Ist Bitcoin kompromittiert? Core oder Knots - Pest oder Cholera?

Es ist nur leider kein Thema, das durch andere Implementationen gelöst werden kann. Es reicht eine Transaktion direkt zu Minern, dass alle Nodes illegale Inhalte speichern müssen. Das Filtern ist daher ungeeignet.

Ob nun fragmentiert oder nicht, ich bezweifle, dass dies einen Unterschied machen wird.

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Bei der strafrechtlichen Beurteilung gehe ich davon aus, dass die Art und Weise wie illegale Daten vorliegen (CSAM) eine grosse Bedeutung hat.

Hier die Schuldformen (CH-Strafrecht, wird vermutlich in DE, AT sehr ähnlich sein). ((Juristen verwenden den Begriff Erfolg für das eingetretene Resultat einer Tat, also die durch das Verhalten verursachte Veränderung in der Aussenwelt. Beispiel: Beim Tötungsdelikt besteht der Erfolg im Tod eines Menschen.))

  1. Kein Verschulden: Täter wusste nicht und konnte auch nicht wissen, dass er Unrecht tut.

  2. Fahrlässigkeit: Täter verletzt eine Sorgfaltspflicht und hätte den Erfolg vermeiden können.

  3. Eventualvorsatz: Täter erkennt die Möglichkeit des Erfolgs und nimmt ihn in Kauf.

  4. Direkter Vorsatz (2. Grades): Täter weiss sicher, dass der Erfolg eintreten wird, auch wenn er ihn nicht unbedingt will.

  5. Absicht (1. Grades): Täter will den Erfolg gezielt herbeiführen.

Folglich scheint es mir logisch, dass es eine Rolle spielt wie verschlüsselt, fragmentiert, vermeidbar oder unvermeidbar, etc. illegale Daten vorliegen. Der Verschuldensgrad eines Node-Bertreibers hängt m.E. direkt damit zusammen.

Hier wäre ich froh, zu erfahren, wie das für z.B. ein 100kB Bild als Witness, Inscriptions, Ordinals, ein angehobenes OP_RETURN-Limit und der aktuelle Status <80 Bytes beurteilt wird. (Mir ist klar, dass mit Verschlüsselung, Fragmentierung und genügend Gebühren quasi alles möglich wäre. Bitte nicht damit argumentieren.) Die ganze Diskussion dreht sich nicht um Möglich True/False sondern um wie wahrscheinlich, wie offensichtlich und wie unvermeidbar illegale Daten in der Chain sind.

Bitcoin Mechanic (er ist technisch meilenweit versierter als ich) argumentiert genau damit. Ich finde es sehr gefährlich einen offenen Datenspeicher für was-auch-immer explizit anzubieten. Jeder Betreiber von Core30 sagt doch letztlich: Hallo Internet, speichere was immer du bei mir speichern willst bei mir (max. 100kB am Stück) und ich verteile es auch noch weiter. Das wäre m.E. für die meisten Node-Betreiber Eventualvorsatz oder Vorsatz betreffend CSAM und ähnlichen Straftaten.

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Wunderbar erklärt und zusammengefasst:

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Es sind zwei unterschiedliche Dinge: 1) Weiterleiten und 2) Speichern. Zu 2), ja illegaler Spam kann heute schon von einem Miner in die Chain geschrieben werden. Der legitime Miner wird sich aber genau überlegen, ob er sich strafbar machen will. MARA mined heute schon Spam via Slipstream, aber illegale Inhalte machen sie nicht. Ein illegaler Spammer will auch anonym bleiben, also kann er sich eigentlich nur an einen ebenso kompromittierten Miner wenden. Und der wird eher eine geringe Hashrate haben, da sein Business nach dieser Aktion wahrscheinlich dicht gemacht wird und dieses Unterfangen sonst (zu) teuer wird. Und eine geringe Hashrate bedeutet eine geringe Wahrscheinlichkeit einen Block zu finden. Wenn dem illegalen Spammer jetzt der rote Teppich via OP Return ausgerollt wird, vereinfacht es seine Sache ungemein. Zu 1) – das wird durch OP Return 100KB erst überhaupt möglich. Wenn ich in meinem Mempool Transaktionen habe, deren Inhalt ich augenscheinlich und ohne Werkzeuge einsehen kann und ich leite die weiter, dann gilt der Grundsatz der plausiblen Verneinbarkeit u.U. nicht mehr und man hat als Nodebetreiber dann ggf. ein Thema. Und selbst wenn das nicht wäre, auf diesem Weg würde die Wahrscheinlichkeit maximiert, dass das toxische Zeug von einem Miner mit eigentlich guten Intentionen durch Weiteleitung doch in die Chain eingetragen wird. Wenn man in Zukunft Core v.30 betreibt, wird man doch unumwunden zum Spam-Weiterleitungsservice – und das auch noch kostenlos. Warum nicht einfach seine Node auf Knots umstellen, dann hat man das maximal Mögliche getan, um sich nicht an Spam-Weiterleitungen dieser Art zu beteiligen und die Chain bestmöglich zu schützen?

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Oder eine alte Core Version betreiben, wobei man ja irgendwann upgraden muss, weil man sonst andere wichtige Feature-Upgrades verpaßt.

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Die Thematik mit illegalen Inhalten… das würde ja auch bedeuten, dass jeder Server, cloudbetreiber usw. heute schon belangt werden könnte. Für Dinge die nicht im eigenen Einflussbereich liegen.

Ich sag mal ganz salopp, das Internet ist ja auch nicht für die Inhalte verantwortlich. Bitcoin selbst ist auch nicht für Inhalte auf der chain verantwortlich.

Nodebetreiber für die Inhalte verantwortlich zu machen wäre ein politischer move. Nicht ausgeschlossen aber weltweit nicht umsetzbar. Hier spielt einem die Uneinigkeit mal in die Hände.

Es wird niemals gelingen, irgendwas was von vielen Leuten genutzt wird komplett “sauber zu halten”.

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In der Diskussion über die OP_Return Erweiterung geht es mEn allein um den technischen Aspekt. Darum, Daten auf nicht-destruktive Bereiche hin zu lenken (weg von utxoset, hin zu prunable op_return). Denn sollte das utxoset weiterhin aufgebläht werden, wird es zur Node-Zentralisation kommen, da die Node-Hardware entsprechend gut aufgestellt werden muss, um die Menge an UTXO-Daten zu verarbeiten. Hier steht ein technischer Deadlock im Raum.

Es wird in der Diskussion keine Unterscheidung gemacht, welchen Inhalt die Daten repräsentieren. Murch beschreibt es treffend: “[…] the ability to embed data in the Bitcoin blockchain is a product of other characteristics of the Bitcoin network such as censorship resistance and a flexible scripting system.” (Quelle)

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Der Vergleich mit Cloudbetreibern paßt nicht. Cloudbetreiber stellen Infrastruktur zur Verfügung, deren inhaltliche Nutzung i.d.R. verschlüsselt erfolgt und den Kunden obliegt. Bitcoin ist offen und jeder kann es einsehen. Ein Nodebetreiber beteiligt sich aktiv und kann einsehen und Vorkehrungen treffen, was im eigenen Mempool passiert. Wenn er das nicht tut, ist er in einer anderen Position als ein Cloudbetreiber.

Natürlich wäre es ein politischer Angriff, der global aber kaum koordiniert werden kann. Und daher wird es Bitcoin nicht “killen”. Aber es könnte der Reputation nachhaltig schaden und die Entwicklung insgesamt untergraben.

