Florian Bruce-Boy empfahl vor Kurzem: “Bevor ihr euch streitet, klärt die Begriffe”
Ausnahmslos jeder hier im “Raum” ist an Umverteilung interessiert. Die Frage ist nur wie diese geschehen soll und zu wessen Gunsten.
Dass jemand für Umverteilung eintritt, die nicht zu seinen Gunsten ausgeht, befreit ihn nicht davon, hinreichend zu erklären wie und durch wen sie geschehen soll, noch von der Pflicht sein gesamtes Umfeld von der Richtigkeit seiner Methodik zu überzeugen. Da ist ausnahmslos jeder zu 150% in der Bringepflicht. Nicht andersherum. Denn wer in Wirklichkeit von jener vorschlagenen Methodik profitiert, stellt sich gewiss immer erst hinterher heraus. Und für etwaig angerichteten Schaden in der Zukunft davon wollen die Verteter einer Methodik meist auch ganz schnell nichts mehr wissen.
Ich garantiere dir, du wirst dich um Kopf und Kragen reden, wenn du versuchst zu erklären was bitteschön Volkswille ist.
Und da passt der Eulenspiegel so wunderbar: Natürlich ist der Volkswille doch keine Zentrale Instanz. Aber wie erreicht man eigentlich Kenntnis vom Volkswillen? Stellt man sich dafür in 20 Einkaufszonen? Wie Methodisiert man eigentlich die Erhebung des Volkswillens? Und was ist dabei erlaubt und was nicht? Und wer entscheidet das? Wer ist eigentlich dieser verdammte “man”?
Und was passiert, wenn dieser ominöse Wille des Volkes nicht mit1 Stimme (aus dem Volksempfänger) spricht?
Was passiert bei 50/50? Was bei 70/30? Minderheitenbashing? Minderheitsschutz? Sollte man da noch einmal begleitend nachfragen? War die (zielgerichtete) Aufklärung im Vorfeld vllt. nicht ausreichend genug? Bedarf es einfach mehr Bildung? Ist das Wahlvolk vllt. einfach dämlich?
Wichtig ist, dass sich der Volkswille einfach mehr darauf konzentrieren sollte, dass… ähm… also auf jeden Fall sollte er sich mehr konzentrieren, damit der “man” auch eindeutig ablesen kann, was der Volkstyp da drüben eigentlich will. Das geht auch schon eine ganze Weile so, dass er sich nicht einig sein will. Das ist langsam nicht mehr vorzeigbar; fast schizophren - eine Repräsentation muss her, die sich unter einander abstimmen kann, wenn sie zusammen kommt. In einen Raum muss sie passen. Türen sollte dieser haben, die man schließen kann, wenn es sinnvoll ist. Ein Fenster sollte es geben um der Transparenz willen. Und dann noch einen Lautsprecher, der den Willen verkündet. Ja, das ist Volkswille fernab jeder zentralen Instanz…