Was ist eigentlich Sozialismus, kann er funktionieren oder ist er sogar notwendig?

Du der jeden Tag aufstehen musst und 8h deiner Freiheit verkaufst um zu Arbeiten, wirst mit 50% auf diese Einnahmen besteuert. Die welche nicht dafür aufstehen müssen und ihren Vermögenszuwachs mittels Kapitalerträgen erlangen weil sie schon reich sind, zahlen aber einen Bruchteil davon weil absichtlich Löcher ins Steuergesetz gestanzt werden um die Steuern zu umgehen. Und das hängt nicht mal vom Land ab, das passiert überall.

Denkst du nicht das ist Klassenkampf?

Im Moment wird uns weisgemacht es ist Klassenkampf wenn man darauf hinweist und das ist Populismus und negativ…

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Wie willst du eine gleichberechtigte Demokratie machen, wo über jedes wichtige Thema alle Menschenmeinungen auch gleichberechtigt angehört werden können? Wie gesagt: Wenn jeder nur eine Sekunde spricht, dann sind dass 80 Millionen Sekunden, 1.333.333 Minuten, 22222 Stunden, 926 Tage oder 2,5 Jahre. Jeder Bürger müsste sich also gleichberechtigt ca 2,5 Jahre mit dem Thema auseinander setzen um auch die Meinungen aller anderen Gleichberechtigt mit anzuhören um danach seine Urteilsmeinung demokratisch mit einzubringen…

Nein, auch die Digitalisierung löst nicht das Problem, dass kein Mensch in Deutschland Alle 80 Millionen Stimmen für Alle wichtigen Themen anhören und bewerten kann. → Du muss zusammenfassen bzw. Clustern und das birgt natürlich das große Risiko, dass die Stimmen/Meinungen der Menschen eben nicht mehr gleichberechtigt verteilt sind.

Demokratie ist nicht auf dieser Ebene Skalierbar. Aber die Lösung haben wir eigentlich ja schon lange erfunden: Kommunen-Cluster, die dann auf Augenhöhe gegeneinander Politik machen, Bundesländer, die auf Augenhöhe gleichberechtigt Politik machen oder Staaten, die auf gleicher Augenhöhe miteinander Politik machen.

Wenn die Bundesregierung also bürgerfeindliche Gesetze machen, dann müssten eigentlich ersteinmal die Bundeslandregierungen dagegen schießen und ihre Interessen (die natürlich näher am Bürgerwillen sind) durchsetzen. Und diese Bundeslandregierungen werden ja aus den Zusammenschluss der Kommunalregierungen gebildet, auf die die Bürger noch mehr Einfluss haben sollten → Förderalisums.

Förderalismus ist eine Form der Demokratie auf der Ebene der Bundesländer gegen eine zentrale Macht und damit stabilitätsfördernd. Jegliche Rufe, dass der Föderalismus nur ausbremst verkennt die Kontrollwirkung der Landesregierungen auf die Bundesregierung und entmachtet damit im Endeffekt die Bürger zugunsten einer zentralen mächtigeren Staatsregierung.

Naja, ersteinmal sollte man den Kontext wie immer machttechnisch analysieren. Welche Rechte hat der Wohnungsinhaber und welche Rechte hat der Wohnungsmieter? Wo stehen wir also zu Beginn unserer Analyse?

Das ist entscheiden, denn wenn die Wohnungsvermietung fair gestaltet ist, dann bedeutet es, dass der Vermieter und der Mieter genauso viel von diesem Handel bekommen wie sie abgeben. Aber durch Emergenz haben dann beide einen Vorteil durch den Handel.

In einer freien Welt (egal ob das Demokratie ist oder mit einem gutmütigen Diktatur) ist das der Idealzustand, aber du hast recht, dass das nicht unbedingt angenommen werden muss.

Denn auf beiden Seiten zerren die Marktkräfte. Mikroskopisch für eine Wohnung bedeutet das natürlich, dass sowohl der Vermieter dafür „kämpft“, die Miete zu erhöhen um seine Profite zu vergrößern um sich sein leben zu verbessern. Aber auch der Mieter „kämpft“ darum die Miete zu verringern um sich vom verbleibendem Geld sein eigenes Leben möglichst noch verbessern zu können. und bei diesem Machtkampf können sich generell beide Seiten durchsetzen.

Es gibt also wie immer auf freien Märkten einen Machtkampf zwischen Angebot und Nachfrage. Und diesen Machtkampf kann der Mächtigere eben wahrscheinlicher gewinnen. Das kann der Vermieter sein und damit mehr Miete aus dem Mieter herauspressen aber das kann genauso gut der Mieter sein, der den Vermieter unterbuttert und eine preiswerte (im Extremfall kostenlose) Wohnung bekommt. Ohne konkretere Modellannahmen können wir hier also nicht weiter gehen und du siehst, dass konkrete Aussagen nur mit Einzelfallbetrachtungen möglich sind.

