Was ist gerade mit dem Mempool los?

Ich hab gerade mal in den Mem-Pool geschaut: https://mempool.space/de/
Vor ein paar Stunden waren da noch Transaktionen für 3-4 Blocks in der Warteschlange.
Jetzt wollen über 130 Blöcke gefunden werden. Und viele der Warteschlangen-Blöcke sind mit identisch aussehenden Transaktionen voll (soweit ich das beurteilen kann). Beisipel: Block 4 in der Warteschlange: ( mempool - Bitcoin Explorer ) Jeweils 68 gleich große, identische Monster-Transaktionen, … und der Block ist voll.

Klar, die Gebühren gehen jetzt erstmal hoch - das verstehe ich.
Aber gab es irgendein besonderes Ereignis, das jetzt zu dieser extremen Anzahl von Transaktionen führt?

Ich bin gespannt auf die Erkärungen.
Liebe Grüße, Buntes_Schwarz

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Bin auch mal gespannt, was das zu bedeuten hat. Anbei mal ein Screenshot, falls es sich doch noch ändert

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Es wird immer noch schlimmer: 23814 Transaktionen in 136 Blöcken warten darauf, gefunden zu werden.
Stand: 14.11.2022, um 23:10 Uhr.
Oder um es mit Romans Worten zu sagen: Zur Blockzeit 763188

Ich denke da fasst eine grössere Börse wieder Ihre UTXO’s zusammen.
Sowas kam bei Kursabfällen öfters mal vor, da sie dies als günstige Gelegenheit betrachten.

Ich würde davon ausgehen, dass durch die massiven Abzüge der Btc von den Börsen, die Börsen erstmal viele btc aus dem cold storage in die hotwallets holen und dabei utxos mergen. Die anderen großen Trx mit den extrem vielen outputs, sind dann den ganzen End-user Adressen zu zuordnen. Bei so viel Withdrawal Nachfrage, wie es wohl z.B. gerade bei crypto.com der Fall ist, wollen die Börsen eben möglichst ihre Transaktionen optimieren.

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Hast du den Kryptospace die letzten Tage verfolgt? Withdraw Withdraw Withdraw……

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Wenn man die Transaktionen betrachtet sieht es doch eher nach Konsolidierung aus:

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Kommen sicherlich beide Themen zusammen. Bin nicht tief in die Transaktionen hineingegangen

Momentan warten 148 Blöcke darauf gefunden zu werden.
Werden jeweils 6 Blöcke pro Stunde gefunden, dann wartet man hier ziemlich lange.

Kleiner Tipp, wer seine Coins von der Börse abziehen will: Bei Kraken geht das auch per Lightning. So wartet man nicht, die Transaktion findet sofort statt.

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Noch eine Frage zum Mempool:

Der Mempool meiner Node weicht extrem vom allgemein zugänglichen Mempool ab.
Hier mal zwei Screenshots, exakt zur gleichen Zeit aufgenommen:


Weiss jemand, weshalb so grosse Differenzen herrschen?

Die Speichernutzung scheint bei deiner und auch bei meiner Node wirklich bei 300MB zu liegen. Beim mempool scheint mehr zu gehen…irgendwie

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Konsolidierung… hab ich anfangs auch gedacht.
Dafür spricht dein Screenshot, und auch die exakte Zahl von 100 Inputs mit einem einzigen Output. Und auch die Transaktionsgebühr von jeweils exakt 200.000 sats
Wenn ich aber auf eine Adresse gehe (z.B. mempool - Bitcoin Explorer), dann sind damit gerade 13 Transaktionen geplant, jeweils mit relativ geraden Satoshi-Zahlen: 0,00100000 BTC, 0,00400000 BTC, 0,00400000 BTC, 0,00110000 BTC, 0,00790000 BTC, 0,00700000 BTC, 0,00040000 BTC, 0,00040000 BTC, … ab und zu auch mal krumme Zahlen.
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass die Börse gewisse UTXOs vorbereitet, dass bei typischen Auszahlungs-Größen genau die passende UTXO bereits vorliegt. Aber das wäre meiner Meinung nach sehr spekulativ, um bereits weit im Vorfeld die exakt passenden UTXO-Größen vorzubereiten.Und selbst falls man das im Voraus gemacht hat - warum wird jetzt die Abkehr von dieser Strategie? Ist vielleicht eine Proof-of-Reserves mit dieser vermutlich gigantischen Anzahl an UTXOs nicht möglich?

Kann es sein, dass eine Börse die alten UTXOs wegmacht um auf eine neuere Adresse zu wechseln?

Zum Beispiel, weil bei den alten Adressen kein Segwith funktioniert. Damit vermutlich auch keine Multisig, was für die Sicherheit einer Börse vielleicht nicht so ganz unwichtig ist. Gegebenenfalls sogar als Anforderung von institutionellem Kapital?

Die letzte Konsolidierungswelle von Binance ist jetzt ziemlich genau 6 Monate her. Das scheint einfach deren halbjährliche Strategie zu sein. Ist zwar extrem dämlich, da man auch einfach bei günstigen Gebühren sorgfältiger Transaktionen einstreuen könnte, aber das scheint denen egal zu sein.

300MB ist der Standardwert einer Core Node. Den kann man natürlich anpassen, was dann auch zu unterschiedlichen Mempools führt. Das ist aber kein Problem was Verifizierung von neuen Blöcken angeht, da Miner nur die profitabelsten Transaktionen aufnehmen, und die sind unter den 300 MB.

Aktuell liegt der Purge bei etwa 12.5 sat/vB, d.h. Transaktionen mit einer darunter liegenden Feerate werden standardmäßig abgelehnt.

Nichts an dieser Situation ist „schlimm“.

Wieso wartet man lange? Wenn ich in den nächsten Block möchte zahle ich nicht mal einen Euro!

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Wenn man sich die Animation des aktuellen Blocks anschaut, kann man gut sehen, wie die 67 großen Transaktionen der anstehenden Blöcke langsam von anderen Transaktionen mit höheren fees verdrängt werden.

Das ist nur ne Simulation………….

Was bedeuten die grünen und roten Blöcke bei der Simulation ?
VG

Selbst wenn es nur eine Simulation ist, macht es doch deutlich, wie es funktioniert.

Wenn man die Maus drüber hält bekommt man Infos zu den Transaktionen und wenn man draufklickt, kommt man zu der entsprechenden Transaktion. Daher „glaube“ ich nicht, dass es nur eine Simulation ist. Bin aber nicht über die technischen Hintergründe informiert.

Ich denke die Farbe gibt Infos zu den Gebühren.
Je dunkler desto höhere Fees pro VB.

Das macht Sinn, die Transaktion ganz oben rechts hat 1200€ Gebühr für 0,09 BTC ?
Was soll das genau bedeuten ?
VG