Was ist eigentlich Demokratie, kann sie funktionieren oder ist sie sogar notwendig?

Denkst du eine Partei in einer Demokratie kriegt Stimmen wenn sie ehrlich sind wessen Interesse sie vertreten? Das ist doch gerade der Witz an der Demokratie das die alle anlügen um Stimmen zu kriegen. Was am Ende zählt sind was die Partei effektiv tut.

Ich sags nochmal, sowohl die Nazis wie die Faschisten haben nach der Machtergreifung die kommunistische Linke, die Gewerkschaften und die Arbeiterbewegungen verfolgt und zerschlagen.

Das Kapital ist nicht ein geschlossener Block, hat intern Konkurrenz und begrüsst Gewalt vom Stat um die Konkurrenz loszuwerden. Sie arbeiten nur geschlossen gegen die Arbeiter.

Wie schließt du daraus, dass nur weil auch Firmenbesitzer sich an den Machtkämpfen beteiligen, dass diese immer zulasten der Arbeiter ausgehen?

Gerade Gewerkschaften sind doch als Zusammenschluss der Arbeiter genau dafür da, im Machtkampf der Firmenbosse mitmischen zu können. Und dass die Gewerkschaften immer verlieren, das hab ich so jetzt nicht unbedingt in den letzten Jahren gesehen.

Klar gewinnen auch mal die Arbeiter und es geht nicht immer nur gegen die einfachen Arbeiter.

Auch die Arbeiter können für ihre Rechte und ihren Wohlstand kämpfen.

In wie fern sind Lohanpassungen zur Kompensation von Kaufverlust durch Teuerung ein „Gewinn“? Willst du mir hier jetzt effektiv erzählen das die Kaufkraft des Median Lohnarbeiters in Deutschland steigt?

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Wenn die Lohnanpassung über der Inflation liegt ist es ein Gewinn. Wenn nicht, dann ist es kein Gewinn.

Nimmt man z.B: mal die Informatikerbranche, dann haben diese Arbeiter ehr gewinn gemacht und jedes Jahr auch real mehr verdient. Aber klar gibt es auch z.B. Erzieher, die sich in den letzten 10 Jahren über 30% Lohnerhöhung bei gleichzeitiger offizieller Inflation von 60% gefreut haben. Ja, diese Berufsgruppe wurde effektiv verarscht.

Aber das Argument belegt leider nicht deine Aussage, dass das Kapital geschlossen gegen die Arbeiter vorgehen. Einige Arbeitergruppen haben den Machtkanmpf der Inflation eben durchschaut und gewonnen und andere leider nicht und damit den Machtkampf verloren. Ein geschlossenes „gegen die Arbeiter vorgehen“ kann ich aber definitiv nicht erkennen.

Nein, Deutschland ist seid Jahren in einer Rezession. Und weil es kein Wirtschaftswachstum, das verteilt werden kann ohne dass irgendwer was abgeben muss, müssen im Verteilungskampf irgendwelche Arbeiter oder Firmen untergehen. Die Machtkämpfe haben begonnen, wo es darum geht, welche Firmen bzw. Menschen das genau sein werden - Rentner z.B.

Aber in einem Land mit Wirtschaftswachstum ist es eben auch einfacher etwas vom Kuchen abzubekommen.

Danke erstmal für den Beitrag. Aber gerade die Sache mit der Gewaltenteilung funktioniert ja nicht, wie man sehr schön in Deutschland sehen kann. Faktisch ist sie quasi ausgehebelt. Staatsanwaltschaften sind weisungsgebunden, Medien eng mit der Politik verflochten, Lobbyismus verschiebt Entscheidungen, Richter werden von Parteien besetzt. Eine „funktionierende Gewaltenteilung“ als Garant für Demokratie dürfte eher Wunschdenken sein.

Jede staatliche Institution ist anfällig für politischen Einfluss, solange es kein unabhängiges Aufsichtsgremium gibt, das ein Veto einlegen kann.