Aber die Mieter und Vermieter sind ja nicht alleine auf dem Wohnungsmarkt. Wenn ein gieriger Vermieter seine Wohnung überteuert anbietet während man woanders deutlich preiswerter wohnen kann, dann verlagern die Mieter eben ihre Wohnung tendenziell (Natürlich spielt die genaue Lage und Bedürfnisse der Menschen hier genauso eine Rolle bei der Bewertung/Preisfindung).

Trotzdem gilt wie immer auf den Märkten: umso größer das Angebot, desto billiger die Ware/Dienstleistung. Denn dann müssen die Vermieter mit anderen Vermieter konkurrieren während die Mieter in der privilegierten Situation sind, sich die für sie beste Wohnung aussuchen zu können. Die Vermieter müssen dann also um ihre „Kundschaft“ kämpfen und das geht eben nicht mit Wucherpreisen, schlechter Lage oder verfallene Wohnungen ← diese stehen dann tendenziell leer und geben überhaupt keinen Nutzen/Gewinn ab.

Anders sieht es aus, wenn der Wohnungsmarkt knapp ist: Steigt die Nachfrage, dann steigt auch der Preis. Dann dreht sich wie auf jedem Markt die Lage um. Jetzt sind die Vermieter in der privilegierten Lage, sich die Mieter auszusuchen und die Mieter konkurrieren gegeneinander um die besten Wohnungen zu bekommen. Das treibt natürlich die preise hoch.

Auf einem gesunden Markt pegelt sich die Angebots/Nachfrage zu einem Preis ein, wo sowohl Vermieter als auch Mieter von sich sagen können, dass das Angebot fair ist. Ist der Preis zu hoch, dann wird es Menschen geben, die mehr Wohnungen bauen und damit das Angebot erhöhen (also die Preise senken). Denn dann kann man ja mit den Wohnungen Gewinn machen und sein Lebensunterhalt damit verdienen. Ist der Preis zu gering, dann wird es immer weniger Menschen geben, die noch Häuser bauen weil es sich schlicht nicht mehr lohnt oder anders gesagt: Man kann eben nicht mehr von dieser Dienstleistung leben.

Und genauso wie die „Produzenten“ am Markt auf die Preise reagieren, so reagieren auch die Käufer/Mieter auf die Preise: Sind die Preise hoch, dann reduziert man die Nachfrage, man lebt ehr in Wohngesmeinschaften oder bei den Eltern. Sind die Preise aber niedrig, dann erhöht sich die Nachfrage indem mehr Menschen sich eine eigene Wohnung mieten oder bauen/kaufen.

Mit diesem Marktwissen (was übrigens für alle Märkte gilt, für Politik genauso wie für Brötchen oder Frisöre) kannst du vielleicht nochmal zurück auf die Gesamtsituation schauen: Der Machtkampf Vermieter gegen Mieter.

Was passiert, wenn du jetzt in so einem freien Wohnungsmarkt eingreifst? Wie verhält sich der Markt, wenn du den Mietpreis festsetzt? Oder deine eigentliche Frage: Was ist, wenn du die Rechte der Mieter stärkst wie z.B. Kündigungsfristen und Räumungsverbote aussprichst? Was passiert im Gegenteil, wenn die die Vermieterrechte stärkst?

Wenn du solche Markteingriffe machst, dann stärkst du eben in diesem Machtkampf auf dem Wohnmarkt immer eine Seite zulasten der anderen Seite. Wenn du also die Vermieter zu sehr belastest, dann kommt irgendwann der Punkt, wo diese sagen: Das lohnt sich alles nicht mehr. Dann werden keine/kaum noch neue Häuser gebaut, die bestehenden Häuser werden nicht mehr saniert/erneuert und die Wohnsubstanz verfällt.

Wenn du hingegen die Mieter zu sehr belastest/benachteiligst, dann passiert genau das, das der Doktor oder ZPE am Kapitalismus so hassen: Die Vermieter können jeden beliebigen Preis nehmen.

Wie immer gilt: Ein gesunder Markt berücksichtigt die Belange die Mieter und Vermieter gleichermaßen und das passiert auf einem freien Markt durch ein möglichst großes Angebot. Also wo sowohl die Mieter sich für einen Vermieter entscheiden können, der ihnen genehm ist (und eben keine unfairen Handlungen durchführt wie Wucherpreise nehmen oder dem Vermieter unbenötigte Belastungen aufdrückt, z.B. eine Solarzelle über die Nebenkosten finanizeren lassen aber die Gewinne selber einsteckt.) Aber auch die Vermieter sich tendenziell ihre Mieter aussuchen können (also böse/übertrieben gesagt keine Penner in Luxusvillen untergebracht werden müssen und damit die Eigentümer enteignet werden). Also dass die Vermieter auch Mieter finden, die zu ihrer Wohnung und dem Mietangebot passen.

