Warum der Bitcoin Fee Market doomed ist

Warten wir mal ab, wie es nach der ersten großen Liquidierung oder Insolvenz aussieht. Und dann nach der zweiten und dritten. :slight_smile:

Ich glaube sogar, dass Hal Finney schon 2009 gesagt hat, dass die meinsten Privatpersonen Bitcoin nur über eine Bank nutzen werden. Man wird sein Geld bei der Bank lassen, der man vertraut.

Ja ich glaub Finney sprach von „bitcoin-backed banks“, aber der Gedanke war wohl so eine Art Reserve und die Banken darüber verteilen IOUs (teil)gedeckt in Bitcoin, so ähnlich wie Custodians das heute machen. Ich meine er ging auch von wenigen Transaktionen aus, aber es wurde nirgends erörtert ob die Transaktionen ausreichen würden.

Was meinst du mit großen Liquidierungen und Insolvenzen? Börsen?

Ich befürchte das leider zunehmend auch. Dann kann man auch den digitalen Euro nutzen. Vermutlich sogar mit höherer Privacy :man_shrugging:

Eine begründete Annahme bleibt weiter eine Annahme. Wenn Bitcoin 2027 auf 10 Mio US$ spurtete, und das Powerlaw nach OBEN bricht, war das Powerlaw eine begründete Annahme.

DEINE begründete Annahme unterscheidet sich in sofern in kaum etwas von Bitcoin Kurs-Prognosen. Genau das habe ich gesagt.

Es ist ja nicht so, dass die meisten Bitcoin Sparer planen nun 20 Jahre unter einem Fels zu leben, und danach zu schauen ob alles ist, wie vor 20 Jahren. Die Leute sind wach und beobachten, und manchmal gibt es etwas zu verbessern, und dann tut man es eben.

Ständige „Weltuntergangs-Prognosen“ sind eher geeignet den Cortisol-Spiegel der Menschen hoch zu halten, und sie schlechte Entscheidungen treffen zu lassen. Aktuell sehe ich keine ernste Bedrohung für Bitcoin. Vielleicht vertagen wir die Diskussion einfach um 8 - 10 Jahre.

:slight_smile:

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Da solltest du folgendes im Kopf behalten: (Ki formuliert)

  1. Starres Angebot (Vertikale Angebotskurve):

    Das Angebot an Blockspace ist absolut unelastisch. Es passen nur ca. 2.500 bis 4.000 Standardtransaktionen in einen Block (alle ~10 Minuten). Egal wie hoch die Nachfrage steigt, das Angebot erweitert sich nicht.

  2. Die Dynamik des Mempools (Bieterwettlauf):

    Sobald der Mempool voll ist, konkurrieren Transaktionen nicht mehr über Durchschnittskosten, sondern über den Grenznutzen der Dringlichkeit. Wer seine Transaktion im nächsten Block haben muss, bietet nicht 10 % mehr als der Durchschnitt, sondern schlägt den Preis des letzten noch hineinpassenden Platzes.

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Warum verstehst du nicht dass es um gewisse Wahrscheinlichkeiten geht?

Da kannst ja mal selber sagen für wie wahrscheinlich du das halten würdest. Szenarien kann ich mir auch viele ausdenken. Ehrlich gesagt, wenn es nach oben hin bricht wäre das Modell keine begründete Annahme sondern gebrochen …

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Genau. Und wenn Deine Annahme, Dein Modell gebrochen ist, ist es gebrochen.

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Wer auch immer die Bitcoin hält, wird irgendwann (auf einen langen Zeitraum) die Bitcoin verlieren. Durch Dummheit (Keys verlieren) oder durch Gier (zB Leverage, Lending, …). Mit zunehmender Zeit werden große Player (z.B. Länder) ihre Bitcoin wahrscheinlich größtenteils lieber selbst verwahren, anstatt Institutionen (wie Coinbase, Kraken,…) zu vertrauen.

Ich glaube nicht, dass der digitale Euro langfristig eine höhere Privatsphäre hat. Schon zur Bekämpfung von „Schwarzarbeit“ nicht..

Für die Hardmoney Leute klar. Weil die aus meiner Sicht Bitcoin nicht wirklich verstehen und nur investiert sind wegen dieser willkürlichen Grenze und einer komplett absurden Geldtheorie aus der Österreichischen Schule die überhaupt kein Fundament in der Realität hat.

Bitcoin wäre für mich genau gleich eine revolutionäre Entwicklung und einzigartig auch wen die 21mil eine komplett andere Zahl wäre oder Satoshi schon immer eine Tail Emission eingeplant gehabt hätte weil die Problematik mit den Fees besser verstanden worden wären. Kein noch so theoretisch perfektes Konzept überlebt die Kollision mit der Wirklichkeit und bei Bitcoin ist das halt genau so.

