Ah ja. Und wieder!
Ja, wieder ein Zitat aus dem Kontext gerissen. Ganz ungeniert. ;)
Hat man dir das nicht in der Schule beigebracht, dass man nicht sinnentstellend zitieren soll?
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Eine Freundin von mir ist konkret von der Stasi gefoltert worden, und sie wurde NIE wieder heile…. auch Jahrzehnte später nicht trotz aller Therapie.
Und ihr Leid war alles andere als ein Einzelfall.
Dazu kommen all die Mauertoten.
DAS ist es was Du vergleichst. Unfassbar viel Grausamkeit und Ehlend….. mit einem Rechts- und Sozialstaat.
Ich finde Deinen Satz oben einfach atemberaubend!
Also ich hab die immer gesammelt weil man damit die Ausbildung von Blindenhunden unterstützen konnte. Seit die an den Flaschen festhängen mache ich mir die Mühe nicht mehr.
Wo hast Du die überhaupt gefunden? Ich sehe wenn, dann ganze Flaschen oder anderen Müll….
Warum konnte man damit die Ausbildung unterstützen? Meinst du die wurden direkt dafür gebraucht? ![]()
Frag dich mal lieber, aus wessen Tasche das Geld dafür kam, dass jemand die öffentliche Reinigung übernahm und wer die Initiative dazu gab, damit gleichzeitig Einrichtungen zu fördern. Den Hunden selbst hättest du auch direkt was spenden können, wenn sie dir wichtig sind.
Klar, ist mir jetzt auch klar. Ist ja auch schon Jahre her. Und ich muss dazu auch zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht als Bitcoiner geboren wurde und vor einigen Jahren noch von Ökonomie (auch wenn ich dachte das wäre anders) keine Ahnung hatte.
Radikale Privatisierung.
Wer Eigentum hat, hat Interesse an dessen bestehen und das dieses so attraktiv/sauber/effektiv wie möglich für Bewohner/Konsumenten ist um sein Kapital zu vermehren.
Also Private Städte, privates Krankensystem, private Gerichte, Spielplätze, Straßen etc
Maßnahmen, wie Deckel festmachen, Gurtpflicht, Unzahl an Normen werden erst durch die Verstaatlichung von Eigentum relevant, da man ab diesem Zeitpunkt das Verhalten der Menschen zentral steuern muss um Probleme die durch das an sich reißen des Eigentums und den dadurch entstehenden Moral Hazard irgendwie zu kompensieren versucht.
Die Maßnahmen führen dann allerdings zu immer mehr Problemen, weil zentrale Eingreifer nie so viel Informationen wie die Fülle einer Gesellschaft hat und diese Probleme sollen dann mit immer neuen Maßnahmen geregelt werden. Interventionsspirale nennt sich das.
Aber das Kernproblem liegt im Eigentum, sobald sich keiner mehr verantwortlich zu fühlen hat gibt es nur mehr den moralischen Ansatz der zu einem effektiven Handeln anleitet (moral hazard) und keine wirtschaftliche Bindung. Und das führt eben immer wieder zu den verzerrungen die wir heute sehen
Das Gegenteil ist richtig.
Warum soll es denn den homo ökonomikus der meinetwegen in den USA lebt interessieren, wenn seine Firma in Afrika das Wasser verschmutzt?
Wir müssen von dem Gedanken dieses Privateigentums weg und das in die Hände der Menschen die dort leben legen.
Das wäre dann auch dezentral. Denn dann braucht es keine Zentrale. Aber das würde eben bedeuten müssen, dass es diese Form von Privateigentum nicht mehr gibt, also auch keine Konzentration von Besitz und keine globalen Konzerne usw.
Entweder das, oder man hat eben einen Staat der entsprechende Eingriffe vornimmt damit Unternehmen keine Narrenfreiheit haben.
Und um ganz konkret da wieder das Flaschendeckelbeispiel zu bemühen, die Produzenten dieser Plastikflaschen braucht es nämlich auch nicht zu interessieren wie unsere Innenstädte, Bahnhöfe und unsere Strände aussehen, weil es in ihren Gated Communitys und an ihren Privatstränden eben immer sauber und aufgeräumt ist. Und die essen ganz sicher auch keinen plastikverseuchten Fisch.
Ginge es nach mir, würde ich diese Plastikflaschen komplett verbieten.
