Was ist eigentlich Sozialismus, kann er funktionieren oder ist er sogar notwendig?

Da bin ich ja direkt mal mit dem @Doktor einer Meinung :-).

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Und da ist er wieder. Der logische/naturalistische Fehlschluss.

Ihr könnt einfach nicht sauber argumentieren. Hinter dem was ihr erzählt ist keinerlei Substanz. Auf allen Ebenen.

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Hast du konkrete Daten wie teuer die Schilder sind?
Ich glaube dir ja auch das der Staat über all zu viel Geld ausgibt, aber deswegen will ich nicht den Staat abschaffen, sondern seine Effizenz verbessern.

Was genau ist dein Problem mit dennen?

Um die Software zu verkaufen muss man in der Regel den Source Code geheim halten und einen Kopierschutz implementieren.
Beides steht im Wiederspruch zu Open Source.

Ich bin ja offensichtlich kein Vertreter von „darf nichts kosten“, ich spende sowohl persönlich für Open Source, als auch das ich mich wie hier dafür einsetzere das man als Gesselschaft Technologie fördert.

Evidenzbasierte Kosten Nutzen Analyse durch ein Interdisziplinäres Experten Gremium.
Um das konkreter auszudrücken:
Man schätzt mit hilfe von Daten den ungefähren Nutzen eines Projektes und wiegt das dann gegen die Kosten ab.

Ich bin nicht „Staatsgläubig“ in dem Sinne das ich den jetzigen Staat irgendwie anbeten würde, oder was auch immer man unter „Staatsgläubig“ verstehen soll.
Natürlich ist der Staat voll von inneffizenz genauso wie auch die Privat Wirtschaft und daran muss man etwas ändern.

Nein, man kann sich nicht dagegen entscheiden seine Grundbedürfnisse zu decken.

Skalieren würde der Ansatz wenn der Staat, der nicht dem direktem Profit verpflichtet ist, einspringen würde.
Das tut er teilweise auch, was dem Groß Kapital natürlich nicht passt:
https://www.heise.de/news/Nach-Trump-Dekret-Kampf-um-US-Foerdermittel-fuer-Tor-F-Droid-und-Let-s-Encrypt-10328226.html

Das hat man aber nur wenn die Wirtschaftlichen Kapazitäten voll augelastet sind.
Sind sie das nicht, dann steigt zur gestiegenen Nachfrage auch das Angebot ohne wo anders Ressourcen abzuziehen.

Es ist natürlich billiger wenn ein Staat seinen Pflichten konsequent nachkommt anstatt zu prokrastinieren.

Doch, die müssen natprlich weg.
Genauso wie (fast) alle Subventionen für die Produktion von Tierprodukten.

Eine Genossenschaft kann aber offensichtlich nicht mit outsourcing drohen.

Also kann man auch im Kapitalismus sehen das kollektives Eigentum funktioniert?
Sonst sagt ihr ja immer das führt zu Misswirtschaft.

Es gibt ein paar Unterschiede:

  • Genossenschaften können nach anderen Wirtschafts Zielen arbeiten, z.B die Arbeiter zufrieden zu machen, oder einen bestimmten Bedarf in der Region zu decken.
  • Genosscenschaften werden nicht unendlich wachsen und dazu ihre Konkurenz verdrängen, sondern nur so lange wie man dadurch die Produktivität pro Mitlied erhöht, so kann der Markt eher in Takt bleiben.

Ja, aber das dies nicht passiert hat man ja z.B im VW Abgassskandal gesehen.

Das Praxis Beispiel für die Richtung in die ich gehen will, findet man eher in Yugoslavien unter Tito.
Unter Tito und dem Markt Sozialismus ging es den Menschen in Yugoslavien deutlich besser als heute.

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Das ist nicht belanglos, weil bei der Fleischproduktion viel Tierleid und Umweltverschmutzung entsteht.

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Das könnte man schnell beenden wenn Arbeiter und Gesamt Gesselschaft die Aufsichtsräte der Betriebe wählen/abwählen.

