Staking Versteuerung

Ich würde gerne Ja sagen. :slightly_smiling_face:

Ich sehe den Unterschied dazu immer noch nicht:

Geht es dir um das Wording „Haltefrist“ und „Spekulationsfrist“?

Und auch hier nochmal schnell:

Die Haltefrist sagt doch nichts über die Höhe der Besteuerung…

Die „Doppelbesteuerung“ gibt es nur dem Grunde nach (komplette Versteuerung des Rewards, der zum Zeitpunkt des Verkaufs 200€ Wert ist und zum Zufluss-Zeitpunkt 100€), nicht aber der Höhe nach:
1 x Reward-Zufluss-Wert = 100€
1 x Reward-Verkauf-Wert OHNE Reward-Zufluss-Wert: 200€ abzgl. 100€ = 100€

Folge: „Komplettversteuerung“ Reward mit 200€ (durch 2 unterschiedliche EStG-Normen)

Doppelt besteuert habe ich den Reward-Zufluss-Wert aber nicht, weil ich den ja Gegengerechnet habe beim zweiten mal (also zu dem Zeitpunkt der „doppelten“ Besteuerung)…

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Ok. Ich sehe Deinen Punkt. :slight_smile:

Trotzdem gilt für mich Erwerb ist nicht Anschaffung :man_shrugging:

Nicht zuletzt, weil das BMF in seinem Entwurf beim Mining von einer gewerblichen Tätigkeit ausgeht und demzufolge hierbei §23 sowieso nicht zur Anwendung kommen kann.

Die Frage kann ich Dir beantworten. Also…nicht wirklich…aber fast. :wink:

Quelle vom 27. September 2021 (also zeitlich nach dem BMF-Entwurd entstanden)

Äh, ja. Genau das habe ich doch auch so (mit anderen Zahlen) geschrieben. :thinking:

Du hast geschrieben:

Es würde mich wundern, wenn man potentielle Kursgewinne des Rewards innerhalb der Haltefrist nicht versteuern müsste, sondern Gewinne des Rewards immer steuerfrei wären.

Deine Aussage anders formuliert: Kursgewinne beim Verkauf von Rewards müssen versteuert werden, wenn die Haltefrist nicht eingehalten wird.

Richtig?

Und ich sage: Bei Rewards sind die Kursgewinne egal, Haltefrist gibt’s nicht und der Verkauf ist grundsätzlich steuerfrei.

Das ist doch ein großer Unterschied oder bin ich jetzt doof?!? :thinking:

Richtig. Habe ich auch nicht geschrieben.

Stimmt. Weil die 100 Euro (Reward-Zufluss-Wert) Dein „Einkaufspreis“ (=Kosten) sind.

Nichtsdestotrotz: Ich glaube es nicht. So wie ich es verstehe, ist der Verkauf des Rewards steuerfrei, weil keine „Anschaffung“ nach §23 erfolgt ist.
So würde ich jedenfalls (wenn ich denn staken würde) vor dem Finanzamt argumentieren.

:man_shrugging:

Dann müssen wir wohl ein Urteil abwarten und/oder die Aussage eines Experten, denn wir werden hier vermutlich zu keiner Einigung kommen.

Aber…ich verstehe Deine Argumentation. :slight_smile:

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Auch nicht unwichtig bei einer Argumentation zu „Beim Mining ist das aber auch so“:

Quelle vom 09.08.2021
(Das soll jetzt nicht meinen Standpunkt bekräftigen, sondern für Dich @BTC-Idee die Info sein, dass man Staking und Mining steuerlich nicht einfach gleichsetzen sollte und das so wie oben beschrieben beim Finanzamt auch argumentieren kann.)

Zufälligweise habe ich gerade noch das hier gefunden:

Das ist die Antwort auf die kleine Anfrage „Besteuerung von virtuellen Währungen und Token“ der FDP. Quelle

Es ist also noch ungeklärt, ob die Haltefrist bei Staking-Coins für 10 Jahre neu startet, wenn die Coins bereits 1 Jahr gehalten wurden.

