Warum es mir schwer fällt, an Bitcoin zu glauben

Der Euro hat mehrere hundert Millionen Nutzer da Britische Pfund eine zweistellige Anzahl von Nutzern um damit seine täglichen geschäfte zu verrichten. Sie nutzen wie man Geld eben benutzt.

Bei Bitcoin ist der typische nutzen das ich ihn auf einer Börse kaufe um damit Bitcoins zu sparen weil ich hoffe das es in einiger Zeit noch mehr Leute gibt die das tun und so der Wert steigt. Einen anderen nutzen kann ich da jetzt gerade nicht erkennen. Von dem her verstehe ich das da einige eher von einem Schneeballsystem ausgehen.

Mir ging es dabei in erster Linie um die Aussage, dass der Verkäufer ja keine Bitcoin gutgeschrieben kriegt. Das braucht er nicht.

Und nur weil du den „typischen“ Nutzen darin siehst, den Bitcoin zur Wertsteigerung zu sparen, sieht der kanadische Truckfahrer ihn als Unabhängigkeit, die türkische Hausfrau ihn als Inflationsschutz oder der Hotwallet-, Debitcard- und Lightningeinkäufer ihn wirklich schon als Zahlungsmittel, auch für ein Eis oder ein Brot

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Ich kann mir das auch nicht vorstellen schon allein das überweisen von a nach b ist gefährlich da gibt es keine Bank die dir hilft wenn du mal was falsch überwiesen hast.

Noch nicht. Aktuell sind wir so früh, dass noch alles sehr technisch ist. Sobald die Akzeptanz einen gewissen Punkt erreicht, wird auch das Handling nicht komplexer als jetzt.

Du kannst deine BTC bald schon bei der deutschen Bank verwahren und wenn die Fehlüberweisungen machen haften die. Niemand ist gezwungen alle Vorteile von BTC zu nutzen, wie z.B. die Möglichkeit der Selbstberwahrung. Wenn du jetzt Bargeld verlierst hilft dir auch keiner. Alles eine Vor- und Nachteilabschätzung. BTC als Zahlungsmittel kann genauso einfach sein wie FIAT. Selbst BTC gedecktes Bargeld ist theoretisch möglich, wenn Zentralbanken das wollen würden.

Genau das ist dein Problem. Nur weil du keinen Nutzen erkennst bedeutet das nicht, dass andere keinen anderen Nutzen haben. Es ist völlig egal warum jemand Bitcoin kauft. Der Wert von Bitcoin steigt umso mehr Menschen einen Nutzen von Bitcoin haben, egal ob sie die Bitcoins nur halten, Bildchen in die Blockchain schreiben, es zum bezahlen nutzen oder einfach verbrennen. Völlig egal ob du die Taten der anderen als sinnlos betrachtest, solange andere Leute ihre Werte für eine Ware ausgeben hat diese Ware einen Wert. Es ist genauso überheblich andere Leute als Dumm zu bezeichnen nur weil man nicht versteht, warum andere so handeln wie sie handeln. Sie werden schon einen Grund dafür haben auch wenn man den nicht kennt.

Das können auch nur Leute sagen, die ihre Meinung von Bitcoin aus der öffentlichen Presse übernehmen und die Bitcoin in den gleichen Topf werfen wie andere Kryptos. Bitcoin hat keinen Hauptprofiteur im Gegensatz zu den meisten anderen Coins, die entstanden sind um Geld einzusammeln. Krypto selber gleicht einem Schneeballsystem, weil einzelne Leute den Coin aus dem Nichts erstellen und andere überzeugen wollen dass das werthaltig ist was sie machen. Aber wo siehst du solches Verhalten bei Bitcoin? Nirgends, weil es eben keinen Ersteller mehr gibt und auch keine zentrale Partei dafür großflächig Werbung machen kann. Jeder der Bitcoin benutzt tut das aus eigenen freiem willen und nicht weil er Werbung einer Firma gesehen hat. Solche Werbung verleitet nämlich dazu sein Geld in Krypto zu verbrennen weil die Firmen damit mehr Geld verdienen. Natürlich könnten andere Krypos auch zur Dezentralität gelangen, aber solange eine zentrale Macht wie bei Ripple oder Etherium dahinter steht ist das Ziel der Kryptowährung diese Firma/Foundation oder wie man sie auch bezeichnen will reicher zu machen. Sie haben diesen Coin nicht erstellt um den Coin der Welt zu schenken sondern um selber ein Einkommen zu haben.