Eine kleine Regelung lässt die Gesellschaft ja auch nicht den Bach runter gehen (außer die Regelung greif extrem tief in den Markt ein wie z.B. Vermietungsverbot).

Normalerweise haben Menschen mit ihren Gewinnen einen gewissen Spielraum. Vielleicht hilft diese Marktveranschaulichung nochmal, die natürlich genauso für Vermieter gilt:

Verschiebst du den Preis zu Ungunsten des Vermieters, dann können sich das die meisten Vermieter auch leisten und machen eben ein klein wenig weniger Gewinn. Aber für Manche reicht es dann eben nicht mehr weil mit dem Verlust dann die Profitabilitätsgrenze überschritten wird und die steigen dann aus dem Geschäft aus (oder gehen langfristig pleite).

Das Problem ist also nicht ein Markteingriff, das Problem sind die Summe an Markteingriffen, die allesamt nur zulasten der Vermieter stechen: Brandschutz, Sanierung, Kündigungsfristen, Mietpreisbremsen,… Wenn alle Gesetze immer nur zulasten der Vermieter gehen und die Mieter immer mehr zu den Königen ihres gemieteten Reiches werden, für das sie auch entsprechend nichts mehr bezahlen wollen, dann werden die Vermieter das so eben langfristig nicht mehr anbieten und ihre hochwertigen Wohnungen bis zu den preisen „verfallen“ lassen, für die der geringe Preis dann wieder ein fairer Gegenwert darstellt.

Wie immer: Klar kann sich eine Gesellschaft sozialistisch sagen: nagut, dann subventionieren wir das, was durch Markteingriffe aus dem Ruder gelaufen ist. Und das kann sich eine Gesellschaft vielleicht auch in dem einen Bereich (Wohnung) leisten. Aber sie kann es sich eben nicht überall leisten (denn auch hier gilt wie immer und für alle Objekte/Akteure die ökonomische Profitabilitätsgrenze).

Hast du dir mal angeschaut, wie viele solcher „einzelnen Regelungen“ es inzwischen gibt? Die EU verabschiedet im Durchschnitt etw. 1200 neue Bauregeln pro Jahr, das sind 3 Regeln pro Tag! Jede einzelne mag ja seine Berechtigung haben und die Märkte nur minimal betreffen, in Summe ist es aber ein immer größer werdender Markteingriff mit entsprechenden Folgen fürs Bauen und damit auch auf die Wohnungssituaiton am Markt.

Den Vermietern/Besitzern wird die Situation immer weiter erschwert sodass das Vermieten solcher Objekte entsprechend teurer gemacht wird. Durch solche Markteingriffe sind also nicht immer nur die Vermieter schuld, auch wenn sie dann den Unmut auf sich ziehen weil sie die Preise anheben müssen. Die Mieter profitieren also auch nicht, wenn es keine Vermieter mehr gibt, die diese Investitionen machen wollen, danach aber zugunsten der Mieter enteignet werden.

Ja, das ist das gleiche Argument wie Steuersenkungen abzulehnen, weil damit die Reichen mehr profitieren. Dann zahlen wir lieber alle mehr Steuern als den Reichen ein paar Profite zu gönnen (die sie ja dann auch im Normalfall wieder im Land investieren)…

Naja, aber trotzdem könnte er Fehlerbalken anbringen um seine Vorhersage einordnen zu können. Beispiele gibt es genug: Die Bitconpreisvorhersagen mit Powerlaw, Regenboenchart usw,… Wenn man da einfach nur den Unsicherheitsbereich berechnet aus den bisherigen Schwankungen mit einzeichnet, dann ist sogut wie jede Voraussage im Konfidenzbereich. Die Vorhersagekraft erhöht sich damit doch eigentlich weil man ja dann keinen genauen Preis vorgibt sondern einen Preisbereich.

Oder die Inflationszahlen. Anstatt da 2,5% anzugeben müssten eigentlich wirklichen mathematische Berechnungen ihre statistische Unsicherheit angeben. 2,5% ± 0,3% ist relativ genau, 2,5% ± 8,5% sagt: Wir haben doch auch keine Ahnung wies wird. Nur so ehrlich sind die meisten Ökonomien nicht.
Aber genau hier kann man seriöse Wissenschaftler (worunter es sicherlich auch ein paar Ökonomen gibt) von den unseriösen unterscheiden. Das gilt übrigens auch für die Klimawissenschaftler, die sich damit von Aktivisten unterscheiden :wink:.

Naja, immer mehr und immer kleinteilige regeln bedeuten ja auch immer konkreter vorzuschreiben, wie die Menschen zu leben haben. Das ist ja eine Art Mikrodirigismus von den Regelerschaffern (der Regierung).

Unser System der Demokratie konnte diese Regelwut scheinbar nicht stoppen oder begrenzen, aber das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Mechanismen dafür gibt. Ich sehe nur keine allgemeingültigen Regeln.

Häufig wird ja auch vorgeschlagen, eine Regel für Regierungen einzuführen, die besagt, dass für jedes Gesetz, das sie schreiben, zwei andere Regeln/Gesetze abgeschafft werden müssen.

