Soziale Isolation durch Bitcoin

Ich schreibe das bewusst hier, weil viele von euch ähnliche Phasen durchlaufen haben dürften.

Seit ich 2017 ins Rabbit hole gefallen bin merke ich, dass ich mich gedanklich stark verändere. Es fing an damit dass ich passiv Geld verdienen wollte, ich habe alle Anfängerfehler gemacht die man machen konnte bis ich schließlich bei Bitcoin only gelandet bin. Das geht jedoch einher mit dem Beschäftigen von Themen, die ich früher als völlig weltfremd bezeichnet hätte: zum Beispiel dass ich mir gerne antidemokratischen Content vom Panzer anhöre und ständig denke: “ja, er hat einfach nur Recht. Das hört sich intellektuell klar und logisch an.”

Ich habe angefangen, auf meinen Social Media Kanälen die Memes zu reposten, zum Teil weil ich die witzig fand, zum Teil weil ich es liebe, anzuecken.

Das führt so weit, dass wenn es zu politischen Themen geht, ich wohl sehr überheblich, missionarisch, polemisch werde ohne es teilweise zu merken. Grundsatzdiskussionen machen mir total Spaß, sie wirken auf eine Gruppe oder mein Gegenüber aber so anstrengend und ideologisch, dass Freunde mit denen ich seit über drei Jahrzehnte befreundet war, deshalb den Kontakt abgebrochen haben. Sie haben es einfach nicht eingesehen, mit jemanden in den Urlaub zu fahren, der an ein oder zwei Tagen eine hitzige “rechthaberische” Diskussion führt. Mit deren Anhang komme ich jedoch weiterhin genau so gut klar wie davor, die Gespräche habe ich ja nicht mit denen geführt. Immer nur wenn es um Themen geht auf die man in tieferen Gesprächen immer kommt (Eigentum, Investitionen, Politik, Medien, …), werde ich systemkritisch. Sätze wie “Alle Parteien sind doch eh gleich weil sie den gleichen Anreizen unterliegen”, “Steuern & Inflare sind Sozialismus”, “Anarchie ist nicht gleich Unordnung” können ganze Freundschaften zerstören, obwohl das Gegenüber nicht mal besonders politisch ist. Ich “differenziere” einfach nur nicht, bin uninformiert und “verwende unbelegt Kampfbegriffe”.

Diese Entfremdung vom Freundeskreis macht mir enorm zu schaffen. Ich weiß dass oft der allgemeine Tenor ist dass das alles NPC’s sind. Wobei ich zudem sagen muss, dass diese “Fiatianer” oder wie die in unserer Bubble genannt werden, weitaus erfolgreicher sind als ich: sie klettern die Karriereleiter hoch, sind trotzdem nicht ausgebrannt und haben Zeit für die Familie. Sie nehmen Kredite auf und kaufen sich hervorragende Häuser, ich hab wegen meiner dummen Fehler zu Beginn meiner Bitcoin Reise einfach nur einen lächerlichen Stack. Und selbst wenn es nicht so wäre: gespeicherte Arbeitskraft ist bei weitem nicht alles. Selbst wenn ich eine million Bitcoin hätte, sollte ich mich nicht überheblich fühlen.

Ich bin mir inzwischen sicher, dass ICH das Problem bin: Ich will nicht in eine Bubble rutschen, in der jeder, der anders denkt, automatisch als „Bremsklotz“ gilt. Ich glaube auch nicht, dass es gesund ist, einfach den Freundeskreis auszutauschen. Ich möchte nicht, dass dieses kritische Denken bei der ich sozial anstrengend werde, zu meiner Identität wird.

Wie handhabt ihr das?

Schweigt ihr einfach?

Erklärt ihr Bitcoin nur noch technisch und nur wenn das Thema von der anderen Seite auf kommt?

Beides probiere ich mit mäßigem Erfolg nun schon seit einiger Zeit aus. Das ist, wie wenn man von seiner Begeisterung nicht erzählen kann. Man wird für das Gegenüber uninteressant und regt sich innerlich auf.