Du kannt wählen gehen.

Also ich finde mache Talk mit Rechten schon sehr berreichernd:

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Hast du Beispiele wo Sozialisten Markt Sozialismus versprochen haben und dann was anderes gemacht haben?

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Evtl. hat die Auswahl gravierende Folgen wie Wegzug von Familie/Freundin/Freunden, da der neue Arbeitgeber weit weg wohnt.

Also ich würde sagen natürlich mag es eine Auswahl geben, aber es ist nicht so leicht wie den Internetprovider zu wechseln.

Soweit ich gesehen habe, war es ja sein Plan die Vorstände in der AG nicht mehr durch Kapital, sondern mit den Stimmen der Mitarbeiter des Unternehmens zu wählen.

War es dieser konkrete Vorschlag auf das sich der “völlige Bullshit” bezieht oder eher ein allgemeiner Sozialismus?

Solange diese Arbeiter geschützt werden können die Streiks nich tso einfach brechen, das ist ja eine Errungenschaft der Demokratie. Ist die Demokratie hier auch ein Teil des freien Markts?

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Heute müsste eigentlich wieder ein Kampftag. Nur richtet sich der Blick nicht mehr allein auf Fabrikherren, sondern auf einen Staat, der Arbeit durch Abgaben Energiepolitik und Bürokratie selbst verteuert.

Heute rufen die Gewerkschaftler unter dem Motto: Erst unsere Jobs, dann eure Profite auf die Straße.
[5 Minuten, 53 Sekunden]
… Beschäftigung: In 10 von 16 Bundesländern soll sie sinken. In 13 von 16 Ländern soll die Arbeitslosigkeit weiter steigen. Da wirkt die Parole der Gewerkschaften peinlich. Natürlich gibt es Unternehmen, die in guten Jahren Gewinne privatisieren und in schlechten Jahren Risiken sozialisieren wollen. Natürlich gibt es Manager, die Standorte aufgeben und Beschäftigte als variable Kosten behandeln. Aber wer heute so tut, als liege das Problem bei den Profiten, blendet den Staat als Kostentreiber aus.

Doch gerade in diesem Jahr wirkt diese Erzählung seltsam schief, denn der größte Gegner der Arbeit sitzt nicht mehr in den Vorstandsetagen. Er sitzt in Ministerien, Behörden, Ausschüssen und Regulierungsapparaten. Er trägt keine Zigarre, sondern Aktenordner. Er kürzt nicht sichtbar den Lohnzettel, sondern frisst sich mit Steuern, Sozialabgaben, Energieauflagen, Berichtspflichten und Genehmigungsverfahren in jede Lohnabrechnung und in jede Unternehmensbilanz hinein.

Also mal ehrlich: Was bringen Genossenschaften oder gut demokratisierte Firmen bei diesem Staatsproblem bzw. Staatsversagen genau?

Genossenschaften bringen etwas für ein Problem, dass wahrscheinlich seid 50 Jahren zumindest für den Mittelstand schon gelöst ist: Es gibt viele Firmen und Firmenchefe, für die man gerne Arbeitet und deren Produkte bzw. Visionen bezüglich Umweltschutz oder Produktqualität voll und ganz unterstützt. Aber all diese Ideen werden durch die Bürokratie, Arbeitsabgaben und sonstiges Schmarotzertum abgesaugt. All diese guten Ideen, für die man gerne Arbeitet, die werden durch den Staat so künstlich verteuert, dass viele sich diesen Umweltschutz oder ähnliches einfach nicht mehr leisten können.