Aber leider gibt es da sehr viele Umgehungsmechanismen: Was ist eine Regel und kann man nicht 10 Regeln in einer großen Regel umformulieren? Und wer sorgt dafür, dass die Regierung sich daran hält und sich nicht einfach über die Regel hinweg setzt? Und wer sorgt dafür, dass die Regierung diese unliebsame Regel nicht einfach abschafft (mal eben schnell das Grundgesetz ändert…)

Klar sind die Probleme lösbar, aber ich sehe da keine allgemeingültigen Vorschriften sondern nur individuelle Handlungen, die situativ eingesetzt werden müssen → Aber dafür muss man/Regierung das eigentliche Problem auch erkennen (wollen). (Und hier sind wir wieder bei dem Thema, was eine Demokratie sein sollte, aber aktuelle Systeme so gut wie nicht mehr wirklich demokratisch sind außer vielleicht die Schweiz)

Klar :grin: Wobei Glaube da ein komisches Wort ist.

Der Trickle-Down-Effekt (englisch für „durchsickern“) ist eine wirtschaftspolitische Theorie, die besagt, dass Steuersenkungen und finanzielle Entlastungen für Unternehmen und Reiche der gesamten Wirtschaft zugutekommen.

Das ist genau das, was ich als Machtdissipation bezeichne. Überall, wo es reichere Menschen gibt (also mächtigere Menschen als ihre Umgebung), dann geben sie ihren Reichtum an die Umgebung ab. Genauso wie Energiepotentiale ihre Energie mit der Zeit abgeben.
Für die Reichen gilt dann genauso die Machtbilanz: Verlieren sie durch solche Dissipationseffekte mehr Macht, als sie von woanders einnehmen, dann verringert sich ihre Macht mit der Zeit. Aber natürlich können sie auch eine/mehrere Machtquelle(n) haben, die ihnen mehr Macht verleiht als sie durch diese Dissipation verlieren…

Mithilfe ein paar Axiomen und thermodynamischem Grundwissen könnte man diese Machtabflüsse wahrscheinlich sogar beweisen.

Völliger Blödsinn. Selbst in einem System, wo es kein Privateigentum geben wird verteilt sich die Macht irgendwie unter den Menschen auf. Nur eben nicht mehr so stark nachvollziehbar in Form von Besitztümern sondern ehr in Form von: Wer darf die Regeln machen, wer kann moralisch agieren usw.

Und damit gelten die Machtargumente wieder exakt genauso in deimen System ohne Privateigentum: Sobald die Gesellschaft weniger Macht bekommt als sie an die Menschen verteilen kann müssen die Verteilungskämpfe anfangen. Nur wenn immer mehr Macht in dein System hineinfließt können die Menschen diese Macht auch verteilen ohne irgendwelche Machtpositionen abgeben zu müssen. Ansonsten muss es immer Verlierer im System geben, denen man die Macht zugunsten Anderer wegnimmt.

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Hier ein weiteres Beispiel wie Sozialismus funktionieren kann
click
Dazu noch ein guter alter Spruch: eher geht der Hund an der Wurst vorbei, als Sozialsisten am Geld der anderen.

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Wie viel bekommen die Eigentümer den?
Inflationsbereinigt machen Firmen im Durchnitt 3-5% Gewinn pro Jahr.
Der Staat nimmt sich 50-70%.

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Ja, sie verteilt sich. Aber sie konzentriert sich nicht und es gibt in dem Sinne keinen Wachstumszwang.

Was auch völlig logisch ist, denn es gibt kein Privateigentum mehr. Erst das Privateigentum und der ständige Konkurrenzkampf führen zu Verlustangst, Gier und eben das Bestreben dieses Privateigentum ständig über den Bedarf hinaus und auch die Vernunft hinaus zu vergrößern.

Das führt dann zum Raubtierkapitalismus an Mensch und Umwelt.

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Du bist da etwas Großem auf der Spur. Keep grinding

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Selbst Hayek widerspricht den Leuten hier eigentlich. Denn auch für Hayek ist selbstverständlich Privateigentum wesentliches Merkmal des Kapitalismus. Wie für alle anderen auch. Guckt man sich nun um, wird man ja schnell feststellen, dass es Privateigentum gibt und wir also folglich Kapitalismus haben.

Die Leute hier plappern halt einfach und haben keine Ahnung von politischen Begriffen und ihrer Def.