Und damit sind wir wieder bei der Ökonomie: Wenn es eine zentrale Partei gibt, die die Werte aufsammelt, ob Zentralbank oder Ehterium Foundation, dann werden Menschen, die diese Gelder halten dafür Bezahlen müssen. Ja auch Bitcoin muss für seine Sicherheit bezahlen (Transaktionsgebühren die die Miner bekommen), aber der Punkt ist, dass die zentrale Lenkungsstelle eine zu große Macht über das Geld hat. Früher oder später, durch Korruption oder Misswirtschaft, werden die Einnahmen dieser Entität nicht mehr ausreichen für all die Pläne oder persönlichen Machtziele dieser einzelnen Partei. Und dann werden sie die Menschen, die das Geld benutzen ausquetschen (wie man es aktuell mit der Inflation bei Fiat sehen kann). Und je nachdem wie viel dann umverteilt werden muss fällt das eben früher oder später auf. Und genau diesen Mechanismus wird es bei Bitcoin nicht geben können. Die Miner sind immer gezwungen effizient zu bleiben weil sie sonst von anderen Minern ersetzt werden. Und von diesem Konkurenzkampf profitieren die Geldbenutzer. Ein Fiatgeld hat diesen Konkurenzkampf nicht und muss der zentralen Partei vertrauen dass sie alles richtig und für die Kunden effizient macht.

Was schließen wir daraus: Der Euro und der Dollar sind ein größeres Schneeballsystem als es Bitcoin jemals sein kann. Und jedes Land mit Hyperinflation zeigt exemplarisch was ein Schneeballsystem ist, auch wenn keine Medien sich trauen das auszusprechen.

Du glaubst also das die meisten Menschen so inkompetent sind nicht auf ihre Werte aufpassen zu können?

Man könnte böse sagen: Wer nicht auf sein Geld aufpassen kann wird evolutionär aussortiert sodass nurnoch Menschen übrig bleiben die das schaffen. Das gleiche trifft aber auch heute schon zu und die Banken sind gerade in Entwicklungsländer nicht ganz unschuldig daran anderen Leuten das Geld zu klauen. Ich meine hast du selber schonmal eine Auslandsüberweisung in die USA gemacht? Da können alleine schon mal 50€ Gebühren für 300€ Überweisungen anfallen, das hab ich selber schon erlebt wenn ich mir was aus den USA bestelle.

Aber auch wenn man nicht so böse an die Thematik herangeht, du unterstellst also den Menschen dass sie generell nicht in der Lage sind Geld auszutauschen ohne dass jemand dahintersteht und mit dem Kopf nickt dass man das auch wirklich darf? Mit dem gleichen Argument könnte man auch sagen: Gebt den Menschen keine Münzen, sie könnten beim Bezahlen herunterfallen und verloren gehen. Oder die Münzen könnten aus dem Portmonee fallen, ganz böse, Menschen können nicht mit Münzen umgehen, Münzen sind eine zu große Gefahr für den Werteaustasuch zwischen Menshcen.

Hast du einmal eine Lightningtransaktion mit QR-Code durchgefüht? Handy ranhalten, angezeigte Werte vergleichen und bestätigen, dann kann nichts mehr schief gehen. Und für größere Werte wie ein Autokauf oder ein Hauskauf wirst du wohl auch im heutigen Banksystem wohl dreimal die Werte prüfen ob sie stimmen. Da gibt es doch keinen Unterschied zu Bitcoin.

