Warum gehts hier oft um Links/Rechts, Sozialismus / Kapitalismus

Ich habe das angebrachte Verb immerhin erkannt und transparent kommuniziert. Du möchtest es lieber verschleiern.

möglich.
Unser Westen bekam nach etlichen Wirren, Hilfe durch den Marshallplan.
Wenn so ähnliches für Syrien, eines Tages auch für die Ukraine, könnte es gelingen.

Die Mittel des Marshallplans waren übrigens nicht „geschenkt“, die Gelder sind immer noch da und werden sinnentsprechend auch heute noch eingesetzt.

Als ich eine mögliche Analogie zu Syrien in den Raum stellte, meinte ich in erster Linie das Ausmaß an Zerstörung.

und die Folgen, …

Laut Statista beliefen sich die Ausgaben des deutschen Staates 2024 insgesamt auf rund 2,14 Billionen Euro, bei einem BIP von 4,3 Billionen Euro. Die deutsche Staatsquote stieg von 33% im Jahr 1960 auf 49% im Jahr 2024. Mit dem sog. “Sondervermögen” nähern wir uns zunehmend unserem sozialistischen Nachbarn und Staatspleitenkandidat Frankreich 57% an. Mir ist kein Beispiel aus der Geschichte bekannt, wie dieser verhängnisvolle Trend eines expandierenden Staates ohne gesellschaftliches Chaos und massive soziale Verwerfungen jemals aufgehalten worden wäre.

Gemeint war die Aufladung von Bitcoin mit rechts, links und Sozialismus/Kapitalismus usw.

Dass Bitcoin als solcher wegen der damaligen GeldPOLITIK geboren wurde, steht ja außer Frage.

Dass man diese Geldpolitik, also Fiat, als sozialistisch, links und was weiß ich nicht alles framt, ist eben totaler Mumpitz.

Bitcoin ist das, was die Menschen aus ihm und mit ihm machen würden in einem Bitcoinstandard. Genau wie Fiat auch. Man kann Geld für diese Dinge ausgeben, aber eben auch für andere.

…und Leute die mit Geld nicht umgehen können (z.B. sparen) werden das mit bitcoin auch nicht können! :man_shrugging:

Das FIAT an sich nicht aber die möglichkeit, was Menschen daraus machen.

Kommt das hin?

Das sehe ich anderst.

Die Anzahl der Menschen, welche Sparen und somit die Welt weniger Verschmutzen wird sinken. Einzig alleine dadurch weil das Geld Ihren Wertverhält und nicht ständig abwertet.

Auch das meiner Ansicht nach nicht. Sozialpolitik die nur über Fiat möglich ist, die federt eher die Verwerfungen des Kapitalismus ab.

Dazu muss man folgende Dinge berücksichtigen:

In der BRD bzw. auch in Europa haben wir eine lange Sozialstaatstradition. Anders als z.B. in den USA.

In den USA gibt es unbestreitbar Massenelend. Vor allem eben im Kontext und in der Relation zum “übrigen” Wohlstand.

Die USA haben aber einen anderen Gründungsmythos. Also Erzählungen (Narrative) die die Gesellschaft zusammenhalten, auf die man sich geeinigt hat sozusagen. Die da lauten: Jeder ist seines Glückes Schmied, vom Tellerwäscher zum Millionär oder plakativ und kurz: der amerikanische Traum.

Die amerikanische Gesellschaft besteht also aus Einwanderern die sich darauf geeignet haben. Deswegen wird die Armut da viel eher toleriert.


In Europa wurde der Sozialstaat erkämpft gegen den Widerstand der damaligen Eliten und man ist den unteren Klassen/Schichten entgegengekommen um den sozialen Frieden zu wahren.

Das ist auch heute im Prinzip noch so. Das ist aber nun kein Sozialismus, sondern Herrschaftsinstrument der kapitalistischen Eliten um das Volk ruhig zu halten.

Und der Sozialstaat wird genau dann verschwinden, wenn die Rechnung innerhalb der Logik des Kapitalismus (also buchstäblich die Zahlen) besagt, dass eine autoritäre offene kapitalistische Diktatur unter dem Strich günstiger ist als der Sozialstaat.

Das willst du aber nicht erleben, glaub mir.

Niemand kann aktuell im Euro sparen! Die Inflation frisst dir das ersparte schlichtweg auf. Bitcoin ändert das: Sparen ist wieder möglich!

?

Ist es nicht eher andersrum? Weil mein Geld (BTC) mehr Wert wird mit der Zeit, kauf ich (heute) nur das nötigste, weil morgen ist das was ich heute nicht ausgebe mehr Wert.

Im € heute ist eigentlich “Raus mit der Kohle sobald auf dem Konto" das ökonomisch richtige Verhalten. Egal was für ein Mist man sich davon kauft….

Und das sind nur die offiziellen Zahlen!

Bürokratie sorgt ja auch in Unternehmen dafür, dass zutiefst unsinnige Arbeit “geschaffen” wird, die statt produktiv zu sein destruktiv wirkt.

Wenn wir diese hinzu addieren kommen MINDESTENS 10% zur offiziellen Staatsquote oben drauf. Manchen Unternehmen nennen sogar 20-30%.

Nein, ist es nicht!

Geldmengenausweitung SOZIALISIERT Schulden. Nichts sonst!

Wenn also eines sozial wäre, dann wäre es die Abschaffung der EZB.

Und bevor Du nun wieder mit “die Kapitalisten machen das” kommst: Der Staat nimmt Schulden auf! Täte er dies nicht, wäre die Ausweitung schon größtenteils gestoppt. Einfach durch eine schwarze Null…..

Nein, sie erzeugt die Not erst.

Wenn Sparen so nutzlos gemacht wird, dass es unmöglich wird, gewöhnen sich die Menschen an diese Lage.

Wenn mir mein Opa 1971 ein Sparbuch über 20000 DMark geschenkt hätte, wäre das heute noch 83 Euro wert!!

Was erwartest Du, wie die Leute auf diese Unmöglichkeit zu sparen reagieren?

Als Relation: Meine Großeltern haben nach dem Krieg für etwas mehr als 50 000 DM eine Doppelhaushälfte gekauft. Mein Opa hätte mir mit dem Sparbuch also fast eine halbe kleine Immobilie geschenkt…. und heute bekäme ich keinen Wocheneinkauf dafür.

Warum gehts hier oft um Links/Rechts, Sozialismus / Kapitalismus

Ich könnte hier wieder eine sehr lange erklärung abgeben, aber bevor ich das (vielleicht) mache will ich ersteinmal eine Gegenfrage von allen beteiligten hier haben:

Was ist Sozialismus?
Was ist Kapitalismus?

Was ist Links?
Was ist Rechts?

Das Problem bei diesen Begriffen ist, das wahrscheinlich jeder eine komplett unterschiedliche Definition von diesen Begriffen hat.

Sowohl von Rechts (also Menschen, die sich selber als Rechts bezeichnen würden) als auch von Links (also Leute, die sich als linke bezeichnen würden) bekomme ich öfters den gleichen Sachverhalt zu hören: Die andere Seite ist doof. Mir ist dabei aufgefallen, dass beide Seiten meistens die gleichen Argumente haben, aber dabei alles, was sie schlecht finden auf die andere Seite packen während alles was gut ist auf der eigenen Seite steht.

Gerade weil die Begriffe Links und Rechts heutzutage einfach keine allgemeingültige Definition haben, und man damit alles beliebig in die eine oder andre Schublade stecken kann, verkommt dieser Streit zwischen Rechts und Links zu einer Art Fussball-Schlägerei: Es geht eigentlich nicht mehr um inhaltliche Themen, man schlägt sich weil es eben die Anderen sind - also die bösen, die man bekämpfen muss…

Gerade bei Bitcoin sieht man das vortrefflich: Alle Linken, die Bitcoin verstanden haben nehmen es als fundamentalen Bestandteil vom Sozialismus auf: Nur mit Bitcoin kann Sozialismus überhaupt gelingen (Beispiel). Und die Libertären halten Bitcoin für den Kapitalismus, den sie sich immer gewünscht haben. Nur dass viele dieser Libertären von den Linken sofort in die rechte Ecke gestellt werden und damit als Nazi gebrandmarkt werden sollen…


Dies Ausführungen zeigen eigentlich sofort auf: Nichts auf der Welt ist nicht politisch. Egal was du machst, es hat folgen in der Welt. Und egal woran man selber glaubt, es gibt nunmal die Machtkämpfe in unserer Gesellschaft, das kann man nicht verhindern. Man kann nur selber entscheiden: Unterstütze ich eine dieser Kämpfer um von diesen Gruppen zu profitieren oder halte ich mich aus allen Machtspielen raus (bekomme dann aber entsprechend auch keine Unterstützung).

Das ist einfach gesagt der Grund, warum jede gesellschaftliche Diskussionen, die gerade Bitcoiner entsprechend oft ansprechen, sehr schnell in dieses Lagerdenken ausarten.

Danjan meint meiner Meinung nach allerdings die Fähigkeit und Fertigkeit, die man mitbringen muss, um zu sparen.

Die fehlende Möglichkeit bei der jetzigen Geldpolitik und der bestehenden Inflation führt allerdings zusätzlich zu einer erlernten Hilflosigkeit, wie Katja69 hier auch beschreibt.

Menschen mit der Fähigkeit, Lösungen und Auswege zu suchen und zu adaptieren, haben also weiterhin größere Chancen zu sparen, ob mit FIAT oder Bitcoin.

Könntest du Kern Argumente nennen?

Ich glaube das es gewisse Funktionen wie Verteidung, Polizei & Justiz, gewisses soziales und Grundlagen Forschung gibt die man nicht effektiv an Unternehmen geben kan

Bitcoiner sind vermutlich (im Schnitt!) kritischere, analytischere und gesellschaftlich beobachtendere Menschen als zum Beispiel Mitglieder von Hobby-Foren oder ähnlichem. Damit sind sie natürlich auch politischer und dies erst recht in der Phase, in der wir uns gerade befinden.

Oder meinten Sie im Vergleich zu anderen Bitcoin-Foren?

Menschen mit Fähigkeitn haben immer Möglichkeiten (schönes Beispiel ist das Bitcoin Whitepaper).

Aber härtere Gegemaßnahmen filtern schon arg in der Menge.

Dazu gab es natürlich immer hinterhältige Erklärungen warum alle Punkte, die den gewöhnlichen Menschen nackig machen “gut” sind, und warum alle Goldbugs = Spinner und Bitcoiner = Geldwäscher etc … sind

Viele glaubten außerdem noch Regierungen seien gut…. und niemals böse.