Es werden die Daumenschrauben durch Regulierung weiter angezogen, für alle und damit gerade für die Arbeiter… All das passiert eben am offiziellem Lohnzettel vorbei. Solange ihr also nur auf das Geld in diesem Arbeitsmarkt schaut und alle anderen Tauschhandel dabei vernachlässigt, solange werdet ihr auch nicht die Hintergründe und Ursachen für das aktuelle Problem der Gesellschaft finden. Ihr werdet einfach weiter auf Jahrhunderte alte Parolen setzen, die vielleicht zu ihrer Zeit sogar stimmten, heutzutage aber eben nicht mehr der Haupttreiber der offensichtlichen Ungerechtigkeiten im Land ist weil die jeweiligen Nachteile wie ein 12 Stundentag schon lange nicht mehr gelten. Diese Arbeitsrechte haben sich die Arbeiter gut erstritten und diese Rechte sind auch unter den Kapitalisten größtenteils unstrittig (gerade in Konzernen aber natürlich auch im Mittelstand) weil sie sonst sofort eine Gewerkschaft gegen sich hätten. Die eigentliche Belastung wird aber heutzutage vom Staat auferlegt und nicht von den ach so bösen Reichen.

Wenn ihr das aktuelle Problem der Gesellschaft also wirklich lösen wollt, dann hört auf mit dem Hass gegen Reiche oder gegen Besitzer sondern demonstriert lieber dafür, dass wir auf Staatsebene wieder zurück zu einer wirklichen Demokratie kommen: Dass es wieder eine funktionierende Gewaltenteilung gibt

  • dass die Medien keine Staatssender oder Regierungspropagandamaschinen mehr sind,
  • dass die Judikative unabhängig von der Regierung wird und nicht mehr Weisungsgebunden sind,
  • dass die Geheimdienste die Oppositionsarbeit nicht mehr blockiert,
  • dass es Volksabstimmungen für wichtige Themen gibt wie z.B. Krieg
  • dass das Parlament wieder mehr Macht bekommt und nicht ein einfacher Abnickverein für die Regierung wird
  • Dass die EU nicht absolutistisch über die Länder herrschen darf sondern dass auch die EU-Staaten ihre Individualität behalten sollen

All das würde Die Gesellschaft massiv vorran bringen und das Abfließen der eigenen Arbeitskraft an einen Zentralen Staatsapparat stoppen. Die Reichen zu enteignen würde aber genau ein Effekt haben: man kann den ganzen Staatsapparat noch ein halbes Jahr weiter betreiben aber dann ist Schluss weil das Vermögen der Reichen aufgebraucht ist.

Ich meine Summiert doch mal die 10 Reichsten zusammen, dann kommt ihr gerade mal auf die Hälfte des Bundeshaushaltes. Enteignet ihr sie also komplett, dann könnt ihr Deutschland genau ein halbes Jahr damit betreiben. (Und dabei sind die ganzen Kommunen noch nichtmal mit dabei und wie Utopisch ist es ihnen alles wegnehmen zu können…)

Was ist also das dringendste Problem in Deutschland? Definitiv nicht die Firmenstruktur sondern die Staatsstruktur oberhalb der Firmen!

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Moment, der Bundeshaushalt sind ja alle zusammen.

also würde man wirklich die 10 Reichsten enteignen und das Geld wird im Inland ausgegeben, dann gibt es ja das Geld noch weiterhin.

Also würden bestimmt große Teile der Profiteure das Geld weiter ausgeben.

Wenn das Geld zweimal ausgegeben wird, dann werden zweimal drauf Steuern gezahlt und damit wird Deutschland effektiv ein gutes Stück länger als 6 Monate davon betrieben.

Falsch, der Bundeshaushalt ist nur das Steuergeld, das der Bund zur Verfügung hat, also die deutsche Regierung in Berlin: ca 500 Milliarden Euro. Die Steuereinnahmen sind aber um ein Vielfaches höher. Die Verteilen sich dann weiter zur EU oder zu den einzelnen Ländern (Stuttgart, Potsdam, Berlin, …) bzw. noch tiefer zu den Kommunen.

Also ja, Berlin hat mehr Regierungen: die Bundesregierung und die Landesregierung und die Kommunalregierung und alle haben ihre eigenen Steuereinnahmen bzw. Haushaltspläne…

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Na das Kapital bleibt im Land und wandert nicht nach China und Indien ab weil der Kapitalist damit seinen Profit erhöhen will. Die Firmen die den Arbeitern oder der Bevölkerung gehören die in Deutschland leben haben kein Interesse daran sich selbst ins Bein zu schiessen. Das ist so ziemlich einer der Hauptgründe wieso ich für Genossenschaften bin und ich hab dir genau das jetzt gefühlt hundert mal erklärt.