Wahrscheinlich lautet der gesunde Rat ungefähr so: Geh raus, touch some gras und beschäftige dich mehr mit anderem. Habe ich nur irgendwie nicht hin bekommen.

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Das würde ich aber auch nicht einsehen :laughing:
Was bringt dir das?

ja

ja

Alle wissen, dass ich der Bitcoinheini bin und wenn sie Fragen haben - gerne. Aber ich habe schon lange aufgehört, anderen damit ungefragt auf den Zeiger zu gehen. Gibt doch tausend andere Sachen, über die man plaudern kann. Und wenn es Deinen Leuten gut geht und sie offenbar im System wunderbar zurecht kommen - so what?

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Herzlich willkommen im Forum. Hier bist Du genau richtig :grin: Ich bin hier übrigens auch den ganzen Tag weil ich keine Freunde habe :grimacing:

Kleine Empfehlung für den Anfang:

https://forum.blocktrainer.de/t/was-ist-eigentlich-sozialismus-kann-er-funktionieren-oder-ist-er-sogar-notwendig

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Ja :sweat_smile:

Ich habe tatsächlich noch mit fast keinem über Bitcoin gesprochen, teils weil ich weiß, dass bestimmte Leute das als dumme Zockerei ansehen und ich sie nicht überzeugen könnte, teils aus anderen Gründen.

Ich war auch nie der, der sich viel für Politik interessiert hat, bin ich immer noch nicht. Ja auch solche Bitcoiner gibt es :sweat_smile:

Es gab schon Situationen bei denen ich eine sehr “rechte” Meinung hatte und meine Gegenüber eine sehr “linke”, aber wenn ich merke ich nerve meine Gegenüber und sie hören e nicht ernsthaft zu, dann halte ich mich zurück.

Dann sind wir halt unterschiedlicher Ansicht, ist doch egal, ich fühle mich trotzdem wohl mit den Freunden und Familienmitgliedern, auch wenn sie andere Ansichten haben.

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe, aber Freunde / Vertraute sind schon sehr wichtig und schwer zu finden.

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Ich handhabe es wie folgt:

“If you don’t believe me or don’t get it, I don’t have time to try to convince you, sorry.” – satoshi

Darüber hinaus wirst du niemanden von Bitcoin überzeugen können, jeder muss seinen Weg selber zu Bitcoin finden.

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Konkretisiere mal was Du mit systemkritisch meinst.

Welches System?


Was ich persönlich in der Bitcoin-Bubble beobachte, das ist etwas, das ich auch in (manchen) Yoga-Kreisen beobachte (Achtung: Überspitzende Worte folgen. :D).

Gestern nur der herabschauende Hund, morgen der erste Heiltee, aber bald schon wird an der Schulmedizin gezweifelt, der erste Besuch beim Heilpraktiker und schwupps bestellt man teuere Globuli, fünffach geschüttelt. Und zack, anthropogenen Klimawandel gibts nichts, Impfen wird pauschal angezweifelt usw.

(Entschuldig bitte die Polemik.)

Eventuell kannst Du ja mal auf Deine Bitcoinreise schauen. Denn auch hier erlebe ich Menschen, die möglicherweise aus einer kritischen Haltung zu Bitcoin finden, aber sehr bald schon gegen alles sind und jeden Konsens für Manipulation der Massen halten. Hauptsache dagegen. Und dann schimpft man sich womöglich systemkritisch und wundert sich weshalb einen die Umwelt / der Freund:innenkeis anders wahrnimmt.

Der Ton macht die Musik.

Wenn ich die Wahl hätte über ein und die dieselbe Sache zu sprechen und ein und die selben Argumente zu hören - ja, dann würde ich dies lieber auf eine sachliche Art erfahren als auf eine rechthaberische Art und Weise.

Das wichtigste ist zunächst einmal, dass Du Dein Erleben reflektierst. Jetzt gilt es hereinzufühlen und zu schauen, welchen Anteil Dein Umfeld trägt und welchen Du. Und ob Du im Rahmen Deines Perspektivwechsel eventuell auch andere Perspektiven aus dem Blick verloren hast.

Ich würde mich vorallem immer wieder daran erinnern, wie vielen biases wir unterliegen.

