Was ist eigentlich Sozialismus, kann er funktionieren oder ist er sogar notwendig?

Wir hatten uns doch mit der DDR auch schon im Kreis gedreht…

Das ist kein Staatsbesitz. Das geht in die Hände der Menschen vor Ort die dann basisdemokratisch entscheiden. Nicht der Staat entscheidet wie in der DDR, die Arbeiter des Unternehmens entscheiden.

Ok, du bemängelst dabei also, dass ich gesagt habe, dass der größere Besitz dem Staat gehört?

̶w̶̶a̶̶s̶̶ ̶̶p̶̶a̶̶s̶̶s̶̶i̶̶e̶̶r̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶n̶̶n̶̶ ̶̶s̶̶o̶̶n̶̶s̶̶t̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶m̶̶ ̶̶g̶̶r̶̶ö̶̶ß̶̶e̶̶r̶̶e̶̶m̶̶ ̶̶b̶̶e̶̶s̶̶i̶̶t̶̶z̶̶?̶

Gut, der Größere Besitz ist also eine Art Familienbesitz oder kleiner Firmenbesitz, wobei jede dieser Familien Basisdemokratisch entscheidet, was mit dem Besitz passiert?

Was für ein größerer Besitz?

Es spielt keine Rolle ob der Besitz ein paar Unternehmern gehört oder eben einer Staatsclique. Deswegen war die DDR eben Staatskapitalismus.

Im Sozialismus gehört das alles den Menschen die basisdemokratisch darüber entscheiden.

Ich weiß nicht wie oft ich das wiederholen muss oder welche Sprache ich erfinden muss, damit du das so annimmst bzw. verstehst.

Aber einigen wir uns erstmal darauf, dass es größeren „Besitz“ geben kann, egal wem dieser gehört?

Also dass es 10000 Zahnbürsten geben kann oder 1000 Motoren…

Wer kann jetzt darüber bestimmen, was damit passiert?

Was haben Zahnbürsten damit zu tun?


Die Arbeiter eines Unternehmens entscheiden basisdemokratisch.

Ok, wo unterscheidet sich jetzt das Unternehmen von einem Staat?
Beide Menschengruppen entscheiden ja Basisdemokratisch.

Darf ein Unternehmen Besitz haben? Darf ein Staat Besitz haben?
Wer überwacht, dass Unternehmen Basisdemokratisch arbeiten?

Offenbar weißt du nicht was basisdemokratisch ist.

Das ist zu sehr verdichtet. Kapitalismus bedeutet zuallererst: Probleme lösen. Weil viele Menschen versuchen, die gleichen Probleme zu lösen, entsteht Wettbewerb. Die Gewinner dieser Problemlösewettbewerbe sorgen am Ende für Wachstum/Wohlstand.

Natürlich werden Menschen auch dann noch Probleme lösen, wenn sie damit nicht steinreich werden. Doch die Finanzierung dieser Problemlösungen wird ungleich schwieriger.

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Was ist denn Basisdemokratisch für dich :wink:?

Aber das ist doch nicht die Intention. Kein Unternehmer gründet ein Unternehmen um Probleme zu lösen sondern um Geld zu verdienen.

Probleme lösen wäre die Intention im Sozialismus in dem eben das Geld verdienen und Profit keine Rolle spielen.

Danke Achse, aber ich will jetzt erstmal explizit bei @Doktor s Definition bleiben, wir haben schon 970 Posts aneinander vorbeigeredet.

Alle entscheiden und haben Mitspracherecht.

Moment, wir waren beim basisdemokratischem Staat (wobei du basisdemokratisch noch nicht definiert hast).

Warum sind die Unternehmen jetzt auf einmal nach deiner Definition kapitalistisch?

Dabei sind wir doch erst soweit zu sagen, dass auch Unternehmen Basisdemokratisch sein sollen (was ist basisdemokratisch)?

Das war eine Antwort auf Achse.

Und natürlich sind Unternehmen im Kapitalismus in der Regel nicht basisdemokratisch.

Ok, alle Unternehmen arbeiten Basisdemokratisch = Alle entscheiden und haben Mitspracherecht.

Wie wird das System aufrecht erhalten? Also wie wird dafür gesorgt, dass auch alle in Zukunft Basisdemokratisch entscheiden dürfen?

Der Staat. Es gibt Gesetze, es gibt eine Verfassung.

Angenommen, Unternehmern ginge es wirklich allein ums Geld verdienen: wie soll das gehen, ohne Geschäftsmodel?

Geschäftsmodel ist nur der wirtschaftliche Fachbegriff für Probleme lösen gegen Bezahlung. Das heißt, ohne ein Problem, das ein Unternehmer löst, kann er kein Geld verdienen.

Konzerne vergessen das manchmal und setzen Ziele wie 10% mehr Gewinn. Doch das funktioniert nicht. Erfolgreich sind nur die Unternehmen, die immer neue Probleme finden, die sie zur Zufriedenheit des Marktes lösen. Geld verdienen ist damit ein verlockender „Nebeneffekte“, der Anreiz des Systems.

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Jein. Erfolgreich ist auch, wer eben den Preiskampf gewinnt und wer Nachfrage generieren kann.

Nachfrage generieren kann man auch durch Manipulation (Werbung), durch Zwang (Nahrung müssen wir kaufen) und den Preiskampf kann man gewinnen indem man Arbeiter ausbeutet und unter schlechten Bedingungen arbeiten lässt.

Und das alles sagt dann noch nichts über die Qualität des Produktes aus. Es wird trotzdem gekauft.

Und die 10% mehr Wachstum, die generiert man über neue Märkte, über Migration, am Ende auch über Kriege usw.

Deswegen ist Kapitalismus ja so ein Krebs, weil er wachsen muss. Das ist systembedingt. Dazu kommt noch Zinseszins und Geldsystem. Das kommt aber obendrauf und ist nicht der Eisberg an sich.

Der Staat zwingt also seine Unternehmen, Basisdemokratisch zu sein.
Und der Staat ist eine Basisdemokratische Institution.


Ich fasse nochmal zusammen:

  • Der Kapitalist fragt, wieviel er am Ende gewinnt.
  • Der Sozialist fragt, wieviel am Ende alle gewinnnen.
  • Der Staat besteht aus allen Menschen, die auf seinem Teritorium leben.
  • Basisdemokratisch ist: Alle entscheiden und haben Mitspracherecht.

Vielleicht noch eine Frage: Was ist ein Unternehmen bzw. eine Firma?


Dann hast du gesagt, du willst einen Staat, der Basisdemokratisch ist und in dem alle Firmen basisdemokratisch sind. All das soll vom Staat gestützt werden.

ist das so korrekt?

Und gleich fütterst du die KI damit, ja? ;)