Ah ja? Willst du mir ernsthaft erzählen die Profite haben abgenommen? Schau dir mal die Zahlen an für Deutschland was die oberen 1% so an Kapitalerträgen einfahren und wie die Besteuerung von diesen stetig zurückgefahren wird.

Die finanzielle last der Bürokratie nimmt für Leute dich und kleine Unternehmen zu, aber nicht für die Kapitalisten.

Und die Leute die das ermöglichen erzählen dir genau den Bullshit den du hier postest, das du dich als Arbeiter dem je länger je mehr abgeknöpft wird und der Lohn gedrückt wird nicht organisieren sollst und die armen Kapitalisten die es SOOO schwer haben noch weiter zu schröpfen.

Dir ist echt nicht mehr zu helfen, sorry

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Das gebe ich zurück :wink: denn du argumentierst an meinen Aussagen völlig vorbei.

Mach die Augen auf und schau, was in der Welt wirklich passiert.

Mich würde mal interessieren, wie du in 10 Jahren auf die ganze Thematik mit mehr Informationen sehen würdest. Aber bis dahin ist wohl erstmal jegliche Diskussion mit dir komplett sinnlos.

„Man ist frei, die Realität zu ignorieren. Man ist frei, seinen Verstand von jedem Fokus zu befreien und jeden Weg blind hinabzustolpern, den man möchte. Aber man ist nicht frei, den Abgrund zu vermeiden, den zu sehen man sich weigert.“

~

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Klar. Die ganzen Grundlagen für deinen Rant über die Gewerkschaften sind kompletter bullshit, aber ich bin der welcher die Realität ignoriert. Fang mal an selbst zu denken anstatt nur der nützliche Idiot für andere zu sein. Ehrlich…

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Das muss an diesem Sozialismus liegen in dem wir alle leben. ;)

Laut DAK-Gesundheit bemerken die Menschen vor allem mehr Beleidigungen und Respektlosigkeit (86 Prozent), Aggressivität (81 Prozent), Egoismus (79 Prozent) sowie Intoleranz und Ausgrenzung (76 Prozent). Besonders im öffentlichen Raum und in sozialen Netzwerken falle die Verschlechterung auf.

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Und wenn das funktioniert, würde es ja dazu führen das man gemeinsam mehr erreicht.

Was genau soll daran Kritik sein?

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Die Wirtschaft sollte dem Volk dienen.

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Es funktioniert ja, und zwar nachweislich. Aber eben nur in kleinen Gruppen wie z.B. der Familie. Um genauer zu sein liegt die Grenze für menschliche Gruppen bei der Dunbarzahl ⩰ 150 Gruppenmitglieder.

Ist die Gruppe kleiner, dann ist soziales Handeln immer in Summe effektiver und stärkt die Gruppe, ist die Gruppe aber größer, dann ist egoistisches Handeln effektiver, also sich selber zu stärken auf kosten der starken Gruppe. Die Frage ist also: Zahlt man mehr aus der Gruppe ein als man von der Gruppe zurück bekommt oder bekommt man mehr aus der Gruppe als man einzahlt.

Vielleicht erklärt das, warum Sozialismus mit mehreren Millionen Menschen nicht geht (im Sinne von, ist nicht effektiv und damit schlecht für eine Gesellschaft, die ihren Wohlstand damit verliert).

Die Wirtschaft ist nur der Motor, der mal mehr und mal weniger Wohlstand erzeugt. Die Gesellschaft muss sich dann aber der Frage stellen, wie sie diesen Wohlstand verteilt. Und dabei gilt generell: Wer effektiv ist, der erzeugt auch mehr Wohlstand. Und mit dem Wohlstand kann er seine Effektivität noch weiter ausbauen. Nimmt man ihm diesem Wohlstand aber weg, dann ist er wieder nurnoch „normal“ effektiv.

