesamteffektivität des Staates, die sich (wie auch immer) aus den einzelnen Effektivitäten allen Märkten im Staat statistisch zusammensetzt (Ich sage hier explizit eben nicht der einfache Durchschnitt, auch wenn man den für alle Märkte annehmen kann. Nur dass man eben nie alle Märkte messen kann weil man nie alle Märkte im Staat bemerkt. Das könnte man nur als allwissender außenstehender Beobachter.).
Ich will das mal mit einem Beispiel untermauern:
Vereinfachen wir einen Staat mal auf 3 Märkte (Ich als allwissender Beobachter kenne diese Märkte also und es gibt keine weiteren): Einen Nahrungsmarkt, einen Metallmarkt und einen Holzmarkt. Dann kann dieser Staat auf allen 3 gebieten effektiv sein, es reicht aber vollkommen aus, wenn dieser Staat nur einen Markt wirklich gut kann, denn dann wirft dieser Markt genug Profit ab um sich die benötigten anderen Dinge von den Nachbarstaaten einzukaufen.
Ein Staat, der also nur Nahrung kann (also nur in Nahrung wirklich effektiv und profitabel ist) und keinerlei funktionierende Metall oder Holzwirtschaft hat, der kann sich die Holzmöbel oder Eisenwerkzeuge einfach von den Nachbarstaaten kaufen und ihnen dafür die eigene gute Qualitätsnahrung verkaufen. Und der Nachbarstaat muss dann keine gute Nahrungsproduktion haben wenn dieser seine Qualitätswerkzeuge verkaufen kann. Und ein dritter Staat kann dann eben sehr gut Holz…
Diese „Effizienz“, die der Staat in einer Branche haben muss (um an die Dinge zu kommen, die er eben nicht kann weil er da keine große Effizienz hat), muss natürlich nicht monopolistisch in einer Branche stecken. Bedeutet ein Staat als Ganzes kann natürlich auch in Nahrung und Eisen einigermaßen gut sein. Solange diese beiden Branchen eben ausreichen das benötigte Holz einzukaufen, das der Staat dann nicht kann.
Aber wenn der Staat eben nirgends besonders gut ist (in so ziemlich allen Branchen ineffizient ist), dann hat er eben auch keine Mittel (Macht), um sich wirklich gute Produkte dafür einzukaufen.
Bedeutet: In irgendeiner Branche muss ein Staat gut genug sein bzw. im Durchschnitt bei allen Branchen gut genug sein um sich die Ineffizienzen in den anderen Branchen leisten zu können (denn natürlich kann der Staat auch sagen: Wir verzichten komplett auf Handel und machen alles selber, aber dann entgeht dem Staat eben potentielle bessere Qualität aus dem Ausland).
Falls es dir aufgefallen ist: Das sind die gleichen Mechanismen, die genauso für eine Arbeitsteilung in kleinen Siedlungen zwischen einzelnen Menschen gelten.
Aber diese Gedanken zeigen hoffentlich, dass es definitiv eine Gesamteffektivität eines Staates gibt, die sich wie auch immer aus den Effektivität der einzelnen Märkte zusammensetzt, aus denen der Staat besteht.
und es ist wichtig zu unterscheiden, welche Sicht man einnimmt. Die Sicht aus der Höhe des Staates auf seine Märkte, die er manipulieren kann, oder die Sicht als kleiner menschlicher Marktteilnehmer auf einen einzelnen Markt, wo auch der Staat nur ein Marktteilnehmer ist und mit Angebot und Nachfrage auf diesem Markt einwirkt.
Wenn aus der großen Überblicksicht der Staat also in einigen Märkten eingreift, dann kann das definitiv einen Vorteil für den Staat bringen, wenn er für sich wichtige Branchen verbessert auf kosten von Branchen, die ihm eh nicht viel bringen. Ist er damit wirklich gut, dann kann er sich die verlorenen Branchen von extern wieder dazu kaufen und wird damit sogar insgesamt effizienter.
