Bitcoin Stromverbrauch wird auf 10% steigen bei 250.000?

Habe heute diesen Artikel von Marius Kramer gelesen…
https://www.quora.com/If-you-think-Bitcoin-is-so-bad-for-the-environment-then-what-are-your-thoughts-of-a-company-like-Tesla-investing-in-it/answer/Marius-Kramer

Stimmt die Rechnung?

Er scheint mir fundiert in der Analyse und Schlussfolgerung.
Sollte die Rechnung stimmen, ist es absolut gerechtfertigt und notwendig, dass Staaten beginnen, das nicht regenerative Mining einzuschränken, zu verbieten.
Im Iran hat es schon ein Verbot wegen Stromausfällen durch Mining gegeben.
Also entweder gibt es schnelle nachhaltige Lösungen oder der Erfolg führt zum eigenen Untergang…?

@netpositivemoney

Wenn schon bei Flügen kaum jemand einen Ausgleich für seine Co2 Bilanz kauft, wird dies in anderen Bereichen wohl kaum eine andere Wirkung haben…
Ich denke da braucht es mehr als nur an den guten Willen zu appellieren…
Wenn Bitcoin disruptiv bleiben will, muss es dies vor allem auch im Thema Umwelt sein…
Das Finanzsystem wird Bitcoin bei dem jetzigen Energieverbrauch nicht in der Geschwindigkeit ablösen, wie sich ein positiver Nutzen auch auf die Umwelt ergeben wird…
Da braucht es bei der jetzigen Geschwindigkeit der Zerstörung des Planeten auch adäquate Lösungen…

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Hallo!

Leider klappt der Link nicht (Forbidden).

Du meinst „wird um 10% steigen“. Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, dass beim Bitcoin-Kurs von 250.000 $ der Stromverbrauch steigen soll.

Was ich weiß, ist daß die Blöcke so gemint werden, dass ca. alle 10 Min. ein neuer Block „geboren“ wird. Bei mehr Rechenleistung im Netzwerk wird alles automatisch so angepasst, dass die neuen Blöcke auch nach 10 Min. wieder gemined werden. Bei weniger Rechenleistung auch.

Somit hat der Stromverbrauch nichts mit den Kosten eines Bitcoin zu tun.

Sollte es zukünftig im Netzwerk mehr Nodes und Miner geben, würde der Stromverbrauch steigen. Sollte es weniger geben, sinken.

Bitte berücksichtige auch, was andere „Geld“-Netzwerke VISA, MASTERCARD, SWIFT und „Geld“-Aufbewahrungs-Systeme „Gold“ (Physisch und per ETF) an Strom und Umweltverschmutzung kosten. - Neu habe ich gehört, die Gaming-Branche verbraucht viel mehr Strom als Bitcoin.

Hoffe das hilft.

Also der Stromverbrauch steht schon klar in direktem Verhältnis zum Preis… dies lässt sich auch an den rasant gestiegenen Stromkosten der letzten Jahre festmachen… die gigantisch sind… aktuell schadet Bitcoin mehr als dass es hilft, wenn man die Adoption dem Stromverbrauch und dem Schaden für die Umwelt gegenüber stellt! Das ist Fakt und mit dieser Kritik muss Bitcoin und die Community klar kommen… Je höher der Preis, desto lukrativer das Mining, desto mehr Miner…mehr Transaktionen, mehr Rechenleistung usw… Ich packe unten nochmal den essentiellen Abschnitt des Artikels…
Marius Kramer ist seit langer Zeit Nr.1 im Kryptobereich auf Quora… also jemand der sich einen Namen gemacht hat…
Das Argument mit den anderen Netzwerken greift ja leider nicht, weil Bitcoin diese auf Jahrzehnte noch nicht ersetzen wird, sondern vieles nebeneinander existiert… und sich der Verbrauch so quasi summiert… Auch sämtliche Experten zu diesem Thema die Roman interviewt hatte, gehen nicht davon aus, dass Bitcoin in den nächsten Jahrzehnten diese Systeme ablösen wird…

So, the Bitcoin hash rate should increase by another 4x to catch up with the price and then increase by another 5x, because the price of Bitcoin will probably also increase by 5x from $50,000 to $250,000. This would be a total increase of 20x of the current hash rate, which would make Bitcoin’s energy usage increase from 0.5% to 10% of the global energy usage.