Verteilt man den Wohlstand dann sozialistisch an alle, dann bekommen die Ineffektiven mehr ab als die Effektiven (denn genau das ist ja der Sinn der Umverteilung: Stärkung der schwächsten). Genau damit schwächt man aber die Gesellschaft insgesamt weil die Gesellschaft in Summe dann nicht so effektiv ist als wenn die Ressourcen bei den Effektiveren bleiben würde.

Solange die Gesellschaft Wachstum hat, solange kann sie es sich auch leisten den Leistungsträgern ihren Wohlstand zugunsten der Bedürftigen abzunehmen, aber umso mehr man ihnen abnimmt, desto ineffektiver werden sie. Eine Gesellschaft muss also darauf achten, eine gewisse Grenze der Umverteilung nicht zu überschreiten, ansonsten geht es in einer Abwärtsspirale nach unten.

Zusammenfassend: Umverteilung ist nicht generell schlecht, man darf es aber nicht übertreiben. Vorallem muss das Leistungsprinzip immer gewährleistet bleiben um den Motor der Wirtschaft, der das Land bergauf zieht, garnicht erst ins Stocken geraten zu lassen.

Wir in Deutschland haben dahingehend schon lange verkackt. Unser Motor zieht schon lange nicht mehr bergauf. Wir rutschen schon wieder ins Tal hinab. Wir befinden uns also schon im Teufelskreis der Umverteilung nach unten.


Der Kapitalismus hat für diese Prinzipien eingebaute Regulierungsmechanismen. Denn die Frage, die oben offen geblieben ist und keiner 100% korrekt beantworten kann ist: Woher weiß die Gesellschaft, wer effektiv ist und wer nicht?

Und klar, Reich sein bedeutet zwar, dass man irgendwann mal effektiv gewesen sein muss, aber nicht dass das ewig und immer so bleibt. Aber der Kapitalismus reguliert dann von alleine über seine freien Märkte. Wer Reich und effektiv ist, der wird im Kapitalismus noch reicher. Wer aber Reich ist und nicht effektiv, der verliert sein Reichtum von ganz alleine mit der Zeit.

Und das Gleiche gilt genauso für die Armen: Wer effektiv ist, der wird wohlhabender, aber wer nicht effektiv ist, der verliert seinen Wohlstand. Nur ab einer Untergrenze an Wohlstand ist man eben nicht mehr lebensfähig. Kapitalismus bedeutet also: Die starken setzen sich durch.

Der Sozialismus hingegen versuch jeden Mensch (und gerne mal darüber hinaus, jedes Tier, jede Pflanze… das kann man für beliebige Objekte erweitern, z.B Denkmalschutz, Landschaftsschutz,…) gegen die Kraft der Veränderung zu erhalten. Das Problem dabei ist aber, dass es Objekte oder Lebewesen gibt, die so ineffizient sind, dass man fast beliebig viel Wohlstand darauf werfen kann ohne dass es wirklich etwas bringt. Aber trotzdem nimmt man diesen Wohlstand dann den effektiveren weg und tätigt solche ineffizienten Investitionen. (Hat man schonmal was von Walen in Deutschland gehört?)

Der Sozialismus stellt also irgendwelche ideologischen oder moralischen Werte über die zwingende Ökonomie des Wohlstandes. Und wie gesagt, in gewisser Weise hilft das natürlich auch den Menschen und bringt sie auch vorwärts. Umweltschutz ist ja nicht persee ineffizient weil in einer Intakten Umgebung lebt es sich auch einfacher/gesünder. Oder Schutz vor sozialem Abstieg durch tragische Ereignisse kann eine Gesellschaft effektiver machen. Aber man darf dabei eben nicht übertreiben. Und ob man übertrieben hat sagt einem dann die völlig moralfreie Ökonomie.

