STRC: Strategy bringt neue Vorzugsaktie für Bitcoin-Käufe

Vielen herzlichen Dank

LG

Fritz

Interessant. Ich habe mir gerade einige Angebote für Aktienanleihen angesehen. Viele bieten ähnliche Renditen im Bereich von 10% Zinsen. Allerdings meiner Meinung nach mit einem höheren Risiko und die Broker kassieren für solche Finanzprodukte auch nochmal. Wenn ich mir diese Angebote so ansehe, denke ich mir, wozu Geld in so was stecken, wenn es STRC gibt. Man ist dann auch nicht von einem Strike Kurs abhängig sondern kann auf seine Dividenzen zählen solange Strategy sein Geschäft normal weiterführen kann. Ich meine, sieht auch die aktuelle Situation an. Die Stammaktie ist um ca. 70% gefallen und die Leute kriegen fröhlich weiter ihre Dividenden und STRC bricht neue Rekorde.

1 „Gefällt mir“

Hi, wie würdet ihr das Risiko einer kurzlaufenden Zinsarbitrage zwischen Firefish und STRC einschätzen? Z.b. sich 10k für 5% auf 3 Monate leihen und diese in STRC direkt, oder den europ. ETP darauf stecken?

Hat hier jemand diese Kombo am laufen und kann berichten?

Kann man machen. Kurze Beispielrechung:

10k EUR von FF = $11.725 USD
Davon kanns du 117 Anteile STRC kaufen (bei $100 pro Anteil).

STRC zahlt derzeit $0,9583USD pro Anteil und Monat aus, also 112,125 EUR pro Monat für die 117 Anteile vor Steuern bzw. 82,55 EUR nach Steuern (Abgeltungssteuer + Soli).

Dagegen bezahlst du an FF & Kreditnehmer folgendes:

5% p.a. für 10k EUR = 41,67 EUR im Monat an den Kreditgeber
1,5% p.a. für 10k EUR = 12,5 EUR im Monat an Firefish.

Macht also 82,55 EUR in STRC-Ausschüttungen minus (41,67 EUR + 12,5 EUR) an Aufwendungen, macht gleich 28,38 EUR Gewinn nach Steuern im Monat. Das sind ca. 3,4% Zinsdifferenzgewinn. Davon abzuziehen wären noch eventuelle Broker- und Währungsumrechnungs-Kosten, die aber je nach Anbieter individuell sind.

Größtes Risiko wäre wahrscheinlich, wenn STRC die Dividende senkt, aber das ist ja Zeitlich begrenzt, sodass die kleinen 3-Monats-Kredite von FF dagegen recht gut abgesichert sind.
Größte zusätzliche Hebel bestehen wohl in günstigeren Zinsen auf den Kredit (z.B. Margin-Kredit bei Brokern, Immobilienbesicherte Kredite, Box Spread) oder von der Steuer abzugsfähige Kredite (Box Spread).

Nicht mit FF und nicht mit STRC, aber ich habe in der Vergangenheit schon Zinsdifferenzgeschäfte mit positivem Nettocashflow gemacht und bin auch derzeit auf Kredit investiert (wenn auch zur Zeit nicht mit Fokus auf positiven (Netto)-Cashflow)
STRC halte ich aber derzeit für interessant und steige ggf. in absehbarer Zeit ein.

1 „Gefällt mir“

@Astrea Super, danke für Deine Einschätzung.

Ich sehe halt nun 2 Drittparteirisiken: STRC und FF. Die 10k lassen sich ja gut nach oben skalieren. Aber um mal zu testen sind wohl 10k am Anfang in Ordnung.

Wie sieht die Kalkulation bei einer Halbierung des aktuellen Bitcoin Kurses aus?

Da ändert sich nichts. Die Zinsen für den Kredit sowie die Dividende von STRC, also die Aufwendungen und die Einnahmen, sind ja unabhängig vom Bitcoin-Kurs.

Will das gar nicht schlecht reden, aber ist euch das Wechselkursrisiko nicht zu hoch? Die Aktie pendelt ja meist zwischen 85 und 88 €. Wenn man oben kauft und der Kurs auf 84 € rutscht, braucht man inklusive Spread locker 5 Monate, um das allein über die Dividende wieder einzuholen oder sehe ich das so falsch?

Wenn du sehr kurzfristig denkst, kann es natürlich sein, dass du ein paar Monate brauchst, um kleine Kursbewegungen oder den Spread über die Dividende wieder reinzuholen. Das gilt aber im Grunde für viele Dividendentitel.

Der Punkt bei STRC ist eher, dass es kein klassisches Trading-Instrument ist, sondern auf laufenden Cashflow und längeren Halt ausgelegt ist. Wenn du das über mehrere Monate bzw. Jahre betrachtest und die Ausschüttungen reinvestierst, relativieren sich solche kurzfristigen Schwankungen in der Regel. Aber du hast recht, aktuell ist die Situation eher nachteilig für deutsche Anleger, weil der USD zuletzt schwächer geworden ist und damit auch die reale Rendite in Euro sinkt.