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Vermögensungleichheit und Steuervermeidung in Deutschland

Die Zahlen

  • Top 10 % besitzen rund 60 % des gesamten Nettovermögens (~13,2 Bio. €)
  • Top 1 % allein besitzen ~35 % des Vermögens
  • Untere 50 % besitzen nur ~2,3 % (ca. 400 Mrd. €)
  • Gini-Koeffizient Vermögen: ~0,77 (vs. 0,30 bei Einkommen – Vermögen ist deutlich ungleicher verteilt)
  • 249 Milliardäre in Deutschland (2023) – Rekordwert, +10 % in einem Jahr

(Quellen: Bundeswirtschaftsministerium, DIW/SOEP, BPB)


Die Steuerungleichheit

Einkommensart Steuersatz
Gehalt (progressiv) 14 % → 42 % → 45 % (Grenzsteuersatz)
Kapitalerträge (Abgeltungsteuer) 25 % (+ Soli = 26,375 %)

Für Gutverdiener liegt der Grenzsteuersatz bei ~44 %, während Kapitalerträge pauschal mit nur ~26 % besteuert werden – eine Differenz von ca. 17–18 Prozentpunkten.

(Quellen: finanschip.de, steuerschroeder.de)


Strategien zur Steuervermeidung

1. Dividenden statt Gehalt (GmbH-Struktur)
Unternehmensbesitzer können Gewinne als Dividenden (~26 % Steuer) statt als Gehalt (~42–45 %) ausschütten. Über Holdingstrukturen ist sogar eine 75-prozentige Steuerbefreiung (§ 8b KStG) möglich.

2. Buy-and-Hold / Nicht realisieren
Kapitalerträge werden nur bei Verkauf besteuert. Wer Aktien/ETFs kauft und hält, zahlt solange keine Steuern – die Gewinne wachsen steuerfrei auf dem Papier.

3. Thesaurierende Fonds
ETFs, die Dividenden automatisch reinvestieren, besteuern Ausschüttungen erst bei Verkauf – Steuerzahlung wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

4. Cum-Ex / Cum-Cum (Milliardenschwere Steuerraub)

  • Cum-Ex: Mehrfache Erstattung von Kapitalertragsteuer durch schnelle Aktiengeschäfte um den Dividendentag – Deutschland verlor ~10 Mrd. € (vor 2011 verboten)
  • Cum-Cum: Ausländische Investoren parken Aktien bei deutschen Banken, um Steuerrückerstattungen zu kassieren, die ihnen nicht zustehen – geschätzte Verluste: ~28 Mrd. € (vor 2016 teilweise verboten, aber loophole noch nicht vollständig geschlossen)

5. Verlustverrechnung
Realisierte Verluste können mit Gewinnen verrechnet werden – Steuern fallen erst auf den Netto-Gewinn an.


Warum das System versagt

  • Die Finanzindustrie gibt ~40 Mio. € jährlich für Lobbying aus (mehr als Auto- und Chemieindustrie zusammen)
  • 442 Lobbyisten der Finanzbranche im Bundestag (~10 pro Mitglied des Finanzausschusses)
  • Dezentrale Steuerverfolgung auf Länderebene → öffentliche Banken wurden teilweise nicht verfolgt (HSH Nordbank: 275 Mio. € nicht zurückgeholt)
  • Chronischer Personalmangel bei Steuerprüfern und Staatsanwaltschaften
  • Politische Einflussnahme (z. B. Treffen Scholz–Warburg Bank)

(Quellen: DW, Stanford CASI, Finanzwende, Universität Mannheim)


Quellen

  1. Bundeswirtschaftsministerium – Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa (März 2024)
    https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/05-vermoegensungleichheit-in-deutschland-und-europa.html

  2. BPB – Wieso ist das Vermögen in Deutschland so ungleich verteilt?
    Wieso ist das Vermögen in Deutschland so ungleich verteilt? | Wirtschaftspolitik | bpb.de

  3. DW – Cum-Ex: Why Germany’s biggest tax fraud scheme can continue (2026)
    Cum-Ex: Why Germany's biggest tax fraud scheme can continue

  4. Stanford CASI – Germany’s CumEx and CumCum Financial Scandals (2024)
    Germany’s CumEx and CumCum Financial Scandals Reveal How Democratic Institutions Fail | Stanford GSB Corporations and Society Initiative

  5. Attac – Fakten zur steuerlichen Ungleichheit in Deutschland (Juni 2025)
    https://www.attac-netzwerk.de/fileadmin/user_upload/Gruppen/Stuttgart/20250606_TTR_steuerliche_Schonung_der_Reichsten_V2.pdf

  6. Finanztip – Spitzensteuersatz 2025
    Spitzensteuersatz 2026: Höhe & Einkommensgrenze

  7. steuerschroeder.de – Einkommensteuertabelle 2024, 2025 & 2026
    Einkommensteuertabelle 2024, 2025 & 2026 – Grund- & Splittingtabelle

  8. Finanzfluss – 7 Wege, die Abgeltungssteuer zu umgehen
    7 Wege, die Abgeltungssteuer zu umgehen

  9. PwC Tax Summaries – Germany: Individual – Income Determination
    Germany - Individual - Income determination

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Die Aussage A \implies B bedeutet nicht automatisch, dass auch B \implies A gilt.
Eine logische Implikation ist nicht symmetrisch.