@Larry

Ich kläre ja gerne auf, aber du solltest nocheinmal ganz dringend darüber nachdenken was du hier für Argumente bringst. Zum einen zeigst du dass du die Materie, über die du diskutierst nicht verstehst und zum anderen bringst du Argumente, die mit Leichtigkeit widerlegt werden oder nur mit Idiologie und festgefahrenem Denken erklärbar sind (oder du hast wirklich nicht darüber nachgedacht was du hier schreibst). Ich würde dich bitten ein wenig mehr über deine Argumente nachzudenken und nicht jeden Gedanken warum Bitcoin schlecht ist sofort als Argument ansehen.

Es hat einen Grund warum Bitcoin groß geworden ist auch nach jedem Absturz. Und das ist nicht weil es ein Schneeballsystem ist, dann wäre Bitcoin nach dem erstem Absturz wirklich tot gewesen. Bitcoin macht keine Werbung für sich, Bitcoin lässt nur viele Menschen erkennen was in der Welt wirklich schief läuft: wie die Menschen durch Inflation und Fiat enteignet werden. Es gibt keine großflächige Werbung für Bitcoin und trotzdem sammeln sich immer mehr Menschen um Bitcoin. Natürlich kann das System Bitcoin Fehler haben, aber denke nicht dass du alleine mit zwei Gedanken ohne großes Wissen die Fehler findest, die Millionen Menschen vor dir schon gesucht haben. Dazu musst du schon tiefer in Bitcoin einsteigen um wirklich Fehler oder Ungereimtheiten zu finden.

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Ich sehe in dieser Aussage einen leichten Widerspruch zu dieser:

…wenn also eine Mehrheit nicht Willens oder in der Lage ist, auf sein „Geld“ Bitcoin aufzupassen, wird es schwierig sein, dass immer mehr Menschen sich dem BTC zuwenden - was ja die Voraussetzung für ein funktionierendes „Geld“ sein müsste.

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Nochmal, das ist nicht mal notwendig. Die Diskussion ist in meinen Augen irrelevant. Wer eine sichere Verwahrung mit Versicherung will, wird diese auch bekommen. Kostet halt mehr als Selbstverwahrung.

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Wo siehst du da den Widerspruch?

Die zweite Aussage ist aber fundamentale Lebensgrundlage. Das Leben von Menschen ist generell sehr zerbrechlich, es gibt so viele Möglichkeiten wie es Enden kann. Absolut kein Geld mehr zu haben gehört dazu. Aber alle Menschen, die aktuell leben beweisen dass Leben funktioniert und möglich ist. Und das funktioniert weil über Jahrtausende immer tendenziell die Menschen überlebt haben, die die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Wer nicht die richtige Entscheidung getroffen hat, z.b. alleine in eine Bärenhöhle gegangen ist, hat eben meist nicht lange gelebt um seine Gene weiterzugeben. Und sein Geld zu verschwenden oder zu verlieren verringert eben auch die Lebenswahrscheinlichkeit dieser Menschen. Einfache evolutionäre Selektion. Das bedeutet nicht, dass alle, die einmal Geld verlieren gleich sterben, sie haben eben nur eine erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit wenn sie wahrscheinlicher Geld verlieren. Einige können das problemlos verkraften und andere erwischt es dann halt.

Die Tendenz, dass eine breite Masse also Geld verliert wird mit der Zeit abnehmen und ehrlicherweise glaube ich nicht, dass es wirklich viele Menschen gibt, die nicht in der Lage sind mit Geld zu bezahlen. Es geht ja hier nichteinmal darum ob sie überhaupt in der Lage sind mit Geld umzugehen oder ob sie jeden Betrag sofort in Süßigkeiten oder so umwandeln. Es geht um den reinen Bezahlvorgang…

Wenn es also tendenziell sinnvoll ist Geld nicht zu verlieren, warum sollte es eine breite Masse geben die ihr Geld systematisch an die falschen Leute überweist, also am Bäcker Brötchen kaufen will und aus versehen dem Fleischer das Geld gibt?