Immer schön demütig bleiben. :slight_smile:

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Bitcoin war eigentlich in meinem Umfeld nie ein großes Thema, denn außer mir interessiert das kaum einen. Ich erzähl auch niemand das ich Bitcoiner bin und bin da auch recht froh drüber. Wenn es mal zur Sprache kommt sage ich halt etwas dazu…und verkrafte auch andere Ansichten.

Ganz im Gegensatz zur Corona Zeit. Das hat einige Bekannte bzw. Freundschaften atomisiert.

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Karriere ist nicht automatisch gleichzusetzen mit Erfolg.

Ich kenne das gut und habe auch deutlich weniger Kontakt zu manchen alten Freunden. Meine guten Freunde akzeptieren zum Glück meine libertäre Ader (sogar ein Kommunist darunter).

Ich spreche Bitcoin meist einmal an “Ich habe mal etwas über Bitcoin gelesen, das klang spannend und könnte für die Zukunft relevant sein. Kennt ihr euch damit aus?”

Zu 99% kommt “Nein. Leider zu spät.”

Dann sage ich “Wenn es dich irgendwann mal interessiert, sprich mich an.”

In Gesprächen mit neuen Leuten lüge ich nicht, aber ich werde auch echt selten nach seiner Meinung gefragt. Ich stelle meist viele Fragen und habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen gerne selber reden und ihre Meinung kundtun. Ich sage dann oft “Die Ansicht kann ich gut nachvollziehen” oder “So denken einige Menschen”, wenn ich ganz klar anderer Meinung bin bei “heiklen Themen”.

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Naja haben wir wirklich einen freien Willen? Also jetzt wirklich? Die Wissenschaft hat da ja auch ein Wörtchen mitzureden. Ich finde, dass es auf der Welt mehr Liebe braucht und weniger Schuldzuweisungen von allen Seiten. Ich bin mir nämlich gar nicht sooo sicher ob man überhaupt irgendjemandem die Schuld zuweisen kann :wink: So, jetzt steinigt mich gerne. Aber kommt bitte nicht auf die Idee meine politische Einstellungen aus meiner Weltsicht abzuleiten, das geht vielleicht schief :rofl:

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Mein rat: mach einen guten prompt und geh in eine ki Beratung. Sie wird dir gut aufzeigen, wie du an dir arbeiten kannst. Ansonsten such dir einen Coach. Der wird wunder helfen.

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Du bist die ersten Schritte bereits gegangen, ohne es zu merken :slight_smile:

Du hast dein Problem erkannt. Das ist schon sehr gut.

Und du hast scheinbar auch akzeptiert, dass du deine Blickwinkel ändern und deinen Fokus auf andere Sachen lenken und bewusst zerstreuen solltest und nicht mehr so fanatisch (übertrieben fan mäßig) Bitcoin und Systemkritik verfolgen solltest.

Dein Aha-Erlebnis war wohl sehr stark und hat dein Weltbild entsprechend stark zerrüttet. Deswegen auch deine ausgeprägte Reaktion. Lasse diese Erkenntnisse sacken, es ist wie es ist, und gut ist.

Stacke jetzt einfach friedlich und harmonisch mit dir selbst und deiner Umwelt weiter deine Sats, aber belasse das ganze als Nebensache, welche einfach nebenher läuft. Es macht keinen Sinn andere zu missionieren, egal ob Bitcoin, Politik, Essen, oder Musik.

Die Zeit regelt schon alles von ganz alleine.

Fokussiere dich auf Sport, um deinen Kopf frei zu pusten. Körper ist auch wichtig. Job. Wenn Job nicht gut läuft, denke über berufliche Fortbildung nach um deine Position zu verbessern. Suche dir irgendwelche neuen Themen und Hobbys die eher Kraft und innere Ruhe schenken. Lebe einfach dein Leben.

Und lasse Bitcoin einfach Bitcoin sein, Bitcoin braucht keine Hilfe :slight_smile:

Und das System, du bist auch hier nicht allmächtig - die Zeit macht das schon.

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Ich denke wir haben eine ähnliche Entwicklung durchgemacht. Ich habe in den letzten Jahren auch viele hitzige Diskussionen über Geld hin zu Politik und Sozialismus geführt. Und war dabei auch recht überheblich und emotional.

Ob die Leute sich deshalb von mir abgewendet haben, ist schwer zu sagen. Da ich selber eine Neigung dazu habe, mich von Anderen abzuwenden, ist mein Freundeskreis schon immer relativ dünn gewesen.

Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Und so nehme ich das gerne als Herausforderung an, daran zu wachsen. Deshalb Versuche ich mich bewusst bei diesen Streitthemen zurückzuhalten. Ich höre immer noch gerne solchen Diskussionen zu, weil ich immer offen für neue Argumente bin. Manchmal melde ich mich dann doch noch zu Wort. Versuche aber neutral zu bleiben.

Ich rufe mir immer wieder in Erinnerung dass man mit solchen Diskussionen eh nichts verbessert. Man kann eigentlich nur abwarten und schauen wie sich alles verändert. Und während man wartet, kann man auch sein Leben anderweitig nutzen und genießen, anstatt sich zu streiten.

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Ich merke das nicht nur bei Bitcoin, sondern auch bei anderen Themen, dass ich manchmal Ausraster habe, wo ich meine Stimme erhebe. Mein Vater hat sehr oft meine Mutter angeschrieben wo ich ein Kind war. Ich schrei meine Frau nie an und hab mit ihr auch nie hitzige Diskussionen.

Allerdings passiert mir das in meinem Arbeitsumfeld manchmal. Ich glaube nicht, dass man so Menschen überzeugen kann. Man sollte eher enthusiastisch darüber sein aber wenn es keinen juckt es halt auch nicht ansprechen.

Am liebsten hätte ich so Kommunikationsfähigkeiten wie „Der Bitcoin Podcast“. Der dude ist so smooth. Ich glaube manchmal hilft auch Fragen stellen und zuhören mehr. Man muss nicht immer gleich mit der Lösung kommen.

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Viele bleiben in der Phase hängen, in der sie durchschaut haben und dann wird das Durchschauen zur Identität. Man will recht haben. Man will provozieren. Man will anecken. Man will zeigen, dass man nicht NPC ist.

Du sagst selbst: Du wirst missionarisch. Du wirst polemisch. Du wirst überheblich.

Das ist kein Zeichen, dass deine Inhalte falsch sind, sondern ist ein Zeichen, dass dein Ego sich an sie gehängt hat. Das merken deine Freunde.

Was hilft? Mehr Demut, mehr Humor, mehr echtes Interesse am Leben der anderen. Freundschaften sind kein Debattierclub. Menschen wollen keine Grundsatzanalyse der Weltordnung beim Grillabend. Sie wollen Verbindung.

Du musst nicht schweigen, aber du kannst lernen zu dosieren. Tiefe Gespräche brauchen den richtigen Moment, richtigen Rahmen und gegenseitige Bereitschaft. Wenn nur einer diskutieren will, ist es kein Dialog, sondern Monolog mit Widerstand.

„Ich will nicht, dass dieses kritische Denken zu meiner Identität wird.“ Genau das ist der entscheidende Satz. Wenn es zur Persönlichkeit wird, isoliert es.

Volatilität gehört zum Markt und zur Persönlichkeit. Vielleicht bist du gerade in einer inneren Korrekturphase :)

Manchmal reicht aber auch ein Nicken. Nicht aus Feigheit. Nicht aus Anpassung, sondern aus Bewusstsein dafür, dass nicht jedes Gespräch ein Erkenntnisprozess sein muss.

Viele Gespräche (gerade bei heiklen Themen) sind keine Suche nach Wahrheit, sondern nach Bestätigung. Menschen reden oft nicht, um zu lernen, sondern um ihr Weltbild zu stabilisieren. Wenn man aber selbst innerlich nicht mehr in diesem Spiel mitspielt, entsteht eine gewisse Spannung. In dieser Übergangsphase ist das Ego sehr empfindlich.

Wenn jemand stark mit einem System, einer politischen Haltung oder einer Lebensentscheidung identifiziert ist, dann wird jede abweichende Perspektive schnell als Angriff gewertet. Selbst wenn man ruhig spricht. Selbst wenn man nur Fragen stellt. Sprache wird dann zur Projektionsfläche.

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In einer Freundschaft sollte es nicht um Politik gehen. Das selbe ist bei der Familie & Co.

Zurecht, ich hätte da auch 0 Lust drauf. Urlaub, Familie, Freundeskreis, was hat da Politik zu suchen?
Das sind Systeme die man aufbaut um sich vor übergriffige Politik zu suchen. Wenn man dann aber jmd. drinne hat, der immer auf die Politik schiene geht, dann passt das nicht mehr. Egal welche Partei, welche Gesellschaftänderung er anstrebt, es passt nicht & gehört da nicht hin.

Wer ein Kredit aufnimmt, geht ein Risiko ein. Sollte es klappen, soll sich auch bitte immer das Risiko lohnen, sonst würde das ja keiner mehr machen.

Aber, du schreibst bewusst:
”hervorragende Häuser”, dass zeigt mir, dass du noch nicht ganz klar bist.
Bitte schau dir Häuser, Wohnungen mal in anderen Ländern an.
Du wirst merken, dass man gar nicht so viel brauch.

Ich habe meinem Vater ein Bitcoin-Buch zum Geburtstag geschenkt. Nachdem ich festgestellt hatte, dass er kein Interesse hatte, habe ich das Buch zurück gekauft.
Das lustige ist, jetzt hat er selbst angefangen Bitcoin im Browser zu “minen“ :slight_smile:

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Die grösste Weisheit die ein Mensch erlangen kann lautet: „Ich weiss, dass ich nichts weiss.“

Weshalb auf was rechthaberisch beharren, wenn doch kein Mensch auf Erden alles Wissen kann.

Akzeptiere was ausserhalb deiner Kraft ist, finde den Mut das zu ändern was in deiner Kraft liegt und erlange die Weisheit den Unterschied zu erkennen.

Das Leben, lässt sich deutlich sorgenfreier und friedlicher Leben.

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@XXLmillion ..habe hier nicht alles lesen können, mein Tipp Hilfe zur Selbsthilfe, lies Bücher von Dale Carnegie oder schau Videos von Vera F. Birkel Birkenbihl. Leider ist Vera F. Birkenbihl schon 2011 verstorben, ihre Zusammenfassungen waren immer sehr beeindruckend für mich.
Als erstest aber muss man offen für diese Sichtweisen werden, danach lebt es sich meistens leichter…

Ich habe bis vor 2-3 Jahren auch Leute von Sachen überzeugen wollen, die ICH gut fand !!!

Mit der Zeit lernt man, dass (fast) niemand bei tiefgründigeren Themen zuhört, ich urteile da schon lange nicht mehr emotional drüber.

Ich denke es ist die Reizüberflutung der aktuellen Zeit.

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…ich habe meine Balance da so gefunden, dass ich das Glück habe mit meiner FRAU über ALLES reden zu können, wenn´s ihr zu anstregend wird, sagt sie es mir. Bei Aktien, ETF´s ist sie dabei, Gold auch. Zu Immos musste ich sie überreden. Bei Bitcoin hat sie abgeschaltet, zu komplex. :wink:

Ich meiner Freizeit; Bekannten- und Freundeskreis habe ich bei 2-3 Leuten mal BTC nebenbei angesprochen, die Reaktionen waren wie zuvor erwartet, zurückhaltend und ablehnend. (Dass wir 2 Wohnungen haben wissen auch nur eine handvoll Leute, bewusst, da man nur Neid und kluge Ratschläge von Leuten bekommt, die selbst nicht im Thema sind) !

@XXLmillion
kann ich absolut nachvollziehen, dass man frustriert ist, wenn man sich selbst weiterentwickelt, die Welt um einen herum stehen bleibt und meckert, habe ich sehr viel am Arbeitplatz. Ich komme damit soweit klar, dass ich immer mehr Dankbarkeit empfinde, nicht so geworden zu sein. Mein Glück selbst in die Hand nehme und entscheide. Fällt schon auf, wer am meisten jammert will absolut keine Verantwortung übernehmen und blos nicht die Komfortzone verlassen. Diese Menschen werden ihres Lebens nicht mehr froh !

