Warum es mir schwer fällt, an Bitcoin zu glauben

Was ihr nicht vergessen solltet ist, dass man heutzutage fast überall mit Bitcoin bezahlen kann, indem man direkt beim Kauf einen Zwischenhändler einschaltet, der die Bitcoins nimmt und das Produkt bezahlt.

Ja das macht das Bezahlen selber wieder ein Stück ineffizienter weil wieder eine Drittpartei daran beteiligt ist, aber damit ist das Bezahlen quasi überall möglich wo man grade ist: In Singapur, in Amerika, in Europa usw. Außerdem verwaltet die Drittpartei nicht das Geld, bzw. müsste sie technisch gesehen nicht. Das bedeutet diese Drittpartei könnte dir maximal die Zahlung verweigern, dann nimmst du eben einen anderen Anbieter. Aber diese Drittpartei kann dir nicht dein Vermögen einfrieren wie z.B. Banken.

Und sobald die Händler direkt Bitcoin annehmen fällt auch die Drittpartei weg.

Der Nutzen von Bitcoin, sowohl als Wertspeicher als auch als Geld (quasi die Fähigkeit es in alle möglichen anderen Waren oder Dienstleistungen zu verwandeln) ist also durchaus heute schon gegeben.

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Das ist deswegen, weil weniger neue Bitcoin auf den Markt kommen.

Die einen jammern darüber, dass 6 Transaktionen die Sekunde zu wenig sind und du fragst dich was passiert wenn nicht genug Bitcoin nutzen.

Satoshi hat einfach 2009 schon an all das gedacht, faszinierend.

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Also die nächsten 10 Jahre kann ich mir nicht vorstellen das das passieren wird weil Bitcoin dafür einfach zu unhandlich ist.

Was ihr nicht vergessen solltet ist, dass man heutzutage fast überall mit Bitcoin bezahlen kann, indem man direkt beim Kauf einen Zwischenhändler einschaltet, der die Bitcoins nimmt und das Produkt bezahlt.

Es geht ja bei Geld darum das es universell einsetzbar und aktzeptiert wird. Der Zwischenhändler macht aus der Ware Bitcoin Geld und du bezahlst dann damit.

Das hat doch nichts mit Handlichkeit zu tun.
Handlich genug wäre BTC sofort.
Lightning könnte sofort das Portemonnaie ersetzen. Für den Otto Normalverbraucher wäre es über custodial Lösungen problemlos möglich.

Auch ich glaube in den nächsten 10 Jahren nicht daran, nur die Gründe liegen einzig und allein in der Staatsgewalt und der EZB.

Die Haltefristen / Steuerregeln verhindern einen direkten Geldfluss und kriminalisieren die Bürger.
BTC ist kein gesetzliches Zahlungsmittel.
Beides wird nicht einfach so passieren, niemand gibt seine Macht freiwillig auf. Dafür muss es uns noch viel schlechter gehen.
Denoch bin ich mir auf lange Sicht sicher, dass der Tag kommen wird. Ob ich ihn erlebe oder nicht spielt für mich keine Rolle.

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Auf Basis welchen Wissens beurteilst du das?
Weißt du, dass es Dienstleister gibt, die den Händlern alles Nötige (Hard- und Software) besorgen und einrichten können? Die anschließende Benutzung (Zahlungsvorgänge durch Kunden, Einbindung ins Buchungssystem der Händler) ist quasi identisch mit bisherigen Zahlungssystemen.

10 Jahre ist eine lange Zeit - nie im Leben wird so viel Zeit benötigt, damit es mehr von diesen Dienstleistern gibt und alles so einfach ist wie mit anderen Zahlungssystemen (oder eher noch einfacher). Das Technische ist hier nicht das Problem (so verstehe ich aber deine Kritik „zu unhandlich“). Wie @anon57620043 schreibt, sind es eher andere Dinge, die das Ganze verzögern. Aber es ist auch völlig ok, wenn das noch länger dauert. Lieber langsam und gesund wachsen und auf dem Weg dahin alle relevanten Bugs und Probleme lösen, als damit zu kämpfen, wenn es schon weit ausgerollt ist.

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Wo zum Teufel ist dieses ‚fast überall‘? :slight_smile:

Genau genommen kann ich auch heute schon mit meinen alten DVDs oder meinen Büchern bezahlen. Ich muss sie nur vorher bei einer Drittpartei (z.B. momox oder ebay) in Fiat konvertieren… :slight_smile:

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Dann versuch das mal als nicht digitales Geld an der Theke des Bäckers. Mit Bitcoin würde es wie eine Kartenzahlung einfach nebenbei passieren.

Der lässt mich dann erst nach der 3 Bestätigung raus aus dem Laden.

Alles klar, du bist also noch im unteren Bereich der Lernkurve (hast du damit bewiesen, dass du glaubst, man zahlt im Laden Bitcoin on-chain). Du kannst überhaupt nicht beurteilen, ob Bitcoin unhandlich ist. Ich meine das nicht böse, es ist nur einfach die Wahrheit. Lern Bitcoin erstmal richtig kennen und komm danach wieder in solche Threads wie hier - vorher können wir alle auf deine Prognosen und Bewertungen verzichten.

Ich rede total gerne mit Anfängern und erkläre alles mögliche mit einer Engelsgeduld, aber sowas kann ich echt nicht ab.

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Ich kann mich nur @mxm anschließen.

Du kannst in jedem Laden der Visa akzeptiert mit BTC zahlen ohne das der Händler weiß, dass du mit BTC zahlst, wie mit deinem Bankkonto.

Andere Zahlungsabwickler kommen dazu.

Du kannst bei vielen Läden mit Lightning zahlen was unverzüglich passiert.

Das Argument, „Man kann nicht damit zahlen und niemand nimmt es an“, ist und bleibt FUD.

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Du zahlst aber nicht in Bitcoin weil der Verkäufer hinterher keinen Bitcoin hat.

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Doch du zahlst in Bitcoin weil du selber Bitcoins durch den Kauf abgibst.

Und ja der Verkäufer erhällt nur Euros oder Dollar, die Bitcoins gehen an die Drittpartei. Aber wo ist das Problem bei diesem Rundumtausch?

Jeder ist mit dem Handel glücklich, du konntest mit Bitcoin bezahlen, der Händler erhält seine Euros, die Drittpartei Bitcoins und du bekommst deine Brötchen.

Aber egal ob dir das gefällt oder nicht, dieser Rundumtausch erfüllt für Bitcoin das Kriterium Geld zu sein und eine beliebige Bezahlmöglichkeit für dich darzustellen. Du kannst damit überall deine Bitcoins ausgeben wo du willst und dir alles kaufen was du durch Euros auch kaufen hättest können. Mehr sogar, das funktioniert in allen Ländern wo es Dritte gibt die dir die Bitcoins in die jeweilige Landeswährung tauschen. Das passiert übrigens wenn du im Ausland mit Karte zahlst genauso von Euro zu z.B. Yen, nur dass die jeweiligen Banken das im Hintergrund klären.

Und wie gesagt, sollten die Händler die Bitcoins auch selber wirklich haben wollen, dann benötigst du nichteinmal die Drittpartei mehr, die dir die Bitcoins umtauscht. Aber das ändert nichts an der Fähigkeit Bitcoin universell als Geld einzusetzen.

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Ungeschickt formuliert, daher die berechtigte Reaktion von @DasPie mit der auch sehr richtigen Beobachtung:

Aber ich weiß natürlich trotzdem was du meinst @Larry und finde es auch wichtig, dass man den Unterschied von „Händler akzeptiert Bitcoin“ und „Händler akzeptiert irgendeinen Zahlungsverlauf, wo er am Ende FIAT bekommt“ unterscheiden muss, denn natürlich entstehen bei dem Rumgewechsel durch einen Dienstleister auch wieder Gebühren, sodass am Ende die Zahlung real günstiger gewesen wäre, wenn der Zahlende auch direkt FIAT losgeschickt hätte. Auch wenn der Wechsel von BTC → FIAT im Hintergrund (unsichtbar für Zahlende und Händler) stattfindet, ist das trotzdem ein Reibungsverlust und genau das sollte ja minimiert werden, um Zahlungen effizienter zu machen.

Aber die Händler, die wirklich Bitcoin annehmen (das sind unstrittig bisher in Deutschland sehr, sehr wenige), erleben einen wunderbar handlichen Zahlungsablauf: Betrag eingeben, dem Kunden QR-Code oder NFC-Leser hinhalten → Kunde scannt QR oder nutzt NFC → Zahlung ist sehr schnell abgewickelt (teils schneller als mit Giro- oder Kreditkarte). Du solltest es vielleicht mal ausprobieren :slight_smile:

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Was ist das denn für ein Argument? Du zahlst mit Visa in GB auch mit Euro und der Verkäufer erhält seine Pfund. So zahlst du halt in Bitcoin und der Verkäufer erhält seine jeweilige Währung

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Es ist ein gutes Argument weil der Verkäufer keine Bitcoin will und auch keine Preise in Bitcoin stellt. Wäre Bitcoin wirklich Geld würde man auch die Preise in Bitcoin auszeichnen und wirklich auch damit bezahlen können. Akzeptanz ist der wichtigste Faktor für Geld.

