Was ist eigentlich Sozialismus, kann er funktionieren oder ist er sogar notwendig?

Nein, Sozialismus ist egalitär. Es geht also um die Abschaffung von Hierarchien. Speziell um Machthierarchien. Deswegen will der Sozialismus Privateigentum abschaffen, weil der Macht verleiht.

Es geht um die Demokratisierung der Produktionsmittel.

Produktionsmittel in den Händen einer Staatsclique ist ja keine Hierarchieabschaffung. Ob das Unternehmer sind oder Politiker ist doch egal.

Aber du willst ja ohnehin nur wieder provozieren, denn das habe ich schon so oder ähnlich zig. mal geschrieben.

Und ich werde es weiter tun, so lange man mich lässt. ;)

Ich habe den Doktor schon längst auf stumm geschaltet - sehe also seine Beiträge nicht. Nur sehe ich, dass sich hier so viele von seinem Gesülze getriggert fühlen, dass ich hier dann wiederum nur noch Antworten auf das Gesülze sehe, und der Thread daher auch wieder kaputt geht..

Warum füttert ihr diesen Troll?

Back2Topic !!!

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Das erinnert mich daran, dass Roman in einem seiner letzten Streams Stirner angesprochen hatte.

Stirners radikaler Individualismus und Egoismus führt am Ende genau dazu, was er eigentlich ablehnt. Nämlich, dass sich entweder Kollektive bilden die diese sich daraus bildende Ordnung stürzen wollen oder dass sich Kollektive bilden die diese Ordnung schützen wollen. ;)

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Dafür hast du meine Hochachtung, nur glaube ich nicht, dass die Diskussionspartner hier am echten Wissensgewinn interessiert sind. Du kannst mich gerne eines besseren belehren.

:sweat_smile:

Was ja auch nur ein Spezialfall von dem ist, was ich schreibe…

Wenn du eine Kiste hinstellst und Süßigkeiten herausnehmen willst, dann müssen diese Süßigkeiten vorher irgendwie da hineingekommen sein oder in der Kiste produziert worden sein.

Sobald du diese Süßigkeiten also heraus nimmst, dann verliert diese Kiste an Energie. Entweder diese Energie wird direkt durch neue Süßigkeiten nachgefüllt oder die Kiste muss mit Rohstoffen bzw. Energie befüllt werden, ansonsten kann sie selber keine Süßigkeiten mehr herstellen.

Ich glaube darauf können wir uns einigen, oder?

Wenn das so ist, dann störst du dich also an den Worten „Bedingungslos“. Wenn du aus der Kiste also Bedingungslos was herausnehmen willst (in der Form, dass es da immer auch Süßigkeiten gibt, die herausgenommen werden können), dann musst du dafür sorgen, dass diese Kiste auch Bedingungslos wieder befüllt wird, egal ob direkt mit neuen Süßigkeiten oder eben mit der nötigen Energie bzw. den Rohstoffen, damit die Kiste die Süßigkeiten produziert.

Alles danach ist doch nur Wortklauberei. Bedingungslos bekommen heißt für mich, dass es immer und ohne irgendwelche Bedingungen ausgezahlt wird. Das bedeutet aber auch auf der anderen Seite, dass diese bedingungslos ausgezahlten Süßigkeiten zwingend vorhanden sein müssen, damit sie ausgegeben werden können. Und das bedeutet eben, dass diese Süßigkeiten als Synonym für Werte oder Geld zwingend irgendwem vorher bedingungslos (im Sinne des folgendem Zwangs) weggenommen werden muss, damit sie in die Kiste kommen.

Ob du danach für die Einnahmeseite noch Bedingungen dran machst oder nicht ist hier aber irrelevant. Denn es ging ja nicht darum, wer genau diese „bedingungslosen“ Abgaben gegenfinanziert (was ja durch neue Bedingungen definiert werden kann), es ging darum, dass diese Abgaben generell irgendwie gegenfinanziert werden müssen und zwar „Bedingungslos“ im Sinne von Zwingend.

Wenn diese Gegenfinanzierung nicht ausreichend stattfindet, dann schrumpft der Staat.
Und damit hast du recht, es kann eine Bedingungslose (zwingende) Ausgabe geben während die Einnahme an Bedingungen geknüpft ist. Was ich aber meine ist, dass es keine Bedingungslose (zwingende) Ausgabe geben kann ohne dass es eine entsprechende Einnahme gibt. Das würde zwar kurzzeitig gehen (solange noch Wohlstand vorhanden ist, der entsprechend ausgegeben werden kann) aber über lange Zeit die Staatspleite zur Folge haben.

Naja, warum enden den Systeme? Warum hören Staaten auf zu existieren?

Generell steht einem Staat ja nichts im Wege, dass er quasi unendlich lange leben könnte. Ein Staat erneuert sich dadurch, dass die Menschen, die ihn bilden, sich immer wieder erneuern. Und das hat ersteinmal theoretisch keine zeitliche Begrenzung bzw. kein festgelegtes Ablaufdatum. Warum endet die Existenz eines Staates dann?

Einerseits kann ein Staat von extern angegriffen werden und sozusagen „getötet“ werden. Dagegen muss sich ein Staat also wehren können um keine „leichte Beute“ darstellen. Andererseits kann ein Staat aber auch von innen heraus verfallen. Beide Sterbemechanismen kannst du über die Machterhaltung erklären.

Erstmal der externe Angriff. Das ist eigentlich ziemlich eindeutig: Wenn eine andere Macht (z.B. andere Staaten aber das könnte auch ein Vulkan oder ein Komet sein) einen Machtkampf anfängt, dann muss der betrachtete Staat sich wehren (oder er geht unter). Aus diesem Machtkampf kann der Staat also als Gewinner heraus gehen oder als Verlierer. In Jedem Fall gewinnt oder verliert der Staat dabei an Macht. Ein Machtgewinn ist ersteinmal immer gut für den Staat denn dann kann er sich in Zukunft gegen noch mächtigere Gegner wehren. Aber verliert er zu viel Macht, dann zerfällt der Staat in seine Einzelteile bzw. wird vom stärkeren Staat geschluckt (ist also dann ein Teil des größeren Staates).

Ansonsten können Staaten auch durch interne Machtkämpfe seiner Bestandsteile untergehen. (Beispiel Mexiko aktuell) Wenn dem Staat seine Macht ausgeht um die von unten (intern) aufkommenden Machtkämpfe nicht mehr zu gewinnen, auch dann stirbt ein Staat und zersetzt sich in seine Einzelteile.

In jedem Fall kann man den Austausch von Macht im Systems analysieren. Also schauen, wo welche Objekte (= Menschen, Tiere, Firmen, Staaten,…) über die Zeit an Macht und Einfluss gewinnen und wer diese Macht wieder verliert. Wenn man dabei den Blick von individuellen Machtaustauschen auf die Vielzahl an Machtströmen lenkt, dann kann man physikalische Gesetzmäßigkeiten erkennen: Die Macht im System verhält sich wie die Energie in physikalischen Systemen: die kann sich Zusammenclustern (zentralisieren) aber auch gleichzeitig wieder verteilen (dezentralisieren).

Umso größer der Cluster ist, desto mehr verliert er auch an Macht (Machtdissipation proportional zum Machtgradient). Es erfordert also steigende Machteinkünfte, um so einen großen Cluster gegen den natürlichen Machtverlust in die Umgebung stabil zu halten. Aber umso gleichmäßiger die Macht verteilt ist, desto wahrscheinlicher bilden sich wieder kleine Machtcluster.