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Das steht in keinem Zusammenhang zu dem was ich schrieb.

Es gilt aber: Ideologie > Logik

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Klar.
Genau das ist doch der Mechanismus, von dem ich die ganze Zeit schreibe. Da steht ein ungesicherter Topf voll Geld rum, also wird er leer geräumt. :partying_face:

Dann steht das Geld nicht mehr dafür bereit, wofür es eigentlich ausgeben werden soll (aber den Menschen trotzdem abgenommen wurde). Also sollte es doch eigentlich den Menschen wieder gegeben werden, denen es abgenommen wurde. Stattdessen wird es einfach anders ausgegeben und wenn das eigentliche Problem doch wieder auftritt, dann muss eben nochmal Geld abgenommen werden…

So eine Gesellschaftsmentalität wird mit absoluter Sicherheit keine effektive Wirtschaft schaffen und ihr Vermögen durch diese Umverteilung verlieren. Aber genau so eine Mentalität setzt sich in sozialistischen Systemen deutlich mehr durch als in Kapitalistisch genannten Systemen.

Wie „einigt“ sich denn Bitcoin auf eine Blockzeit? Das ist kein demokratischer Prozess sondern eine reine Befolgung vorgeschriebener Regeln, dem Bitcoinprotokoll. Die Demokratie hinter Bitcon kommt dann erst eine Ebene höher: Wer befolgt welche Regeln… Also wer spielt mit und wer spielt eben nicht mit.

und schon sind wir bei der Clusterbildung. :wink:
Wenn eine Idee gut ist, dann wird sie mehr Anhänger finden und durch Netzwerkeffekt an Macht gewinnen. Ist die Idee nicht gut, dann wird die Idee tendenziell unter gehen. Und dazwischen gibt es immer auch halbgute Ideen und Bewertungsänderungen mit der Zeit, also was heute gut und Vorteilhaft ist kann morgen schon die falsche Entscheidung sein…

Und wie bei jeder Clusterbildung gibt es eine Obergrenze: Weil eine Idee nie für alle gleichermaßen gut ist und wenn alle schon mit der Idee mitmachen, dann profitiert man von dieser Idee weniger und neue Ideen bringen wieder mehr als die alter gute Idee noch weiter zu treiben…

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Sagen wir mal so: Planwirtschaft wird allgemein ehr mit Sozialismus verbunden als mit Kapitalismus. Zwischen Planwirtschaft und Sozialismus bestehen aber definitiv auch logische Zusammenhänge.

Kapitalismus ist sozial, wenn es was nutzt (also ökonomisch sinnvoll ist). Die dadurch entstehenden sozialen Konstrukte bringen die entsprechenden Gesellschaften auch weiter bzw. lassen sie mächtiger werden als wenn es diese sozialen Konstrukte nicht geben würde. Natürlich ist es sinnvoll, anderen zu helfen wenn man dadurch auch selber Helfer in der Not hat. Und daran ändert auch ein Kapitalismus nichts.

Sozialismus will aber diese sozialen Konstrukte über den natürlichen Nutzen hinaus fördern und das geht nunmal nur gegen den natürlichen ökonomischen Drang bzw. die ökonomische Kraft. Wie kannst du jetzt also etwas gegen die natürliche ökonomische Kraft umsetzen und das System weiter Richtung Sozial bewegen? Das geht eben nur, wenn du die nötige Gegenkraft aufbringen kannst. Solange du diese benötigte Macht nicht von Extern erhältst, ist Systemzentralisierung immer eine notwendige Voraussetzung um die Gegenkraft aufbringen zu können (und eine weitere Zentralisierung ist dann fast zwingend die Folge). In der Politik würde man das dann Diktatur (oder abgestuft Oligarchie) nennen, in der Wirtschaft ist so eine Zentralisierung eben Planwirtschaft (oder abgestuft regulierte Wirtschaft).

Ich setzt Planwirtschaft also nicht gleich mit Sozialismus, aber Sozialismus führt nunmal logisch zur Planwirtschaft.

Auch in den USA vergeht die Zeit und auch sie bleiben nicht ewig nur auf einer Systemausrichtung stehen. Zur Zeit des kalten Kriegen konnte man den Unterschied zwischen den Blöcken sehr gut feststellen und ziemlich gut Kapitalismus und Sozialismus unterscheiden. Nach dem Scheitern des Sozialismusses im Ostblock ist diese Abgrenzung aber nicht mehr so einfach gegeben. Und ja, ich denke dass sich die USA schon lange nicht mehr rein kapitalistisch verhält und auf der Achse zwischen Kapitalismus und Sozialismus/Kommunismus schon einen guten Schwenk Richtung Sozialismus gemacht hat.

Oder einfach gesagt: Die USA sind ziemlich sicher nicht mehr der Vorzeigekapitalismus und sie haben auch nicht mehr die Vorzeigedemokratie (Ein zwei-Parteienstaat bietet z.B.eben auch nicht mehr viel Auswahl, die eine Demokratie aber bieten sollte.) Die USA hat deutliche Zentralisierung erfahren, gerade in der Politik.

