Was ist denn der Vorteil einer CO2 Steuer genau?
Der Staat kann mit der neuen Steuer mehr Geld einnehmen, ja, aber gibt er das Geld wirklich für Klimaprojekte aus oder verkonsumiert er es einfach nur (analog zu den Festaktivitäten der damaligen Adelsklasse)
Wenn der Staat also das Geld der Bürger für gute Klimaprojekte einsetzt, dann macht das schon Sinn. Aber die Chance dafür ist nunmal nicht wirklich hoch. Beispielsweise werden damit Projekte staatlich gefördert grün angestrichen ohne wirklich grün zu sein.
Wie z.B. ein Windpark in einen Wald zu setzen, wo schon ökonomisch das Windrad 10 bis 20 Jahre von 20 Jahren Lebensdauer benötigt um sich selber zu tragen. Und dazu kommt, dass von der Windrad-Höhe schonmal 20 Meter (Waldhöhe) abfällt und damit der Ertrag niedriger ist als ein entsprechendes Windrad auf dem Feld. Alternativ muss man die 20 Meter höher bauen was auch wieder mehr Geld kostet.
Und um das alles zu toppen muss eine große Fläche des Waldes ersteinmal abgeholzt werden, was wieder CO2 ausstößt…
und das ist nur ein Beispiel, wo wirklich viel Geld in den Sand gesetzt wird. Der planwirtschaftliche StromNetzUmbau, wobei die Speicher einfach „vergessen“ wurden, ist das nächste extrem teure Beispiel eines Staatseingriff, dass die Menschen ehr entmachtet und sie damit einem Klimawandel „hilflos“ ausliefert anstatt dass sich die Menschen auf diesen Klimawandel mit ihrem Kapital vorbereiten und selber ihre Aktionen gegen den Klimawandel machen können.
Einer Klimabilanz ist mit so einem Projekt also (wenn überhaupt) so gut wie nichts geholfen, hat aber extrem viel ökonomische Kraft gekostet → Ökonische Kraft, die der Staat den Menschen weggenommen hat um solche Projekte zu finanzieren während die Menschen sich einzeln mit dem Geld wohl deutlich besser für die Umwelt und das Klima eingesetzt hätten.
Oder um es konkret zu sagen: Wenn das Geld der CO2 Steuer nicht für wirklich gute Klimaprojekte ausgegeben wird, dann ist die Steuer sogar Klimaschädlicher als wenn es diese Steuer nicht geben würde!
Egoistisches Verhalten ist auch hier nicht persee schlecht. Keiner will in einer schlechten/verseuchten Umgebung leben. Es gibt also einen eigenen intrinsischen (egoistischen) Grund für Klimaschutz auch ohne dass ein Staat das vorschreiben muss.
Ich halte es für eine hochgradige Falsch-Annahme, dass die Menschen nicht von sich aus ihre Umgebung sauber und lebenswert halten (bzw. Verschmutzer bestrafen wollen), auch ohne einen Staat, der vorgibt, was genau Schmutz ist und was kein Schmutz ist.
Was meinst du, ist CO2 reiner Schmutz, der unbedingt staatlich reguliert werden muss? Co2 ist immerhin ein Dünger für die Pflanzen und damit wieder die Lebensgrundlage für unsere eigenen Lebensmittel.
Und ähnliche Argumente kannst du für all diese von dir gebrachten Themengebiete genauso machen:
Wenn der Staat die dem Bürger weggenommenen (Macht-/Geld-)Mittel auch gut für die Bürger einsetzt, dann ist das natürlich vorteilhaft.
Macht er das aber nicht, dann ist das ein Nachteil für die Menschen, die mit diesem Geld selber deutlich besser die entsprechenden Themengebiete leisten hätten können, durch den Staat aber zu einer niedrigeren Effizienz gezwungen werden.
Entscheidend ist also, wie effizient der Staat diese abgenommenen Gelder einsetzt.
Oder wie du selber sagst:
Nur dass der Staat eben nicht immer das Geld für das „Gemeinwohl“ einsetzt. Eigentlich ist das ehr die Ausnahme als die Regel. (Bestes Beispiel die Neuverschuldung von Deutschland, wo mehr als 90% des Geldes nicht als Investition für die entsprechenden Versprechungen angekommen ist und das Geld rein verkonsumiert wurde: Das Festgelage der Adligen…)
Genau hier ist also das Hauptproblem: Woher weiß der Staat, was dem Allgemeinwohl dient? In einer guten Demokratie können die Bürger das „Allgemeinwohl“, also die Ansicht des Staates, selber bestimmen. Umso weniger demokratisch der Staat aber ist, desto mehr wird dieses omninöse „Allgemeinwohl“ nur aus der eingeschränkten Sicht einer BestimmerGruppe (Oligarchen/Oligopole usw.) oder extremer eines einzelnen Bestimmers (Diktators/Monopolisten) gebildet.
Das System bekommt also immer dann ein Problem, wenn die Sicht des Staates nicht mit den Bedürfnissen bzw. Ansichten der Einwohner überein stimmt.
Du kannst also nicht persee sagen, dass Staatseingriffe in all deinen genannten Bereichen „gut“ sind. Sie können maximal dann gut sein, wenn die Sicht des Staates mit der Sicht der Bürger überein stimmt, also in einer wirklichen Demokratie. Ansonsten ist der Eingriff ziemlich sicher zum Nachteil der Bürger, selbst wenn der Staat von sich aus denkt, dass er gut handelt.
Jedes deiner angesprochenen Staatseingriffe hat immer sowohl positive Effekte als auch negative Effekte (wenigstens die Enteignung für diese Projekte). Kein Projekt ist also persee immer nur „gut“ oder „positiv“.
Jedes Projekt, jeder Staatseingriff, muss also hinsichtlich der Wirkung oder Nützlichkeit abgewogen werden um herauszufinden, ob es wirklich gut ist oder ob die guten Aspekte überbewertet werden bzw. die negativen Aspekte unterbewertet worden sind. Und diese Abwägung und Bewertung, die macht jeder Mensch unterschiedlich weil er alle einzelnen Aspekte/Effekte unterschiedlich bewertet. Erst die statistische Mittlung über alle Bewohner zeigt, ob sie dadurch gewinnen oder verlieren. (Und weil diese Datenlage schwer zu bekommen ist muss hier immer so gut wie möglich abgeschätzt werden: 100%tige gleichberechtigte Demokratie ist teuer und langsam.)