Aber selbst wenn du recht hättest, dass die breite Masse die Sicherheit einer Bank benötigt, weil die Transaktion von „A zu B gefährlich ist“ dann stimmt doch auch die erste Aussage: Umso mehr Menschen einen Sinn in Bitcoin sehen, desto wertvoller wird es oder umgedreht: Umso weniger Menschen einen Sinn in Bitcoin sehen, desto wertloser wird es. Da gibt es meiner Meinung nach keinen Widerspruch.

Die Schätzungen besagen das ca. 20% aller bitcoins verloren sind! Also ich schließe jetzt daraus nicht das bitcoiner inkompetent sind. Sonder halt das bitcoin im Handling zu kompliziert ist und das Fehler nicht oder nur schwer korrigiert werden können.

Eine Statistik, wann diese BTC verloren gegangen sind, wäre noch sehr wichtig.

Dass 10 BTC im Wert von 10€ nicht sonderlich pfleglich behandelt werden im Vergleich zu 10 BTC im Wert von 300.000€ ist wohl logisch.

Die meisten BTC sind bestimmt in den ersten 5 Jahren verloren gegangen. Danach wird die Zahl überschaubar sein.

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Denk doch an die Zeiten, als BTC noch ein Spielzeug für Nerds war.

Ändert aber alles nichts an der Tatsache daß Fehler nicht korregieren werden können.

Ach was. Wenn jemand damals 100 bitcoin im wert von insgesamt 1$ verloren hat, hat er einfach wieder für 10$ um 1000 bitcoin aufgestockt. SCNR :smiley:

Großartig, oder?
Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir eine Sache, die nicht manipulierbar ist. Von niemandem auf der Welt. Ein Eintrag festgeschrieben für die Ewigkeit.
Was daraus folgt kann man vielleicht erahnen, aber nicht wissen. Wer weiß schon was wir in 10, 50, 100 Jahren auf Bitcoin abbilden werden. Weltreservewährung, Wertmaßstab, Wahrheitsanker.

Ich zumindest finde das so großartig, dass ich einfach dabei sein MUSS. Und wenn jemand zu blöd ist, eine Transaktion richtig auszuführen, ja meine Güte, der verliert wahrscheinlich auch sein Portemonnaie irgendwo. Und der kann ja auch einfach warten, bis ihm die Banken irgendwann das eigene Denken wieder abnehmen.

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Absolut, endlich wieder Verantwortung übernehmen für Fehlverhalten.

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Wird in dem Film Crypto Boy ganz gut gezeigt, was das real bedeutet. :slight_smile:

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Der ist wirklich toll. Hab ich gestern auch gesehen. Schade, dass sie nicht auch noch näher auf BTC eingehen, außer in der „Plansch“-Szene :sweat_drops:

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Kann ich nicht beurteilen, da ich kein Netflix habe. Der Trailer sieht für mich eher nach one Coin aus.

Grundsätzlich bleibe ich aber überzeugt, dass jede Handlung Folgen hat und wir auch die Verantwortung für unsere Handlungen übernehmen müssen.

Ohne Gummi vögeln kann zu SIT oder Schwangerschaft führen.
Das Leben endet mit dem Tod.
Wenn du nicht mit deinem Besitz umgehen kannst, ist er halt weg.

Mann muss ja erst eine verpackung (ETF) um Bitcoins herum machen das er für die Leute investierbar/handelbar wird. Mit einem Ledger herumkaspern machen garantiert nicht alle mit.

Nein, der ETF ist für Unternehmen notwendig.
Für Privatanleger macht er in den meisten Ländern wenig Sinn. Z.B. in D 25% Pauschalsteuer auf Gewinne.
Wie schon tausend mal erwähnt gibt es jetzt schon WOS und andere Lightning Lösungen und es wird in Zukunft auch andere Lösungen geben. Ebenso gibt es Banken die dabei unterstützen.

Ja du schreibst deine E-Mails auch nicht selbst in Code sondern benutzt ein E-Mail Programm dafür. Ebenso werden wir weitere Layer auf BTC sehen und Nutzen.

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