Finde übrigens, dass null Bytes nicht-monetärer Inhalt auf Bitcoin etwas zu suchen hat. Es ist ein monetäres Netzwerk. Aber wo es mit Müll Geld zu verdienen gibt oder Schaden zugefügt werden kann, schaffen es bestimmte Leute das auch zu machen. Warum soll man es auch noch aktiv pushen, um dann herauszufinden, wie es sein wird, wenn man Spammer einlädt und ermutigt, noch mehr und vor allem illegalen Spam in die Chain einzubringen?

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Was ist denn “nicht-monetärer Inhalt”? Das Bitcoin-Netzwerk besteht aus Daten. Allein die Interpretation der Daten unterscheidet deren Inhalt. Genau darum ist es unmöglich, monetär und nicht-monetär zu unterscheiden.

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kann er eigentlich nicht. Daten können in unterschiedlicher Form gespeichert werden. Es ist von außen betrachtet nicht immer ersichtlich um was für Daten es sich handelt, wenn man nicht weiß, wie sie interpretiert werden. die Filter funktionieren nicht bei allen Methoden der Datenspeicherung auf der Blockchain. Deswegen ist Knots auch kein Engel. Ja die versuchen Filter zu implementieren, aber wie schon gesagt, wenn jemand wirklich was in der Chain speichern will, dann schafft er es auch, auch auf Knots.
Die Analogie zu einem Cloudbetreiber passt hier schon ganz gut.

Ich werde stand jetzt Knots installieren, da immer noch ein paar Fragen offen sind, die ich nicht verstehe und ich mich noch nicht entscheiden will.

  1. Das neue System ist datentechnisch sauberer und dadurch effizienter. Aber von welchen Größenordnungen sprechen wir? Kann man die Node in 100 Jahren mit dem jetzigen System immer noch mit einem Raspberry Pi 5 betreiben?

  2. Ich möchte auf jeden Fall eine Archival node. Darum finde ich den Vorteil des Prunen als nicht relevant.

  3. Wird Spam durch das neue System billiger? Wenn ja, wie viel? 1% oder 50%?

  4. Gibt es bereits 2. Layer Lösungen, die mehr Speicherplatz benötigen?

Findest du nicht auch, dass rein monetäre Information mit deutlich weniger Datenvolumen auskommt als Inhalte, bei denen zusätzlich Bild, Ton oder Video verarbeitet werden müssen? Schon einfache Kerbhölzer dienten in früheren Zeiten als Datenträger für ökonomische Zwecke und sie waren für diesen Anwendungsfall völlig ausreichend.

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Offenbar hat schon BSV (Bitcoin Satoshis Vision, ein erfolgloser Fork von Bitcoin) das Limit auch von 80 auf 100’000 Bytes angehoben und war kurz darauf voll Pädo-Müll.

Bin auch gespannt, ob alle Cloud-Nodes mit Core 30 ausfallen, wenn die Cloud-anbieter Malware oder anderen Müll im OP_Return finden.

Chinesische und andere Miner sind sich vermutlich der ganzen Diskussion nicht bewusst (da diese hauptsächlich in der englischsprachigen Bubble stattfindet) und die werden nach dem Update Pädo-Müll in die Blöcke schreiben.

Quelle: BitcoinMechanic.

Core Leute, hört euch bitte die Argumente an. Core30 schiesst Bitcoin ins eigene Knie. Ein unerzwungener massiver Fehler.

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So wie ich es verstehe haben diese Server auch Antivirussoftware um genau diese illegalen Inhalte zu erkennen und zu markieren. Wahrscheinlich wirst du nicht einfach einen Amazon AWS Server mieten können, um illegale Inhalte zu verbreiten, weil die Serverbetreiber eben doch mitverantwortlich sind.

Wenn man jetzt illegale Inhalte auf der Blockchain hat und eine Fullnode über einen solchen Server laufen lassen will wird man wahrscheinlich ebenfalls sofort geflagt wenn alles funktioniert, was ja auch richtig ist weil die inhalte womöglich auch illegal sind.

Das ist momentan noch anders, weil man eben nicht einfach 100kb jpegs in den Blöcken speichern kann und hoffentlich bleibt das so dank der Filter.