Genau. Für uns Menschen kann es interessant sein zu verstehen, warum und wohin diese Macht schwindet, für das System ist es aber erstmal nur relevant, dass die Macht schwindet.

Wenn ein Objekt seine Macht verliert, dann wird es schwächer, kann weniger stark auf seine Umgebung einwirken oder geringeren Einfluss nehmen. Vorallem: Es kann weniger Macht in seine internen Bindungen abgeben. Hat ein Objekt also zu wenig Macht um seine Bindungen aufrecht zu erhalten, dann zersetzt es sich, es stirbt. Ein sterbender Staat zersetzt sich damit in seine vielen Einzelteile, die dann ohne Staat wieder gegeneinander um ihre Macht kämpfen (können). Dieser Todesprozess kann eben nur aufgehalten werden, wenn der Staat wieder mehr Macht einsammelt oder seine Bindungsausgaben reduziert. Oder anders gesagt: Er muss seine negative Machtbilanz wieder stabilisieren, egal wie er das genau anstellt.

Staaten (oder generell alle Objekte), die diese Machtbilanz also nicht in den Griff bekommen (mehr ausgeben als sie einnehmen) destabilisieren sich von innen heraus. Gleichzeitig können sie damit leichter von außen angegriffen werden…
Dahingehend bilden Staaten mit einer positiven Machtbilanz Wohlstand (Reserven) aus. Diese Staaten werden mächtiger und können sich mehr Ausgaben leisten.

Das Problem dabei ist aber die Erhaltungsgröße: Natürlich wollen alle Objekte wachsen, aber es können nicht alle gleichzeitig wachsen, solange keine Macht von extern in das System hinein geht. Das ist auch der Grund, warum es immer Unstimmigkeiten zwischen den Menschen geben wird, warum es auch immer Kriege geben wird usw. Man kann nicht dafür sorgen, dass es allen gut geht, man kann nur nach Systemen streben, in denen es so vielen wie möglich gut geht.

Jenachdem wie man fair definiert.

Ich definiere Fair ja darüber, wenn der Machtaustausch gleichwertig war. Wenn also 2 Machtformen ineinander getauscht wurden aber keiner der beiden Handelspartner dabei großartig an Macht verloren hat. Damit ist Fair quasi auf gleicher Augenhöhe (bezüglich der Ableitung der Macht und nicht der Macht selber) und eine Voraussetzung für friedliche Kooperation.

Wenn du aber Fairness über ein moralisches Dilemma definierst, das in sich schon kein Richtig oder Falsch kennt, dann ist das meiner Meinung nach eine zu schwammige Definition von Fair.

Moralische Dilemma sind nicht gerade bekannt dafür, dass es überhaupt eine faire Lösung geben kann (denn wenn es die gäbe, dann würde es ja kein Dilemma sein).

Die Frage ist doch: Ist eine Erbschaftssteuer wirklich ein gutes Gesetz?

Hast du dir mal darüber Gedanken gemacht, wann ein Gesetz wirklich gut ist? Wenn die Mehrheit mehr davon profitiert als die Minderheit davon schaden erleidet.

Jedes Gesetz, das du machst oder vorschlägst, wird immer Gewinner und Verlierer erstellen. Also Menschen, denen es vor dem Gesetz besser ging und Menschen, die es nach dem Gesetz besser geht. Du musst also bei jedem Gesetz aufpassen, wer wirklich dafür bezahlt und wer wirklich dadurch profitiert.

Eine Erbschafsteuer ist also ein Gesetz, bei dem auf jeden Fall alle Menschen dabei erstmal etwas verlieren (eben das Erbe, das ihnen sonst zustehen würde). Dazu kommen noch weitere Nachteile wie z.B. Zwangsverkauf der Firma/Immobilie um die Steuer entrichten zu können.
Wie gut muss der Staat also mit dem Eigentum der Bevölkerung umgehen können, dass er diese Nachteile kompensieren kann, bzw. dass er damit sogar einen Mehrwert schafft dass es allen danach besser geht?

Die Chance, dass der Staat das hinbekommt ist doch ehr unwahrscheinlich, gerade wenn man sieht, wie die Staatskonzerne weltweit so wirtschaften. Nein, da ist es für die Bevölkerung insgesamt gesehen deutlich sinnvoller, wenn die Firmeneigner ihre Firmen weiter führen dürfen und damit weiterhin Wohlstand schaffen. Denn für Firmen gilt ja die gleiche Machterhaltung wie für Staaten: Wenn sie nicht gut wirtschaften, dann gehen sie pleite. Das ist also eine Positivselektion und hat damit einen eingebauten Bias um der Gesellschaft Wohlstand zu bringen.

Vielleicht ist das unter Bitcoin anders, aber Staaten haben durch die Mentalität: „Das Geld fließt doch egal wie gut ich bin“ eine eingebaute Negativ-Selektion. Und solange es diese Negativselektion gibt, ist es doch sinnvoll, die Werte in der privaten positiv-Selektion zu lassen als in der Staatlichen Negativ-Selektion, oder?
Und damit ist die Erbschaftssteuer für mich einfach kein gutes Gesetz weil tendenziell mehr Menschen darunter verlieren als Menschen gewinnen.

Stimmt schon, aber im Normalfall hat der Firmenchef dafür Vorkehrungen getroffen bzw. tritt heutzutage auch mit der Rente als Firmenchef zurück und hinterlässt also schon vor dem Tod die Firma dem Nachwuchs (oder anderen Personen, denen die Leitung zugetraut wird).

Warum sollte also dann nochmal mit dem Tod des früheren Firmenchefs die Firma oder deren Führungsebene geändert werden?

Wie gesagt: Alles unter der Prämisse der Positivselektion: Wenn die Firma profitabel war, dann geht es ihr mit der Zeit immer besser und schafft Wohlstand, auch für die Arbeiter und Umgebung (Machtdissipation). Und falls die Firma nicht gut gemanaged wird, dann verliert sie ihre Macht mit der Zeit wieder und gibt diese an die Umgebung von alleine ab (auch Machtdissipation).

Problematisch wird es für die Umgebung nur dann, wenn die Macht extern abgesaugt wird, wenn also z.B. die Firma Macht aus der Umgebung abgesaugt hat, diese Macht aber der Umgebung nicht mehr zur Verfügung stellen kann weil der Firmenchef ins Ausland geht oder sein Besitz an den Staat abgeben muss, der es breitflächiger verteilt als nur an die lokale Umgebung. Falls die Firma also ihre Macht unfairerweise aus der Umgebung bezogen hat, dann verlieren die Menschen dort wirklich diese Macht, die ihnen damit abgenommen wurde.

Das gehörte doch vor allem den Partei Bonzen

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Genau, denn das wurde ja verstaatlicht und nicht vergemeinschaftet oder vergesellschaftet oder sowas.

Ich habe nur @MarkusTurm auf Stumm geschaltet.
Der pausenlos ihm unbekannte Menschen diffamiert, ich hasse Deutschland in seinem Nostr Profil stehen hatte und sich darüber Lustig macht als Arbeitsloser den Staat auszulutschen und es für normal hält jemanden Nazi zu nennen. Dann durch Blocktrainer sogar noch die Plattform erhält seine fanatischen “Ideologien” öffentlich zu machen. Und das Perfide an der ganzen Sache,…das finden hunderte Anhänger auch noch lustig! Warum füttert ihr diesen Troll??? :man_shrugging:
Ich fühlte mich irgendwann von seinem Gesülze auch getriggert und
als ich ihm dann vorgeschlagen habe, er könne doch, wenn ihn das hier alles so ankotzt, Deutschland verlassen wurde er massiv beleidigend.

