Wir hatten uns doch mit der DDR auch schon im Kreis gedreht…
Das ist kein Staatsbesitz. Das geht in die Hände der Menschen vor Ort die dann basisdemokratisch entscheiden. Nicht der Staat entscheidet wie in der DDR, die Arbeiter des Unternehmens entscheiden.
Gut, der Größere Besitz ist also eine Art Familienbesitz oder kleiner Firmenbesitz, wobei jede dieser Familien Basisdemokratisch entscheidet, was mit dem Besitz passiert?
Das ist zu sehr verdichtet. Kapitalismus bedeutet zuallererst: Probleme lösen. Weil viele Menschen versuchen, die gleichen Probleme zu lösen, entsteht Wettbewerb. Die Gewinner dieser Problemlösewettbewerbe sorgen am Ende für Wachstum/Wohlstand.
Natürlich werden Menschen auch dann noch Probleme lösen, wenn sie damit nicht steinreich werden. Doch die Finanzierung dieser Problemlösungen wird ungleich schwieriger.
Angenommen, Unternehmern ginge es wirklich allein ums Geld verdienen: wie soll das gehen, ohne Geschäftsmodel?
Geschäftsmodel ist nur der wirtschaftliche Fachbegriff für Probleme lösen gegen Bezahlung. Das heißt, ohne ein Problem, das ein Unternehmer löst, kann er kein Geld verdienen.
Konzerne vergessen das manchmal und setzen Ziele wie 10% mehr Gewinn. Doch das funktioniert nicht. Erfolgreich sind nur die Unternehmen, die immer neue Probleme finden, die sie zur Zufriedenheit des Marktes lösen. Geld verdienen ist damit ein verlockender „Nebeneffekte“, der Anreiz des Systems.
Jein. Erfolgreich ist auch, wer eben den Preiskampf gewinnt und wer Nachfrage generieren kann.
Nachfrage generieren kann man auch durch Manipulation (Werbung), durch Zwang (Nahrung müssen wir kaufen) und den Preiskampf kann man gewinnen indem man Arbeiter ausbeutet und unter schlechten Bedingungen arbeiten lässt.
Und das alles sagt dann noch nichts über die Qualität des Produktes aus. Es wird trotzdem gekauft.
Und die 10% mehr Wachstum, die generiert man über neue Märkte, über Migration, am Ende auch über Kriege usw.
Deswegen ist Kapitalismus ja so ein Krebs, weil er wachsen muss. Das ist systembedingt. Dazu kommt noch Zinseszins und Geldsystem. Das kommt aber obendrauf und ist nicht der Eisberg an sich.
Der Staat zwingt also seine Unternehmen, Basisdemokratisch zu sein.
Und der Staat ist eine Basisdemokratische Institution.
Ich fasse nochmal zusammen:
Der Kapitalist fragt, wieviel er am Ende gewinnt.
Der Sozialist fragt, wieviel am Ende alle gewinnnen.
Der Staat besteht aus allen Menschen, die auf seinem Teritorium leben.
Basisdemokratisch ist: Alle entscheiden und haben Mitspracherecht.
Vielleicht noch eine Frage: Was ist ein Unternehmen bzw. eine Firma?
Dann hast du gesagt, du willst einen Staat, der Basisdemokratisch ist und in dem alle Firmen basisdemokratisch sind. All das soll vom Staat gestützt werden.