Was soll ich sagen? Bin eine Frau, 50, mit 2 Teenagerkinder und wir werden nicht mehr zu Familienfeiern eingeladen, weil ich politisch nicht “korrekt” (also Rechts, Querdenker, Reichsbürger, AFD Sympathisantin, Putin Versteher) bin. Also permanente Kritik am System, finde Sozialismus schlecht etc. Ich kann aber den seichten Small Talk an diesen Festen nicht mehr aushalten. Ich treffe mich mittlerweile lieber mit Gleichgesinnten. Ist einfacher…..
Puh, ja was sollst du da sagen? Nicht „korrekt“?Würde dich allein wegen Reichsbürger schon meiden. Habe festgestellt, da hilft kein Reden mehr. Fehlt nur noch Flacherdler.
Aber wie oben schon mal geschrieben. Diese Isolationen sind nicht auf Bitcoin zu schieben.
das ist aber nicht gerade OFFEN, DEMOKRATISCH. Ich denke @schlegbi meint, dass ihre Sichtweise von der Gesellschaft so ausgelegt wird. Wer nicht linker Meining ist, ist böse.
Ich persönlich halte mich aus politschen Diskussionen komplett raus und bin dankbar, dass ich in einem friedlichen Umfeld/Stadt leben darf.
jetzt freue ich mich auf deine Kritik. ![]()
PS: Reichsbürger melden, wenn man weiß/sicher ist, dass sie illegal Waffen besitzen, da gehe ich mit.
Offenheit hat aber Grenzen.
Ich habe eben auch die Freiheit nicht mit jemandem Zeit zu verbringen. Und ich kann gut nachvollziehen warum sich das Umfeld abgewendet hat.
Es gibt natürlich nicht DEN Reichsbürger, aber zentrale Ansichten werden sich wohl ähneln und da ist man schnell in einem Bereich, der kurz vor (oder sogar schon) strafbar ist.
Es könnte auch sein, ganz vielleicht - nur so als Denkanstoß - dass deine Meinung bezüglich der Weltanschauung gar nicht ausschlaggebend ist. Sondern vielleicht der Punkt, dass du sie missionieren willst oder einfach nur mit deiner Weltanschauung voll sülzt und deine Familie das einfach nicht mehr erträgt, weil sie ein harmonisches Familienfest feiern möchten und sich einfach nur des Lebens und der Gemeinschaft erfreuen möchten. Diesen Punkt musste ich auch für mich erkennen und lernen.
Man merkt doch auch hier im Forum, egal ob links, rechts, oben oder unten.. wenn die Leute übertreiben mit der Missionierung, dann hat der Rest keine Lust mehr.
Es gibt natürlich nicht DEN Reichsbürger, aber zentrale Ansichten werden sich wohl ähneln und da ist man schnell in einem Bereich, der kurz vor (oder sogar schon) strafbar ist.
Am besten wäre hier an dieser Stelle ein Statement von @schlegbi, wie sie es meint.
Meinungen sind verschieden, jeder Mensch verteidigt seine !
Wieder einmal eine Bestätigung für mich, sich keinen radikalen politschen Diskussionen anzuschließen, es endet immer im Streit ! Konstruktive Ergebnisse gibt es äußerst selten.
Man ist heutzutage schon Reichsbürger, wenn man nur den Keller mit Vorräten vollmacht bzw. Selbstversorgung betreibt…..
Man ist Putinversteher, wenn man anmerkt, sich immer beide Seiten eines Konflikts anzusehen.
Man ist Querdenker, wenn man Zweifel an der Gentherapie hat.
Man ist rechtsextrem, wenn man sagt, es sei keine gute Idee, Reiche zu enteignen.
Oder Gold kauft.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht was an „Reichsbürgern“ so schlimm sein soll.
Hier lehnen doch grundsätzlich sehr viele den Staat ab. Damit sind sie doch Reichsbürgern die zumindest „diesen“ Staat schonmal ablehnen eigentlich recht wesensnah.
Im übrigen ist es auch das, wo die Anknüpfung sozusagen zu den ganzen „rechten“ Gruppen stattfindet. Kapital der Libertären, die den Staat und die Demokratie ablehnen weil beides ihre Freiheit begrenzt, trifft auf Radikale und Extreme aller Colour, die vielleicht aber „nur“ ein Problem mit den aktuellen Staat haben.
Und Kapital unterstützt übrigens deshalb auch die ganzen sog. Linken, die eigentlich eher Linksliberale sind. Stichwort No Borders No Nation.