Die USA haben nunmal sehr lange mit den einfachen Machteinkünfte des Dollars aus der gesamten Welt gelebt. Wie gesagt: Solange die Macht von extern in das System kommt, solange kann man diese Einkommen auch beliebig sozialistisch verteilen ohne das Anderen im Land wegnehmen zu müssen. Aber diese Einkünfte reichen aktuell offensichtlich nicht mehr aus um die zunehmende (sozialistische) Umverteilungssucht des Staates zu stillen.

Schau dir doch mal die Bilanzen von den USA an und wie deren Schuldenspirale nach oben gedreht wird. Obwohl sie hochgradig vom Cantilioneffekt und der Inflation des in die Welt exportierten Dollars profitieren, reicht das Einkommen nicht mehr aus um den Staat zu finanzieren. Und alles was sie an Schulden gemacht haben ist ja auch von Staat ausgegeben worden, zusätzlich zu den Steuereinnahmen. Überall haben sich da Honigtöpfe gebildet, an denen immer mehr Menschen sitzen und was davon abhaben wollen.

Eine gesunde Gesellschaft lässt also garnicht erst solche Honigtöpfe entstehen (Abschaffung aller Subventionen) oder evaluiert und verändert diese Honigtöpfe regelmäßig, dass sie eben nicht so extrem ausgenutzt werden können (und damit den wirklich bedürftigen zur Verfügung stehen).

Eine gesunde Gesellschaft muss sich also auch mal gegen sozialistische Förderung entscheiden können und damit die Effektivität der sozialen Förderung zu steigern anstatt da nur immer mehr Geld rauf zu werfen.

Die USA geht aber aktuell offensichtlich den Weg der Umverteilung. Selbst Trump, der mit Doge genau diese Honigtöpfe abschneiden wollte (und wahrscheinlich genau deswegen mit Musk das Hassobjekt unserer offiziellen Medien geworden ist), hat damit zwar angefangen, aber irgendwann aufgehört und sich dann doch mit der Big-Beautifull-Bill für den Schuldenkreislauf und weiterer Umverteilung entschieden.

Naja, die Geldkonstruktion von Keynes war so aufgesetzt, dass nicht einzelne Menschen gesteuert werden konnten sondern dass der Staat Firmen steuern kann. Die Umverteilung passiert also nicht auf der Ebene von Menschen wie im Sozialismus sondern eine Abstraktionsstufe darüber, den Firmen und Konzernen. Die USA hat also quais Sozialismus auf Firmenebene eingeführt, z.B. Firmenrettung, Bankenrettung, usw. Die Zeiträume, wo sich diese Markteingriffe dann negativ auswirken, die werden damit also verlängert.

(Einfach gesagt: Ein Mensch lebt länger als seine einzelnen Zellen und hat damit einen größeren Zeithorizont. Ein Konzern lebt länger als seine Menschen und ein Staat lebt länger als seine Firmen, aus denen er besteht… Die relevanten Zeitspannen werden also immer größer, je höher man in diesen Abstraktionsebenen geht.)

Wenn der Sozialismus der DDR also ca. 40 Jahre gehalten hat, bis sie den meisten Wohlstand aufgebraucht hatten, wie lange wird die USA mit externem Dollarsupport noch durchhalten können? (Wohlgemerkt, wir sind hier auf der Flughöhe von Staaten. In kleineren Einheiten der USA gibt es natürlich auch jetzt schon negative Auswirkungen.)

Sicher ist aber, dass auch die USA auf Staatsebene ein deutliches Bilanzproblem haben, also deutlich mehr Wohlstand ausgeben als sie einnehmen. Und das gefährdet die Stabilität des Staatenverbundes, der langfristig entweder mehr aus der Welt erobern muss, mehr aus seiner Bevölkerung ziehen muss oder zerfallen (sterben) muss.

Die Alternativen, die Ausgaben und Umverteilungen zu senken ist in so einem Sozialstaat durch den Druck der Honigtopfliegen offensichtlich nicht wirklich möglich (aber natürlich eine Alternative wie Milei zeigt).

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Nein, ich bin dafür das die Wohnung entweder persönlicher Besitz ist wenn man die selbst bewohnt, oder für einen Block oder Mietwohnungen halt sozialisierter Besitz, idealerweise auch im Besitz der Bewohner, also zum Beispiel eine Baugenossenschaft.

Bei einer Baugenossenschaft bist zu zwar Mieter, aber gleichzeitig auch Besitzer und stimmberechtigt was das Budget angeht. Die Genossenschaft arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern Kostendeckend. Deshalb der Genossenschafter/Mieter kann mitbestimmen ob dir Miete gesenkt wird oder lieber der Lift renoviert, etc.

Was ich halt falsch finde ist Wohnungen als Investitionsobjekt und zur Generierung von Rendite durch Miete.