Mit gelosten Bürgerräten wäre dieses Problem viel sauberer gelöst: Niemand sitzt ewig dort, niemand ist langfristig abhängig von Parteien oder Kapitalinteressen. Manipulation wäre deutlich schwieriger, weil die Zusammensetzung ständig wechselt.

Bleibt die Achillesferse: die Männer an den Waffen. Wenn Militär oder Polizei irgendwann beschließen, dass ihnen etwas nicht passt oder ein autoritärer Kommandant die Kontrolle übernimmt, droht Gefahr für das System. Die zentrale Frage jeder (Los)demokratie lautet daher: Wie hält man die Sicherheitskräfte loyal, ohne dass sie den Laden einfach umwerfen? Das dürfte der eigentliche Knackpunkt jeder Reform sein.

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Ja, das Deutsche System war von Anfang an nicht gut auf diese Gewaltenteilung ausgerichtet. Aber dass Demokratien generell funktionieren können zeigt ja z.B. die USA als eine der ältesten Demokratien (obwohl ihre Struktur auch langsam bröckelt) oder die Schweiz.

Im Endeffekt kann man aber nur sagen: Jedes Systemversagen wird ein neues System nach sich ziehen, dass dann vielleicht ein Stück besser konstruiert ist. Auf jeden Fall werden die besser konstruierten Demokratien länger leben als die schlecht konstruierten Demokratien.

Das ist genauso analog zum menschlichen Körper: Da haben wir auch einige Organe, die alle von den anderen Organen abhängig sind. Ein Gehirn scheint mächtig und intelligent zu sein, ohne Herz oder Magen kann es aber nicht viel machen. Und ein Magen ohne Gehirn, dass die Nahrung ansteuert und findet, kann auch nicht viel brauchbares verdauen,…
Aber all diese Organe Arbeiten gut zusammen und kontrollieren sich gegenseitig, mit dem Blutzuckerspiegel kann z.B. dem Hirn Hunger signalisiert werden und damit ein Prioritätenwechsel von irgendwelchen Aktivitäten zur Nahrungsaufnahme/Nahrungssuche animiert werden.

Auch bei einem Menschen kann jederzeit ein komplettes Organ ausfallen, was dann (ohne Arzt) meist den Tod des Menschen zur Folge hat. Das Gehirn hat also intrinsisch ein Interesse, dass es nicht seinen Magen oder Darm verliert…

Genauso geht es den Staaten auch. Wenn eines der Staatsorgane komplett versagt, dann bricht auch für alle anderen Staatsorgane eine sehr ungemütliche Zeit an. Überleg mal, was passiert, wenn in einem Land es gar keine Legislative mehr gibt? Was passiert, wenn es keine Judikative mehr gibt? Was ist, wenn es keine Polizei oder Armee mehr gibt?

So ein Land repariert diesen Schaden dann schnell (falls es in der Lage dazu ist) oder fährt sehr schnell gegen die Wand und zerbricht an Machtkämpfen durch andere Länder oder interne Bürgerkriege. Es macht damit Platz für neue, vielleicht bessere Systeme, die diesen Fehler wahrscheinlich nicht so nochmal machen werden.

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Der Vergleich mit Organen suggeriert eine biologische Logik, die Staaten nicht haben. Staatliche Organisationen optimieren sich nicht automatisch, sie verändern sich durch Machtkämpfe, nicht durch funktionale Verbesserung.

Dies sieht man unter anderem daran, dass sich Staaten wie die USA oder die Schweiz als Demokratie bezeichnen, obwohl sie so weit weg vom Athener Ideal sind, wie eingewachsene Zehennägel vom Ohrläppchen.

Nein, die Idee ist zu gefährlich. Machst du Witze? Ein Bürgergremium welches per Los zusammengekommen ist kann Politiker wieder abwählen wenn die Leistung nicht stimmt…

Ich meine, man gibt ja Unsummen an Geld aus, man knüpft Netzwerke, man pflegt Beziehungen, man finanziert Think Tanks…über Jahre und Jahrzehnte.