Das beste Beispiel ist ja die Altenpflege. Hier kann man heutzutage beliebig übertreiben und jeden Menschen praktisch unendlich lange am Leben halten. Aber was bringt das, wenn diese Menschen nurnoch im Bett am Tropf von Maschinen hängen, die die Leistungsträger mit harter Arbeit, Fleiß, Konzentration und Disziplin erwirtschaften müssen? Es gibt eben immer eine moralische Abwägung: Wie viel Leistung bzw. Wohlstand kann man einem ineffizient (gewordenen) Menschen noch abgeben. Und ja, diese Abwägung ist nicht immer leicht und findet auch selten die Zustimmung aller Menschen im Land.

Jegliche Moral muss ein Staat (aber auch jeder Mensch) sich also leisten können. Und klar kann man auch von moralischen Handlungen leben, aber nur wenn sie auch wirklich nützlich sind (also gesellschaftlich geachtet bzw. wertgeschätzt werden). Ein Arzt kann jedem helfen und von den Überlebenden kann er was von ihrer zukünftigen (oder gespeicherten) Arbeit bekommen, die derjenige dann aus moralischen Gründen wahrscheinlich „freiwillig“ abgeben. Moral ist in diesem Sinne genauso eine Währung wie Ruf, Ehre oder religiöser Eifer. Hat eine Gesellschaft aber zu viel von diesen Währungen, dann inflationieren diese Werte extrem und man kann davon alleine nicht mehr leben.

Eine Gemeinde kann sich vielleicht einen Priester leisten, die ihren Eifer durch Essen bezahlt bekommen, ist jeder zweite Einwohner aber Priester wirds eng. Eine Gemeinde kann sich vielleicht einen Künstler leisten, ist aber jeder zweite Einwohner ein Künstler wirds wieder eng mit dem Einkommen. Eine Gemeinde kann sich vielleicht 3 oder 4 Gladiatoren leisten, die um ihre Ehre in der Arena kämpfen, ist aber jeder dritte ein Gladiator, dann reicht viel Ehre eben nicht mehr aus um Satt zu werden… usw.


Im Endeffekt ist eine ausgewogene Gesellschaft am effektivsten und freie Märkte sorgen intrinsisch für eine Ausgewogenheit weil freie Märkte sich immerwährend selber optimieren und das Effektivitätsmaximum anstreben.

Jegliche Monopole blockieren den Optimierungsprozess. Leichte Eingriffe lassen den freien Markt zu einem regulierten Markt werden, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Im Geringen Anteil kann das den Markt sogar fördern. Zu viele Eingriffe machen den Markt aber langsam und träge, sodass er sich nicht mehr schnell genug Optimieren kann oder an geänderte Umweltbedingungen anpassen kann.

Im Extremfall wird der Markt sogar zu einem planwirtschaftlichen Markt. Dann muss man darauf vertrauen, dass das Monopol schon im Sinne der Menschen handelt (was sehr wahrscheinlich nicht der Fall sein wird weil die Interessen des Marktbeherrschers nicht 100% mit den Interessen der Marktteilnehmer übereinstimmt) Explizit gehört dazu Beispielsweise das Staatsmonopol, das nur mit einer sehr guten Demokratie funktioniert während eine Diktatur die Differenzen zwischen Marktteilnehmern und Staatslenker offensichtlich zeigt.

Wie viel demokratischen Einfluss haben wir Bürger noch auf die Märkte, die durch den Staat gelenkt werden?

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Evtl. können wir es uns vorstellen wie bei Prokaryoten und Eukaryoten?

“Bakterien” sind Egoisten und haben so seit Anbeginn der Zeit gut funktioniert.

Aber als Eukaryoten sich zu komplexen Zellen zusammen geschlossen haben, wurden neue Kooperationsstrategien entwickelt und heute nennt man egoistische Eukaryoten “Tumor”.

Wenn eine Zelle effektiv & egoistisch ist und sich dadurch immer mehr ausbreiten kann, wäre das Krebs.