Es ist Dein gutes Recht @doktor oder jeden anderen stumm zu schalten. Ich schalte ihn, wie jeden Anderen (außer MarkusTurm) hier im Forum nicht stumm.
Ich wiederhole mich, @doktor ist in der Bitcoin Community ein Lamm!
Ich würde mein Freizeit hundertmal lieber mit Ihm verbringen als mit Markus.

Back2Topic !!! :smirking_face:

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Beleidigte Leberwürste unter sich - passt ja.

Ich kenne weder Doc noch MT persönlich, empfinde MT jedoch als 1000x weltoffeneren, frauenfreundlicheren und vor allem lustigeren Zeitgenossen. Dem ist tatsächlich egal was andere Leute machen während Doc so ziemlich jedem vorschreiben möchte, was er zu tun habe.

Also - lieber Turm statt Doc.

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Offenbar haben wir unterschiedliche Vorstellungen davon, was lustig ist :smirking_face:

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Ich glaube du willst hier etwas gewaltig missverstehen :wink: und damit ein Problem herbeireden, das es so garnicht gibt aber damit von den eigentlichen inhaltlichen Problemen ablenken.

Wir haben hier einen Vorgang, der eine Eingangsituation und eine Ausgangssituation hat. Und beide Situationen können von unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet werden. Wir haben also wenigstens 4 verschiedene Sichtweisen auf das System:

  • Eingangssituation aus Sicht der Empfänger: Der Empfänger bekomme ein „bedingungsloses Einkommen“. Er hat also keine Bedingungen zu erfüllen oder abzugeben um diese Leistungen zu bekommen.
  • Eingangssituation: Aus Sicht des Staates: Der Staat darf also keine Bedingungen an die Ausgabe des Geldes stellen, es ist eine bedingungslose Ausgabe des Geldes.
  • Ausgangssituation: Aus Sicht des Staates: Aber irgendwoher muss das Geld ja herkommen, damit es Bedingungslos ausgegeben werden kann. Der Staat muss es also irgendjemanden bedingungslos abnehmen. ← Klar kannst du jetzt hier Wortklauberei machen und sagen: Der Staat kann jetzt entscheiden, wem er dieses Geld vorher wegnimmt und damit Bedingungen für das Entwenden des Nötigen Geldes stellen. Das sind aber völlig andere Bedingungen als die Bedingungen für die Ausgabe des Geldes. Diese beiden Bedingungen haben also ersteinmal nichts damit zu tun.
  • Ausgangssituation: Aus der Sicht des Geldgebers: Der Staat zwingt den Geldgeber, das Geld Bedingungslos abzugeben. Also der Geldgeber muss das Geld abgeben ohne dass der Staat eine Gegenleistung dafür bietet (weil die Gegenleistung ja explizit zum Geldempfänger übergeht und nicht dem Geldgeber wieder zugute kommt.)

Wir haben hier also wenigstens 2 verschiedene Bedingungen: Einmal das Bedingungslose bekommen oder Abgeben zwischen Geldgeber und Geldempfänger, wo der Staat nur Vermittler der Umverteilung ist. Und andererseits die Bedingungen, unter welchen Umständen der Staat sich dieses Geld einfach vom Geldgeber nehmen darf.

Wenn du diese beiden Bedingungen also in einen Topf wirfst, dann ist klar, dass es zu Verwechslungen kommt.

Solange aber die eine Seite ein bedingungsloses Einkommen fordert bedeutet das zwingend, dass es bedingungslose Bezahler dafür geben muss. Egal ob die Verteilung des Geldes dann durch erneute „Bedingungen“ geregelt wird. Bedeutet: irgendwo muss das Geld herkommen, egal woher. Das ist damit gemeint.

Aber sozialer Status ist ja eine Machtform. Man kann den Status in andere Machtformen umwandeln oder einfach wieder an die Menschen verlieren. Wer z.B. seinen Status immer nur ausnutzt, der sinkt in der Gunst oder Bewertung der Menschen und verliert damit seinen Status (gewinnt aber die Sachen, die er vorher von den Menschen „geschenkt“ bekommen hat).

Macht ist ja erstmal einfach nur eine Größe die angibt, wie einflussreich oder weitreichend man auf seine Umwelt einwirken kann. Natürlich ist diese Größe nicht einfach nur fest, sie schwankt mit der Zeit durch jede Interaktion, die die Menschen miteinander tätigen.

Naja, der Status Quo oder der Stand eines Systems ist nunmal ersteinmal fest vorgegeben. Die frage ist nur: Wie kann man Einfluss auf das System nehmen? Dazu muss man seine eigene Macht eben ausgeben und zwar so, dass man auch wieder Macht zurück bekommt (weil man wie erwähnt bei zu großem Machtmangel stirbt).

Und wenn du all diese Machtflüsse mal mit der physikalischen Energie vergleichst, dann fallen dir überall die parallelen auf. Energie ist die Größe der Physik, die angibt, wie weitreichend oder einflussreich ein Effekt ist: höhere Geschwindigkeit → mehr Energie, mehr Impuls, mehr Durchschlagnskraft. Höheres elektrisches potential → mehr Energie, stärkere Ströme, mehr Kraft für elektrische Geräte…

Macht ist also quasi die generalisierte Energie, nur eben für komplexere Systeme (Sozialsysteme). Die grundlegenden energetischen Eigenschaften (der Realitätsbezug), die gelten damit aber genauso für die Macht der betrachteten Objekte oder Akteure.

Mal so als Beispiel: Warum kann ich mit meinem Bett machen was ich will? Weil ich mehr Macht habe als das Bett und sich das Bett nicht gegen mich wehren kann. Jede beliebige Interaktion ist ein Machtkampf und vollzieht einen Machtaustausch zwischen den Objekten bzw Akteuren. Die Frage ist dabei: Wer gewinnt und wer verliert? Die Chance auf einen Gewinn ist nunmal höher wenn du mächtiger bist als wenn du nicht so mächtig bist.

Das ist aber ein großes Problem, weil du immer Menschen/Objekte haben wirst, die mächtiger sind und welche, die nicht so mächtig sind.

Alleine ein Staat ist um Größenordnung mächtiger als ein einzelner Mensch. Wenn du also nur auf dem Status schaust: Mensch vs. Staat, dann kann es nur einen Schluss geben: Das ist immer unfair weil der Staat so viel mächtiger ist…
Genauso könntest du nicht mehr mit einem Supermarkt handeln weil der Supermarkt ja als Firma so gut wie immer mächtiger ist als ein einzelner Mensch, der darin einkauft.

Nein, so kannst du fair nicht konsistent definieren. Genau deswegen definiere ich Fair über die Machtableitung, also den Machtaustausch, der zwischen den Menschen und dem Supermarkt passiert. Obwohl der Supermarkt jetzt deutlich mächtiger ist kann ein Mensch einen Fairen Machtaustasuch mit dem Supermarkt machen indem er Macht in Form der gekauften Waren bekommt und dafür Macht in Form des abgegebenen Geldes abgibt. Obwohl der Supermarkt den Menschen in einem Machtkampf immer platt machen kann, kann er jetzt einen fairen Handel mit dem Menschen eingehen. Nicht weil der Status der Macht gleich ist (großer Supermarkt vs kleiner Mensch), sonder weil der Machtaustausch fair und gleichwertig ist.