Und dann kommt Lieschen Müller und wählt den Politiker den man sich über Jahrzehnte aufgebaut hat einfach ab?! ;)

Ja, das stimmt auch. Aber was ZPE schreibt ist halt auch richtig. Es gibt halt nicht DAS Kapital.


Das siehst du doch auch gerade an der AFD. Du kannst doch nicht ernsthaft behaupten wollen, hinter der AFD stünde kein Kapital. Nur ist das eben eher national orientiert, weniger global, weil es auf globaler Sicht den Wettbewerb verliert. Deswegen wird die AFD tendenziell eher vom Klein - und Mittelstand unterstützt und auch von Arbeitern.

Und deswegen halt die Antiglobalismusrhetorik. In Wahrheit ist das denen auch egal ob wir hier die Grenzen sperrangelweit offen haben. Ihr Problem ist nur, dass sie davon nicht so profitieren. Und vielleicht den Höcke Leuten nehme ich es noch ab, dass es denen wirklich um Deutschland geht usw. Aber doch nicht den ganzen Wirtschaftliberalen in der AFD.

Das ist ja überhaupt der Treppenwitz. Die sagen ja immer die seien eine Union aus den 80er. Also die wollen zu einer Politik zurück die überhaupt erst zu dem geführt hat was sie heute kritisieren.

Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn.

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Ja klar, es ist immer gerade Kriese und nicht der richtige Zeitpunkt. Währenddessen machen eure Milliardäre Rekordgewinne.

Hei weisst du was, vielleicht könntest du noch ein wenig mehr arbeiten pro Woche und später in Pension gehen. Ist gerade schwierig und eine Kriese.

Denkt doch bitte an die Shareholder!!

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Wo ist der Unterschied?
Warum unterstellst du, dass sich Staatsorgane nicht automatisch verändern oder diese Veränderung immer in eine „schlechte Richtung“ gehen muss?

Ich meine in dem Zustand, wie Deutschland aktuell ist, der wurde nicht so von Anfang an so angelegt. Die Kontrollmechanismen, die heute fehlen oder umgangen worden sind, die haben einmal funktioniert. Aber mit der Zeit gab es eben Veränderungen in allen diesen Staatsorganen, nur in Summe nicht zum Vorteil für die Menschen bzw. das Volk selber. Es gab also eine Machtverschiebung bzw. Zentralisierung in der Politik und auch dafür kann man Gründe finden:

ZB. Die Föderalisierung, auf die viele schimpfen, die aber eigentlich eine Machtposition und somit ein Kontrollgremium gegen die zentrale Bundesregierung ist. Durch die Parteien werden diese Kontrollorgane aber immer weiter Gleichgeschaltet sodass die Bundesregierung als Machtkampfgewinner aus dem rennen geht.
Und das Gleiche findet gerade auf EU-Ebene statt: Immer mehr Kompetenzen werden von der Bundesregierung an die EU abgegeben sodass die EU als Zentrale immer mächtiger wird. Teilweise so mächtig, dass es keine Gegenkraft mehr gibt um unsinnige Regeln zu verhindern.
Und auch die EU hat ein eklatantes Machtproblem durch fehlende Kontrollorgane: Ein Konstruktionsfehler, der schon sehr sehr schnell zeigt, dass dieses Konstrukt nicht gut erstellt worden ist, dass nichteinmal von Beginn an die Grundregeln der Demokratie: Gewaltenteilung eingehalten wurden.

Aber diese Machtverschiebungen hätte (und kann jetzt immernoch) wieder rückgängig gemacht werden und den Staat damit wieder mehr Richtung Demokratie bewegen lassen. Es bedarf dafür nur eine organisierte Kraft, die das auch gegen die Regierung will und umso mehr die MEnschen von der Regierung beschissen werden und dabei verarmen, desto wahrscheinlicher kommt dieser Zustand auch, friedlich und mit noch verbleibenden Demokratischen Mitteln oder im Extremfall durch eine Revolution und einem kompletten Nachfolgersystem (wie auch immer das dann ausgestalltet ist).