Das soll nicht bedeuten, dass alle gleich behandelt werden:

Von Organ zu Organ können die Zellen natürlich auch mehr Energie bekommen wie die Nervenzellen z.B. solange diese Energie dafür verwendet wird effektiv den gesamten Körper voran zu bringen.

Manchmal werden die “Leistungsträger” zu egoistisch und investieren ihre Leistung darin Wohlstand bei anderen abzusaugen.

Hier ist es wirklich interessant, wie dieser egoistische Gedanke einfach zu manipulieren unrentabel genug gemacht wird, dass der Leistungsträger seine Energie in Leistung steckt die der Gesamtheit einen Nutzen bringt.

Da sehe ich das Problem eher in Schulden / Schattenbanken / Zentralbank die einen Teufelskreis der Schulden eingebracht haben als einen Teufelskreis der Sozialhilfeempfänger.

Sie kann es nicht “wissen”, aber Regeln schaffen in denen es ineffektiv ist egostisch zu handeln, dann wird der wirklich effektive sich an die Spitze kämpfen können.

Irgendwie klingt das so, wie einen der halb am verhungern ist gegen einen Profi antreten zu lassen und dann zu sagen er ist halt “nicht so effektiv”, was faktisch unter diesen Umständen natürlich auch stimmt.

Sehr gut, denn Ökonomie ist wie wir eben gesehen haben noch eher eine Philosophie.

Deswegen wäre es schwer Einigkeit zwischen Ökonomen zu finden bzgl. der von dir angebrachten Hypothesen.

Deswegen ist mir demokratische Ideologie und soziale Moral wichtiger als eine ökonomische Philosophie im ersten Schritt und ich will genauer herausfinden, was es mit dieser Philosophie auf sich hat und wie die Realität dazu passt.

An der Realität scheitert die Philosophie der Ökonomie zu oft, wie wir es im Moment mit den Mainstream Ökonomen sehen. :wink:

Aber klar, die Realität wird zeigen, was nicht funktioniert. Wir müssen allerdings selbst rausfinden, warum es nicht funktioniert hat.

Das System stirbt an Umverteilung, da gehe ich mit.

Aber wohin die Umverteilung geht, bin ich eher bei Doktor:

Es gibt Umverteilung nach oben, oder in welcher Himmelsrichtung auch immer du dann diese Leute sehen willst.

Nenne sie Sozialisten wie die Libertären oder eben Kapitalisten wie die “Linken”, am Ende des Tages ist da noch immer mehr Schnittmenge als mit den Leuten die sagen, die Eliten da oben haben es sich ehrlich verdient.

Hier stimme ich dir zu, in der Natur war es Brauch, dass in schweren Zeiten die Alten sich vom Stamm verabschieden, um nicht zum Verhängnis der Gruppe zu werden.

Aber gleichzeitig ist die Altenpflege etwas wo die Gepflegten selbst gezahlt haben.

Da wäre es auf jeden Fall besser wenn die Leute nicht gezwungen werden, an so einem System teilzunehmen. Der Unterschied ist hier aber es sollten Gelder von Generationen verwaltet werden und dadurch entstand das Problem das die Reserve keinen Wert hat, sondern ein Werkzeug der Zentralbank ist.

Da gibt es tiefe Probleme, die angesprochen werden sollten, wenn man auch bereit dazu ist eine ehrliche Lösung zu finden.

Wenn eine Gemeinde das einfach über Schulden finanzieren könnte, welche Zinsen für folgende Amtsträger nach sich ziehen, ist offensichtlich hier ein deutliches Problem der exponentiellen Ausgaben zu erkennen.

Das liegt aber nicht an gierigen Künstlern oder Priestern, sondern an dem Schuldgeldsystem indem die Gemeinde feststeckt.

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Genau. I’m Kapitalismus dient sie aber immer dem Kapital und damit alles andere auch weil wir immer von ihr anhängig sind.

Politische Demokratie ohne wirtschaftliche Demokratie funktioniert sehr begrenzt und ist mehr Schein zur kontrolle des Volkes andstatt Kontolle durch das Volk.

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