HODLer ist mein Zweitaccount, den ich für freundlich formulierte Antworten verwende (siehe oben), weil ich dort Moderator bin und es mir in der Rolle nicht leisten kann, Leute zusammenzuscheißen – dafür der mowtan-Account, z.B.: Was fällt dir eigentlich ein, mir zu unterstellen, ich hätte in keinem Fachbereich Expertenwissen, du abgelaufenes Nussjoghurt?
Übrigens habe ich manchmal schon befürchtet, dass es auffliegt, weil ich mit dem HODLer-Account mehr mowtan-Posts like, als eigentlich angebracht wäre.
Die These extrem hoher Zinsen in einem BTC-Universum ist definitiv falsch! Im Gegenteil: da der BTC per se deflationär = wertstabil ist, bestünde die Alternative zum Halten darin, die BITCOIN zu einer zusätzlichen Marge zu verleihen: im Immobilienbereich sind reale Margen von ± 1% üblich! Nur kommt eben kein Inflationsausgleich wie bei FIAT dazu! Trotzdem denke ich, werden FIAT und Krypto lange Zeit nebeneinander bestehen…
Bitcoin ist nominell stabil, aber sicher niemals wertstabil (im engeren Sinne). Außer natürlich in Phasen ohne Wirtschaftswachstum (oder Abnahme).
Ich denke sie ist richtig.
Denn es braucht Menschen, die ihr Geld verleihen. In einer wachsenden Wirtschaft werden dies die wenigsten tun, da sie eine (mehr oder weniger risikofreie) Rendite in Form eines Kaufkraftgewinns bekommen. Entsprechend werden Kredite teuer sein (sofern die Wirtschaft wächst).
Falsch - zum Zweiten, zum Dritten wer bietet mehr?
Mein Claim:
Bitcoin ist aktuell disinflationär - was die ihm eigene Geldpolitik betrifft. Bitcoin hat 2 Epochen der Goldpolitik:
Die Ausschüttung neuer Coins alle 10 min ist erst einmal wie bei FIAT auch die Geldmenge ausweitend (=inflationär). Dabei nimmt die Neuausschüttung allerdings im Gegensatz zu FIAT mit jedem Halving ab, von daher disinflationär.
Das gilt bis zum letzten an die Miner ausgezahltem Block-Reward. Ab dem Jahr ~2140 ist Bitcoin statisch in der Geldmenge. Deflationär wird er (ohne Hardfork) nie werden, denn das würde eine abnehmende Geldmenge bedeuten.
Ganz wichtig ist hier nicht Geldmenge und Preis durcheinander zu schmeißen. Inflation/Deflation. Bitcoin kann sehr wohl disinflationär sein, aber im Preis (in FIAT gemessen steigen). Hier überlagern sich aber m.E. zwei Effekte:
die steigende Nachfrage nach BTC und
der abnehmende Wert der FIAT-Währung durch die Ausweitung der Geldmenge ebendieser
Deflationär ist BTC also nur bezogen auf seine Kaufkraft, aber nicht auf seine Geldpolitik.
Innerhalb des statischen (im gleichen Zustand verharrenden, die Limitierung nicht ändernden) Konstrukts Bitcoin ist eine über die Zeit abnehmende Inflation implementiert (disinflationär) bis zu dem Punkt an dem eine feste (Geld-)Menge an BTC existiert und die Inflationsrate gleich null wird.
Aber ja, vor 3 Jahren hätte ich Deinem Claim kein Platz gelassen. Da habe ich mich korrekter ausgedrückt:
Es kommt darauf an, welche Bitcoins man mit betrachtet. Wenn man von allen je möglichen Bitcoins ausgeht (ca. 21 Millionen) dann ist Bitcoin heute schon statisch. Diese Betrachtungsweise ist nicht unüblich weil wir uns ziemlich gut darauf verlassen können, dass es nicht mehr Bitcoins geben wird, 100% sicher ist das jedoch nicht.
Wenn man aber nur von der aktuellen Bitcoinmenge (etwas über 19 Millionen) ausgeht, dann ist Bitcoin noch Inflationär auch wenn diese Inflation bis voraussichtlich exakt 0 abnimmt und Bitcoin erst dann statisch wird.
Deflationäre Tendenzen bekommt Bitcoin durch seine im Verhältnis zu anderen Handelsgütern bzw. generell zum Bedarf nicht gleichwertige Inflation. Solange der Bedarf also größer ist als die aktuelle Inflation von Bitcoin steigt sein Wert (Preis) an was wir auch als Deflation bezeichnen können. Speziell wenn Bitcoins Inflation auf exakt 0 gesunken ist kann man wohl davon ausgehen, dass der Bedarf immer größer sein wird als die Inflation weil jeder Bedarf dann größer ist.
Mal eine Richtung die vllt übersehen wird, ist die, dass der Staat doch mit Recht einfachen Mitteln die Kontrolle (über das Geldsystem) auch in einem Bitcoin System zurück gewinnen könnte.
Möglichkeit Steuer auf Bitcoinbestände (Vermögenssteuer)
Es sind z. b. Jährlich 2% von gehaltenen Bestände als Steuer abzuführen.
Folge: Künstliche Inflation von 2%.
Eventuelles Problem: Kontrolle der Bestände
Möglichkeit steigende Mehrwertsteuer
Alle Waren und Dienstleistungen werden mit einer z.B. um 0,1% (monatlich) steigenden MWSt versehen.
Folge ist wieder eine „künstliche Inflation“, bei der es sich vllt wieder eher lohnt zu konsumieren/investieren als zu sparen.
Eventuelles Problem: Praktische Umsetzung/ Verwaltungsaufwand. Mit zunehmender Digitalisierung sollte dies jedoch in Zukunft möglich sein.
Das habe ich mir jetzt in 10 Minuten ausgedacht. Ich denke einem Staat kann hier noch viel einfallen.
Ab ~2140 werden keine Bitcoin mehr „ausgeschüttet“ - die Menge ist folglich statisch.
Unter der Annahme einer wachsenden Wirtschaft (und einer gleichbleibenden Umlaufgeschwindigkeit des Geldes) folgt eine Preisdeflation und damit ein Kaufkraftgewinn.
Ändert nichts an der per Definition festen Menge an Bitcoin. Klar, können Menschen den Zugang zu ihren Coins verlieren. Gibt teotzdem knapp 21Mio. Ist dann eben eine Verringerung der in Umlauf befindenen Coins und sorgt für Kaufkraftgewinn.