Sobald die Staatsorgane sich durch Machtkämpfe verändern gibt es immer wenigstens 2 Richtung: Wird das Staatsorgan mächtiger oder schwächer?

Wenn es schwächer wird, muss es sich selber optimieren um irgendwie wieder an Macht zu kommen oder an Machtmangel sich zersetzen zu müssen (Pleite/Tod) weil es dann wiederum seine Bestandsteile nicht mehr ausreichend mit Macht versorgen kann. Genau hier kommt eben der physikalische Zwang: Entweder wieder Machtkämpfe gewinnen oder Sterben bzw. sich zu reduzieren. Objekte/Akteure, die Mächtig sind, die haben also ausreichend Machtkämpfe gewonnen, sonst könnte es sie nicht so in der Form geben.

Wenn es also eine Zentralisierung im Land gibt bedeutet es, dass andere Staatsorgane (wenigstens das Volk) dann relativ zu dieser Macht verloren hat. Ist aus dem Ausland mehr Macht in das System geflossen, dann kann es dem Volk dabei trotzdem besser gehen, aber solange wir kein solches reale Wirtschaftswachstum haben, muss es auch in absoluten Zahlen diese Verlierer gegeben haben, nicht nur in der relativen Stärke.

Aber dieser Prozess der Zentralisierung kann auch umgekehrt passieren: Die Zentrale verliert seine Machtkämpfe wieder vermehrt sodass die anderen Gewallten wieder stärker werden und die Machtfrage sich wieder mehr verteilt. Mit diesem Prozess kann eine Demokratie ungünstige Entwicklungen eben zurück drehen. Die Frage ist also nur: Macht eine Demokratie das auch so oder lässt sie sich einfach durch so eine zentrale Regierung entmachten (oder z.B. durch einen Militärputsch wie in anderen Ländern).

Den Menschen in Deutschland geht es also scheinbar noch gut genug um wirklich gegen diese zentrale Regierung zu protestieren. Aber eigentlich ist das nicht unlogisch, weil ja jede Kritik heute als Systemzersetzend bezeichnet wird und damit kriminalisiert wird. Mit solchen Aussagen verliert man dann durch die Medien seinen Ruf oder durch die Justiz sogar noch mehr.

Ich meine schau dir einmal nur die Zahlen an, mit denen die Bundesregierung ihre macht ausüben kann: Im Jahr 2025 hat die Bundesregierung 658 Milliarden Euro ausgegeben, alle Länder zusammen haben aber nur eine Vergleichsmacht von 580 Milliarden Euro ausgegeben. Das sieht ersteinmal gleich aus aber dieser Wert verteilt sich ja auf 16 Länder. Der Bund wird also wahrscheinlicher einen Machtkampf gegen die Länder gewinnen als die Länder selber. Klar gibt es dann noch Regeln, die die Machtkämpfe erschweren, aber da wir eine reale Zentralisierung beobachten können, reichen diese Regeln offensichtlich nicht aus.

Schön, dass du sofort die Moralkeule auspackst und alles wieder auf die Reichen schiebst.

Trotzdem hast du immernoch nicht deine Aussage begründen können, dass sich die Reichen bzw. das Kapital immer nur gegen die Arbeiter richtet wo ich dir sogar ein Gegenbeispiel zeigen konnte.

Und ja, dass in Summe die Arbeiter in letzter Zeit diese Machtkämpfe verloren haben, das sage ist sogar ja oben. Aber das heißt nicht automatisch, dass die Reichen einheitlich daran schuld sind. Du sagst ja selber, dass auch diese Bevölkerungsgruppe aus vielen Menschen bestehen, die damit auch viele unterschiedliche Ziele verfolgen…

Beispielsweise haben die Gewerkschaften auch eine Mitschuld. Wenn sie die Arbeiter verteidigen sollten, aber Politik für Klimawandel, Energiewende usw. machen, die den Firmen aber das Leben extra teurer machen, dann ist doch klar, dass die Gewerkschaften ihre Macht dafür ausgeben, dass die Arbeiter weniger Geld bekommen als sie es könnten. Natürlich bekommen die Arbeiter dann vielleicht ihren Klimaschutz von der Firma im Ausgleich, aber definitiv weniger Geld als es möglich gewesen wäre.

