Bitcoin allein gegen Alle

Ich will ja auch fü immer noch Bitcoin hodln. Aber es auch als Zahlungsmittel nutzen wollen wo es geht.
Was ist wenn er bei 300k steht aber die predictions 1Mio sind. Das wird doch immer weiter gehen.

Naja, wenn du mit BTC bezahlen MUSST, weil alles andere (inflationierte / inflationierbare) aufgebraucht ist, macht es ja Sinn.
Aber solange man eine Wertsteigerung bei BTC erwartet und über andere liquide Mittel verfügt, erschließt sich mir nicht, warum man sich freiwillig von seinem Wertspeicher trennen sollte.

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Vielleicht bin ich einfach nur ein bisschen verrückt :slight_smile: . Ich meine einfach nur…
Warum man nicht dass was man eh kaufen möchte nicht mit BTC bezahlt (wenn möglich). Dafür monatlich halt ein bisschen mehr Fiat in BTC umwandeln :D.

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Naja verrückt, ich weiß nicht. Steckst halt voller Pioniergeist! :slight_smile:

Ich bezahle immer in BTC, wenn es geht. Ich wechsle zuvor immer das Fiat in BTC. Wenn dann FIAT übrig bleibt, Prima.

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Ein anderer Aspekt ist, dass der Tausch vom Finanzamt womöglich als Veräußerungsgeschäft gewertet wird. D.h. aus Sicht des Finanzamts findet zunächst ein steuerpflichtiger Rücktausch in Euro statt und anschließend ein Kauf.

Das kann sein, aber da ich nicht in D lebe ist das natürlich uninteressant für mich.

Meine Kreditkarte kommt aus Hong Kong.

Hört sich für mich alten Sack in Deutschland nicht sehr praxistauglich an. Aber vielleicht sind die Verhältnisse in Hong Kong ja anders. EDIT: oder der Schweiz.
Also hier wäre es wesentlich zeitaufwendiger (vor dem Produkt-Kauf erst Bitcoin kaufen) und teurer (zusätzlich zum Produktpreis auch noch die BTC-fees). Wenn man sehr spendabel mit den fees ist, kann man den ganzen Prozess natürlich beschleunigen.
Kannst du, nur um mein Praxisverständnis ein bisschen zu erweitern, mal drei, vier Produkte / Dienstleistungen nennen, bei denen du das so gemacht hast? 1. erst Fiat-Tausch / BTC-Erwerb und dann 2. eigentlicher Kaufakt?
Danke vorab.

Es gibt mehrere Wege. Einen direkten BTC Kauf habe ich so noch nicht durchgeführt. Dazu fehlt die Akzeptanz.

Von dem Krypto Konto der Kreditkarte kann ich eben diese aufladen. So lagere ich überschüssiges Fiat in Krypto. Alles was übrig bleibt hodle ich und warte ab.

Fiat → Bittrex oder crypto.com → Krypto zu crypto.com → damit Fallweise die Karte aufladen.

Ich bezahle praktisch alles mit dieser Karte. Das bringt dann in meinem Fall einen Cashback von 3 %.

Diesen Cashback lasse ich mir in CRO ausbezahlen. Je nach Angebot ‚stake‘ ich diese CROs und da gibt es dann noch mal zusätzliches Guthaben.

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Ähm dafür fehlt dir die Akzeptanz?

Aber hierfür ist die Akzeptanz da?

Das ergibt doch keinen Sinn? Entweder man ist von einer Sache überzeugt oder nicht aber das was du hier beschreibst ist doch komplett unlogisch. Ich sag nicht, dass du BTC kaufen sollst, Himmel nein aber wenn dir grundsätzlich die BTC Kaufakzeptanz fehlt kann man doch nicht sagen

Ich denke du hast meinen Post einfach nicht verstanden.

MIR fehlt die Akzeptanz sicher nicht.

Ich habe das schon richtig verstanden. Find es trotzdem unlogisch.

Es ist vollständig logisch. Versuch mal irgendwo mit BTC zu bezahlen. Da wirst du wenig Akzeptanz finden.

Du bezahlst eben nicht mit Bitcoin sondern mit Fiat
Du nutzt nur die crypto Karte/app als komfortable Zwischenlösung

Ich finde das übrigens nicht schlecht und würde das wahrscheinlich genauso machen wenn da nicht das dämliche steuerthema wäre

Aber mit Bitcoin bezahlen heißt bei mir mit bitcoin bezahlen :wink:

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OK, unter dem Aspekt geht so gut wie nichts.

Gresham’s law ist doch genau anders herum. Das schlechte Geld verdrängt das gute. Damals wurden reine Goldmünzen durch gepanschte ersetzt…

Richtig, Gresham’s Law ist „Bad money drives out good“. Das Konzept dahinter kann man aber nicht auf Bitcoin anwenden.

Stellen wir uns vor 2€-Münzen bestünden zu 50% aus echtem Gold. Geil.
Wird jetzt der Gold-Anteil bei neu geprägten Münzen auf 10% reduziert, ist es unattraktiver mit den alten Münzen zu bezahlen.