Privatisierung umfasst wie in diesem Fall nicht nur die Menschen in den USA, sondern auch die in Afrika.
Das sich solche Zustände wie dort überhaupt durchsetzen lassen liegt an fehlenden Eigentumsverhältnissen, staatlich gestützen Monopolen und Korruption die es ermöglicht die Bedürfnisse der vorherschenden Gemeinschaft, die von solchen Problem betroffen ist zu unterdrücken
Eine Gemeinschaft deren Grundwasser verseucht wird, wird Interesse daran haben das das nicht mehr passiert. Und das zur Not auch Gewaltsam durchsetzen - aus diesem Grund sind ja auch erst sowas wie Gerichte entstanden - weil der Konflikt unvorhersehbare Ergebnisse liefert und Kooperation grundsätzlich günstiger ist.
Problem ist eben das staatliche Monopol, dieses spürt nämlich die ineffizienz die durch die Bestreitung dieser Konflikte ensteht nicht (zur Not militärische Unterdrückung statt Kooperation), weil er eben an keine wirtschaftliches Handeln gebunden ist, sondern wieder nur an seinen Moral Hazard.
Das liegt nicht an fehlenden Eigentumsverhältnissen sondern daran, dass sich Unternehmen die Natur kaufen können.
Also daran, dass man diese eben privatisiert.
Würde man sie vergesellschaften, also in die Hände aller dort lebenden Menschen legen, gäbe es diese Probleme gar nicht.
Denn dem Unternehmer in den USA ist es egal wie die Natur außerhalb seines Umfeldes aussieht.
Das einzige was ihm Regeln auferlegen kann ist nicht noch mehr Privatbesitz sondern weniger und mehr Vergesellschaftung oder mehr Staat und mehr Einhegung.
Die Ozeane versinken im Müll:
Liegt das an der fehlenden Privatisierung der Ozeane oder daran, dass es den Unternehmern einfach einen Scheiß interessiert und ihr Handeln einfach vom Profitdenken beherrscht wird?
Vor vielleicht 100 Jahren ging alles ohne Plastik. Warum geht das jetzt nicht mehr?
Weil Plastik weniger wiegt, weil Plastik günstiger ist, weil es profitabler ist.
Kapitalismus ist wie ein Krebsgeschwür. Er braucht immer mehr Nahrung und muss immer mehr wachsen. Das Rezept ist nicht mehr davon, sondern weniger.
Das Problem bei Plastikmüll hat nichts mit „zu viel Kapitalismus“ zu tun, sondern genau mit dem Gegenteil. Die Ozeane gehören niemandem, es gibt keine klaren Eigentumsrechte, keine Haftung, keine Preissignale. Was niemandem gehört, behandelt am Ende jeder wie Müll – Tragödie der Allmende.
Mehr Vergesellschaftung würde nichts ändern, im Gegenteil: Wenn „alle verantwortlich“ sind, fühlt sich am Ende niemand verantwortlich.
Und der Plastikmüll kommt wie in die Ozeane?
Fällt der vom Himmel?
Es müssen nicht ALLE verantwortlich sein, sondern nur, die dort lokal leben. Das erreicht man mit Vergesellschaftung, nicht mir Privatisierung.
Privatisierung bedeutet, dass auch jemand das Stück, Land, den Wald, den Fluss…kaufen und besitzen kann, der xxx Kilometer entfernt wohnt und dem es egal ist wie das da aussieht, Hauptsache es bringt Profit.
Und so ist das mit dem Plastik eben auch.
Ich gebe dir ja recht. Würde die Vermüllung direkt vor der Haustür der Plastikproduzenten stattfinden, würden sie kein Plastik mehr produzieren oder sich was einfallen lassen, dass Plastik schnell verrottet und eine vernünftige Abfallwirtschaft aufbauen usw.
Das ist aber eben nicht der Fall bei der Privatisierung. Deswegen muss die Natur den Menschen gehören, die dort direkt auch leben. Und dafür muss man von dieser Art Privatbesitz weg,
ODER man hat eben starke Staaten die die Unternehmen dazu zwingen bestimmte Vorgaben einzuhalten.
Freier Markt und Privatisierung wird nicht funktionieren.
Der Müll landet im Ozean, weil niemand dort Eigentümer ist und deshalb niemand den Verursacher haftbar machen kann. Genau das ist der Punkt: Nicht Privatisierung verursacht das Problem, sondern die Abwesenheit von klaren Eigentumsrechten.