Im Extremfall macht eine Gewerkschaft die Arbeitskosten so extrem hoch, dass die Firma sich das überhaupt nicht mehr leisten kann und damit einfach aufhört, diese Arbeit anzubieten. Ein Arbeiter, der diese Aufgaben gerne gemacht hätte und der dann z.B. durch eine Maschine ersetzt wird, dem ist damit auch nicht geholfen.

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Deswegen wird zwischen direkter und indirekter Demokratie unterschieden.

Indirekte Demokratie ist schon zutreffend, es bedeutet du hast irgend eine Art Mitbestimmungsrecht.

Nach dem Motto besser etwas als gar nix ist das eben auch eine der bestem Demokratien in DE, auch wenn es noch weit von einer guten Demokratie entfernt ist.

Scheinbar weil der alte Sack sein ganzes Leben damit verbracht hat Macht anzusammeln.

Also wenn sich das verbessern soll und der alte Sack nicht so extrem viel mehr zu entscheiden hat, braucht es ja mehr Demokratie.

Klingt interessant, aber was ist denn dein Anteil an einer Entscheidung, wenn du ein Los ziehst statt ein Kreuz bei der Wahl machst?

Diese Klimakleber haben auch die ganze Zeit was von gelosten Gesellschaftsräten gefaselt.

Demokratie ist ein allgemeiner Begriff, es tut mir leid, aber wenn du bei Nordkorea als erstes an Demokratie denkst, weil die das im Namen haben scheint mir das zu simpel gedacht.

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:+1: zum Beispiel

Gibt es eine Gewaltenteilung wenn die Legislative über die Judikative entscheidet und die Exekutive der Judikative unterstellt ist? Wenn nun Politiker, die die Legislative repräsentieren , etwas versprechen, wir als Volk diese Politiker wählen und die Legislative dann genau das Gegenteil macht von dem Versprochenem, gibt es dann eine wirkliche Gewaltenteilung?

genau das passiert. Evolution halt.

Also in meinen Augen haben wir keine Gewaltenteilung. Ist vielleicht nicht so gravierend wie in eienr Diktatur, aber die Macht geht definitv nicht vom Volke aus (Was ja die Definition von Demokratie ist) und die Gewaltenteilung ist so aufgebaut, dass manche mehr Macht haben als andere. Echte Gewaltenteilung gäbe es, wenn es zum Beispiel 2 völlig unabhängige Polizeiorganisationen geben würde, sodass sie sich gegenseitig kontrollieren würden. Dann gäbe es auch nicht sowas, dass Polizisten von anderen gedeckt werden, nur um das Ansehen zu bewahren.
Die Judikative sollte nicht von der Legislativen ernannt werden, weil das direkt impliziert, dass die Legislative über der Judikativen steht. Ich bin kein Experte und frage mich schon seit längerem wie man das bisherige System wirklich demokratisch machen kann. Das ist keine einfache Aufgabe. Aber diese Entwicklung sollte stattfinden, weil wir noch lange nicht angekommen sind.

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Naja, wohl eher am Endstadium der Demokratie, denn gar so viel Lügen usw. war bisher nicht ratsam.

Aber wie an Trump zu sehen ist, sind die Leute dem nun so überdrüssig, dass lieber einer kommt der ab und an sagt wie scheiße es ist, dann wird er trotz Lügen und Dekadenz bejubelt.

Eine wehrhafte also gesunde Demokratie würde Lügen bereits abstrafen, aber es ist so viel Korruption heutzutage, dass Lügen normal wird und daran die Demokratie zerbricht.

Wer soll denn sonst entscheiden?

Gewaltenteilung bedeutet es sitzt kein Politiker im Gericht und verurteilt dich nach seinem Gusto, er muss mehrere Mittelsmänner “überzeugen”.