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Bei mir ist es ähnlich.

1-2 Jahre lang im Jahr 2022/23 hab ich viel über Bitcoin gesprochen und sogar Insta Stories gemacht.

Hab meine besten Freunden Stundenlang “voll gelabert“ über Bitcoin und alles drum herum.

Ich bin unglaublich dankbar, dass sie mir zuhörten und ab und zu auf dieses Thema eingingen, auch wenn ich weiss, dass es denen nicht so interessiert.

Nun bin ich viel zurückgezogener, hab aber den Namen als “Bitcoin - Nerd / “Experte“ “.

Es ist sehr interessant zu sehen, viele Kollegen kommen je nach Kurs Verhalten zu mir. Mal wenn es den ATH erreicht und wenn es wie aktuell sehr tief ist. Ich freue mich, wenn die Kollegen mich darauf ansprechen und ich sie nicht mehr ansprechen “muss“.

Ich gebe immer gerne auskunft, natürlich ohne “Glaskugel“ Vorhersagen. Sondern möglichst kompakte Argumente warum langfristig Bitcoin erfolgreich sein wird und das man es als Altersvorsorge sehen soll (Halten für mehrere Jahrzehte - Je früher und länger Bitcoin hält, desto besser).

Ich mag es nun so wie es ist. Ich befasse mich mit Bitcoin weil ich mich dafür interessiere, und wenn jemand fragen hat, kommt auf mich zu.

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Nun, ich möchte auf einige Grundsätze der Kommunikation verweisen, deren Beachtung dir vielleicht helfen könnte. Zumindest war es bei mir so…

„Ich bin OK, du bist OK“
Eine Kommunikation auf Augenhöhe (…und das ist die einzige Chance, erfolgreich Argumente auszutauschen und sich damit weiter zu entwickeln!) erreichst du nur, wenn du dir vor jedem Gespräch vergegenwärtigst, dass du selbst, so wie du bist, in Ordnung bist. Und mit gleicher Überzeugung musst du dir klar machen, dass der andere ebenfalls OK ist! So, wie er ist! Seine Haltung ist das Ergebnis seiner Erfahrungen, die du nicht in Abrede stellen darfst.

Das ist hier im Forum (und viel schlimmer: Im „richtigen“ Leben!) der Hauptgrund, warum Themen „offtopic“ gehen, die Eskalationsspiralen rotieren und sich am Ende niemand weiter entwickelt!

„Wir wissen, dass der andere falsch liegt!
Er hat Bitcoin nicht verstanden! Er ist so dumm!
Wir verschwenden unsere Zeit mit ihm!“

…das ist fehlgesteuerte, ergebnislose Kommunikation, weil sie den Grundsatz „Ich bin OK, aber der andere ist es auch“ nicht beachtet. So entstehen Kriege - und auch die von dir empfundene, negative Situation.

„Alles was man sagt, sollte wahr sein…“
…aber nicht alles was wahr ist, muss man sagen! Du sollst dem Anderen keine Lügen erzählen, das ist respektlos, Aber was bringt es, wenn du „Wahrheiten“ zu kennen glaubst, die den anderen verletzen - und diese raus haust? Wenn du den anderen nicht magst und provozieren möchtest - nur zu! Wenn du deinem Gegenüber aber positiv gegenüber stehst, dann ist es viel sinnvoller, im Sinne der Harmonie nicht alles zu sagen, was wahr ist. Hinzu kommt, das viele „Wahrheiten“ ohnehin individuell differieren können. Also:

"Es gibt immer mindestens 3 Wahrheiten: Deine, die deines Gegenübers - und die der Anderen.

Ich selbst bin in jungen Jahren immer sehr viel „angeeckt“ und war sozial unzufrieden, weil ich nicht gut ankam. Als ich mir bewusst gemacht habe, welche Macht die Kommunikation hat, habe ich gelernt, die Dinge nur dadurch beeinflussen zu können.

Und zum Threadthema meine ganz klare Meinung: Bitcoin hat rein gar nichts mit sozialer Isolation zu tun! Es liegt nur an dir!

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