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Noch einmal: Der Euro ist auch Geld, welches der Brite aber nicht mehr will und deshalb seine Waren in Pfund auspreist. Ist der Euro also jetzt auch kein Geld?

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korrekt! Nur wenn Bitcoin von der breiten Masse akzeptiert wird, wird er weiterhin relevant sein.

Etwas ist nicht entweder Geld oder kein Geld, sondern verschiedene Parameter können auf einem Spektrum von „gar nicht zustreffend“ bis „voll zutreffend“ liegen und folglich kann etwas wenig oder sehr „geldig“ sein. Bitcoin wird noch eine Weile brauchen, um allgemein als „sehr geldig“ anerkannt zu werden :slight_smile:

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Ich bin da - auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen - ganz anderer Meinung. Der Bitcoin hat kaum eine Chance auf Massen-Akzeptanz. Die Menschen wollen immer (nur) das, was alle anderen (auch) wollen. Und möglichst wenig Hirnschmalz hinein investieren.

Deshalb hat sich auch das iPhone durchgesetzt, obwohl es technisch rückständig ist und man mit Apfel-Produkten seine Selbstverantwortung und Privatsphäre komplett an Apple delegiert.

Deshalb ist Samsung bei den Androiden Marktführer, obwohl man für ein Heiden-Entgelt Dutzende Zwangsapps aufs Handy bekommt, die einen in jedem Moment tracken.
Gerade auch bei jungen „Digital Natives“ beobachte ich ein immer größeres, technisches Desinteresse. Die kaufen beim Thema „Krypto“ lieber einen lustig beworbenen Coin mit einem Tiergesicht drauf - oder andere, bei den es einen „Kultfaktor“ gibt.

Der Bildungsgrad jüngerer Generationen ist im freien Fall. Wie sollen Menschen, die noch nicht mal richtig schreiben können (oder wissen, wie viele Nullen eine Million hat ;-)), den Bitcoin verstehen und vor allem das Knowhow erwerben, damit umzugehen?

Ich kann mir da kein Szenario in den nächsten 20, 30 Jahren vorstellen, bei dem etwas so tiefgründiges, diffiziles und anspruchsvolles „Produkt“ wie Bitcoin sich durchsetzen soll…

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Du magst vielleicht recht haben, dass es aktuell ein globales Desinteresse gibt. Wer weiß, vielleicht ist es auch nicht sondern wird nur durch die Medien so vermittelt.

Aber eines ist sicher: Wer die richtigen Entscheidungen im Leben gemacht hat hat Vorteile und der Rest geht eben in der Masse unter.

Und dazu zählt eben die generelle Ökonomie: Wer in Altcoins investiert wird tendenziell sein Geld verlieren und wer in Bitcoin investiert tendenziell seine Werte behalten oder sogar erhöhen. Das heißt nicht, dass jeder mit Bitcoin immer nur gewinnt und jeder mit anderem Krypto verliert. Aber mit der Zeit werden Menschen statistisch mitbekommen was „funktioniert“ und was nicht. Und wenn mit der Zeit Bitcoiner immer reicher werden während alle anderen Investments oft in die Hose gehen, dann wird sich auch das rumsprechen.

Aktien oder ETFs z.B. sind erst seid 1971 eine WinWin-Anlage. Vorher waren diese Anlagen auch nur Kasinogeschäfte weil man mit einer Firma immer auch das Risiko hat die Ziele nicht zu schaffen und das Geld zu verbrennen. Aber es hat bis in die 2000 Jahre gedauert bis die Menschen breit gestreut in Aktien gegangen sind. Also ich meine die Kleinanleger. Sie mussten erstmal flächendeckend Lernen dass diese Anlageklassen auf einmal attraktiv sind und durch Inflation kein reines Glücksspiel mehr sind. Woher soll dieses Wissen auch kommen wenn man sich nicht täglich damit beschäftigt? Vorher gab es ja das allseitsbekannte Sparbuch und mit diesen Zinsen konnte jeder acuh relativ glücklich seine Werte „sparen“.

Es braucht also Zeit bis die Menschen begreifen was Bitcoin der Welt bringt und was ich so sehe ist, dass immer mehr Menschen das auch, angetrieben durch Inflation, begreifen. Aber auch ich kann mich dabei natürlich auch irren.

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