Das mag in einem Spiel vielleicht gehen, in der Realität geht das nunmal nicht. Du kannst die Startbedingungen nicht für jeden gleich machen. Wie oben geschrieben: alleine schon der Wohnort, dass ein Kind im Hochhaus eine Etage höher laufen muss bedeutet schon, dass dieses Kind bei jedem Treppengang mehr Energie aufwenden muss (mehr Macht ausgeben muss, die er irgendwie wieder einsammeln muss), als ein Kind, das unten wohnt. Und das gleiche in der Fläche: Ein Kind, das weiter weg von der Schule wohnt muss eben mehr Macht für den Schulweg ausgeben als ein Kind, das näher wohnt.
Und solche Beispiele kannst du überall finden: Ein behindertes Kind würde für eine exakte Gleichberechtigung eben extrem viel mehr Macht kosten als ein „normales“ Kind…

Natürlich kannst du versuchen, im gewissen rahmen für Ausgleich zu sorgen, aber du kannst nie die gleichen Startbedingungen für alle schaffen. Es wird immer Kinder geben, die einen Startvorteil haben und Kinder, die einen Startnachteil haben. Und um die Nachteile auszugleichen muss eine Gesellschaft Macht/Einfluss ausgeben und das muss sie sich ökonomisch leisten können (also irgendwo wieder einsammeln).

Klar kann die Gesellschaft das beschließen und die Macht für die gleichen Startbedingungen ausgeben, aber diese Macht fehlt dann eben opportun in anderen Bereichen, o sie eventuell sinnvoller eingesetzt werden könnte. Diese moralische Abwägung muss eine Gesellschaft immer und jederzeit wieder machen. Denn entscheidet sie sich für eine Machtverteilung, die zwar auf dem ersten Blick sehr sozial aussieht, aber die Opportunitätskosten nicht berücksichtigt werden, dann kann es sehr schnell passieren, dass andere Staaten, die ihre Macht sinnvoller einsetzen, den ersten Staat kräftemäßig derart überholen, dass die anderen Staaten praktisch jeden beliebigen Machtkampf gegen den ersten Staat gewinnen kann…

Diese Moralischen Dilemma sind also wichtig für die Gesellschaft, aber nicht direkt in der Frage des Machtstatus, sondern in der Fairnessfrage, also des Machtflusses.

Glaubst du, dass ein System wo die Menschen nichts zu erben erwarten (weil sie nichts haben, das sie vererben können) ein gutes System ist?
Wenn die Menschen nichts haben, dann haben sie auch nicht die Macht des Besitzes. Bedeutet: Sie sind nicht so mächtig wie Menschen mit Besitz.
Staaten sind aber auf die Macht der Menschen, die sie bilden, angewiesen. Wenn die Menschen kaum mehr Macht haben, dann kann der Staat im Notfall ihnen diese Macht auch nicht wegnehmen, sich nicht gegen Angreifer verteidigen, nichts mehr umverteilen usw.

So ein Staat ist also in meinen Augen nicht wirklich erstrebenswert.

Wenn die Menschen also nichts mehr zu erben haben, dann ist entweder der Staat genauso arm dran oder es gibt noch einzelne extrem reiche Entitäten, die dann all den Besitz haben. Auch das ist nicht gerade eine sehr erstrebenswerte Vorstellung.

Deswegen meine Schlussfolgerung: Lass den Menschen ihre Werte/Vermögen/Machtformen so gut es geht selber verwalten, denn sie wissen am besten, wofür sie ihre Macht/ihren Einfluss selber ausgeben wollen und können. Umso mehr der Staat den Menschen ihre Machtformen wegnimmt, desto mehr bremst er sie breitflächig aus. Aber natürlich benötigt es ein Mindestmaß an Staat um die friedlichen Rahmenbedingungen überhaupt erst zu schaffen. Kein Staat ist eben auch keine Lösung, denn dann vergeht das Recht des Staates zum natürlichen Recht des Stärkeren.

Nein, nur weil du dich darauf vorbereiten kannst, dass dir dein Haus weggenommen wird bedeutet es nicht, dass es für dich gut ist dass du das Haus verlierst…

Wie gesagt, eine Erbschaftssteuer ist eine reine Neidsteuer: Der hat ja soviel, den zwinge ich was abzugeben. Natürlich freut sich der Staat und alle, die vom Staat leben. Dazu kommt, dass es eine Status-Steuer ist und keine Flusssteuer. Bedeutet: Der Status wird bestraft, nicht die Handlung, wie man da hingelangt ist. Und das halte ich für sehr fatal für eine Gesellschaft.

Sozialismus bedeutet die Demokratisierung der Wirtschaft, also dass die Produktionsmittel in der Hand der Arbeiter sind. Warum bedeutet es das? Weil Sozialismus sich gegen Machthierarchien wendet und Macht mit Besitz verbunden ist. Sozialismus will eine egalitäre Gesellschaft. Wenn das Eigentum einfach nur verstaatlicht wird, dann ändert das ja gar nichts. Es sei denn dieser Staat wäre irgendwie basisdemokratisch organisiert oder irgendwie in der Form, also so, dass wirklich alle auch beteiligt würden in den Betrieben.

Ob jetzt der Staat die Arbeitskraft raubt, wie du richtig sagst, ob es wie damals der Adel war, oder eben heute der Unternehmer, spielt eben keine Rolle.

Ob du irgendeinen Kontakt zu mir hast ist mir ziemlich egal. Warum das nicht polemisch war erkläre ich trotzdem.

Das war nicht polemisch, weil es schlicht stimmt. Am System ändert ändert die AFD gar nichts. Denn das System ist die kapitalistische Ordnung. Ob die Linkspartei, die SPD oder die Grünen dich nun etwas weniger hart mit Peitsche treiben oder ob die Union, die FDP oder eben jetzt die AFD dich etwas härter mit der Peitsche treiben spielt für diesen Sachverhalt eben überhaupt keine Rolle.

Das sind alles Systemparteien, die an der Ordnung rein gar nichts ändern wollen. Und die bestimmende Ordnung ist, dass das Kapital die Regeln macht. Wenn das Kapital will, dass wir hier Millionen Afrikaner aufnehmen, dann werden wir Millionen Afrikaner aufnehmen. Wenn das Kapital will, dass wir sie morgen wieder abschieben, dann werden wir sie morgen wieder abschieben…

Wenn das Kapital will, dass du bis 70 arbeiten sollst, dann wirst du bis 70 arbeiten müssen wenn du keine Abschläge haben willst…

Die Spielregeln machen nicht irgendwelche ungewaschenen Linken die irgendwelche Pappschilder auf der Straße in die Luft halten, auch keine Rechten im Polohemd mit markigen Parolen und auch keine Politiker, sondern das Kapital.

Ist das etwas polemisch ausgedrückt? Ja sicher. Ändert das was am Inhalt? Nein. Denn du kannst einfach nur polemisch sein ohne auch sachlich zu sein, aber du kannst auch polemisch sein und trotzdem sachlich sein bzw. etwas inhaltliches damit transportieren.

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Nein

   

Doch. Aber das ist am Ende auch total egal wie du das System nennst in dem du lebst, das ändert das System ja nicht.

Eigentlich ist das zum Lachen wie immer versucht wird Sozialismus schlecht zu framen, als ob man damit irgendetwas an den Zuständen die wir aktuell haben ändern würde.

Wobei das so ganz auch nicht stimmt. Denn die Motivation der Menschen denen du damit nachplapperst, ist es ja, eine mögliche Systemalternative damit totzureden und bei den Menschen den Eindruck zu hinterlassen, als gäbe es gar keine andere Option.