Oder Bitcoin ^^
Man ist rechtsextrem, wenn man sagt, es sei keine gute Idee, Reiche zu enteignen.
Stimmt dies wirklich? Hätte eher gedacht, dass dann die Leute meinen, man wäre ein FDP-Wähler wäre
Aber ja, ich verstehe die meisten Leute auch nicht.
Man ist heutzutage schon Reichsbürger, wenn man nur den Keller mit Vorräten vollmacht bzw. Selbstversorgung betreibt…..
Man ist Putinversteher, wenn man anmerkt, sich immer beide Seiten eines Konflikts anzusehen.
Man ist Querdenker, wenn man Zweifel an der Gentherapie hat.
Man ist rechtsextrem, wenn man sagt, es sei keine gute Idee, Reiche zu enteignen.
Hey, dann bin ich querdenkender Putin-Versteher und rechtsextremer Reichsbürger! ;-)
Komisch: Früher nannte man mich (als Pazifisten) bei gleicher Faktenlage linksextrem!
Das kann eigentlich nur bedeuten, dass die definierte „Mitte“ eine ganz schöne Bewegung nach links gemacht haben kann…
Man ist rechtsextrem, wenn man sagt, es sei keine gute Idee, Reiche zu enteignen.
Das ist ja auch eine ziemlich dumme Idee. Warum soll man sich als Angehöriger einer Gruppe die über 90% ausmacht für die Interessen einer Minderheit einsetzen während diese Minderheit dich für sich arbeiten lässt bis du vor der Rente tot umfällst.
Was interessieren mich Reiche? Die interessieren sich auch nicht für mich. Deren Lebensrealität ist eine völlig andere.
Das kann eigentlich nur bedeuten, dass die definierte „Mitte“ eine ganz schöne Bewegung nach links gemacht haben kann…
Nein, das bedeutet, dass man links und rechts völlig falsch definiert und auflädt. ;)
Das ist der Grund warum das je nach Perspektive und Lage beliebig austauschbar ist und zu allen und allem passt bzw. nicht passt.
Links ist immer antihierarchisch, deshalb antikapitalistisch und rechts will immer Hierarchien verteidigen. Vielleicht das Personal austauschen, aber am Konzept nichts ändern.
Man ist heutzutage schon Reichsbürger, wenn man nur den Keller mit Vorräten vollmacht bzw. Selbstversorgung betreibt…
Nein.
Das wird selbst von der Regierung empfohlen.
Man ist Putinversteher, wenn man anmerkt, sich immer beide Seiten eines Konflikts anzusehen.
Auch das stimmt nicht.
Man ist Querdenker, wenn man Zweifel an der Gentherapie hat.
Das Bedarf einer Erklärung. Es gibt nicht DIE Gentherapie. Und die Frage: Welche konkreten Zweifel?
Falls es sich auf mRNA-Impfungen bezieht, dann zeugt es eben wirklich davon, dass man die Funktionsweise nicht verstanden hat. Das macht einen nicht automatisch zum Querdenker, aber es zeigt eben, dass man die Impfung gar nicht korrekt einordnen kann.
Man ist rechtsextrem, wenn man sagt, es sei keine gute Idee, Reiche zu enteignen.
Auch das stimmt nicht.
Trotzdem ist es etwas man diskutieren kann. Von beiden Seiten.
Die Frage die dahintersteht:
Wie viel Vermögensungleichheit kann eine Gesellschaft aushalten? Wann werden demokratische Prinzipien durch Machtkonzentration ausgehebelt/unterwandert?
Fragen die diskutierenswert sind.
Aber es stellt sich schon die Frage, ob man da unbedingt bei Omas 70. Geburtstag darüber sprechen muss.
Das meine ich mit seichtem Small Talk. Überall Fettnäpfchen, die man meiden muss. Man kann sich dann nur noch übers Wetter und den nächsten geplanten Urlaub bzw die vergangenen Urlaube unterhalten. Das ist mir zu langweilig. Als schwarzes Schaf der narzisstischen Familie bin ich die Isolation und Ausgrenzung von Fötenbeinen an gewohnt. Familie ist dort, wo man sich angenommen fühlt. Nicht dort, wo man hineingeboren (bzw. im KH hinvertauscht) wurde…..
Das ist ja auch gewollt. Also man will die Gesellschaft radikalisieren und in Lager spalten und dabei machen sowohl die etablierten Medien usw. mit als auch die sog. Alternativen die in den allermeisten Fällen eben Gatekeeper sind.