Das ist eher ein Problem einer kränkelnden Demokratie, dass die Legislative nicht mehr das durchsetzt wofür sie gewählt wird.

Kann ja noch immer sein, dass die Judikative dafür die Umsetzung der Legislative sehr gut prüft. :thinking:

Nicht “echte Gewaltenteilung”, sondern “mehr Gewaltenteilung”.

Es ist ein Unterschied zu sagen “ich bin unzufrieden mit unserer aktuellen Gewaltenteilung” oder “Es gibt keine Gewaltenteilung”.

Doch klar, beide treffen sich, sagen wenn wir uns einf nicht decken haben beide mehr Freiraum und die Hände werden geschüttelt. Wo genau ist dein Kontrollmechanismus?

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Es müsste nichtmal zwei Polizeisektionen geben (was natürlich auch nicht unbedingt schaden müsste). Die benötigte Kontrolle könnte genauso von anderen Gremien passieren wie Judikative oder Exekutive. Die Judikative oder Exekutive darf nur nicht den Job der jeweils anderen Machen. Also Richter sollten keine Gesetzentwürfe einbringen (die dann einfach durchgewunken werden)…

Bedeutet z.B. dass die Judikative die Polizei für Fehltritte verurteilt oder dass die Legislative der Polizei andere Vorschriften machen kann. Das ist eine Kontrolle von 2 (ersteinmal unabhängigen) Seiten. Fängt die Legislative oder Judikative hingegen an, der Polizei so haarklein vorzuschreiben, wie sie arbeiten muss, dass die eigentliche Arbeit auch ein Jurist oder Politiker machen könnte, dann ist das eben nicht mehr unabhängig.

Gleichzeitig muss die Polizei sich also auch wehren können, z.B. gegen unbegründete Beschuldigungen durch Justiz oder übertriebene Gesetzgebung und Haarkleien Vorschriften vorgehen können.

Und alle anderen Gewalten wie Medien haben dann eben auch was zu sagen. Dieses Prinzip der verteilten Kontrolle kann funktionieren, muss aber nicht (je nachdem wie stark die Gewaltenteilung unterwandert werden kann bzw. sich zu einer Einheitsmeinung zusammenschließen kann.)


Aber du hast auch recht, eine weitere Kontrolle würde es auch durch konkurrierende Polizeistationen geben. Also wenn man sich die zuständige Polizei aussuchen könnte und so ein Konkurrenzkampf um die beste Polizei entstehen würde. Aber das verursacht wieder neue Probleme, z.B. dass wenn die erste Polizei nicht richtig ermittelt hat, dass man dann die Zweite auch noch anruft (und die dritte und vierte,…). Hier könnten viele Ressourcen verschwendet werden weil wahrscheinlich einer der beteiligten Akteure mit der lokalen Entscheidung der Polizei nicht einverstanden ist…
Oder dass die Streithähne bei einem Einsatz sich erstmal auf eine zuständige Polizei einigen müssten,…

Hier also die richtigen Regeln zu finden, dass mehrere Polizeiverwaltungen existieren ist wahrscheinlich relativ schwer. Die Kontrolle durch die anderen Staatsorgane ist da deutlich einfacher (aber wenn man sich unser System anschaut vielleicht nicht unbedingt besser).

Exakt. Das ist eben genau das, was ich mit der Aussage gemeint habe: Besteht die Demokratie nur noch auf dem Papier oder wird die Gewaltenteilung wirklich und real im System umgesetzt.

Das macht eben einen gewaltigen Unterschied, wie man an der demokratische Volksrepublik Korea sofort bemerkt.

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Oje, ich und der Doktor fast einer Meinung. Was habe ich falsch gemacht? :laughing:

Warum schreibt ihr dann immer von DEM Kapital, das alles beherrscht, wenn es sich doch offensichtlich selbst bekämpft.

Es ist übrigens eine sehr steile These, dass Faschisten oder Nazis an die Macht gekommen sind, weil so viele Kapitalisten hinter ihnen standen. Das Gegenteil ist der Fall.