That is quite crazy and this will probably cause governments to ban Bitcoin mining, which might be the downfall of Bitcoin. They won’t ban Bitcoin itself, but Bitcoin mining. This has already happened in Iran, because Bitcoin mining caused power outages.

There is also lots of Bitcoin mining in Texas, which could also be banned soon, because Texas has a quite unstable grid.

Banning crypto mining wouldn’t be so terrible for Bitcoin and its security itself. It would still be fine. However, the markets will perceive this as a very negative signal.

However, increased hash power takes 6 months to catch up to rising prices, because it takes quite some time to get the materials and build the miners.

If we see a 4x increase in Bitcoin mining power over the next 6 months, which seems quite likely if production can keep up, then Bitcoin would consume 2% of the world’s energy. This would then cause the first bans in September 2021.

This won’t immediately trigger a crash, but once rich first world countries like Germany, Switzerland, France, Canada and the USA would ban mining, then it would highly likely trigger an extended crash for Bitcoin.

Though, maybe Elon Musk decides to save Bitcoin and builds the largest solar plant in the world to make Bitcoin usage 70% renewable, because right now it is 39% renewable.

Mining power from the U.S., that makes up only 8% of the worldwide hash power is actually already 63% renewable, so maybe Elon Musk brings it to 90% in the U.S.

Maybe governments will ban fossil-based crypto mining, that’s probably more likely to happen and could be a catalyst for large growth in the renewable energy industry.

Das ist nicht korrekt.

Die Hashrate steigt, das stimmt. Aber sie steht in keinem direkten Verhältnis zum Preis.

hab mal zwei Links gegoogelt… es gab wohl in früheren Jahren eine deutliche Korrelation… die aber danach nicht mehr eindeutig zu sein scheint… Hash-Rate, Bitcoin-Preis und Mining: Welchen Zusammenhang gibt es ?

Wenn aber aufgrund eines höheren Bitcoinpreises das Mining lukrativer ist oder wird und mehr Miner dazukommen, steigt doch auch die Hashrate und damit der Stromverbrauch?
Oder wo ist der Denkfehler?

Die Hashrate ja…der Stromverbrauch nicht zwingend, denn die Hardware wird mit der Zeit ja auch besser und effizienter.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass mal jemand auf die grandiose Idee kommt, die Abwärme zu nutzen, anstatt sie mit Strom zu „bekämpfen“. Wäre dann ein WIN WIN.

Außerdem: Nur weil der Preis steigt und es lukrativ(er) wird, müssen nicht zwangsläufig neue Miner dazukommen. Viele (sehr viele?) haben gar kein Interesse daran, selber BTC zu minen.

Blödsinn.
Mehr Miner = höhere Difficulty = weniger Gewinn d.h. die Hardware und Stromkosten müssen zusammen effizienter sein und das hat nur bedingt was mit dem Preis zu tun

Mehr Miner = mehr Sicherheit im Netz
Theoretisch würde eine Node ausreichen und es könnte die gleiche Anzahl an Transaktionen verarbeiten

Wen es interessiert, in folgenden Threads wurde auch über diesen Zusammenhang diskutiert:

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Ach echt nur 10%? Aus dem Bauchgefühl hätte ich gesagt. Verdoppelt sich der Preis/Wert Verdoppelt sich der Energieverbrauch.

Das wäre doch ein Thema für unseren Blocktrainer?!

LG Roadrunner

Die Miningkosten sollten, wenn auch verzögert, immer dem Bitcoinpreis folgen.