Umd am Ende hat das den Effekt den du schon beschreibst, dass man nicht mehr miteinander reden kann.
Und wenn niemand mehr miteinander reden kann, weil auch jeder seine alternative Wahrheit hat, alternative Fakten hat und schon Begriffe anders versteht, dann kann man sich such nicht mehr organisieren.
Die Gesellschaft wird atomisiert und machtlos.
Genau DIVIDE ET IMPERA
Das meine ich mit seichtem Small Talk.
Seichter Smalltalk?
Es gibt eine Millionen philosophischer Fragen, denen Du nachgehen kannst.
Und verstehe doch, dass jemand eventuell wissenschaftliche Gespräche führen möchte, aber eben keinen Lust auf „seichte (hier unwissenschaftliche) Impfskepzis“ hat.
Vielleicht solltest Du häufiger Perspektivwechsel vornehmen. Offensichtlich gibt es an eurem Tisch ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Und darauf darf man Rücksicht nehmen. Das hat nicht automatisch etwas mit seichtem Smalltalk zu tun.
Überall Fettnäpfchen, die man meiden muss.
Was heißt Fettnäpfchen. Du darfst ja sagen, dass Du mRNA-basierte Impfungen für Gentherapie hältst, aber Du musst dann auch aushalten, dass man dieses Gespräch irgendwann nicht mehr mit Dir fortführen möchte.
Man kann sich dann nur noch übers Wetter und den nächsten geplanten Urlaub bzw die vergangenen Urlaube unterhalten.
Du kannst es ja auch mit Fragen nach dem Sinn des Lebens versuchen oder etlichen anderen Themen, die tiefer gehen als Urlaubs- und Wettertalk.
Es gibt ja nicht nur Bitcoin/Politik und Smalltalk. Dazwischen ist viel viel mehr.
Als schwarzes Schaf der narzisstischen Familie bin ich die Isolation und Ausgrenzung von Fötenbeinen an gewohnt.
Deepes Thema.
Einfluss Deiner Sozialisation auf Dein Werdegang.
Familie ist dort, wo man sich angenommen fühlt.
Jep.
Menschen ticken immer auf eine bestimmte Weise gleich. Mehr oder weniger. Genauso wie es zum Beispiele viele verschiedene Autos gibt und diese alle unterschiedlich sind, sind es dennoch alles immer noch Autos, sie funktionieren also alle auf gewissermaßen dieselbe Weise. So ist es auch beim Menschen. Das ist der Grund, warum Werbung funktioniert, oder warum Betrugsmethoden funktionieren, oder wie der Threadersteller auch festgestellt hat, warum viele Leute Probleme mit Kommunikation mit anderen Menschen haben. Weil die meisten Menschen nicht wirklich lernen, wie Menschen ticken. Oder wie man damit umgeht. Es sind schon ganze (sehr gute) Bücher geschrieben worden, darüber, wie man Menschen überzeugen und beeinflussen kann. Dass man sehr bedacht vorgehen sollte, wenn man Menschen gegenüber Kritik äußern möchte, ist ja schon bekannt, seitdem die Menschheit existiert ![]()
Vielleicht verwechselst du auch nur etwas.
Familie ist Familie und Parteitag ist Parteitag.
Wenn du Diskussions- und Streitbedarf hast, dann lebe das nicht an deiner Familie an einem Kindergeburtstag oder einer Hochzeit aus. Dann trete einer Partei bei und streite dort innerhalb der Partei und gerne als Parteivertreter mit anderen Parteien. Genau dort sind solche Gespräche richtig aufgehoben und erwünscht. Dort kannst du vielleicht auch wirklich etwas in Bewegung bringen. Aber verschone doch deine Familie, wenn sie ganz offensichtlich keine Lust dazu hat.
Und wenn man das ignoriert, und sich jedes Mal wie eine Schallplatte mit Sprung verhält, ja, dann sollte man sich nicht wundern, dass die anderen irgendwann keine Lust mehr haben. Familie und Kindergeburtstage sind für solche Diskussionen nicht die richtige Zielgruppe und nicht der richtige Ort ^^ - trete einer Partei
Hehe.. ich Stelle mir gerade das setting vor:
Kuchen, Geburtstagstorte, bunte Luftballons, glückliche Kinderaugen, gute Laune und entspannte Atmosphäre - und dann denkt sich einer, “so, jetzt aber, jetzt muss ich Systemkritik üben und den politischen Wechsel herbeiführen”
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