Aber umso mehr Märkte von Markteingriffen betroffen sind, desto ineffektiver wird der Staat eben auch insgesamt weil alle betroffenen Märkte eben nicht mehr ihr volles Potential ausschöpfen können. All die Märkte sind ja nicht eigenständig alleine dastehend sondern miteinander verflochten und verwoben oder anders gesagt: hochgradig voneinander abhängig. Verändert man einen Markt, dann gibt es Rückkopplungen auf allen anderen Märkten (alleine schon z.B. durch den Arbeitsmakrt). Wenn ein Staat also z.B. seinen Eisenmarkt zugunsten des Nahrungsmarktes vernachlässigt, dann wird erstmal der Nahrungsmarkt natürlich verbessert. Aber nach einiger Zeit gehen dann z.B. die hochwertigen Werkzeuge aus und auch der Nahrungsmarkt schwächelt wieder. Nur dass dann Nahrung und Eisenmarkt schwächeln was insgesamt nicht gut für den Staat ist.
Und wie immer: Eine gewisse Ineffektivität kann sich ein Staat leisten, aber zu viel Ineffektivität bedeutet eben Abschwung, Deindustrialisierung, Wohlstandsverlust und damit natürlich auch interne Spannungen, Verteilungskämpfe und eventuell sogar Bürgerkriege.
Zu wenig Regulierung (Rahmenbedingungen) führen eventuell zu Monopolen, die natürlich schlecht sein können, aber wegen fehlender Regulierung auch einfach angegriffen werden können (ohne Regulierung hält einem ersteinmal keiner davon ab, ein Business aufzubauen, das genau das gleiche macht wie der Monopolist und schon ist er kein Monopolist mehr). Zu viel Regulierung führt aber definitiv zu Monopolen, weil durch diese Regulierungen Konkurrenten einfach vom Monopolist ferngehalten werden. Sie dürfen dann entweder nicht mitmachen (Businessverbot) oder müssen so hohe Einstiegskosten durch Bürokratie/Bestimmungen und Verordnungen einhalten, dass sich der Firmenaufbau (und damit Monopolangriff) nicht lohnen würde während der Monopolist weiter auf seinem Trohn alle Vorschriften problemlos einhalten kann da er ja nach belieben die Priese erhöhen kann und das Einkommen dafür ja relativ einfach bekommt.
Ich stimme dir zu, dass OpenSource meistens deutlich besser ist als Software mit einem Businessplan. Aber ich würde dir widersprechen, dass das generell für staatlich finanzierte Opensource gilt.
Also klar kann sich ein OpenSource-Projekt gebildet haben, das erfolgreich ist und dem der Staat dann mit einer Finanzierung noch weiter hilft. Dann gab es diese Projekte aber schon und der Staat setzt sich auf den Erfolgszug nur oben drauf. Aber sobald der Staat komplett neue Open-Source-Projekte anstößt, dann ist das wieder nichts weiter als eine Business-Anwendung oder eine Auftragsarbeit (nur eben vom Staat als Auftagsgeber aus).
Und klar können auch Auftragsarbeiten gut werden, OpenSource-Projekte werden aber im Normalfall nur dann gut, wenn die Entwickler mit Leidenschaft daran gehen, also selber aus freien Stücken und mit Eigenantrieb das Projekt vorran bringen und nicht wenn er nur die vorgegebenen Wünsche von Anderen (wie dem Staat) erfüllt.
Ich meine: Jeder kann einfach selber Open Source machen. Das bedeutet aber nicht, dass das dann auch sofort ein gutes Stück Software ist, das alle verwenden. Diese Opensource-Projkete haben also genauso wie Bitcoin einen Netzwerkeffekt bzw. durchleben die evolutionäre Auslese: Gute OpenSource-Software (wie Linux) wird benutzt und bekommen damit auch immer mehr Contributer. Schlechte OpenSource verfällt immer weiter und die Nutzerzahl geht runter.
Staatliche Finanzierungen greifen in diesen Marktprozess wieder nur ein um Software zu puschen, die aus staatlicher Sicht gut sind. Die Sicht des Staates muss aber nicht mit dem wirklichen Bedarf der Nutzer übereinstimmen.
Ich finde es damit immernoch deutlich sinnvoller, wenn der Staat den Menschen ihr Geld nicht wegnehmen muss um solche Projekte zu finanzieren sondern dass die Menschen ihr Geld selbstbestimmt benutzen können und damit selber entscheiden, welchen OpenSource-Projekt (oder welcher Musik, welchem Kinofilm,…) er seinem Geld geben will. Für diese Verteilung benötigt es keine Staatslenkung.
Staaten machen das nur gerne und reden ihren Einwohnern dann ein, dass das ja notwendig war. Aber eigentlich wollten sie nur ihr Geld bzw. einen Grund um ihnen noch mehr Geld abnehmen zu dürfen… Und klar gibt es Situationen, wo das wirklich gerechtfertigt sein kann, nur dass diese Fälle dann eine Regulierung einführt, die auch nach dem Notfall nicht mehr zurückgenommen wird und damit die Anzahl der Regulierungen nur immer größer wird.
Und genau das ist auch der Mechanismus, warum es immer mehr Regulierungen und Umverteilungen gibt, die den Staat dann insgesamt immer ineffizienter machen obwohl es dien Menschen doch helfen soll.
Und weil diese Gründe für mehr Regulierung in 99% der Fälle Moralisch/Soziale Begründungen haben ist das nunmal die sozialistische Abwärtsspirale der Staatsineffizienz.
Das ist halt schon wieder so eine persönliche Def. von dir.
Wikipedia sagt:
Im weitesten Sinn bezeichnet er eine politische Ordnung, in der einer bestimmten Gruppe, Organisation oder Institution eine privilegierte Stellung zukommt – nach Ansicht einiger bei der Ausübung von (politischer) Macht, nach Ansicht anderer hinsichtlich sowohl der Entfaltung des Einzelnen als auch der Gesellschaft.
Entscheidende Bestandteile der heute gesetzmäßigen Begriffsdeutung sind:
- eine irgendwie geartete politische Vereinigung einer größeren Menschengruppe, die
- in einem mehr oder weniger geschlossenen Gebiet
- unter einer mehr oder weniger einheitlichen Form der – etablierten, durchgesetzten oder beschlossenen – Machtausübung lebt.
Diese drei Hauptkriterien haben sich im modernen Völkerrecht seit Georg Jellinek (1851–1911) herauskristallisiert (→ Drei-Elemente-Lehre).
Also Staat ist eine einheitliche Organisationsform (politisches System) von vielen Menschen auf einem begrenzten Gebiet.
Die entscheidende Frage ist aber dann wer die Macht hat usw.
Du zählst z.B. einfach alle Einwohner usw. zum Staat dazu. Vielleicht mag das formal so sein, faktisch spiegelt das aber eben nicht Realität wider.
Um das ganz deutlich zu machen:
Im alten Griechenland gab es schon Staaten. Stadtstaaten. In denen war der Staat am Ende in Relation zur Gesamteinwohnerzahl eine kleine Clique von Besitzende. Die hatten alle Rechte und alle Macht.
Und so großartig anders ist das heute bei uns auch nicht.
Das macht auch schon der Dreiklang der völkerrechtlichen Def. deutlich. Staat ist Staatsvolk, Staatsgebiet und die Machtausübung über dieses.
Häufig wird diese klassische „Drei-Elemente-Lehre“, nach der ein Staat ein gemeinsames, durch in der Regel ausgeübte Gebietshoheit abgegrenztes Staatsgebiet,[2] ein dazugehöriges Staatsvolk und die Machtausübung über dieses umfasst,[3] um die Notwendigkeit einer rechtlichen Verfasstheit jener Gemeinschaft ergänzt.
Denn wer übt Macht über Staatsvolk und Staatsgebiet aus? Doch der Staat. Also das Staatsvolk übt Macht über sich selbst aus? Ergibt das irgendeinen Sinn? Natürlich nicht.
Also wer ist der Staat`? Das Staatsvolk, also deine Einwohner, können es ja dann wohl nicht sein.