Bzw. die Alternative ist ja radikaler Markt und Staatsabbau. Also noch mehr von dem, was wir schon haben. Die Geschichte die diese Leute ja erzählen, ist ja, wir leben jetzt im Sozialismus, Sozialismus ist scheiße, also muss was anderes her. Und „was anderes“ ist dann noch mehr Privatisierung usw.

Peter Thiel hat z.B. Marktregulierung als Satanismus bezeichnet. Da weißt du woher der Wind eigentlich weht.

Klar, wenn du als außenstehender Dritter darauf schaust, dann siehst du eine Gegenleistung von oben herab. Aber Derjenige, dem du das Geld wegnimmst, der erhält explizit keine Gegenleistung, der muss einfach bedingungslos bezahlen ohne dass er davon was zurück bekommt.

Also klar kann derjenige das erstens freiwillig zahlen und damit freiwillig auf einen höheren Lebensstandart verzichten. Oder er kann selber einen positiven Effekt sehen, weil er weiß, dass es anderen Menschen damit vielleicht besser geht. Aber das sind alles „kanns“, während der Verlust ein zwingendes „muss“ ist. Und damit kann es genauso Menschen geben, die explizit keine Gegenleistung erhalten, denen man also einfach diese Steuern für die Anderen wegnimmt.

Der Spruch: „Steuern sind Raub“ kommt ja nicht ohne Grund: Sobald die Steuerlast die zu bekommende Gegenleistung des Staates nicht mehr repräsentiert (also nicht mehr gleichwertig ist), während man aber gezwungen wird diese Steuern trotzdem zahlen zu müssen, dann werden diese Steuern eben unfair. Und alles, was der Staat an bedingungsloses Einkommen an andere Menschen direkt umverteilt, das kommt den Geldgebern eben nicht mehr selber zu gute und ist damit für die Geber erstmal einfach weg.

Ja, du reitest also immernoch auf der Wortklauberei herum :partying_face:

Warum willst du nicht verstehen, dass wenn man jemanden zwingend etwas geben will, dann muss man dieses etwas zwingend irgendwo her bekommen, also anderen zwingend wegnehmen?

Und wenn du dieses „Zwingend“ mit „Bedingungsloses Einkommen“ schönreden willst, dann impliziert es, dass du die andere Seite oder Sichtweise herabwürdigst: das zwingende oder bedingungslose Abnehmen des Geldes.

Und ja, ich will genau deswegen einen Gegenpol darstellen indem ich darauf hinweise, dass dieser Faktor dabei nicht vernachlässigbar ist, nur weil er vermeintlich auf sehr viele Menschen aufgeteilt bzw. kleingeteilt wird.
Denn umso mehr Menschen ein bedingungsloses Einkommen bekommen, desto weniger Menschen werden dieses Einkommen bezahlen können und dieses Kleinteilen passiert auf immer weniger Menschen, die folgerichtig immer mehr dafür bezahlen müssen.

Und genau das macht das Einnehmen eben zwingend oder „bedingungslos“.

Warum sollte der Status nicht an Andere verliehen werden? Wenn jemand seine Soziale Macht verliert, dann hat die Gesellschaft doch erstmal ein Machtvakuum, das eigentlich sehr schnell wieder von Anderen ausgefüllt wird. Wie gesagt: bestes Beispiel Mexiko mit der Ermordung des Mafiosibosses.

Du kannst es bezweifeln aber ich kann dir das spontan nicht beweisen. Genauso wenig wie die Physik die Energieerhaltung beweisen kann. Man kann sich also die physikalischen Systeme anschauen und feststellen, dass die Energieerhaltung in jedem System gilt. Aber das bedeutet ja nicht, dass man das eine System, wo die Energieerhaltung nicht gilt, nur noch nicht gefunden hat. Es ist also kein Beweis sondern nur eine mit der Zeit immer besser untermauerte Hypothese: Ein Axiom.

Wenn in der Physik also vermeintlich die Energieerhaltung gebrochen ist, dann ist es wahrscheinlicher, dass man nur den Energiefluss nicht richtig beobachtet hat oder wichtige Teile des Systems vernachlässigt hat (wie z.B. Wärmeenergie oder Energieabfluss nach außen) als dass die Energieerhaltung wirklich nicht stimmt.

Und die gleiche Hypothese stelle ich an die Macht: Wenn dein System also auf einmal drastisch an Macht gewonnen oder verloren hat, dann hast du nur nicht verstanden, wohin diese Macht „geflossen“ ist. Bestes Beispiel ist doch die Inflation: Die normalen Menschen werden dabei immer ärmer, verlieren also Macht. Wo geht die Macht hin? Das zu verstehen ist nicht offensichtlich aber im Endeffekt geht diese Macht durch Tauschhandel auf diejenigen über, die billiges Geld ausgegeben haben, also eine Leistung bekommen haben ohne die entsprechende Gegenleistung ausgegeben haben. Mit dem Trick des billigen Erstellens des Geldes beginnen die Geldersteller also einen Machtkampf und sammeln Stück für Stück die Macht der Menschen in Form von Waren und Dienstleistungen ein was gleichbedeutend ist mit: die Anderen werden ärmer Das ist das Prinzip der Inflation auf der mikroskopischen Ebene.

Da Geld ja nur eine Bewertung der Macht ist, kannst du das Gleiche auch für den sozialen Status machen. Du bewertest einfach den Status in einem virtuellem Geld (oder in Machteinheiten) und schaust dir an, wer durch eine Interaktion an Ansehen gewinnt oder verliert. Und ob dieses Ansehen der geleisteten Gegenleistung entspricht oder nicht. Und daraus folgt, ob die Gesamt-Macht der Menschen sich erhöht oder verringert hat.

Dazu kommt, dass die menschlichen Systeme ja nicht abgeschlossen sind. Wer einen Kohlkopf vom Feld nimmt, der bekommt damit die Macht des Kohlkopfes. Aber auch der Kohlkopf muss diese Macht ja irgendwo herbekommen haben (Sonne, Regen, Erde,… Nährstoffe). Menschliche Gesellschaften geben also auch Macht nach außen ab bzw. bekommen Macht von außen dazu. Und all das widerspricht ja nicht der Machterhaltung, genauso wie die Energieerhaltung nicht verletzt ist, nur weil das System z.B. Wärmeenergie nach außen abstrahlt.

Du kannst jetzt also in Frage stellen, dass die Machterhaltung gilt oder nicht, aber sie erklärt zumindest skalenübergreifend im Detail genauso wie großflächig, warum die Menschen, Tiere oder Pflanzen oder Gesellschaften so handeln, wie sie handeln.

Ja das stimmt schon, aber du schlägst eben eine Handlung vor, die den Status verändert. Ich wollte eben zeigen, dass es ein Unterschied ist, ob man von einem Status oder einer Handlung (Prozess) redet.

Jede Handlung oder jeder Prozess bringt den Status eben in einen neuen Status über. und jetzt können wir den jeweils geltenden Status mit dem Vergleichen, den wir gerne hätten und unsere Handlungen so gestalten, dass wir dem Ziel näher kommen. Der wichtigste Unterschied ist aber, dass der Status erstmal fest vorgegeben ist während wir den Status nur über Prozesse oder Handlungen (Interaktionen) verändern können. Und diese Prozesse/Interaktionen benötigen eben Macht um ausgeführt werden zu können.

Bedeutet: Jede Statusänderung des Systems ist durch die Macht der handelnden Objekte limitiert.

Naja, warum bilden Menschen denn Gruppen? Gruppen in denen sie ihre Religion ausüben, Gruppen, in denen sie zusammen in Firmen Arbeiten,… Warum greifen Menschen in Gruppen (Armee, Räuberbande,…) an und nicht alleine?

Ganz einfach weil sie in Gruppen Mächtiger sind als alleine. Eine Gruppe bringe Emergenzvorteile: In einer Lebensgemeinschaft muss nur einer kochen, und der andere spart Zeit in der er „wichtigeres“ machen kann. Würden beide einzelnd leben, dann müssten auch beide selber zusehen, wie sie ihr Essen bekommen oder müssen beide selber kochen.
Und diese Arbeitsteilung hast du eben überall und deswegen sind diese Gruppen im Normalfall mächtiger als die Einzelteile, die die Gruppe bildet. Für Gruppen, die sich nur streiten gilt dieser Vorteil natürlich nicht, aber ich zeig ja nur auf, dass es durch Gruppenbildung generell möglich ist, deutlich mächtiger zu werden als alleine.

Und wenn es generell möglich ist, dann werden sich eben auch Gruppen „zufällig“ so bilden, dass sie mächtiger werden und diese Gruppen haben dadurch einen Lebensvorteil (Evolutionstheorie/Selektionsprinzip).

Mit diesen einfachen Überlegungen kannst du also beweisen (u.A. Machterhaltung vorausgesetzt), dass es immer Gebilde/Gruppen/Objekte geben wird, die mächtiger sind und Gebilde gibt, die nicht so mächtig sind.

Zurück zum Supermarkt: Dieser ist also eine Gemeinschaft von Arbeitern, die Waren für die Menschen anbieten. Wenn du als einzelner Mensch in den Supermarkt gehst, dann begibst du dich also zu einer Gruppe, die ersteinmal (ohne wissen deiner Gruppenzugehörigkeiten) deutlich mächtiger ist als du. Persee könnten sie also ersteinmal mit dir machen was sie wollen, einen Machtkampf „du gegen Supermarkt“ würdest du also wahrscheinlicher verlieren als gewinnen.

Wie kannst du jetzt also den Supermarkt dazu bringen, dir die begehrten Waren abzugeben (ohne dass du die Macht deiner eigenen Gruppen in Anspruch nehmen musst)? Nur indem du den Machtkampf mit dem Supermarkt fair gestaltest, also dass du für die Waren eine gleichwertige Machtform (z.B. Geld oder Arbeit) abgibst. Denn damit wird der Machtkampf zu einem Machttausch wo keiner der beiden Handelspartner relevant an Gesamt-Macht verliert, obwohl sie ihre einzelnen Machtformen/Güter austauschen, die die Gesamt-Macht bilden.

Wie gesagt: Fair ist der Tausch nicht, weil der Status der Macht gleich ist (das ist es eben explizit nicht: Großer Supermarkt vs kleiner Mensch), Fair ist der Tausch weil die Ableitung der Macht, die Flussgröße bzw. der Abgabeprozess fair gestaltet ist und keiner der beiden Objekte (Supermarkt/Mensch) an Macht verliert bzw. gewinnt.

Ja, der fehlt. Aber wie gesagt: Du kannst die Startbedingungen nicht für jeden Menschen gleich machen. Kein Prozess der Welt wird das schaffen können und jeder Prozess, der das erzwingt wird so viel Macht kosten, dass das System gegenüber anderen Systemen, die nicht solch eine Gleichmacherei betreiben, mit der Zeit drastisch verlieren wird.

Das kannst du so unfair finden, wie du willst, das ist nunmal die zwingende Realität der Machterhaltung gepaart mit der Evolutionstheorie bzw. dem Selektionsprinzip. Und ja, so wie ich es beschreibe ist es ersteinmal reine Theorie, bisherige sozialistische Gleichmacherei geben dieser Theorie aber recht: Sie lassen die normalen Menschen einfach nur verarmen.

Ich meine mit dem gleichen Argument könnte man doch sagen: das ist doch unfair, dass die Sonne so viel mächtiger ist als ich. Ja das ist der Status, aber wenn dich das wirklich stört, dann finde einen Prozess, der das ändert. Das Problem dabei ist aber, dass jeder Prozess eben Macht kostet, die du haben und ausgeben können musst. Dabei mächtiger zu werden ist eben nicht unbedingt einfach und das ist nunmal die zwingende Ökonomie, in der wir leben. Jeder Mensch, jede Firma und jeder Staat muss sich an diese Naturgesetze halten oder er stirbt ab.

Nein, die Ableitung, also der Machtfluss erklärt, wie beliebig mächtige Objekte Skalenübergreifend miteinander friedlich handeln können. Und diesen friedlichen Handel nenne ich Fair gegenüber einem Machttausch, der Macht von einem Objekt zu einem anderen Objekt überträgt. Das ist ein Angriff und offensichtlich nicht fair.

Welche Bedeutung hätte denn dein Integral?

Mache ich auch nicht, ich vergleiche hier Schüler miteinander, die ja ersteinmal relativ gleichmächtig sein sollten. Wenn ein Schüler aber jeden Tag weiter laufen muss, dann hat dieser Schüler eben einen „Startnachteil“ gegenüber anderen Schülern. Das wollte ich hier klarstellen und du wirst dieses Problem nie komplett lösen können weil ähnliche Probleme überall auftauchen und sich somit immer eine Art Gauskurve der Macht der Schüler ausbilden wird. Dabei gibt es die „unglücklichen“, die fast nur Nachteile abbekommen und die du eben extrem subventionieren müsstest und auf der anderen Seite die fast nur Vorteile bekommen und denen du sehr viel wegnehmen müsstest, damit sie „normal“ werden.

Und klar kannst du dich dabei gut fühlen, wenn du die Menschen mit Nachteilen subventionierst. Aber dabei darf eben nicht einfach vernachlässigt werden, dass man damit eben auch den Bevorteilten einen Zwangsnachteil auferlegt und diese somit nicht mehr ihr ganzes Potential ausleben können. Man könnte also sagen: Wie viele Einsteine haben wir nicht bekommen weil wir die Subventionen der Guten für die Subvention der Schlechten geopfert haben?

Ich sage nicht, dass es falsch ist die schlechten zu fördern, aber ich sage damit, dass man immer auch die Opportunitätskosten berücksichtigen muss, also was man vielleicht sinnvolleres mit dem Geld hätte machen können. Hier einfach zu sagen: Ja die Reichen oder bevorteilten können es sich doch leisten ist absolut zu kurz gedacht.

Möglich, aber du hast mir keine Erklärung geliefert, wie ein System funktionieren kann, wo es nichts zu erben gibt. Noch hast du erklärt, warum es in so einem System nichts zu erben gibt. Und damit bleibt meine Erklärung, abseits jeglicher Rethorik oder wie ich das in Worte fasse, erstmal die hier beste Argumentation. :woman_shrugging:

Also anstelle hier einfach alles in Frage zu stellen, was ich schreibe: Wo bleiben den die inhaltlichen Gegenargumente?

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Ja, aber du reißt hier schon wieder die Aussage aus dem Kontext beziehungsweise du betrachtest nicht das Gesamtbild.

Natürlich bekommen auch die Netto-Bezahler brutto ein Grundeinkommen. Aber wenn es Menschen gibt, die Netto mehr bekommen sollen als sie abgeben, dann muss es auf der Anderen Seite Menschen geben, die Netto weniger bekommen als sie abgeben.

Genau um diese Bilanzierung geht es doch die ganze Zeit!

Solange du die grundlegenden ökonomischen Zusammenhänge immer wieder in Frage stellst, solange wirst du die Welt nicht korrekt abbilden können.

Nein, die Frager ist, wie viel der Macht der normalen Menschen umverteilt wird und ihnen deswegen zwangsweise geraubt wird. Sagen wir mal 10% können die Menschen meistens verkraften, 50% wird schon schwer, aber Deutschland ist schon über 50% und verarmt damit flächendeckend.

Es ist dabei doch ersteinmal völlig egal, wie die Steuern den Menschen weggenommen werden. ← Das ist die Frage, wem der Bevölkerung die Last auferlegt wird (überspitzt gesagt, ob der Bäcker mehr zahlt oder der Fensterputzer…) Es geht hier ersteinmal wieder um eine Bilanzierung: Wie viel wird den Menschen insgesamt weggenommen und wie viel bekommen sie dafür wieder zurück.

Wenn die Menschen für ihre Steuerabgaben auch eine entsprechende Gegenleistung vom Staat erhalten (z.B. Schulen, Gesundheitsystem, Staatsfunk usw.), dann sind die Steuern ja auch gerechtfertigt und nur sehr wenige Menschen werden darüber meckern diese Steuern zu zahlen. Genau deswegen: Weil sie eine entsprechende Gegenleistung bekommen, die sie selber (Privat) dann auch nicht viel günstiger bekommen könnten. Gesellschaftlich gesehen ist dann die Bilanzierung in Ordnung, obwohl man dann immernoch individualistisch sagen kann: Ja für diese Leistung würde ich mein Geld nicht ausgeben. Der Großteil der Menschen ist dann aber per Definition mit den Leistungen zufrieden, (weil sie ja dann die Steuern als Fair bezeichnen und nicht als Unfairer Raub).
→ Steuern müssen nicht Raub sein, wenn die Gegenleistung für die Gesellschaft fair ist.

Wenn die Bilanzierung aber wie in Deutschland (oder anderen Korrupten Ländern/Diktaturen) diese Ausgeglichenheit nicht erfüllt, die Menschen also deutlich mehr bezahlen müssen als ihnen wieder zurückgegeben wird (Brücken/Schulen stürzen ein trotz hoher steuern ein, Krankenhäuser machen flächendeckend dicht…) dann ist offensichtlich, dass das Geld der Menschen nicht mehr für die Menschen eingesetzt wird (sondern irgendwo korrupterweise versickert). Dann bekommt ein Staat langfristig Probleme, weil es sich offensichtlich von demokratischen Gegebenheiten entfernt hat (die Menschen können jetzt offensichtlich nicht mehr entsprechend bestimmen wohin ihr Geld fließt und wie viel sie dafür bezahlen müssen).

In so einem Staat wird die Staatsleistung deutlich teurer als wenn man es privat selber machen würde. Und das ist der Beginn vom Verfall des Staates, denn warum sollten die Menschen jetzt dem gierigem Staat vertrauen wenn sie ihr Leben ohne den Staat einfacher und besser gestalten könnten?

Ja, da sind wir einer Meinung, aber in Deutschland ist das offensichtlich nicht der Fall. Und ein Bedingungsloses Grundeinkommen birgt die Gefahr, dass diese Bedingungslosen Abgaben auch sehr schnell die Möglichkeiten der Leistungsträger übersteigt und somit die „Unfair“-Schranke bei den Netto-Bezahlern schnell erreicht ist.

Jeder Leistungsträger (also Netto-Bezahler) hat so eine Schranke, ab der sich seine Arbeit für ihn nicht mehr lohnt. Und es gibt genau 2 Auswege aus dieser „Knechtschaft“: 1) Seine Arbeit aufgeben und auf die Netto-Empfängerseite wechseln. Damit lastet man den anderen Netto-Bezahlern aber nur mehr Abgaben auf. Oder ins Ausland gehen, wo die eigene Arbeit noch in dem Sinne belohnt wird, dass man davon selber noch leben kann. Beides ist für die Bilanzierung des Staates nicht gut.

Wie kommst du denn darauf? Der Durchschnitt zahlt doch nichts ein weil er genauso viel einzahlt wie er mit dem Bedingungslosem Einkommen wieder heraus nimmt. Das ist für die Bilanzierung also eine Nullnummer und damit völlig egal, wie viele es von diesen Durchschnittszahlern gibt.

Nein interessant sind doch gerade die Ränder: Wie viele Reiche oder überdurchschnittlich arbeitende kannst du finden, die für die unterdurchschnittlichen Bezahlen können. Und ja, das gleich die Reichen an die Armen an. ← Genau das ist ja das Ziel der Sozialisten bzw. Kommunisten. Aber das hat einen fundamentalen Nachteil: Arme und Bedürftige wird es immer geben (wenigstens behinderte Menschen). Reiche Menschen, die sich dieses Bezahlen leisten können, die muss es nicht immer geben. Vorallem wenn die Reichen mit so einem System zwangsweise „normal“ gemacht werden und damit eben auch Netto nichts mehr in das System einzahlen. Woher soll dann die Marge der Armen bezahlt werden?

→ Die Normalen werden auf einmal zu den Reichen und werden damit auch weiter nach Arm angeglichen. Genau das ist ja der Teufelskreis nach unten im Sozialismus.

Naja, Macht ist wie Energie: Es gibt verschiedene Machtformen, die über einen Markt (Tausch/Angriff/Verteidigung) ineinander umgewandelt werden können. Es gibt die Soziale Macht, es gibt die Machtform der Physischen Gewallt, es gibt die Machtformen der wirklichen Energie wie Nahrung/Närstoffe/Sonnenlicht…

Theoretisch kannst du für jede Interaktionsart zwischen Objekten eine eigene Machtart finden, so wie die Physik ihre vershciedenen Energieformen für vershciedene physikalische Phänomene definiert (Rotationsenerige, Wärmeenergie usw.).

Macht ist eben eine Größe die Angibt, wie weitreichend das betrachtete Objekt in einem System eingreifen kann bzw. wie großflächig es auf ein System oder andere Objekte einwirken kannst. Und damit ist ein König/Diktator natürlich in seinem Land mächtiger als ein Bauer, aber der Bauer ist (im Normalfall) mächtiger als seine Kühe (auch wenn er einen direkten Stärkemachtkampf verlieren würde hat er mit der Umzäunung eine andere Machtform gefunden, in dem er der Kuh überlegen ist)…

Soziale Macht kann genauso wie die Macht des Stärkeren benutzt werden um an andere Machtformen zu kommen.

Nein, genau das tut es ja eben nicht. Wir sehen ja, dass wenn man die Macht betrachtet, sich eben nicht eine gleichmäßige Verteilung ergibt, sondern dass die Macht „Klumpen“ bildet, Machtzentren. Und das liegt an einem Phänomen, dass die Physik nicht sehr gut untersucht: Evolutionstheorie bzw. Selektionsprinzip. Die Machtdissipation gilt nach wie vor, wie für jede Art von Energie. Aber im Bereich der Lebewesen gibt es einen Gegenspieler, das Selektionsprinzip bzw. das Evolutionsprinzip: Der Stärkere gewinnt.