Freue mich auf die Diskussionen in den nächsten Jahren und der ganzen Abwanderung des Hardmoney Cults in einen unsicheren Fork :tada:

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Wenn Bitcoin nur noch über Banken/ Broker läuft, dann spielt Privatsphäre keine Rolle. Vermutlich interessiert es auch 90% der Nutzer nicht. In CBDC könnte man diese out of the box einbauen. Ohne das sich der Endkunde Gedanken darüber machen muss.

Jo bin da voll und ganz bei dir. Wollte mit dem Comment eigentlich nur ausdrücken, dass es für Bitcoin mit höchster Wahrscheinlichkeit keine saubere Lösung bezüglicher der Thematik geben wird.

Bitcoin wird an dem Thema in verschiedene Lager brechen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Black Rock diejenigen sein werden die einen „Tails Emission“ Hard Fork pushen werden, während Maxis ihre nicht überlebensfähige Version in den Abrgund fahren, einfach aus Sturheit. Überlebenschance für einen Fork mit Tails Emissionen sehe ich aber ehrlich gesagt auch nicht.

Coole Idee.

Denke die Fees sind so niedrig weil es die Mindestgebühr von 1sat/vb gar nicht gibt.

Mit den modernen Wallets lassen sich da wohl nun Fees nahe um 0 einstellen.

Man sollte mal eine Mindestgebühr von 1sat/vb einführen.

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oder einfach 2-4-6 Blöcke länger warten. je schwächer das Netzwerk, desto mehr Blöcke muss man abwarten.

die miner können einfach bestimmen welche Höhe an Fees sie annehmen.

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Das hört sich ja an wie ein Mindestlohn für Miner :grin:

Denke es ist besser, wenn der Markt das selbst regelt.. Unprofitable Miner scheiden aus. Bitcoin ist hart, aber fair.

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Das sind immerhin nur Maschinen, keine Menschen also keine Ausbeutung. :+1:

Interessanter Punkt. Ich glaube, man muss beim Fee-Market zwei Ebenen trennen:

  1. Die technische/ökonomische Ebene:
    Langfristig muss sich zeigen, ob genug Nachfrage nach echtem Bitcoin-Blockspace entsteht, damit Fees einen relevanten Teil der Miner-Einnahmen tragen können. Kurzfristige Fee-Spikes durch Ordinals, Runes oder Börsen-Batching sind dafür meiner Meinung nach noch kein stabiler Beweis.

  2. Die Nutzer-Ebene:
    Viele merken die echten On-Chain-Kosten gar nicht direkt, weil Börsen die Auszahlungen bündeln, subventionieren oder pauschal berechnen. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, Bitcoin-Transaktionen seien “immer günstig” oder “immer teuer”, obwohl die Realität stark davon abhängt, ob man selbst on-chain sendet, Lightning nutzt oder über eine Plattform auszahlt.

Ich finde deshalb bei Börsen/Plattformen nicht nur die Trading Fees spannend, sondern auch wie transparent sie mit BTC-Auszahlungsgebühren umgehen. Egal ob Kraken, Coinbase, Bitstamp oder auch kleinere internationale Anbieter: Entscheidend ist für mich, ob klar ist, was wirklich on-chain passiert und was nur intern verrechnet wird.

Für den langfristigen Fee-Market löst das natürlich nichts direkt. Aber es beeinflusst, wie viele Nutzer überhaupt ein Gefühl für Blockspace-Knappheit bekommen. Wenn die meisten nur über Custodial-Plattformen kaufen und nie selbst UTXOs konsolidieren oder Gebühren setzen, bleibt die Diskussion über den Fee-Market ziemlich abstrakt.

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Ob der Fee Market Doomed ist oder nicht? Solange solche Optimisten (3,65 Euro On Chain, kann auch Konsolidierung sein) wie bildlich zu sehen auf https://txrush.com/ unterwegs sind, bleibe ich dabei. :grin:

Ja aber wenn alle unprofitabel sind ist Bitcoin halt tot.

Es ist ja ja nur eine Idee wie dem vorgesorgt werden kann.

Wenn der Preis auf 0 fällt auch? :joy:

Gibt immer welche die profitabel sind, selbst wenn alle Antminer verschrottet werden und nur noch Bitaxes minen, was natürlich ziemlich unrealistich ist.

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Bei deinem Vorschlag sehe ich halt die Gefahr, dass man irgendwann nach einer Erhöhung der Mindestgebühr schreit.. „Wir brauchen mind. 2sat/VB“.. und dann 5sat/VB..

Aber es ist ja eh nicht umsetzbar weil die Miner entscheiden, welche TX aufgenommen wird. Das ist ja wie der Busfahrer, der den kleinen Jungen mitfahren lässt, der nur noch 2€ im Geldbeutel hat, obwohl die Busfahrt 3,50€ kostet. Vorausgesetzt der Bus (Block) hat noch Platz.

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