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Nur als Frage zu verstehen: wie geht das denn wie kann ich zahlen damit ich ein Bild hochladen kann?

ein Block wird ca. alle 10 min gemined (im Schnitt) und ein Block kann 1 MB an Transaktionsdaten enthalten. die Segwit-Daten sogar bis 4 MB. Jede Transaktion kostet Fees. Die günstigsten Transaktionen sind die, die nur ein UTXO haben, weil sie eben im Block am wenigsten Speicherplatz wegnehmen. Man zahlt ja immer in Satoshi/virtuellen Byte. Wenn du nun mehrere UTXOs hast, mit denen du eine Zahlung tätigen möchtest, dann muss jeder von denen in der Transaktion benannt werden, was natürlich Speicherplatz wegnimmt und die Gesamttransaktion im Endeffekt teurer macht. Blockspace ist also limitiert und wenn du möchtest, dass deine Transaktion schnell durchgeht, dann zahlst du eben mit Fees drauf um in den nächsten Block zu kommen. mempool.space zeigt das immer sehr schön visuell. Links sind immer die Transaktionen mit kleinen Fees und rechts die mit großen Fees. alles was rechts ist wird früher gemined als alles was links ist. Das gleiche trifft auf Transaktionen zu, die Daten eingebettet haben, egal erst einmal in welcher Form. Mit mehr Daten, wird eine Transaktion größer, verbraucht dadurch mehr Blockspace und wird durch den Markt (Angebot und Nachfrage nach Blockspace) eben teurer. Möchtest du ein 100 kB Bild hochladen, kann man sagen, dass dich das ungefähr 1/10 aller Fees eines regulären Blocks kosten wird (pi * Daumen).

Wir haben zur Zeit ziemlich günstige Gebühren. der Miner des letzten Blocks hat 2040 “$” an Fees erhalten. wenn du nun ein 100 kB Bild hättest in diesen Block einbetten wollen, kannst du davon ausgehen, dass du ~ 204 $ dafür latzen müsstest. Und wenn die Fees mal steigen, was in Zukunft sicherlich der Fall sein wird, bin ich mal gespannt für wen sich das lohnt.

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Die Blöcke dieses Shitcoins sind alle leer. Keiner nutzt den Scheiss. du willst BSV mit Bitcoin vergleichen?Das ist so als würde ich meine eigene chain starten und sagen auf meiner Shitcoin-node sind pädobilder aufgetaucht. ja, weil der Blockspace da komplkett frei ist, es gibt keine Konkurrenz, freier Speciherplatz zur Verfügung.

ganz ehrlich Leute, ich verstehe man hat Fragen. Und im Forum kann man diskutieren. Aber wo macht es denn hier Sinn, hier ständig die Argumente von anderen Im Netz ins Forum zu schreiben ohne einmal selbst darüber nachgedacht zu haben oder sich selbst mit dem Thema einmal auseinandergesetzt zu haben?
Diskutiere ich jetzt mit BitcoinMechanic oder mit einem von Euch?Weil dann kann ich auch auf X.com gehen und direkt mit ihm diskutieren.

Beschäftigt euch doch einmal zumindest etwas mit der Thematik anstatt die Argumente anderer im Netz rauszukopieren und hier einzubetten.

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Bie dieser ganzen “Kritik-Thematik”, auch die angesprochene von “DecentralizedGuy” hier im Forum, frage ich mich manchmal, ob sich nicht hier diverse Jornalisten und Redakteure der Süddeutschen, des NDR, des Spiegels, der Berliner Tageszeitung, der Frankfurter Allgemeinen usw. hier angemeldet haben. Vielleicht sogar auch Ulrich Bindseil und Jürgen Schaaf. Warum? Ja warum eigentlich. Um Misstrauen zu säen. Ist nur eine Vermutung.

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ich bin mir sicher dass Co-Pierre hier unterwegs ist, um einfach mal was über Blockchain-Technologie zu lernen ;-)

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