Wenn es für alle genug Mininghardware gäbe, wäre der Miningmarkt sehr effizient. Die Stromkosten würden dann direkt dem Bitcoinpreis folgen.

Schwierig wird diese Betrachtung u.a. dadurch, dass es nur wenig (effiziente) Mininghardware gibt.

Noch interessanter und komplexer wird das ganze Modell, wenn die Blocksubsidy in Zukunft langsam durch die Fees abgelöst wird, die wiederum durch Angebot und Nachfrage bestimmt sind.

Übrigens am Rande:
Ich habe bisher meistens fälschlicherweise Blockrewards geschrieben, wenn ich eigentlich die Blocksubsidy meinte.
Blockrewards = Blocksubsidy + Fees

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Wir brauchen dringend Atomkraft 2.0 als Übergang zur Kernfusion.

Das mögen Grüne nicht hören aber kleine hochmoderne Reaktoren wie Sie bsp. in Idaho entwickelt werden sind als Wetterungsunabhängige Energiequelle unverlässlich bis zur Kernfusion die nicht vor 2040 eher 2050 + zu erwarten ist !

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Die Rechnung 4X5 = 20. D.h. Verzwanzigfachung des Stromverbrauchs ist eine steile These, die ich für sehr fragwürdig halte. Ich denke sie ist schlicht falsch. Ich werde mir nicht die Mühe machen, dies zu beweisen. Vielleicht weiß jemand die Antwort.

Hallo Libertiarian, Kernkraft 2.0 (4. Generation) wäre vielleicht nicht schlecht. Viel realistischer und wirksamer scheint mir aber zu sein, was es schon gibt: Solarenergie ist da und sie ist bereits äußerst preiswert (pro kwh). Und sie wird noch preiswerter und auch von Kernkraft 2.0 nicht unterboten. Die Zellen müssen in den Sonnenregionen installiert sein (das werden sie sowieso schon) und das Energieproblem ist gelöst. Das wird es sicher, dauert nur noch ein bis zwei Jahrzehnte, dann ist das Thema durch. Da wird viel überflüssige Diskussion entfacht, um Bitcoin & co in Verruf zu bringen und den Zentralplanern Handlungsvollmacht zu geben. Politik und Ideologie halt.

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Ob Kernfusion überhaupt marktreif werden wird, kann man bezweifeln. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Vision in diesem Jahrhundert eine nennenswerte Rolle spielen kann. Ich bezweifle dies entschieden. Wir haben schon jetzt alle Möglichkeiten das Stromproblem zu lösen. Der technische Fortschritt wird zusätzlich Rückenwind liefern. Die Energieeffizienz der bekannten, beherrschten Technologien steigt permanent. Das Energieproblem ist nur ein gegenwärtiges Problem, das gelöst werden kann. Sicher nicht, indem wir Deutschland auf 100% alternativ umstellen und den Überschussstrom in Batterien speichern, um ihn danach wieder zu verstromen. Das ist Wahnsinn Made in Germany (grüne agenda). Aber in den Sonnenregionen ist Solar das Beste was es derzeit gibt und löst sogar das Stromproblem, das Bitcoin & co angeblich verursachen. Das ist m.E. Blödsinn.

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Wie ich schon geschrieben sehe ich persönlich zwei Möglichkeiten:

  1. Die Verknappung der Hardware führt dazu, dass der Stromverbrauch und die Stromkosten nicht mehr proportional weiter steigen.

  2. Es gibt genügend HW für einen effizienten Markt. Die Stromkosten werden sich also proportional an den Preis anpassen.
    Zu Beginn entspricht das einer proportionalen Erhöhung des Stromverbrauchs. Wenn lokal Verknappung einsetzt, steigen die Kosten weiter, aber der Stromverbrauch weniger.

Hatten wir wie gesagt auch in den verlinkten Threads.

EDIT: Option 1 nochmal angepasst.

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Wenn man 1. die Entwicklung der Hashrate und 2. die Entwicklung der Hashrate auf der Zeitachse kennt (Vergangenheit bis heute), dann kann man die These 4x5= 20 facher Stromverbrauch leicht invalidieren. Ich bin mir zu 99 % sicher, dass die These nicht stimmt. Ich bräuchte nur die Historie von 1. und 2. dann kann ich den Gegenbeweis führen. Ich habe aber die Quellen (Entwicklung Stromverbrauch, Hashrate bis heute) nicht parat.

Korrektur: Wenn man 1. die Entwicklung der Hashrate und 2. die Entwicklung deBTC-Stromverbrauchs auf der Zeitachse kennt (Vergangenheit bis heute)

Hallo Vincent, ich habe die These, die die Grundlage Deiner argumentation ist anhand von zwei Quellen (hash-rate, https://www.cbeci.org/) auf Plausibilität überprüft. Ich werde dies morgen noch einmal exakt darstellen. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass der Stromverbrauch nicht als Produkt der Entwicklung von Hasrate und BTC-Preis geschätzt werden kann (Stromverbrauch-Vervielfachung = Hashrate-Vielfachung * Preis-Vervielfachung). Die Entwicklung des Stromverbrauchs folgt anscheinend annähernd der Entwicklung der Hashrate, was recht plausibel erscheint. Das ergeben die Zahlen. Die Hashrate hat sich im Vergleich zu vor 2 Jahren (7.3.2019: 43 TH/s, 7.3.2021: 151,7 TH/s) um den Faktor 3,5 vervielfacht, das Gleiche gilt für den Stromverbrauch (7.3.2019: 36,7 TwH, 7.3.2021: 127,5 Twh). Man kann diesen Zusammenhang auf verschiedenen Zeitebenen betrachten und kommt grob zu dieser Feststellung.

Hallo Vincent,

danke für den Text, den ich nicht öffnen konnte.

Übersetzt heißt der Anfang:

Blockquote Daher sollte die Bitcoin-Hash-Rate um das weitere 4-fache erhöht werden, um den Preis einzuholen, und dann um das weitere 5-fache, da der Preis für Bitcoin wahrscheinlich auch um das 5-fache von 50.000 USD auf 250.000 USD steigen wird. Dies wäre eine 20-fache Erhöhung der aktuellen Hash-Rate, wodurch der Energieverbrauch von Bitcoin von 0,5% auf 10% des weltweiten Energieverbrauchs steigen würde.

Ich weiß nicht was der Autor meint mit „sollte“. „Daher sollte die Bitcoin-Hash-Rate um das weitere 4-fache erhöht werden, um den Preis einzuholen“.

Ich verstehe aber, daß Du das so liest wie „Je höher der Preis, desto lukrativer das Mining, desto mehr Miner…“ was ich natürlich verstehe. Das ist sicher so, dass durch den hohen Preis auch mehr Miner angezogen werden. Allerdings kann man sicher nicht pauschal sagen, wie viele Miner angezogen werden und ob diese auch die dafür notwendige Mining-Hardware bestellen können. (Lange Lieferzeiten).

Sicher, wenn Elon Musk (oder vielleicht sogar Apple mit ihren Liquiditäts-Überschüssen?) klug wären, würde er auch in umweltfreundliches Mining investieren.

Allerdings hat der Iran auch ein Interesse an Bitcoin, da es darüber dem SWIFT-Handelsembargo entgehen kann.

Was ist im schlimmsten Fall: Einige Staaten werden immer das minen weiterhin erlauben. Dann wird eben dort gemined. Selbst wenn dann weniger Miner die neuen Blöcke schürfen, passt sich eben die Difficulty an und Bitcoin läuft wie bisher. Weltweit werden sie es nie verbieten lassen.

Ich würde mich von diesem Artikel nicht verrückt machen lassen. Auch gerade in den USA hängen da schon so viele Firmen drin.