Warum die Sicherheit von Bitcoin langfristig scheitern wird

Ich habe mir diesen Thread nochmal (fast) komplett durchgelesen und sehe die Ausgangszweifel von @Xander im Laufe der Diskussion nicht ausgeräumt. Wir haben damit ein weiteres (meiner etwa 1 bis 1000 ;-) Szenario, was zum Ende des Bitcoin, dem wir hier alle huldigen, führen könnte.

Natürlich möchte niemand sein Handeln mit Zweifeln durchlöchern, deshalb ist der „beruhigende“ Teil der Argumente hier aus meiner Sicht eher ein „Pfeifen im Walde“. Besonders bei „Maximalisten“, die alles auf eine Karte setzen und ihre gesamte, materielle Zukunft vom Werden des Bitcoin abhängig machen.

Ich fühle mich durch diesen Thread in meinem „nur-soviel-investieren-wie-man-verlieren-könnte“-Mantra bestätigt. Aber: Mehr noch - ich denke, dass es verantwortungsbewusst ist, an einem persönlichen Exit-Szenario* zu arbeiten. Mir ist natürlich klar, dass dies auf (in etwa) der gleichen Ungewissheit basieren muss, wie die Hoffnung, dass Bitcoin immer weiter wächst und eine bessere Welt fördert. Ich bin sicher, die „Wale“ haben alle eigene „Exit-Szenarien“.

Ich bin @Xander jedenfalls dankbar für sein beharrliches, faktenbasiertes Zweifeln.

*= für mich selbst wird das bedeuten, weiterhin bei markanten Kursen Gewinne zu realisieren und nicht mehr als eine definierte Menge Sats zu kaufen. Außerdem meine Diversifizierung neu auszubalancieren. Dazu das Halten der meisten meiner Coins auf den Börsen, statt in Selbstverwaltung.

3 „Gefällt mir“

Das geht mir leider auch so. Und angesichts meiner Asset Allokation kann ich nur sagen: Ich wünschte es wäre anders.

Zusammengefasst argumentiert die Seite der Maxis wie folgt: „Wir sind in 20 Jahren viel weiter, die Gebühren werden sicher steigen, die Transaktionsvolumina ebenfalls“ usw.

Ich sehe dieses positive Szenario nicht zwangsläufig eintreten, warum sollte es? Bitcoin ist heute schon das 5. größte Asset der Erde.

Was mich am Meisten getriggert hat war der Gedanke, dass Bitcoin eben NICHT überlebensfähig ist, wenn die Nutzung so bleibt wie sie ist. Bitcoin ist auf eine starke Zunahme der Handels- und Nutzungsaktivität auf der Mainchain angewiesen, um weiter sicher zu bleiben. Ansonsten erodieren die Einnahmen der Teilnehmer. Alle hier angesprochenen Alternativszenarien wie: Reiche Wale/Staaten werden das Netzwerk freiwillig sichern, widersprechen grundlegend dem Gedanken der Dezentralität. Diese kann man nicht durch Subventionen ersetzen. Dann ist der Wert der Dezentralität weg.
Ebenfalls das Ende von Bitcoin würde die oftmals diskutierte Aufhebung des 21 Mio. Stück-Limits mit sich bringen. Da bin ich mir zu 100 % sicher, dass das Bitcoin nicht überleben würde. Einen solchen hard fork sehe ich aber schon in weit entfernter Zukunft kommen, wenn das Transaktionsvolumen und die Gebühren die nächsten 2-3 Halvings nicht steigen.

Für das angeblich stärkste und sicherste Asset der Welt ist das alles relativ dünnes Eis in meinen Augen. Sollte es, wenn man es heute so bezeichnet, nicht schon nahezu perfekt sein und nicht eine wesentliche Änderung/Zunahme der Nutzung erforderlich sein, um es erst zu werden?
Das ist relativ viel Hopium in meinen Augen.