Siehe: Mean-Reversion-Effekt – Wikipedia

Ein guter Punkt an den ich zwar zunächst Gedacht, ihm dann aber beim schrieben keine Beachtung mehr geschenkt habe.

Grundsätzlich könnte die Frag auch lauten: „Ist die Wechselkurs-Chance nicht ein zusätzlicher Renditetreiber?“.

Die Antwort ist auch beide Fragen die gleiche: Es kommt darauf an ob der Investor denkt, dass langfristig eher der Euro gegen den Dollar oder der Dollar gegen den Euro erstarkt, oder ob es sich die Wage halten wird. Außerdem kann man noch einen Währungs-Hedge einbauen wenn man möchte.

Hier 5 Mögliche Szenarien:

a: Dollar erstarkt gegen den Euro → Zusätzliche Rendite
b: Euro erstarkt gegen den Dollar → Weniger oder negative Rendite
c: Wechselkurse gehen seitwärts → Rendite etwa wie berechnet
d: Wechselkurs-Hedge → Rendite wie berechnet minus kosten für den Hedge
e: Kredit direkt in Dollar nehmen → Rendite geringer, da für USD-Kredite derzeit höhere Zinsen als für EUR-Kredit veranschlagt werden. Dafür kein Wechselkursrisiko

Tatsächlich halte ich variante e für die sinnvollste. Geht bei FF auch (USDC, USDT), aber ist teurer und sehr viel weniger liquide (aktuell würde die Rechnung mit den USDC/USDT Zinsen bei FFD wohl nicht aufgehen). Im allgemeinen empfehle ich für solche vorhaben Box-Spreads, weil sie eine der wenigen Möglichkeiten sind die gezahlten Zinsen auch im Privatvermögen steuerlich geltend zu machen. Ich nehme mir Kreditfinanzierte Investition auch fast immer nur Kredite in der Währung, in der ich kaufe (mit wenigen Ausnahmen).

Kleiner organisatorischer Vorschlag: Aktuell diskutieren wir in unterschiedlichen Threads zum Thema STRC. Auch wenn man als Bitcoiner traditionell gegen Zentralisierung ist, würde ich den Vorschlag ins Spiel bringen, dass wir uns auf einen Thread konzentrieren :slightly_smiling_face:

Vorschlag: Strategy Aktie als Privatperson? Erfahrungen

2 „Gefällt mir“

Bzgl. Währungsrisiken: würde der ETP von 21Shares hier nicht helfen?

Wenn man jetzt noch STRC kauft, gibts dann noch die Dividende oder ist das heute schon zu spät. Der 13. ist ja Ex-Div tag aber muss man die Aktie dann schon am 12. besitzen?

Edit: Der 15.4. ist Ex Tag, hat sich erledigt.

Das ist schon ein Schauspiel: die Banque de France fürchtet so sehr, dass statt der eigenen Staatsanleihen US-Dollar-Stablecoins oder Bitcoin von der Masse gekauft werden, dass man sich immer neue Einschränkungen überlegt. Aktuell plant man ernsthaft, eine jährliche Verpflichtung für jeden zur Angabe des HW-Bestands einzuführen. Mit STRC kommt jetzt noch ein Angriff aus der Flanke. Bestimmt diskutiert man schon, wie man den Kauf einer schlichten Aktie reglementieren will. Mit dem steigenden Handelsvolumen kann Strategy derweil BTC zukaufen, heutiger Bestand 780897 BTC.

Ein großartiges Signal. Die fürchten einen echten Tipping Point denke ich.

Bank of France calls for tougher MiCA limits on stablecoin payments

Heute über STRC wohl über 7.000 BTC akkumuliert. Ist das Rekord?


Jo war heute das erste Mal über 1 Mrd Trading Volumen

3 „Gefällt mir“

Ist das nicht wirklich außergewöhnlich? :grinning_face_with_smiling_eyes:
Diese Zahlen sind einfach brutal. Die einen wird es anziehen, die anderen abschrecken.

Jedenfalls werden das die TradFi-Profis in ihren Trading Desks eher missgelaunt zur Kenntnis nehmen.

Was spricht eigentlich dagegen die STRC Aktie, wenn sie wieder bei 100 USD ankommt zu verkaufen und kurz vor Ex-Date wieder zu kaufen? Das passiert teilweise schon nach 8 Tagen. Teurer als 100 USD wird sie nicht und so nimmt man sein Geld für ~20 Tage aus dem Risiko raus.

Annahme die Ordergebühren sind im Vergleich zum eingedetzten Kapital komplett vernachlässigbar.