Warum gehts hier oft um Links/Rechts, Sozialismus / Kapitalismus

Natürlich ergibt das Sinn :rofl:.

Das ist die Grundlage dafür, dass sie weiter gegen den bösen Kapitalismus kämpfen müssen und jedes Mittel recht ist.

Du bist das perfekte Beispiel, das es funktioniert hat.

Also deine Geschichte ist, dass wir im Sozialismus leben in dem alles Mist ist und deswegen erzählen uns die herrschenden Sozialisten, dass das nicht Sozialismus ist sondern Kapitalismus, um ein Feindbild zu haben gegen das man kämpfen kann?

Du bist ja noch weiter rausgeschwommen, als ich bisher gedacht hab.

Wenn man schon Sozialismus hat, warum muss man ihn noch gegen Kapitalisten erkämpfen?

Auf welcher Grundlage basiert eigentlich die Macht dieser Sozialisten? Also die, die das Kapital haben, warum sagen die nicht einfach, da machen wir nicht mit?


Und was noch auffällt so langsam ist, dass ihr zwar ständig sagt, dass alle herkömmlichen Def. usw. nicht stimmen, aber selbst bietet ihr gar nichts an.

Ihr behauptet nur ständig irgendwas ohne dafür eine Basis zu liefern auf die man sich berufen kann in einer Diskussion.

Was ist denn dann Sozialismus und was ist Kapitalismus deiner Ansicht nach?

Na klar. Seit dem Beginn der Industrialisierung so 1820 irgendwann würde ich jetzt mal raten.

Natürlich werden die meisten dieser Interpretation widersprechen weil sie unter Kapitalismus irgend ein fiktives staatenloses libertäres Traumland mit freien Märkten verstehen. Das ist halt nicht die Definition die alle anderen ausserhalb der libertären Bubble benutzen.

Wir leben in einem kapitalistischen System das seit etwa 45 Jahren von neoliberalen Ideen geprägt ist. Ja natürlich ist es schlimmer geworden, aber was genau ist daran jetzt dem Sozialismus in die Schuhe zu schieben? Sozialdemokratische Massnahmen wie sie vielleicht die SPD oder Die Linke etablieren wollen haben nichts mit Sozialismus zu tun, dies sind Massnahmen die zum Teil den schlimmsten Auswirkungen eines kapitalistischen Systems entgegenwirken können, aber grundsätzlich dienen diese dem Systemerhalt und sind auch wenn teilweise nicht direkt, im Sinne des Kapitals.

Wie gesagt, ich verwende Kapitalismus als Bezeichnung für das System und die Herrschaftsform in all ihren Ausprägungen und Weiterentwicklungen über die Jahrhunderte das aus der Industrialisierung und dem Fall des Feudalismus hervorging. Du halt nicht. Dann müssen wir halt jeweils in unserem Kopf übersetzen was der andere meint.

Tue ich absolut nicht. Ich will sicher keinen totalitären zentralistischen Staat oder einen Ausbau des Staats. Das sind alles Dinge die ihr auf mich projiziert weil ihr wenn ihr Sozialismus hört denkt der will die UDSSR oder DDR aufleben lassen.

Für mich bedeutet Sozialismus die Demokratisierung der Wirtschaft. Und ich habe schon mehrfach erklärt wie ich mir das in etwa vorstelle und weshalb ich denke das löst den Kern des Problems.

Was wäre denn daran mutig? Ihr würdet ja alle klatschen.

Du nennst das jetzige System in dem du lebst Sozialismus, ich nenne es Kapitalismus. Aber wir beide sind ja offenbar nicht zufrieden damit wie es läuft und wollen etwas ändern. Die Frage ist halt was und vor allem wie.

Für die Meisten hier ist die Zentralbank die Wurzel allen Übels. Für mich ist es die Ausbeutung der Arbeiter mittels Privatbesitz.

Mir ist es eigentlich egal ob ihr die Zentralbank einstampft. Da wäre ich schon nur dabei um zu sehen was dann passiert. Aber ich glaube halt nicht dass das Problem dann gelöst ist.

Hat sich jemand angesprochen Gefühlt :sweat_smile:.

