Wann ist "CoinJoin" sinnvoll und wann nicht?

Hallo :slight_smile:
Hab mich angefangen etwas mit „CoinJoin“ zu beschäftigen. Mittlerweile bin ich bei einem Punkt wo ich mir nicht mehr sicher bin wann ein „CoinJoin“ sinnvoll ist und wann nicht?

Auf der einen Seite kriegt man empfohlen die BTC immer zu „Coin Joinen“ auf der anderen Seite wird davon abgeraten, da man sich dadurch ja potentiell „verdächtig“ macht und eventuell sogar davon zensiert werden kann, seine BTC irgendwann mal wieder auszugeben.

Ziel dieses Beitrags soll es sein, dass sich ein Leitfaden herauskristallisiert was die sinnvollste Vorgehensweise ist, deshalb bin ich sehr dankbar um jede/n die/der hier Antwortet.

3 zentrale Fragestellungen blieben dabei bei mir offen:

  1. Macht CoinJoin nur bei anonym erworbenen BTC Sinn?
  2. Wie kann man überhaupt noch KYC frei BTC erwerben?
  3. Ist Bisq beispielsweise anonym genug um darüber gekaufte Coins zu CoinJoinen?

Nein, würde ich nicht sagen. Man macht sich zwar verdächtig und je nach Anbieter bekommt man dann sogar Probleme, aber grundsätzlich gewinnt man damit schon einiges an Privatsphäre.

Die Frage ist finde ich wann man den Join durchführt.

  • Die Börse kennt sowieso den Betrag den man gekauft hat und die Identität. Solange man also nur hält und keine Transaktionen tätigt bleibt die Privatsphäre eigentlich die gleiche. Denn auch nach einem CoinJoin weiß die Börse ja immer noch wer man ist und wie viel man hat.

Doch was macht man wenn in 10 Jahren Bitcoin hart verboten wird (oder es zumindest versucht wird)?
Eine interessante Option ist finde ich daher der „Erweiterte Bootsunfall“, der unter einem Staat der Bitcoin verbietet funktionieren könnte:

  • Man gibt vor jemand hätte unsere Coins gestohlen :confused:

  • Dieser jemand macht natürlich als Krimineller direkt einen CoinJoin

Das hat den Vorteil das man seine Coins nachträglich ins trockene bringen kann und zusätzlich den Verdacht von sich weist (oder es zumindest versucht).

  • Bitcoin verdienen

  • P2P von jemandem direkt kaufen

  • Bitcoin ATM

  • Bisq

Mit einem „KYC-Light“ gibt es auch noch Anbieter wie Pocket Bitcoin.

Ja.

Kommt natürlich darauf an wie anonym der Deposit ist.


Ich mixe meine Coins nicht da ich es aktuell, für mich persönlich, nicht sinnvoll finde.

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Super danke dir für deine ausführlichen Antworten :slight_smile: hat mit sehr weitergeholfen​:+1:t4:
Jetzt hab ich denke ich genug Informationen um mir einen Plan zurechtzulegen wie ich das jetzt für mich umsetzen kann.
Auch wenn ich im Moment nicht zwingend die Notwendigkeit dazu sehe…

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CoinJoin macht doch nur Sinn, wenn jemand was Illegales vor hat? Für jeden anderen Menschen ist doch CoinJoin sinnfrei, oder?

Machst du illegale Sachen bei dir im Badezimmer oder wieso kann man da nicht rein schauen? :slight_smile:

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@sutterseba: Damit habe ich kein Problem. Von mir aus kannst du auch im Badezimmer vorbeischauen. :smiley: Ich wollte schon immer ein Badezimmer mit Fenster, gibt es nur (leider) in vielen Wohnungen nicht. :frowning:

Ernsthaft. Ich meine, es muss sicher sein. Aber die Regierung kann auch auf meinen Bankbestand eine Abfrage machen. Oder Bankgelder können eingefroren werden, siehe jetzt die Russischen Vermögen als Beispiel.

Und Besitz wird ja nicht besteuert in Deutschland, sondern nur die Gewinne.

Man muss sich ja schließlich an die Gesetze in seinem Land halten und sollten irgendwann einmal bestimmte Sachen stören, dann muss man halt den gesetzlichen Vertretern schreiben oder mit denen sprechen und Änderungswünsche einbringen.

Und man sollte schon auch sehen, dass mit Bitcoin auch unschöne Sachen gemacht werden können. (Klar geht das mit Bargeld oder anderen Vermögensgegenständen auch.) Aber das sollte man nicht gut finden.

Finde deine Einstellung zum Thema sehr eigenartig. Ich habe persönlich lange auch gedacht CoinJoin macht für mich doch keinen Sinn. Hab nix illegales vor noch was illegales geplant. Doch seit die EU unhostet Wallet verbieten will, wurde mir schlagartig vor Augen geführt, wie wichtig es ist Non-KYC Bitcoins zu besitzen. Es ist mein Recht Dinge von Wert zu besitzen ohne dass dies dritte (in dem Fall der Staat) weis. Sobald ich wirklich etwas verkaufen will, hab ich kein Problem damit dies anzugeben und Steuern die anfallen zu zahlen. Solange ich Bitcoin aber nur halte und darin spare geht es niemanden etwas an wieviel ich davon besitze.

Aktuell ist es bei den Sachen so, dass der Besitz auch nicht besteuert wird - zumindest nach meinem Kenntnisstand, der kann auch falsch sein. Jedoch muss man zum Beispiel bei thesaurierenden ETFs gegebenenfalls etwas vom Bestand wegnehmen um seine Vorsteuer zu bezahlen. Auch hier kennen 3. den Besitz. Auch bei einer Autoversicherung gibst du ja den Wert des Autos, der versichert werden soll, überall an. Auch hier kennen 3. den Besitz. Auch bei Grundabgaben oder -steuern muss man den Besitz im Wert zumindest grob kennen und angeben. Deswegen verstehe ich deine Ansichten nicht. Zumal das ja sonst eine Bevorteilung wäre. Und Lorbeer-Picking finde ich nicht sozial gegenüber den Mitmenschen.

Grundsätzlich ist es ja ok wenn Meinungen auseinandergehen. Die von dir genannten Beispiele haben wenig mit der diskutierten Thematik zu tun. Es geht um das Recht des Individuums das in letzter Zeit immer mehr eingeschränkt wird. Die Vergangenheit (z.B. Goldverbot) hat gezeigt wie weit Regierungen bereit sind zu gehen um eigene Ziele bzw. die Währung zu retten. Was du mit Lorbeer-Picking meinst versteh ich nicht. Was sozial ist und was nicht ist nichts eindeutig definierbares. Ich finde Individualismus viel sozialer als Kollektivismus, auch wenn dies sicherlich einige anders sehen würden. Menschen haben das Recht auf Privatsphäre da man nie weis was die Zukunft bringt.

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Eben und wenn irgendwann ein Goldverbot kommen sollte, dann gibt man ganz einfach wie jeder in dem Land sein Gold ab. Ganz einfach.