Das ist aber alles komplett kompatibel mit dem freien Markt. Keines dieser Konzepte ist neu oder umstritten und funktionieren in der Praxis. Ich habe selbst mal in einer Wohnbaugenossenschaftswohnung gelebt und das war mit Abstand dir günstigste und beste Wohnung die ich je hatte.

Ich kenne mich nicht wirklich mit den Regulierungen von Wohnungsbau aus, das kommt aber immer wieder aus gewissen Kreisen als Vorwand für den Grund für die Wohnungsknappheit. Aber da folgen eigentlich nie Beispiele von welchen Regulierungen sie den loswerden möchten oder konkrete Vorstösse das dann auch effektiv zu machen. Deshalb halte ich das ehrlich gesagt für ein Ablenkungsmanöver.

Soweit ich das verstanden habe ist die Ursache für die Wohnungsknappheit eine Kombination von sehr vielen Gründen wie Lockerung von Gesetzen was die Investition von Privaten mittels Gelddruckerei angeht, Lobbying von Hauseigentümmer und Vermieterverbänden, Überproduktion von sehr teuren Wohnungen und Unterversorgung von günstigen, Horden von Bauland für Spekulation oder um den Bau neuer Wohnungen zu verhindern, etc.

Irgendwo habe ich auch mal gelesen dass es inzwischen so krass ist mit der Spekulation wegen der ewig steigenden Preisen, das ausländische Investoren Wohnungen zum Teil leer lassen, weil sie die besser auf dem Markt handeln könne wenn da nicht so mühsame Mieter drin sind.

Ob das jetzt wahr ist oder nicht kann ich auch nicht sagen. Ich bin einfach der Meinung Wohnraum und Spekulation und Rendite sind komplett inkompatibel und führen immer zu dem Ergebnis das wir jetzt haben.

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Kein Unterschied mehr zwischen Konzernen und Regierung

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Das sind alles sozialistische Konzerne. :slight_smile:

Denn Trump ist ja Sozialist habe ich hier gelernt.

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Na siehste, geht doch!

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Die diskutierten das ja nicht aus, sondern agieren nach den programmierten Regeln

  • Bebauungsplan der Stadt. Man kann nicht überall bauen was und wie man möchte. Die Städte selbst behindern extrem.
  • Früher Enev, jetzt GEG. Früher konnte man einfach aus Holz oder Mauersteinen ein Haus bauen, fertig. Heute darf man das gesetzlich nicht mehr. Man muss nachweisen, dass im Winter gegen Kälte entsprechend gedämmt wurde. Man muss nachweisen, dass es im Sommer nicht zu warm wird. Das bedeutet, dass man früher einfach ein Gebäude erstmal bauen konnte und später Stück für Stück wenn Geld da war die Dämmung nachträglich installieren konnte. In der Zwischenzeit heizte man einfach mehr - aber Hauptsache Dach über dem Kopf. Das darf man nicht mehr.
  • Rohrinstallation wurde früher ungedämmt installiert - darf man nicht mehr. Jedes Rohr muss gedämmt werden
  • Die ganze Rohrinstallation für Trinkwasser, Heizung und Lüftung muss rechnerisch nachgewiesen sein. Da ist nichts mehr mit Pi mal Daumen - Planungsbüros sind nicht günstig.
  • Schallschutz-Anforderungen werden immer absurder
  • Brandschutz
  • Statik. Früher haben die Leute einfach gebaut.
  • Dann solche Sachen wie QNG und nachhaltige Materialien
  • Weil die Häuser so dicht sind, muss eine Lüftungsanlage installiert werden
  • ….
  • Noch vieles Mehr.. das summiert sich.

Und dann kommen neben den rein technischen Punkten noch die ganzen Nebenkosten. Grunderwerbsteuer, Notarkosten + Grundbucheintrag, Bodengutachten….. und dann ist ein Baum im Weg… es wird nicht genehmigt dass dieser Baum gefällt wird.

In Summe gibt es heutzutage gar keinen Unterschied mehr ob man ein Sozialbau oder Luxuswohnungen baut. Die Luxuswohnungen sind einfach nur je Einheit größer und diese haben nur eine teurere Küchen- und Badeausstattung. Letzteres macht den Kohl aber nicht fett.

Man könnte einfacher, schneller und günstiger bauen. Darf man nur nicht.

Edit: die Kosten sind dadurch halt viel höher als es sein könnte. Weil aber fast jeder Bau durch einen Kredit finanziert wird, steigen die Zinskosten aufgrund der höheren Baukosten noch viel stärker an. Diesen Punkt darf man auch nicht vergessen.

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Ich stimme dem meisten zu und finde das man das dem Markt überlassen sollte statt es zu regulieren.

Aber Brandschutz und Statik können direkt andere Menschen und deren Eigentum betreffen ohne das die da was für können.
Man sollte kein Haus bauen dürfen was dann gegen das Nachbarhaus stürzt.