Das erklärt einiges.

Ok, dann sind wir uns vermutlich deutlich “einiger” als es den Anschein macht.

Bei Demokratisierung wird mir zwar mulmig weil daraus meistens eher das Gegenteil entsteht und Privatbesitz finde ich elementar aber sonst kann ich damit leben.

Das Problem ist halt, dass Merkmale für Sozialismus / Planwirtschaft:

  • Große Geldflüsse von Menschen zum Staat sind (75% aktuell) was alle Waren und Diensteistungen abstrus verteuert und Preisgefüge verzerrt.
  • Schwere Eingriffe in den Handel zwischen Menschen, Marktmanipulationen, Suventionen, Markteintrittshüdrden statt freinen Normen bis zu totaler Planwirtschaft
  • Enormer Wohlfarts-Staat, der alle arm macht, statt Bedürftigen hilft.

Dass wir DAS haben, ist ja real. Keine Erfindung. Dass wir alle besser leben würden, wenn wir das nicht hätten, ist ebenfalls klar.

Ich meine @ZPE kann ja einen Genossenschafts-Betrieb machen… das ist ja erlaubt. Wenn es ein gutes Modell ist, wird es Nachahmer finden.

Aber staatlicher Kontrollwahn ist jedenfalls definitiv schlecht für alle außer den Polit-Kadern…

Und staatlicher Kontrollwahn mit Drift zu Planwirtschaft ist, was viele sozialistische Planwirtschaft nennen.

Das Ausmaß an Klagen über einen zu großen, oder zu mächtigen Staat steht ja in einem bemerkenswerten Gegensatz zur tatsächlichen Größe des deutschen öffentlichen Sektors im europäischem Vergleich.

Der Vergleich bedeutet nichts. Die optimale “Größe” liegt zwischen 10 und 20% BIP.

Also etwa 1/8 bis 1/4 von heute.

Wie kommst du darauf?

falsch!
Bitcoin (und Crypto allgemein) ist ein hochpolitisches Thema.

Wurde auch aus politischen Gründen geboren, zumindest stark befördert.

Dass es politisch nach rechts bzw. gen libertär geht, ist auch darin zusehen, ist aber nicht Kern und nicht zwangsläufig.

Man kann es auch einfach auch aus sachlicher und materialistischer Sicht sehen.

Das ist Stand der Forschung.

Habe ich in diesem und verbundenen Threads beschrieben:

Naja, das ist ja nicht gerade eine leicht und schnell zugängliche Quelle, auf die wir uns gemeinsam beziehen könnten. Und es scheint sich ja eher um universitäre Forschung zu handeln und weniger um konkrete Beispiele.

Ja, natürlich. Grundlagenforschung eben.

Ein Beispiel was das deutsche Wirtschaftswunder als Ludwig Erhard Wirtschaftsminister wurde. Er hat mit wenigen Federstrichen wahnsinnig viel Bürokratie abgeschafft, und planwirtschaftlichen Eingriffen und Preiskontrollen widerstanden. Sogar den Gewerkschaften hat er widerstanden

=> Wirtschaftswunder kam allen zugute

Viele denken, das Ergebnis war nur erzielt, weil es nach dem Krieg war…. das stimmt nicht. Wir können das jederzeit wieder - Wenn, ja wenn wir uns trauen…

Die Ausgangsbedingungen waren schon sehr verschieden von den jetzigen (Syrien hat vielleicht ähnliche :-)). Das sogenannte Wirtschaftswunder war gut für die Folgegenerationen. Für die, die es bewirkten, vermutlich weniger. Hinzu kommt der Marshallplan.

Relevant sind eben die 10-20% Staatsquote. Und das geht eben jederzeit wieder.

Und auch dazu wird viel geforscht. Und das auf der Grundlage von konkreten Quellen.

Das ist ebenso evident wie der Katechismus.

Wissenschaftliche Ergebnisse haben mit Religion nichts zu tun.

Ich glaube, der Anspruch von Theologen Wissenschaftler zu sein, ist ähnlich kritisch zu sehen, wie derjenige der Wirtschfaftswissenschaftler.

Ja, Du glaubst

:rofl: