Warum es mir schwer fällt, an Bitcoin zu glauben

Natürlich sind sie das. Oder besser wären sie das.
Es fehlt halt nur der Anreiz. Früher ging es gar nicht anders, da hat man für etwas gespart bis man es sich leisten konnte. Sparst du in der Zeit, hast du in der Not. Du kannst nur das Geld ausgeben was du hast. Solche Sprüche von Oma kommen doch nicht von ungefähr.

Das Problem ist einfach das billige Geld. Kredite wurden den Leuten nur so um die Ohren gehauen, dass es krachte. 0% hier - kaufe heute zahle morgen - 0% da - jetzt das neueste EiPixDingsBums für nur 1,-€ mit superduper Vertrag mit Arschkarte erst ab 6. Monat, blablabla. Du warst doch der Doofe, wenn du dein Geld gespart hast, was in der Zeit entwertet hat, während der Nachbar schon längst drei neue Autos geleast hatte.

Und ja, genau das bringt Überkonsum, Ressourcenverschwendung und Fehlinvestitionen - und genau das prangern die Bitcoiner an und GLAUBEN, dass es mit Bitcoin besser werden kann. Besser in dem Sinne, dass der Überkonsum zurückgefahren wird. Für den Konsumsuchti wirds sich aber vielleicht nicht besser anfühlen, kann natürlich sein…

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Für ein hartes Geld (das keine Zielvorgabe 2% Inflation hat) gilt: Um erfolgreich zu investieren, muss man Dinge wissen/lernen/verstehen und Glück und Disziplin haben. Um erfolgreich zu sparen muss man genau nichts tun. Nichts tun kann natürlich unter Umständen auch eine gewisse Disziplin erfordern (um so mehr, je ärmer man ist), von daher ist mir vollkommen bewusst, dass Sparen auch mit einem harten Geld nicht maximal einfach ist. Die motivationstötende Eigenschafft, dass das Ersparte kontinuierlich an Wert verliert, fällt aber weg.

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Sparen und investieren sind erstmal verschiedene Dinge, zu Ersterem ist auf jeden Fall jeder fähig - solange er mehr Mittel hat, als er zum unmittelbarem Leben braucht. Es geht auch weniger um Motivation zum Konsum - als viel mehr um eine Demotivation zu sparen, deshalb schrieb ich auch „indirekt“. Ausserdem wäre ich mit Werturteilen, was „Überkonsum“, „Verschwendung“, etc. ist vorsichtig, das liegt im subjektivem Urteil jedes Einzelnen.

Die Werturteile und damit die Preise würden sich aber deutlich verändern, wenn das Geld nicht „billig“ wäre, sowohl für Verbraucher - als auch für Produzenten.

Dem stimme ich zu.
Zusätzlich wurden viele Kreditnehmer dadurch in die Überschuldung getrieben. Schau dir mal einen Überschuldungsreport an.
0% Finanzierung hier, 0% Finanzierung da, aber die kleinen Raten läppern sich.
Versuch mal da noch zu sparen. :wink:

Natürlich sind Sparen und Investieren verschiedene Dinge, deshalb habe ich beides genannt. Und ich bleibe dabei, die meisten können beides nicht. Und ja natürlich betreiben sie Überkonsum und haben ein Mangel an Disziplin. Da ist das Blabla die Inflation frisst alles auf und es gibt 0% Kredite doch nur ein Ausdruck von Rechfertigungen um die eigenen Fehler nicht einzugestehen. Klar frisst Inflation Erspartes. Sinnloser Konsum tut es aber noch mehr. Diejenigen, die durch Mindestlohn und andere Einzelfälle wirklich keine Mittel haben, sind die Minderheit. Ich komme aus einer solchen Familie und ich weiß, dass da trotzdem in den meisten Fällen was geht, aber die meisten dazu unfähig sind.

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Aus priviligierter Sicht ist es leicht den Konsum anderer als sinnlos zu betiteln.

Ist ein Smartphone heutzutage notwendig oder Luxus? Macht es die Art der Finanzierung zu einer sinnlosen oder sinnvollen Konsumentscheidung?

Ist Konsum, der der Teilhabe dient sinnlos, weil vermeidbar oder wichtiger Bestandteil eines guten Lebens?

Ich würde an Deiner Stelle einmal eine soziologische Brille aufsetzen und damit das menschliche (Konsum-)verhalten und die jeweiligen Hintergründe betrachten.

Eine Pauschalisierung a la: „Die Leute von heute rennen nur dem Konsum hinterher und sparen nicht. Selbst schuld.“

Ist sicher sehr weit von der Realität t entfernt. Wir hatten dazu in einem anderen Thread schon einmal ausführlicher diskutiert.

Die Welt ist komplex. Entsprechend sind es auch die Antworten auf viele Fragen. :slight_smile:

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Zugegeben, so wirklich glaube ich nicht an Bitcoin. Dennoch habe ich eine gewisse Summe investiert und eine Bitbox gekauft.
Jetzt lasse ich das ganze einfach mal 10 Jahre liegen und schau was draus geworden ist.

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Ich sag mal so…

Wenn unsere Weltwirtschaft mit all den Landeswährungen und Kontrolle der Zentralbanken fair und ohne Krisen abläuft, wird Bitcoin weniger stark an Relevanz gewinnen. Weil es uns ja dann gut geht.

WENN aber die Weltwirtschaft wankt und die Zentralbanken mit ihren Mechanismen „versagen“ und so Krisen versursachen, wird sich Bitcoin als Alternatives Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Inflationsschutz sehr stark langfristig an Relevanz gewinnen.

Wir Menschen (jedes einzelne Individuum) bestimmen bzw. akzeptieren was (gutes) Geld ist. Wenn es soweit kommt, dass die Menschen Bitcoin als das bessere Geld ansieht, weil die Staaten und Banken immer wieder die gleichen Fehler machen, wird Bitcoin sich langfristig durchsetzen.

Kurzgesagt:
Das bessere Geldsystem gewinnt und etabliert sich.

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Ich glaube nicht, dass das widersprüchlich klingt/ist. Warum soll es bei einem Bitcoin Standard keine Dienstleister wie Banken geben, die gibt es auch länger, als es Fiat gibt.

„Be your own Bank“ muss ja nicht verpflichtend sein. Es spricht ja nichts dagegen für den Alltag auf Dienstleister - wie eben Banken - zurückzugreifen und seine Rücklagen etc. selbst zu verwahren - wenn man das möchte. Ich gebe Dir auch vollkommen recht, für die breite Masse halte ich die vollständige Selbstverwahrung für unrealistisch, aber auch nicht notwendig. Für mich ist das wirklich interessante an Bitcoin eben die absolute Mengenbeschränkung, alles andere sehe ich als Bonus.

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Aber bei Geld scheinen sich die allermeisten dann doch einig zu sein. Da verschenkt niemand (zumindest nicht die Mehrheit) etwas an Unbekannte. Und genau das würde eine Verwässerung der Menge darstellen.

Spieltheoretisch spricht eben eine Menge dafür, dass diese fixe Menge nie verändert werden wird. Es gibt keinen Bedarf für eine Veränderung. Denn nicht die konkrete Anzahl an BTC ist das Besondere, sonderne die feste Limitierung.

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Da muss ich dir wiedersprechen. Ich finde nicht, dass die breite Masse ein Schuldsystem geil findet.
Ich denke, die breite Masse ist so krass in der „Matrix“ der Fiatwelt, dass sie denken es gibt nichts besseres und keine bessere alternative auf dieser Welt.

Es hat viel mit der Psychologie des Menschen selbst zu tun. Und das heutige Fiat Geld hat uns so psychologisch erzogen mit „heute konsumieren, morgen bezahlen“.
Nur schon die Eigenschaft, das Bitcoin limitiert ist (und das ist sehr einfach zu verstehen für die breite Masse) macht psychologisch etwas mit den Menschen - Sie konsumieren bewusster und sparsamer.
Wie Roman öfters mal erklärt hat mit dem Computermarkt: Welche sich stetig weiterentwickelt und man mehr erhält (Leistung), wenn man später konsumiert für das gleiche Geld. Oder umgekehrt, man erhält die gleiche Leistung für weniger Geld wenn man wartet und spart.

Ich denke, die Menschen werden das bewusst oder unbewusst verstehen. Von „Nicht mehr heute konsumieren und morgen bezahlen“. Zu „Sparen solang es geht, weil ich mehr (Leistung, Ware) erhalte je länger ich warte“.

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…das ist ja auch der Grund, warum mich der „selbstlose“ Einsatz der Hardcore-Bitcoiner für eine bessere Welt ein wenig befremdet! Eigentlich warten alle auf den nächsten Bullrun und darauf, dass die eigenen BTC-Bestände noch mehr Fiat wert sind -ohne mühevolle Arbeit.

Diese altruistische Story rund um den Bitcoin macht mich eher skeptisch. Das hat was, wie ich schon schrieb, religiöses, sektenhaftes. Da werden Heilsversprechen getätigt, damit andere ebenfalls in das System einsteigen, nur so können die BTC-Priester den eigenen Profit noch steigern.

Es geht sogar soweit, dass man sich auf den Einstieg der Großinvestoren freut, weil das den Kurs (ggü. Fiat!) in schwindelnde Höhen treiben könnte.

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Du vergisst den ökonomischem Anreiz bei so einem Hardfork. Warum sollte ein Westeuropäischer Sparer für so einen Hardfork sein wenn seine ersparten Bitcoin durch mehr Bitcoins wertloser werden? Warum sollte ein Afrikanischer Bauer dieser Änderung zustimmen? Doch nur wenn ihm dadurch mehr Ertrag versprochen werden kann als ohne diese Änderung. Aber sobald solche Änderungen durchgeführt werden, sind wir wieder bei einem Fiatsystem, nur eben auf der Blockchain. Und der Wert der Fiatsysteme sinkt langfristig.

Also selbst wenn es zu so einem Hardfork kommt und selbst wenn dieser mit mehr Bitcoins dann kurzfristig höher bewertet werden wird, wird trotzdem immer noch das alte statische Bitcoin weiterleben mit seinen maximal 21 Millionen Coins. Und dieses alte Bitcoin wird somit langfristig zwangsweise mehr Wert sein als ein neues entwertetes Bitcoin. Wie auch immer diese Coins in Zukunft heißen werden.

Also ja, diese Regel ist in Stein gemeißelt und wird es auch bleiben. Egal wie oft du diese Regel ändern wirst.

Das mag zwar auf dem ersten Blick zwar stimmen, gesammtökonomisch bedeutet aber immer, dass wenn du etwas umsonst bekommst immer ein anderer dafür bezahlen muss. There is no free lunch. Und das lähmt ein Land auf Lange sicht, weil die Gewinner sich problemlos auf ihrer Knete ausruhen können während die Verlierer nur für ihre Ausbeutung schuften müssen und deswegen keinen Platz für Innovation haben. Die Menschen, die sich gegen so ein Ausbeutersystem entscheiden werden gegenüber den Menschen, die sich für so ein System entscheiden zwangsweise langfristige Vorteile haben und somit auch deutlich besseren Wohlstand und technologishcen Fortschritt erarbeiten können. Sprich: Das bessere Geld wird sich durchsetzen. Und erst hier kommt der Glaube: Ich denke nicht dass das ein Fiatgeld sein kann.

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Diese Option ist sinnfrei in meinen Augen, dann werden die zentralen Stellen einfach Fiat behalten, mit dessen Kontrolle hat man ja Erfahrung.

Bitcoin ist für mich kein Geld aktuell und muss es auch nie werden. Ich bin jetzt schon seit Jahren mit dem Thema Bitcoin in Berührung. Ich habe auch nicht wirklich mehr Ahnung davon als der durchschnittliche Blocktrainer-Zuschauer - aber damit vermutlich trotzdem mehr als 99 % der Leute da draußen, die davon überhaupt keinen Schimmer haben. Und trotzdem habe ich mich bspw. noch nicht an das Thema Lightning rangetraut, weil es mir zum einen zu kompliziert ist. Und - noch wichtiger - weil ich es schlicht nicht brauche. Ich kann ja überall mit Fiat bezahlen, notfalls tausche ich halt einfach BTC zurück in Fiat.

Ich bin zufrieden, wenn BTC eine Art digitales Gold wird, ein Wertspeicher, für meine erarbeitete Lebenszeit, auf die ich später wertmäßig zugreifen kann, ohne dass es mir weginflationiert wurde.

Ob das möglich ist ? Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Denn der eingebaute Halving-Zyklus könnte für diese reine Wertspeicher-Nutzung für BTC den Todesstoß bedeuten, oder ? Schon in wenigen Jahren wird man pro Block so gut wie keine BTC mehr als Rewards bekommen, der Wert geht schon bald gegen 0. Dann kann das Netzwerk nur überleben, wenn die Gebühren für die Miner recht hoch werden. Diese fallen aber doch nur bei Nutzung des Netzwerks (als Geld ?) an. Für das ich selbst wiederum gar keinen Bedarf sehe. Wenn also viele User wie ich BTC nur als Wertspeicher ansehen und es nicht darüber hinaus nutzen wollen, woher sollen die Miner dann ihre Gebühren beziehen ? Das ist so die Achilles-Ferse, die ich sehe.

Da fallen mir sofort einige Beispiele aus meiner Lebenszeit ein :wink: …zum Beispiel VHS-Videocassetten, MS Windows oder das iPhone: Die schlechteren Produkte, die dank Marketingbudget Marktführer wurden…

Ich verstehe da auch die Annahme der BTC-Freaks nicht, dass das Halving zur Wertsteigerung bzw. Kursgewinnen führen muss: Ich denke eher, dass sich einige Miner aus dem Business zurück ziehen werden und die Gefahr mit jedem Halving wächst, dass andere Krypto-Systeme interessanter bzw. lukrativer werden.

Weil es von den Staaten eingeführt wurde um Krieg zu führen und den Bürgern keine Alternative erlaubt. Wer Gold besaß musste das erst abgeben und später wieder für die Freiheit erlaubt zu werden. Aber durch billiges Fiat und der nicht Nnachweisbarkeit von Gold in irgendwelchen Kellern kann der Preis beliebig manipuliert werden und dass das passiert ist nachgewiesen. Gold wurde somit der Ruf als sicheres Geld nachhaltig genommen weil diese Manipulation jederzeit wieder passieren kann. Das Gold kann sich nicht dagegen schützen während Bitcoin diesen Schutz eingebaut hat, mit der Maximalanzahl von 21 Millionen Stück.

Da hast du natürlich recht. Praktisch jedes gemalte Gemälde ist auch selten, es ist nur einmal vorhanden und trotzdem nicht unendlich viel Wert. Aber du sprichst hier den Netzwerkeffekt an. Bitcoin selber kann beliebig oft kopiert und verändert werden. Aber die Nutzer entscheiden sich für Netzwerke und das macht den Wert dieser Netzwerke aus. Je mehr Bitcoin verwenden, desto wertvoller ist es, je weniger Etherium verwenden desto weniger wert hat es, und umgedreht.

Ja Bitcoin kann vertrauen verlieren z.B. durch einen Bug, Verbote usw. und mit dem Vertrauen auch seine Nutzer. Aber nochmal: Bitcoin hat ein deutlich höheren ökonomischen Anreiz als Fiat und wird somit aktuell immer mehr Menschen anziehen die davon profitieren. Nicht weil der Wert steigt, sondern weil sie in Bitcoin nicht enteignet werden können. Die Wertsteigerung durch das vergrößern des Netzwerkes kommt da nur oben drauf und bringt einen weiteren ökonomischen Anreiz es zu verwenden.

Nicht unbedingt! Ein Geld kann auch von Staaten vorgeschrieben werden wie wir es mit Fiat überall sehen. Und ja, damit hat es natürlich zwangsweise einen hohen Netzwerkeffekt. Aber du solltest nicht den Grund vernachlässigen: Es wird quasi angeordnet dieses Geld zu verwenden. Schau einmal als Beispiel auf die hyperinflationierten Länder. Jeder der das Geld bekommt rennt sofort auf den Markt um es auszugeben weil er am nächsten Tag schon wieder weniger Gegenwert davon bekommt. Ja sie benutzen das Geld immernoch weil sie ihre Steuern davon bezahlen müssen und eventuell ihr Gehalt in diesem Geld ausgezahlt bekommen. Aber sie wollen es wie gesagt so schnell wie möglich wieder los werden. Man könnte überspitzt sogar sagen, dass für die Menschen der Wert von dieser hyperinflationierten Währung negativ ist weil sie es loswerden müssen. Nur weil bei 2% bis 10% die Enteignung nicht so schnell auffällt ist es eben noch lange kein gutes Geld, welches die Menschen benutzen wollen sondern dazu gezwungen werden.

Auch in Deutschland gibt es einen Zwang zu diesem Geld: Jeder Verkäufer muss es per Gesetz annehmen und der deutsche Staat will seine Steuern auch in seinem Geld. Das erzeugt natürlich Nachfrage für ein Geld, das sonst vielleicht keiner Nutzt. Aber du hast recht, dadurch wird es auch benutzt. Sollten die Menschen aber eine wirkliche Wahl bekommen, dann werden sie sich zunehmend weniger für Fiat entscheiden weil es individuell eben nachteilig ist. Einfaches Beispiel ist doch, dass es keine Sparbücher mehr gibt und man sozusagen gezwungen ist Aktien oder sonstiges zu halten. Alles um nicht das inflationierende Geld sparen zu müssen.

Da hast du durchaus recht, aber die meisten Menschen denken auch nicht immer exakt darüber nach was am ökonomischsten ist. Bzw. genauer: manchmal spart man sich die Zeit darüber nachzudenken und lebt einfach. Wie gesagt, bei 0% bis 2% fällt die Enteignung auch kaum auf und geht quasi in den normalen Steuerabgaben unter. Die meisten Menschen sind bei 2% Inflation trotzdem noch in der Lage mehr zu sparen als ihnen die Inflation wegnimmt. Und vielen ist auch nichtmal bewusst dass ihnen durch das Geld Kaufkraft gestohlen wird. Wie oben schon gesagt: Für die meisten Menschen werden die Zahlen ja auch immer größer. Ich hab z.B. mal eine Doku gesehen wo sich Kinergärtner darüber gefreut haben nach 20 Jahren (ca. 2000 bis 2020) eine Gehaltserhöhung von 30% erstritten zu haben. Aber alleine die errechnete offizielle Inflation liegt schon bei ca. 50% bis 60%. Sie haben sich also über höhere Zahlen gefreut, werden tatsächlich aber immer ärmer. Und das ist ja nur die geschönte Inflationsrechnung ohne Immobilien oder Aktien, die aus dem Index einfach rausgerechnet werden. Sobald den Menschen aber eine Alternative bekannt ist, bin ich mir sicher, dass viele Menschen dies auch nutzen werden. Es liegt einfach an der Bildung.

Ganz einfahc zu erklären: Erst wenn die letzten Bitcoiner aufhören an Bitcoin zu glauben, dann ist das Netzwerk gescheitert und bleibt stehen. Davor kann es natürlich Rückschläge geben und Vertrauensverluste, Hardforks usw. Aber solange Bitcoin bei einzelnen Menschen überlebt wird es weiter gehen und mit seinen ökonomischen Anreizen weitere Menschen anziehen. Ich kann mir nicht mehr vorstellen dass Bitcoin, von dem schon so viel in den Nachrichten gebracht wurde und sogar Großinvestoren einsteigen nochmal diese Stellung verliert dass kein Mensch auf der gesamten Erde mehr vertrauen in ein mathematisch nachweisbares knappes Geld haben wird. Aber wie immer: Die Zukunft ist komplex und ungewiss. Aber auch wie immer: Wer die besten Vorhersagen macht und die Welt am besten Analysiert hat eben Vorteile im Leben. Einfaches evolutionäres Überlebensprinzip.

Ich glaube nicht dass ich Bitcoin als einseitig erfasse. Die Ökonomie von Bitcoin ist hoch komplex und natürlich kann ich mich irren. Bis jetzt kamen nur noch keine Argumente außer Gegenglauben dass Bitcoin scheitern wird. Und umso mehr man darüber nachdenkt und Bitcoin an jeder Stelle angreift, desto ehr merkt man: Bitcoin ist nicht mehr tot zu kriegen. Das könnt ihr gerne als Maximalismus abtun :woman_shrugging:.

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Du solltest dein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Auch du benutzt Bitcoin als Geld. Denn nur weil du es nicht aktiv ausgibst erfüllt Bitcoin trotzdem für dich eine fundamentale Eigenschaft von gutem Geld: das Sparen für die Zukunft.

Und das ist der nächste Punkt: Es ist völlig egal wofür ein Geld verwendet wird. Der Eine benutzt die Scheine um sich einen Pullover zu kaufen und der Andere um seine Kamin zu heizen. Aber beide hatten einen Nutzen von dem Geld und erzeugen eine Nachfrage nach dem Geld. Das erhöht den Wert des Geldes egal wofür sie es verwenden, ob sie es nur rumliegen lassen in der Hoffnung es später wieder veräußern zu können oder ob sie aktiv sich irgendwelche Dinge davon kaufen.

Naja, auch wenn viele Leute die Bitcoins nur abkaufen und lagern so generieren sie trotzdem bei jedem Kauf eine Transaktion und generieren somit Gebühren für die Miner. Auch einfache Sparer kaufen dazu oder wollen irgendwann die Werte wieder einlösen und generieren damit Transaktinosgebühren. Zusätzlich bist du ja in Deutschland nicht alleine, auch die Amerikaner, die Asiaten oder die Afrikaner benutzen das Netzwerk und jeder hat einen anderen Usecase, andere Vorstellungen was sie mit ihren Bitcoins machen (Ordinals, Smart Contracts, Lightning, Überweisungen,…) Anwendungen gibt es viele und sie werden monatlich mehr.

Du kannst ja mal ausrechnen, wie viele Transaktionen sich sammeln, wenn es alle Bitcoinnutzer jetzt nichts weiter machen werden außer jeden Monat Bitcoins nachkaufen. Und in diesem Szenario unterschlägst du ja alle anderen Anwendungen von Bitcoin, also kannst du davon ausgehen dass die tatsächliche Nachfrage deutlich höher ist.

Außerdem ist es ja nicht vorgeschrieben wie viele Miner es geben muss bzw. genauer wie hoch die Hashrate von Bitcoin sein muss. Wenn der Wert fällt, dann werden die unprofitabelsten Miner wieder vom Markt gespült. Der Rest kann sich dann trotzdem von den Gebühren versorgen weil eine immer kleiner werdende Gruppe die gleichen rewarts Teilen muss. Genauso wie es mehr Miner werden wenn das Mining „zu profitabel“ wird. Das ist die freie Marktwirtschaft.

Aber selbst wenn du recht haben würdest und der Bitcoin-Kurs so extrem abfallen würde, dann würde es ja eine Welle an Transaktionen geben. Du würdest wie viele Andere auch versuchen deine Bitcoins zu verkaufen bevor sie „komplett wertlos“ geworden sind. Alleine diese Transaktionsflut wird die Minern wieder genug Geld einspielen um das Netzwerk weiter sichern zu können. Der Preis von Bitcoin würde also nicht sprunghaft auf 0 fallen können.

Aber ich denke du musst als einfacher Nutzer nicht den Minern hinterhertrauern. Die sichern das Netzwerk nicht uneigennützig und haben ihre Gewinnmargen. Und dass Bitcoin irgendwann nicht mehr benutzt werden sollte weil alle nur noch sparen ist zwar denkbar, aber mit all den Anwendungen schon relativ unrealistisch. Dafür sind die Menschen zu unterschiedlich und haben zu unterschiedliche Vorstellungen von Geld.

Ich persönlich würde auch nicht von davon ausgehen dass die Halvins zu einem Boom führen werden. Aber die Frage wird sich in einigen Jahren von alleine klären. Die Halvings gehen in ihrer Relevants immer weiter zurück. Dieses Jahr hatten wir erstmals einige Blöcke die mehr Transaktionsgebühren abgeworfen haben als neu ershcaffene Bitcoins. Umso kleiner die Inflation von Bitcoin also wird, desto größer sind im vergleich die Gebühren. Sollten die Gebühren so bleiben wie sie aktuell sind (wobei man ja markttechnishc davon ausgehen sollte dass diese wegen dem knappen speicherplatz in der Blockchain noch steigen werden), dann sind in spätestens 20 Jahren die Halvings so klein, dsas sie zwischen den Transaktionsgebühren nicht mehr auffallen.

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Das stimmt eigentlich nicht mit „richtigen“ Geld kann ich beim Bäcker Brötchen kaufen mit Bitcoin nicht.

Also fehlt noch die akteptanz das Bitcoin Geld ist.

Gab‘s ja schon (Neumünster, Dresden und auch der Schwager vom Höfgen). Aber richtig, die Akzeptanz fehlt. Somit sind bei vielen diese Angebote der alternativen Zahlungsmethode leider nicht von Dauer gewesen.