Auch die Physik kennt zwar das Prinzip, legt darauf aber nicht den Fokus. Sonnensysteme sind z.B. aus Materienebel im Weltall entstanden. Wenn der Nebel homogen vorliegt, dann hat jedes Partikel die gleiche gravitive Anziehungskraft. Sobald sich aber die ersten Partikel zusammengeschlossen haben, dann bilden diese eine größere Anziehungskraft als die „normalen Partikel“. Durch Stöße entstehen damit immer größere mächtigere Gebilde und am Ende bleiben nur wenige Makroskopische Objekte übrig. Das größte von allen nennen wir Sonne.

Energiedissipation und Selektionsprinzip wirken also überall und lässt man ihnen Zeit, bildet sich immer ein Gleichgewichtszustand zwischen kompletter Homogenität und absoluter Zentralität aus. Wo genau dieser Zustand liegt, hängt dann aber vom Betrachtetem System ab und wie das Verhältnis der Dissipation zur Selektion ist.

Wie gesagt, du kannst es so unfair finden wie du willst, dass du als Mensch eben gegenüber eines Planeten oder der Sonne deutlich weniger Macht hast (z.B. dass der Planet dich gravitativ an sich bindet). Das zu ändern erfordert aber sehr ehr viel Gegenmacht, die du ersteinmal bekommen muss, also anderen Objekten (wie z.B. der Sonne oder eben anderen Menschen, Firmen oder Staaten) wegnehmen muss.

Ich versuche das hier möglichst ohne Bewertungen zu analysieren. Aber mir fällt eben auf, dass viele ein Wunsch/Ziel haben, aber die Kosten/Folgen für die Erfüllung dieses Ziels nicht berücksichtigen. Dieses ökonomische Grundverständnis ist aber absolut wichtig für alles, was wir machen, egal ob wir das als unfair bezeichnen.

Deswegen lege ich die Bewertung, ob es fair oder unfair ist, an die konkreten Interaktionen an, nicht an den Status. Der Status ist ersteinmal da, ob wir wollen oder nicht. Die Statusänderung können wir aber mitbestimmen und da setzt eben auch mein Verständnis von Fair an:

  • Ist es Fair, mein Leben über das Leben von anderen Menschen zu stellen?
  • Ist es Fair, mein Leben über das Leben eines Schweins zu stellen?
  • Ist es Fair, mein Leben über das Leben von Salatpflanzen zu stellen?

Irgendwo müssen wir Abstriche machen, wenn wir leben wollen und wir müssen eben auch akzeptieren, dass unser Leben immer zulasten von anderen Leben geht.

Was würde denn ein Integral über die Macht denn genau aussagen? Klar kann es eine Bedeutung haben, ich verstehe diese Bedeutung aber aktuell nicht. Dahingegen ist die Ableitung (nach der Zeit), also der Machtfluss oder die Änderungsrate der Macht bzw. des Einflusses klar erkennbar: die Ableitung zeigt an, ob das untersuchte Objekt mächtiger wird oder schwächer. Das ist eine klare und einfache Bedeutung und kann direkt mit der Bilanzierung bestimmt werden: Geht mehr Macht in das Objekt herein oder geht mehr Macht aus dem Objekt heraus?
Genau heir kann man meiner Meinung nach mit dem Fairness-Begriff ansetzen: Ist es fair, dass dieser Machtfluss stattgefunden hat oder ist es ein Angriff gewesen?

Die Macht selber ist der aktuelle Status, also der Zustand des Objektes. ← Hier setzt du doch an, wenn du sagst, dass dir übermächtige Akteure „unfair“ vorkommen. Aber ändern kannst du an dem Zustand nur etwas über den Machtfluss, also die Ableitung.

Was sagt dir ein Integral über die Macht aus? Das bestimmt doch eigentlich nur den Durchschnittszustand über die gegebene Zeit, wenn man es in Relation zur gemessenen Zeit nimmt. Was hat dieser Wert aber mit fair oder unfair zu tun?

Nein. Was hat das damit schon wieder zu tun? Es geht im Sozialismus um Mitbestimmung, um Hierarchieabflachung. Darum, dass nicht mehr Menschen alleine wegen ihres Besitzes die Spielregeln machen und ihre Kinder, weil sie den Besitz einfach erben, sondern weil sie eben kompetent sind, weil sie sozial sind usw.

Macht alleine ist nicht das Problem sondern auf was sie sich begründet und wie sie genutzt wird.

Machthierarchie die auf Besitz aufbaut, also eine Besitzhierarchie, ist etwas anderes als eine Kompetenzhierarchie.

Warum soll jemand entscheiden was gut für die Allgemeinheit ist nur weil ihm ein Konzern gehört? Sollte nicht besser jemand entscheiden was für die Allgemeinheit gut ist, der sich auch für die Allgemeinheit interessiert, der bewiesen hat, dass er charakterlich integer ist, der weise ist, der kompetent ist? Besitz alleine ist doch kein guter Indikator dafür, dass der Besitzer auch taugt.

Und solche Leute könnte man innerhalb einer demokratischen Wirtschaft auch wählen.

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Du meinst Elon? Ja, er hat bewiesen, dass er mit Geld umgehen kann, hat Ideen und setzt diese um, bringt die Welt technologisch nach vorne und liegt uns nicht auf der Tasche!

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Eine Firma stellt Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung. Die Allgemeinheit kauft diese, oder eben nicht.

Nein, NIEMAND sollte für andere entscheiden dürfen.

Guter Witz. Macht korrumpiert. Danach entscheiden dann korrumpierte Leute, was „gut für uns ist“… Sicher doch!

Es ist aber auch kein Kontraindikator. Ehrlich gesagt sind mir Leute, die schon mal etwas voran gebracht haben dennoch lieber, als welche ohne Hauptschulabschluss…

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In einer demokratischen Wirtschaft kann man die Leute wählen und selbstverständlich auch wieder abwählen. Einen Musk kann man weder wählen noch abwählen, der bestimmt einfach und übt Druck als einzelner über die Massen aus einfach weil ihm irgendwas gehört.

Aber ich finde es wieder sehr gut, dass ihr so offen zeigt, wessen Geistes Kinder ihr seid. Euch braucht man nur ein wenig kitzeln, dann sprudelt der antidemokratische Unsinn nur so aus euch heraus. ;)

Das ist eine Frage ob du Demokratie haben willst oder nicht. Nochmal: Der Punkt war, dass man Leute die Spielregeln machen lässt die man wählen kann und nicht Leute denen einfach nur was gehört was sie dann an ihre Kinder vererben damit die dann wieder die Spielregeln machen usw.

Und ihr wollt offenbar keine Demokratie. Ihr findet das gut, wenn euch irgendein Mulitmillionär den Stiefel ins Genick drückt, nur weil ihm halt irgendwas gehört. Das sind Heilige für euch. Ihr werdet hier richtig aggressiv, wenn man die kritisiert. So sehr steckt ihr hintendrin und rutscht auf den Knien. ;)

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Ich denke nicht, dass es eine „Demokratische Wirtschaft“ geben kann. Versuch es bitte, eine Genossenschaft geht in die Richtung… aber dass das funktioniert glaube ich erst wenn ich es sehe.

Sagen wir wenn die Hälfte der Wirtschaftsleistung OHNE Zwang genossenschaftlich funktionierte, wäre ich überzeugt.

Nein. Es benötigt Anreize durch ökonomische Vorteile um eine Wirtschaft am Laufen zu halten. Was es nicht benötigt sind ideologische Annahmen.

Ich bin Musk nie begegnet, wo drückt der mir irgend einen Stiefel hin? Das ist doch jetzt schon wieder Quatsch.
Nur weil ich nicht in meine persönlichen Angelegenheiten hinein regieren lassen will und werde.

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