Beide Münzen sind aber offizielle Zahlungsmittel und „2€“ Wert. Es kommt zum Marktversagen.

Trotzdem wird logischerweise jeder mit den neuen Münzen bezahlen wollen, da diese weniger Wert sind, aber den selben Nutzen bieten. Das alte, bessere Geld, wird vollständig aus dem Markt verschwinden und vom schlechten Geld verdrängt werden.

So ähnlich war das damals auch. Ähnlich auch die Geschichte mit dem gedeckten Dollar.

Warum funktioniert die Theorie nicht mit Bitcoin?

Die Theorie schreibt nunmal vor:

[…] both forms (of commodity money) required to be accepted at equal value under legal tender law

Das würde bedeuten dass sowohl Euro als auch Bitcoin offizielle Zahlungsmittel sind, die überall akzeptiert werden müssen und dass Euro und Bitcoin den selben Wert haben. Ist aber nicht der Fall.

1 BTC = 30.000,-€

Ich kann mir entweder einen Neuwagen für 1 BTC oder für 30.000,-€ kaufen, keine der beiden Zahlungsmethoden ist das “bessere" Geld. Das Argument (was hier im Forum übrigend oft genannt wird) die Bitcoin nicht hergeben zu wollen ergibt, vor allem im Kontext dieser Theorie, überhaupt keinen Sinn. Anstatt 30.000€ für den Neuwagen auszugeben kann ich mir ja auch 1 BTC davon kaufen. In anderen Worten: In dem Moment wo ich 30.000€ ausgebe, gebe ich auch 1 BTC aus - und umgekehrt. Hier funktioniert Greshams’s Law nicht da sich die tatsächlichen Werte der beiden Zahlungsmittel im Einklang befinden, so wie es der Markt eben bewertet.

In der Theorie von Gresham würde ich aber entweder 30.000€ oder 30.000 BTC für den Neuwagen bezahlen. Da setzt sich natürlich der Euro als das schlechtere Geld durch. Aber eben nur weil beide den selben offiziellen Wert zugesprochen bekommen obwohl sie einen unterschiedlichen tatsächlichen Wert haben, der durch das Marktversagen aber nicht zu Geltung kommt.

Gresham’s Law ist der Grund warum wir heute mit Geld aus Papier durch die Gegend rennen welches beliebig ausgeweitet werden kann. Der Euro hat sich als krassester Shitcoin durchgesetzt.

Bitcoin hat den entscheidenen Vorteil der Dezentralität und Unabhängigkeit, es kann also niemand einen Wert vorschreiben oder festlegen, wie es zum Beispiel beim Dollar und dem Gold-Standard bzw. bei den Münzprägungen der Fall war.

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Ja, natürlich… Danke. Das meinte ich natürlich. Ich korrigiere das.

EUR und USD sind noch nicht schlecht genug, um den Effekt deutlicher beobachten zu können. Bei stärker inflationierenden Fiat Währungen sieht das anders aus.

Dein Beispiel funktioniert, weil du keine Zeitskala ansetzt. Wenn du einen Wechselkurs zu einem beliebigen Zeitpunkt wählst, dann funktioniert dein Beispiel für alle Währungspaare.

Wenn den 30.000 EUR eine Spartätigkeit vorangeht, dann sieht’s ganz anders aus. Wenn du über 5 Jahre auf ein Auto sparen willst, dann nimmst du was? Vielleicht würdest du da noch mit Volatilitätsrisiken argumentieren. Was ist mit einem Hauskauf nach 10 Jahren?

Es geht dabei nicht darum, dass du die Transaktion in beiden Währung tätigen könntest, sondern es geht darum welches Geld du hältst, und mit welchem du alltägliche Ausgaben tätigst.

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Darum ging es ja jetzt nicht. Ich habe nur versucht zu argumentieren warum Gresham’s law bei Bitcoin keine Anwendung findet (was ja etwas positives für Bitcoin ist) und habe quasi die „Rolle“ der Theorie gespielt. Der Euro ist in dieser Theorie nicht das „schlechtere“ Geld, da der Wert vom Bitcoin nicht an den Euro gekoppelt ist, und eben nicht durch z.B. einen Staat festgelegt wird.

Die Frage nach dem besseren Wertspeicher ist eine völlig andere, und da bin ich natürlich bei dir.

Ist mir völlig klar, anderes wollte ich auch gar nicht vermitteln. Es ging nur um die Theorie, es ist ein Gedankenexperiment.

Denn bei der funktionierenden Gresham’s law setze ich ja auch keine Zeitskala an. Im Moment der Transaktion gibt es ein klar schlechteres und besseres Geld, das eine ist eigentlich wertvoller als das andere, wird aber auf den selben Wert festgelegt.

Doch genau darum geht es in der Theorie. Ich kann mit beiden Währungen / mit beiden Münzen bezahlen, aber nur eine bietet sich als sinnvoll an, was zur Verdrängung des besseren Geldes führt.

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