Sonst wäre ja auch Lenin nur an die Macht gekommen, weil Gazprom ihn gesponsort hat. Ach nee, Moment, die hießen damals anders…

Die AFD bekommt sicher Parteispenden, wie jede Partei. Müsste man jetzt mal recherchieren, ob das mehr oder weniger als bei der CDU oder SPD ist. Ah, Moment, können wir ja mal die KI fragen.

Das kommt jetzt natürlich total überraschend.

Ich möchte jetzt nicht für die AFD reden, aber wenn man für die spendet, kommt man eher auf so eine schwarze Liste und die Gefahr, dass man öffentlich gedisst wird, erhöht sich exorbitant.

Die AFD ist auch nicht das Problem, es ist nur eine weitere Partei in einem System, dass auf höhnische Weise den Demokratiebegriff für sich beansprucht und über kurz oder lang daran scheitern wird.

Und genau da haben wir das Problem. Wir sprechen über Leute. Der Höcke ist ein Faschist, der Merz hat noch nie regiert und kriegt nix auf die Reihe, der Klingbeil hat noch nie richtig gearbeitet, etc.

Ist mir alles scheißegal, ob eine Partei eine schweizer Lesbe als Bundeskanzlerin aufstellt, einen gescheiterten Blackrock Mitarbeiter oder eine tättowierte tanzende Tiktok Darstellerin.

Wir sollten Themen diskutieren und nicht Personen.

Da erscheint es am sinnvollsten sich so weit wie möglich weg vom Personenkult zu bewegen.

Da wäre das Losverfahren durchaus eine Möglichkeit. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee.

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Demokratie kann nicht indirekt sein. Wenn sie indirekt ist, ist es einfach keine Demokratie. Punkt.

Oder wie indirekt hättest du sie gern? So indirekt wie in Nordkorea, Russland, Kanada oder Deutschland?

Findest du, das Grundgesetz ist eine gute Verfassung? Geboren aus der Not, unter fremdem Einfluss. Mit der heißen Nadel von Leuten gestrickt, die sich offensichtlich nicht sehr gut mit der Herrschaft des Volkes auskannten, weil sie noch nie so etwas gesehen haben.

Die „repräsentative Demokratie“ ist also nichts weiter als eine Floskel, um elitäre Machtstrukturen zu rechtfertigen, weil die herrschende Klasse Angst vorm Willen des Volke hat.

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Oder eben die Polizei anzurufen trägt eine fette Rechnung nach sich. Dann könnte das Prinzip funktionieren, aber wie bei einem Anwalt nur noch für die, die sich das leisten können.

Leider ist eben ein Problem der Gewaltenteilung der Verwaltungsaufwand, also solange das nicht z.B. durch Digitalisierung alles beschleunigt wird, gibt es auch eine Obergrenze an Demokratie und Gewaltenteilung.

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ich meinte das eher so, dass es zwei unabhängige Polizeiorganisationen gibt, dass wenn eine Scheisse baut, nicht intern ermittelt wird, sondern durch die andere Organisation. So würde nichts unter den Teppich gekehrt werden. Richtig ermitteln müssen beide. Ich weiß dass andere Bezirke die Arbeit übernehmen, wenn gegen einen Polizeibeamten ermittelt wird. Aber das ist nicht richtig, denn der Polizeidirektor steht über beiden Bezirken. Es muss einfach mindestens 2 Organisationen geben, die sich gegenseitig auf die Finger schauen. Das muss nicht mal mehr Kosten verursachen. Es reicht wenn die bisherige Polizei in 2 Teile aufgeteilt wird.

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Sagen wir mal so: Eine wirkliche gleichberechtigte Demokratie, wo jeder Mensch über alle Bedürfnisse abstimmen muss ist auch extrem langsam und ineffizient.

Ich meine sollen 80 Millionen Menschen damit beschäftigt sein, ob die Farbe des Kanzeleramtes Türkis oder Weiß werden soll? Die Menschen haben deutlich besseres zu tun als sich darüber Gedanken machen zu müssen.