Wenn ein Produzent Dreck ausstößt in dieser das Nebengrundstück verdreckt, wird der Geschädigte mittel und Wege finden damit das gestoppt wird. Gewalt oder wie schon erläutert Gerichtswege.
Im Ozean dagegen gibt es keinen, der sagen kann: „Du hast meinen Besitz beschädigt, zahl den Schaden.“
Das hat nichts damit zu tun, ob jemand 1000 km entfernt wohnt, sondern damit, dass es überhaupt keinen Eigentümer gibt, der seine Rechte durchsetzen kann. Und genau deswegen wird dort entsorgt: weil es billig ist und niemand haftet.
Vergesellschaftung löst das Problem nicht – sie verschiebt es nur. Dann sind wieder alle gemeinsam verantwortlich und am Ende keiner konkret. Das ist dieselbe Anreizdiffusion wie jetzt.
Eigentumsrechte führen zu wirtschaftlichen Anreizen.
Was nicht funktioniert, ist ein herrenloses System, in dem niemand für Schäden aufkommen muss.
Selbstverständlich landet der Müll dort weil er vorher schon durch Flüsse usw. geschwommen ist…
Ist ungefähr Erdkunde 5. Klasse. Flüsse fliessen in die Meere. ;)
Und dass sich irgendwie Geschädigte zur Wehr setzen können wenn ihnen Konzerne ihre Umwelt verschmutzen glaubst du doch wohl selber nicht.
Denn dann wären die Ozeane nicht voll mit Müll. ;)
Die Lösung ist ja denkbar einfach. Einfach keinen Müll mehr produzieren. Warum macht man das nicht? Weil der Plastikscheiß sich in der kapitalistischen Logik rechnet, ganz einfach, und weil der Herr Schlipsträger den Scheiß selbst nicht ausbaden muss.
Für den du dich übrigens schon wieder wahnsinnig ins Zeug legst. Die Menschen die buchstäblich auf Mülldeponien leben müssen und Schmutzwasser trinken müssen, die interessieren dich ja nicht. Aber die sog. Eigentumsrechte irgendwelcher Millionäre und Milliardäre, die gehen dir richtig nahe, was? ;)
Klar fließt der Müll über Flüsse in die Meere – aber das ändert nichts am zentralen Punkt: Auch die Flüsse gehören niemandem. Wenn ein Unternehmen einen privaten See oder einen privaten Fluss verschmutzt, dann gibt es einen klar geschädigten Eigentümer, der das sofort stoppt oder Schadenersatz verlangt.
Im herrenlosen System von heute passiert das Gegenteil: Die Verschmutzung ist billig, weil niemand seine Eigentumsrechte durchsetzen kann. Genau deshalb landet der Müll im Wasser und nicht auf Privatgrundstücken – dort wäre es sofort ein teures Problem für den Verursacher. (Gerichtskosten, Schadenersatz etc)
Dass Menschen oder Gemeinden sich nicht effektiv wehren können, liegt nicht daran, dass Eigentumsrechte nicht funktionieren, sondern daran, dass sie oft gar keine haben oder staatlich ausgehebelt werden. In vielen Ländern fehlen funktionierende Gerichte, Korruption ist hoch und Staat und Unternehmen sind eng verflochten. Das hat mit freiem Handeln zwischen Individuen und daraus entstehendem Anreizsystem nix zu tun.
Du benennst ja auch die richtigen Probleme, ich denke nur die Schlussfolgerung und der Lösungsweg ist ganz einfach falsch.
Wenn der Staat durch Bitcoin nicht mehr das Gewaltmonopol hat, können einzelne Firmen nicht mehr so gross werden. Kleinere Unternehmen die nicht unter der schützenden Hand des Staates agieren, müssen vielmehr Wert auf den Willen des Konsumenten legen. Ausserdem macht ein Bitcoin Standard verschwendung viel Unrentabler, deshalb würde gar nicht so viel Plastikmüll produziert.
Das Kapital hat das Gewaltmonopol, das Kapital hat den Staat (zum größten Teil) gekapert.
Und das Kapital würde sich auch in einem Bitcoinstandard ohne Staat konzentrieren.
Aber niemals in dem Aussmass wie es mit Unterstützung des Staates möglich ist.