Danke Dir vielmals. Ich bin nicht hier, um Leute von Bitcoin fernzuhalten. Ich bin der Stachel im Fleisch, der die Fragen stellt, die einen vor Fehlern und Überinvestieren schützen soll. In erster Linie mich selbst, gerne auch andere. Ich bin auch enttäuscht von den großen deutschsprachigen Influencern, um ehrlich zu sein. Ich habe viele direkt danach gefragt, per E-Mail (Roman allerdings nicht, der könnte sich auch so im Forum dazu äußern), aber noch nicht mal eine Antwort dazu erhalten.
Was ich erstaunlich finde, weil sie es ja auch sonst schaffen, wöchentlich stundenlang um das Thema Bitcoin zu philosophieren.

Abschließend: Ich wäre der, der sich am Meisten freut, wenn ich hier eine überzeugende Antwort auf dieses Problem kriegen würde. Aber wie oben ausgeführt, bleibt am Ende wohl nur die Hoffnung, dass Bitcoin stärker genutzt wird und die Gebühren steigen. Tritt das nicht ein, bleibt es bei Satohi’s Prophezeiung: „Entweder gibt es in einigen Jahren ein sehr hohes oder gar kein Transaktionsvolumen mehr.“
Ich denke, man sollte dem Meister ruhig glauben.
Angesichts dieser Unsicherheit, sollte man aber zumindest darüber nachdenken, seine Gewichtung in Bitcon auf ein Maß zu reduzieren, das nicht der gesamten Lebensleistung entspricht, wenn dieses erforderliche Positivszenario nicht eintritt.

Schönen Sonntag Euch noch!

3 „Gefällt mir“

Bei der Netzwerksicherheit geht es doch darum, einen Double-Spend auszuschließen, oder?

Es reicht doch völlig aus, wenn sich die Rechenleistung ab heute noch knapp ver10-facht, dann ist es doch - vorausgesetzt der Preis schafft es auf 1Mio heutiger Kaufkraft - völlig ausreichend sicher?! (Die Zahlen sich sicher diskutabel, aber sollten in etwa passen)

Es muss doch nicht permanent die Hashrate steigen, oder?
Es reicht doch aus, wenn der Zustand „Double-Spend-Attacke nicht mehr Möglich“ erhalten bleibt.

Seh ich was falsch?

1 „Gefällt mir“

Ich kann mich auch an zahlreiche, andere Diskussionen hier erinnern, die bei „nur leicht“ erhöhten Tx-Gebühren geführt wurden - deshalb denke ich, dass eine Finanzierung über die Transaktionsgebühren im Rahmen der technisch möglichen Transaktionszahlen derart horrende Höhen erreichen müsste, dass dem Bitcoin von dieser Seite aus wieder Unheil drohen würde. Denn das mit den Level-2-Lösungen zur Realisation eines funktionalen Zahlungsmittels ist bislang ja auch noch nicht überzeugend für mich.

…eben! Solang die Dezentralität nicht aus sich selbst heraus resilient ist, ist es keine vollständige mehr. Ein subventioniertes Bitcoin-Netzwerk ist noch nicht mal ansatzweise das, was sich der Erfinder davon versprochen hat.

Eben. Damit würde Bitcoin zum Shitcoin. Das wäre es gewesen! Morgen 50% mehr, übermorgen 500% usw… Es wäre das Ende der Idee.

Meine persönliche Meinung zu Bitcoin-Influencern - und sogar zum Influencertum allgemein - habe ich ja anderswo schon ausgebreitet. Ich verstehe, warum sie die Dinge tun, die sie tun. Aber ich selbst investiere keine Zeit und Aufmerksamkeit mehr darin.

Das Gute an der Sache ist ja: Im Moment funktioniert ja noch alles ganz gut, das nächste Halving ist noch eine Zeit entfernt.

Mir persönlich helfen dabei Zweifel weitaus mehr, als bedingungsloser Optimismus. Denn nur so kann ich ein für mich angemessenes Risikomanagement tätigen - und mir, wie oben gesagt, ein Exit-Szenario erstellen. Denn auch, wenn es mit dem Bitcoin absehbare Probleme geben sollte, gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben…

1 „Gefällt mir“

Sofern ich das richtig verstanden habe, geht es genau darum.

Kannst Du das mit ein paar Zahlen erläutern? Bei heutigen Transaktionsgebühren müsste der Bitcoin-Kurs inflationsbereinigt in 35 Jahren bei 265 Mio. Euro stehen (siehe Rechnung weiter oben), um ein gleichbleibendes Security Budget zu gewährleisten.

Warum 51 % Angriff und ein ausreichendes Security Budget zusammenhängen beschreibt ChatGPT wie folgt:

„Hängen der 51 % Angriff und das sinkende Security Budget irgendwie zusammen?“

ChatGPT:

Ja, der 51 %-Angriff und das sinkende Security Budget hängen indirekt, aber durchaus kritisch zusammen. Hier ist der Zusammenhang:


Das Security Budget:

  • Das Security Budget von Bitcoin bezeichnet die Summe der Anreize, die Miner erhalten, um das Netzwerk zu sichern.
  • Dieses setzt sich zusammen aus:
    • Block Subsidy (neue Bitcoins pro Block) – wird alle 4 Jahre halbiert.
    • Transaktionsgebühren (Fees).

Aktuell kommt der Großteil des Security Budgets noch aus dem Block Subsidy, aber mit jeder Halbierung wird dieser Anteil kleiner. Langfristig müssen die Fees allein das Mining finanzieren.


Warum das ein Problem ist:

Wenn das Security Budget sinkt, lohnt sich das Mining wirtschaftlich weniger:

  • Weniger Miner bleiben aktiv.
  • Die Hashrate könnte insgesamt sinken.
  • Geringere Hashrate = geringere Kosten für einen Angreifer, das Netzwerk zu übernehmen.

Das heißt:
:right_arrow: Je niedriger das Security Budget, desto leichter und günstiger wird ein 51 %-Angriff.


Beispielhafte Kausal-Kette:

  1. Halving reduziert Block Subsidy.
  2. Viele Miner schalten ab, weil das Mining nicht mehr rentabel ist.
  3. Die Gesamthashrate sinkt.
  4. Die Eintrittshürde für Angreifer sinkt, da weniger Hashpower nötig ist, um 51 % zu kontrollieren.
  5. Risiko für einen erfolgreichen 51 %-Angriff steigt.

Fazit:

Das sinkende Security Budget ist ein langfristiges Risiko, das das Bitcoin-Netzwerk theoretisch anfälliger für 51 %-Angriffe macht.

Die Bitcoin-Community diskutiert darüber intensiv, aber eine klare Lösung existiert aktuell nicht. Optionen wären:

  • Höhere Transaktionsgebühren (was das System teurer macht),
  • alternative Anreize für Miner,
  • technologische Änderungen (wie Soft Forks, Layer-2-Lösungen),
  • oder eine sehr breite Verteilung des Mining (was schwer zu steuern ist).

Mit anderen Worten: Der Schutz vor einem 51 %-Angriff ist langfristig an ein ausreichend hohes Security Budget gekoppelt.

3 „Gefällt mir“

Um mal Klugscheißerisch zu sein: Das Internet hat wohl einen deutlich größeren Netzwerkeffekt, es besteht quasi aus Netzwerk und verbindet nahezu alle Menschen der Welt miteinander. Bitcoin baut auf diesem Netzwerk größtenteils auf, ist aber zumindest aktuell nur ein Teil davon.

Auch wenn es nur um Geldnetzwerke geht, ist der Dollar wohl immernoch größer als das Bitcoinnetzwerk, da hab ich aber aktuell keine verlässlichen Zahlen im Kopf :slight_smile:


Ansonsten habe ich nicht viel weiter beizutragen. Ich denke trotzdem, dass ihr beiden (@BlackMirrus und @Xander ) die Zukunft bei weitem zu pessimistisch seht. Also klar kann Bitcoin immernoch daran scheitern, dass es viel zu wenig Menschen benutzen. Aber wenn man sich die Zahlen ansieht (die ich vor einem Jahr schon mal gezeigt habe und @Semantos oben nochmal gezeigt hat), dann ist die Blockchain schon randvoll gefüllt, wenn jeder Deutsche 3 Transaktionen im Jahr macht oder nur 3% der Weltbevölkerunge eine Transaktion durchführen will. Und das sind schon geschönte Zahlen weil es 1) Immer mehr Menschen auf der Welt gibt und 2) die Rechnung wirklich nur mit den Einzelmenschen gemacht wurde. Jede Firma, jeder Sportverein, jede Religionsgemeinde, jede politische Gruppierung, jeder Staat kommt da mit eigenen Transaktionen noch hinzu.

Die GoogleKI sagt in einer Schnellsuche:
Es gibt weltweit schätzungsweise 359 Millionen Unternehmen.

Das würde bedeuten, dass nichteinmal jede Firme einmal im Jahr eine Onchaintransaktion machen kann. Glaubt ihr wirklich und ernsthaft, dass Bitcoin daran scheitern wird, dass es nicht genug Transaktionen in der Hauptchain geben wird?

Wie gesagt: Klar kann Bitcoin noch scheitern, aber das wird sichtbar in der weltweiten Akzeptanz und wie politisch über Bitcoin geredet wird. Sollte dort Bitcoin in „Vergessenheit“ geraten und an Boden verlieren, ja dann kann Bitcoin natürlich noch scheitern. Dafür gibt es aber noch deutlich mehr Kennzahlen als nur die Transaktionsanzahl in der Hauptchain.

Und dass es einen Trend gibt, dass weltweit weniger Bitcoin verwendet wird sehe ich aktuell nicht. Da findet ehr das Gegenteil statt: Immer mehr Menschen geben an, überhaupt einmal von Bitcoin gehört zu haben, wegen der Reservewährungsdebatte und den rekord-Preisen ist Bitcoin weltweit in den Nachtrichten.

Ja das sind nur momentane Kennwerte und Bitcoin wird sicher auch wieder Flauten erleben. Aber wie gesagt, über die nächsten 10 Jahre brauchen wir uns dank den neu erschaffenen Coins keine Sorgen um das Security-Budget machen und danach sieht die Welt wahrscheinlich schon deutlich anders aus. Zumindest werden wir wieder mehr Daten in der Bitcoinhistorie stehen haben (10 Jahre mehr), aus denen wir irgendwelche genialen Schlüsse ziehen können.

2 „Gefällt mir“

Mit grösstem Netzwerk ist natürlich, grösstes Netzwerk gemeint das nicht geknackt wurde. Es wird wohl gerade deshalb am meisten darin investiert. Aber du hast Recht ist nicht wirklich gut beschrieben von mir. Netzwerk ist vielleicht auch falsch als Wort gewählt.

Wenn Gefahr besteht dann sehe ich viel eher die Kapitalkonzentrationen in Bitcoin als problematisch. Aber das hat wir ja bereits.

Wenn man diesen Aspekt der Kapitalkonzentration weiterspannt und sich die etwa 130/140 eigenständige Nationen mit eine Bitcoinreserve vorstellt, so brauchen diese je eine eigene Node zu betreiben und Bitcoin als P2P Zahlungsmittel gar nicht das eigentliche Endgame, sondern Staaten die ihren Haushalt untereinander abgleichen. Land A schuldet Land X und begleicht die Schulden im Hintergrund mit BTC. Davor werden irgendwelche Währungen/Altcoins/Token gespannt und damit die Bevölkerung bedient.

Natürlich würden all diese Staaten auch Mining betreiben, entweder direkt oder indirekt investiert. Schliesslich geht es um das darin investierte und gehaltene Kapital.

Was aus den BTC Maxis wird, dazu habe ich mir keine Gedanken gemacht. :hugs:

Ich hab das mit Grok mal ein wenig durchkalkuliert…

Es ist wohl so wie von Dir angenommen: Die Tx-Gebühr muss höher werden bei fallender Blocksubsidy sowie der BTC-Preis muss auch hoch…

Glaub ich an steigende Kurse? Ja!
Glaub ich an steigende Tx-Gebühren? Ja!

Wir werden sehen…

2 „Gefällt mir“

Wie gesagt, wir sind nicht in akuter Gefahr. Dass der Kurs bis 2032 600.000 Euro bzw. über 1 Mio. Euro bis 2036 erreichen kann, daran zweifle nicht mal ich. D.h. selbst bei gleichbleibend niedrigen Transaktionsgebühren sind wir die nächsten 10 Jahre relativ „safe“, wenn der Kurs konstant weiter steigt und nicht noch mal ein Bärenmarkt mit 80 % Kursrutsch kommt.

Danach schlägt aber die Macht der Zahlen bzw. des Halvings erbarmungslos zu, was Du an dem notwendigen BTC-Kurs von über 260 Mio. Euro in „nur“ 35 Jahren erkennst.

Meine Vorgehensweise bzw. mein Rat wäre: Die nächsten 10 Jahre das Netzwerk und die Auslastung genau verfolgen. Der Kurs wird in dieser Zeit bestimmt steigen, weil die institutionellen Käufer zunehmen dürften. Wenn in 10 Jahren das Netzwerk immer noch nicht stärker ausgelastet ist bzw. die Gebühren weiter so niedrig wären wie heute, würde ich den Exit aus Bitcoin erwägen. Aber 10 Jahre sind erst mal ein sehr langer Zeitraum, warten wir ab, was passiert, aber haben wir ein Auge da drauf.

Zur Verfolgung der Transaktionen auf dem Mainlayer empfehle ich das:

https://ycharts.com/indicators/bitcoin_transactions_per_day?

2 „Gefällt mir“

Ich habe gehört bisher ist die Adoption ähnlich des Verlaufs disruptiver Technologien, wie dem Internet. Sollte keinen Grund zu Sorge geben, aber man sollte natürlich die Entwicklung verfolgen.

https://ycharts.com/indicators/bitcoin_total_transaction_fees_per_day?

Für mich ist das :backhand_index_pointing_up: die wichtigste Grafik für die Auslastung und Rentabilität des Netzwerks. Sie beinhaltet sowohl das Volumen als auch die Gebühren. Und enthält keine neu geschürften Bitcoin pro Block.

Diese Grafik gilt es die nächsten Jahre im Auge zu behalten, wenn es um die Netzwerksicherheit/-auslastung von Bitcoin geht.

Ich denke das ist eher Panikmache.
Mit steigender Bitcoin Adaption werden die Transaktionsgebühren erst mal stark ansteigen

Meiner Meinung nach ist Problem wenn man einen Bitcoin Standard anstrebt eher das man nicht genug Transaktionen in die Haupt Chain bekommt um damit die Layer 2 zu settlen.

Zwischenruf nach ein paar Monaten Pause:

Ich empfehle noch einmal nachdrücklich folgende Grafik im Auge zu behalten:

https://ycharts.com/indicators/bitcoin_total_transaction_fees_per_day?

Das sind die Transaktionsgebühren pro Tag im Bitcoin-Netzwerk. Also ohne neu geschürfte Bitcoin.

Die letzten 5 Tage:

Date Value
October 29, 2025 305.037 $
October 28, 2025 338.631 $
October 27, 2025 333.297 $
October 26, 2025 231.520 $
October 25, 2025 250.806 $

Wenn man jetzt noch den Trend betrachtet, dass immer mehr Investoren ihr Bitcoin-Investment wie folgt machen:

  • ETFs
  • Bitcoin Treasury Companies
  • Bitcoin auf den Börsen kaufen (und dort verwahren)

anstatt in Eigenverwahrung, dann stellt sich erneut die Frage: Wo sollen die steigenden Gebühren in Zukunft herkommen, um hier das sicherste und resilienteste dezentrale Geldnetzwerk der Welt zu erhalten?
250.000 Dollar pro Tag an Gebühren sind ein Witz. Das wird hinten und vorne nicht reichen.

Nach wie vor halten es die meisten Bitcoiner bei dem Thema mit diesem Motto: :hear_no_evil_monkey: :see_no_evil_monkey: :speak_no_evil_monkey:

Prinzip Hoffnung wird uns hier nicht retten, Freunde. Auch wenn es noch ein paar Jahre neu geschürfte Bitcoin geben wird, die das fundamentale Problem verschleiern.

3 „Gefällt mir“

Es ist noch viel zu früh. Trotz allem ist Bitcoin noch ein Zwerg in der Wirtschaft. Erstmal abwarten bis Bitcoin die Marktkapitalisierung von Gold erreicht.

2 „Gefällt mir“

Wenn viele Miner aussteigen, sinkt doch die difficulty und man braucht weniger Strom um den Block zu minen, dann wäre es wieder lukrativ solange man am Tag deutlich weniger als 250.000 Dollar an Stromkosten hat. Vielleicht gibt es zu diesem Zeitpunkt aber auch keine großen Miner mehr sondern sehr sehr viele kleine private Miner!?

1 „Gefällt mir“

Du kannst einen Markt, der durch neue Bitcoins subventioniert wird nicht mit einem Markt vergleichen, wo es diese Subvention nicht gibt.
Du kannst also einen Markt, wo aktuell 250.000$ + 450 BTC * 100.000$/BTC = 45250000$ gehandelt werden nicht direkt mit einem Markt vergleichen, auf denen nur die 250.000$ Handelswert ohne die Subventionen existieren. Denn damit blendest du das in Zukunft fehlende Angebot der Subvention aus, was definitiv zu einem Preisanstieg führen wird (solange die Nachfrage nicht absinkt). Egal wie, es wird definitiv dann andere Marktbedingungen geben, die du eben nicht so einfach mit der aktuellen Situation vergleichen kannst.

Also ja, die 250.000$ Transaktionsgebühr sind aktuell gegen die 45000000$ der neuen Bitcoins (Subvention) ein Witz. Die Transaktionen sind aktuell nur 0,5% der Subvention. Ich sehe aber nicht, warum das heutzutage und in den nächsten 10 Jahren zu einem Problem wird. Und in 10 Jahren sieht die Welt sowiso wieder komplett anders aus mit vielleicht besseren Technologien, besseren Regierungen (hust…)

Heutzutage haben wir wie gesagt die Subvention, die die Miner absichert. Aber diese Subventionen werden nicht von heute auf Morgen abgeschafft sondern über die Zeit mehr oder weniger graduell verringert, eben alle 4 Jahre halbiert. Die Miner haben also noch viel Zeit um sich auf den Übergang vorzubereiten.

Die Transaktionsgebühren sind also mit den 0,5% Anteil aktuell absolut irrelevant für die Miner und damit für die Sicherheit. Dass sie heute aber nahezu keine Rolle spielen kannst/solltest du das nicht 1zu1 in die Zukunft fortführen.

In vielleicht 8 bis 16 Jahren wird die Subvention in den Bereich der Transaktionsgebühren kommen (also 50% zu 50%), vielleicht schon früher wenn die Transaktionsgebühren ansteigen. Dann wird sich entscheiden, ob der Markt es schafft für die Sicherheit von Bitcoin aus eigener Kraft aufzukommen oder ob Bitcoin ein zu kleines Netzwerk „bleibt“ und wieder den Weg in die Irrelevanz antritt.

Prognosen für diesen Markt heute schon und rein aus diesen Zahlen abzuleiten halte ich zum Aktuellen Zeitpunkt für höchst fragwürdig, gerade weil der Markt wie gesagt absolut nicht auf den Transaktionsgebühren basiert. Also klar ist das ein Punkt, auf den man in ferner Zukunft schauen muss (> 10 Jahre), aktuell und in naher Zukunft ist es aber absolut nicht relevant für die Sicherheit von Bitcoin.

Was du also hier abstrakt gesehen machst ist einen kleinen Wert (0,5%) zu nehmen und ihn gegen die große Schwankung (99,5%) in die Zukunft zu projizieren. Da dein Wert aber quasi im Rauschen der Subvention untergeht, solltest du auch mit entsprechenden Fehlerbalken arbeiten die aufzeigen, dass die Zukunft absolut ungewiss ist.

Bitcoin ist Dezentral in jeder Ausrichtung was bedeutet, dass alle Komponenten im ständigen Wechselspiel zueinander stehen und sich somit jederzeit wieder neu austarieren und ein neues Gleichgewicht finden. Genau deswegen kann Bitcoin gegen die vielen Einflüsse/Störfaktoren der Welt so gut bestehen und genau das bietet die große Sicherheit von Bitcoin.

Wie gesagt, klar kann Bitcoin noch scheitern und deine Metrik ist vielleicht ein Indiz unter vielen Anderen wie z.B. die Anzahl der Nodes, die Anzahl von benutzten/belegten Bitcoinaddressen, die Google-Trends, der Verkaufspreis/Marktpreis usw.
All diese Metriken können zeigen, wie gut Bitcoin verwendet wird und falls Bitcoin auf dem absteigenden Ast ist werden mehr als nur deine Metrik ausschlagen und Alarm schreien. Zumal die Dollarausschüttung ja nur ein messbarer Indiz der Sicherheit->Hashrate ist aber selber keine wirklich relevante Bitcoingröße ist. Die Hashrate ist da deutlich ausschlaggebender. Beispielsweise könnten Miner auch mit Verlust Minen weil sie entweder Hobbymäßig das Minen betreiben oder andere Vorteile dadurch bekommen wie z.B. eine Heizung. Das relativiert eben die Rechnung Minergewinn->Hahsrate->Sicherheit weiter.

Für den aktuellen Zeitpunkt ist vielleicht eine mittlere Flaute vorhanden, was sich genau so auch in den Google-Trends widerspiegelt, aber solche Flauten sind wie die Historie zeigt kein garant, dass es danach bergab gehen muss, was schon Historisch die 3-4 Erholungen nach den geplatzten Blasen zeigt. Schon garnicht, dass Bitcoin deswegen irgendwann scheitern muss sondern maximal, dass die nächste Blase platzt… oder eben nicht aufgeblasen wird.


Im Endeffekt bleibt einfach die Aussage stehen: Wenn Bitcoin von den Menschen benutzt wird, dann wird es sich auch durchsetzen und die Transaktionsgebühren werden kein Problem sein. Wenn Bitcoin aber nicht mehr benutzt wird, dann werden auch (oder gerade) die Transaktionsgebühren ein Problem werden, da Projekte immer am ökonomischen Gleichgewicht scheitern.

Soll heißen: Egal was du für Zahlen zeigst, die Frage, die du stellst reduziert sich auf die Frage, ob Bitcoin in Zukunft ausreichend benutzt wird oder nicht. Und das kann dir heute keiner beantworten.

5 „Gefällt mir“

Preis und Sicherheit werden sich immer ausgleichen.
Wenn der Preis steigt wird auch das mining profitabler, wenn der Preis sinkt wird zwar auch das mining weniger profitabel, genauso wird es aber auch weniger profitabel einen double spend auszulösen.
Im Zweifel wartet man einfach ein paar mehr confirmations ab, bevor man eine Transaktion als gefestigt betrachtet.

4 „Gefällt mir“

Um mich nicht selbst in unklaren Szenarien zu verlieren, fasse ich mal zusammen: Es gibt Unwägbarkeiten und Befürchtungen, die Grund zur Sorge geben.

Die Fragezeichen für die Zukunft werden von klugen, reflektierten Köpfen wie @Xander aufgeworfen (und nicht von Untergangspropheten, wie mir! ;-)) und andere, ebenso reflektierte Denker wie @DasPie halten es für möglich, dass diese Probleme auch zum Scheitern des Bitcoin führen könnten.

Für einfachere Geister, wie mich, aber vor allem für Neueinsteiger kann ich daraus nur ableiten:

  • Bitcoin ist zu wichtig, um sich nicht zu engagieren.

  • Aber nimm zur Kenntnis, dass es auch Zweifel gibt - und damit Grund, gewisse Regeln zu beachten:

Bleibe bei Diversifizierung, niemals nur auf Bitcoin bauen, niemals auf Kredit investieren und nur soviel, wie du auch verlieren könntest, ohne dich zu ruinieren. Habe ein Exit-Szenario und beachte die Rahmen-Indikatoren. Bitcoin ist kein „Sorgenfrei“-Investment und blindes Uhrwerk-Hodln ist nicht die schlauste Art, BTC zu kaufen.

Ich habe das an anderer Stelle schon oft gesagt, aber hier überwiegen definitiv eher unkritische Maximalisten-Stimmen. Das kann viele Neueinsteiger (…und es suchen hier immer wieder Frischlinge nach Hilfe!..) mit in einen Abgrund reißen, den viele nicht sehen (wollen) oder gar leugnen - wozu ich leider auch die Youtube-Vorbeter zählen muss.

Also: Bleibt fokussiert, bleibt kritisch - Don’t trust, verify!
(nichts anderes hat @Xander in diesem Thread getan, danke dafür!)

Ich kenne selbst das anheimelnde Gefühl der Hoffnung und Zuversicht, welches Bitcoin in einem erzeugen kann. Das könnte aber auch süßes Gift sein. Lass dich davon nicht vernebeln!

4 „Gefällt mir“

Das A und O der Geldanlage! :+1:

1 „Gefällt mir“