Die Idee, dass die Mesnchen damit Repräsentanten wählen, die sich dann vollberuflich um solche Dinge kümmern und versuchen, den Willen der Bevölkerung abzubilden, die ist nicht unklever :wink:

Das Problem dabei ist aber, wenn die Wahl bzw. die Repräsentanten danach nicht mehr dem Wähler verpflichtet sind sonder lieber ihre eigene Brieftasche füllen.

Ein System mit Repräsentanten ist also nicht persee schlecht, aber das Volk bräuchte wieder die Kontrolle über diese Repräsentanten. Zum einen wählen wir diese Repräsentanten nicht direkt (sondern über Listen und Parteien) und zum Anderen gibt es keine Abwahlmöglichkeit.

Der Einfluss auf die Repräsentanten ist in Deutschland also sehr gering, wir können in etwa unsere Positionen einbringen, müssen dann aber 4 Jahre zusehen, was die so für sch**** bauen.

Alleine hier wieder mehr direkte Demokratie ins System zu bringen würde schon viel helfen. Ich meine mal: Wie viele Stimmen hätte eine Kanzlerabwahl aktuell (zumindest hat er nur 17% Zustimmung in Umfragen, repräsentiert aber alle Deutschen…)

Indirekte Demokratie über Repräsentanten sind also nicht persee schlecht, aber ich würde unser System schon nicht mal mehr als indirekte Repräsentation bezeichnen. Ich hab z.B. wegen den Parteilisten fast keinerlei Wahl, welche Gestalten mich da repräsentieren. Nur einen einzelnen Direktkanidaten darf ich auswählen, während alle Anderen über die Liste dazu kommen.

Dann denk nochmal weiter darüber nach, dann solltest du sofort merken, dass dir damit sogar jegliche Stimme genommen wird und das ganze System noch undemokratischer wird. Nur wenn du zufällig mal als Repräsentant gezogen wirst, kannst du deine Meinung mit einbringen …

Da finde ich die Idee, dass jeder zu einer Abstimmung gehen darf, aber jeder seine Stimme auch an jemanden Anderes delegieren kann, deutlich sinnvoller. Denn dann hat man immer die komplette Hoheit über die eigene Stimme und wenn es zu viele Abstimmungen werden, dann gibt man seine Stimme eben einem Politiker/Repräsentanten ab, der dann mit allen gesammelten Stimmen deutlich mehr Gewicht hat. Aber jeder kann auch jederzeit diese delegierten Stimmen wieder abziehen und somit Politiker für falsche Entscheidungen bestrafen.
Die Abstimmungen über das Internet sollte ja heutzutage technisch auch für 80 Millionen Menschen gehen und wegen der Delegation/Weitergabe der Stimmen kann jeder für die Themen individuell mitbestimmen, muss sich aber nicht dafür interessieren.

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das Volk. Wir sind ja eine Demokratie oder nicht? Wenn die Politiker entscheiden, wer Verfassungsrichter wird, dann stehen die Politiker über der Judikative und die Juristen buckeln vor der Legislative. Also gibt es keine Gleichberechtigung zwischen den Gewalten. In eienr Demokratie sollte das Volk entscheiden und zwar auf allen Ebenen.

nicht wenn die Judikative in der Gunst der Legislative steht, denn die Legislative entscheidet wer als Richter vereidigt wird.

das war ein Beispiel und in dem Fall kann man das auch so sehen wie du sagst. Aber echte Gewaltenteilung sieht wie vorhin schon gesagt, für mich so aus, dass sie Gewalten unabhängig voneinander sind. Das wären sie aber nur, wenn das Volk demokratisch entscheiden würde, wer Politiker, wer Richter und Wer Polizeidirektor ist.

wie ich schon geschrieben habe, indem die Macht vom Volk ausgeht. Zwei schüttelnde Polizeidirektoren sind ganz schnell wieder vom Volk abgesägt.

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