Das ist in der Steuer-FAQ auch ein Thema, weil WINHELLER hierzu eine Aussage getroffen, sie aber in einem späteren Interview zurückgenommen hat. Sollte ich dann dort wohl auch hinzufügen. :thinking:

Nein. „Spekulationsfrist“ ist wohl die offizielle Bezeichnung, denn so nannte jeder Stb. es, wenn wir darüber gesprochen haben.

„Haltefrist“ sagt nur der Pöbel, also wir Laien. :smiley:

Hallo,

Also wie ich es verstehe, scheint es nicht klar zu sein, ob die Rewards, wenn sie nicht wieder in den Stake Pool gegeben werden, versteuert werden müssen.

Aber was mich nun interessiert ist, wie man denn nun das Ganze dokumentiert. Gibt es dazu Anleitungen ? Mit einem Beispiel am besten :slight_smile:
Oder kann die Software das automatisch ?

Viele Grüße,
Mixer008

Aus Sicht von @GermanCryptoGuy ist das doch klar. Reward =/= Kauf. Keine Versteuerung von Gewinnen notwendig.

Es gibt nicht DIE Anleitung. Es ist immer eine individuelle Entscheidung. Wenn Du für Aktien Portfolio Performance nutzt, dann könntest Du hier auch händisch Deine Cryptos eintragen. Ansonsten kannst Du Crypto-Broker mit API Schnittstelle nutzen und csv Datein exportieren. Aber auch hier wird händisches Nacharbeiten notwendig sein.
Aktuell kenne ich noch keine Software (auch nicht Cointracking), die 100% verlässlich arbeitet, da es ja auch um die Daten geht, die von außen „hineingehen“.

Zu dem ganzen Staking Thema kann ich nur empfehlen sich einmal durchzurechnen, ob die vermeintlichen Gewinne den Zeitaufwand in der (steuerlichen) Verwaltung inkl. potentieller Kursveränderungen wert sind.

Ansonsten ist dazu auch folgender Thread interessant:

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Hallo,

Ich finde, aufgrund der viel zu schwierigen steuerlichen Aspekte, lohnt es sich nicht wirklich. Unsere Regierung könnte und sollte hier zukünftig die Gesetze klarer und deutlicher formulieren bzw. vereinfachen. Es ist schwieriger die steuerlichen Aspekte zu verstehen als den Staking-Vorgang selbst mit der Technologie dahinter. :slight_smile:
Ich persönlich finde die Lösung von Österreich viel besser :slight_smile:

Apropos, was macht das Finanzamt denn, wenn man einen Gewinn durch das Staking gemacht hat, dies angegeben hat, aber nicht zu 100% nachweisen kann?

Viele Grüße,
Mixer008

Das alles ist so uneindeutig gesetzlich das es hier denke ich zu 100% auf die Gunst des Finanzbeamten ankommt, leider.

In jedem Fall nicht in Deinem Interesse schätzen. :stuck_out_tongue:

Würde ich widersprechen.

Sicherlich, das würde helfen. Da ist die Regierung ja gerade dran.

Eine bessere Einbindung in Cointracking etc. wäre meiner Meinung nach wichtiger. Würde mir ein Crypto-Service alle Transaktionen, Zuflüsse etc. mit aktuellen Preisen auflisten, so wäre die Erstellung eines Steuerreports super simpel.

Einfach eine Frage der Zeit. Mit CryptoTax und co. gibt es ja Anbieter. Und irgendwann wird sowas nativ von allen Anbietern (Brokern etc.) implementiert sein.

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Hallo,

Wenn man das mal ausprobieren würde, um zu schauen, ob man da alle Transaktionen für sich selbst nachweisen kann, gibt es da eigentlich einen Freibetrag bis zu welchem die Gewinne steuerfrei sind und man keine Steuererklärung machen muss bzw. es nicht in der Steuererklärung angeben?

Viele Grüße,
Mixer008

Bitte. Lies. Das. Steuer-FAQ. <3

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Hallo,

Also wenn ich das richtig verstehe, liegt die Freigrenze bei 256€ und wenn dieser Betrag nicht überschritten wird, muss es auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Richtig ?

Viele Grüße,
Mixer008

:point_down: :point_down: :point_down:

Jetzt mal Spaß beiseite: Lies Dir wirklich mal die Steuer-FAQ durch. Vollständig.

Da stehen alle Antworten auf Deine Fragen drin und wenn es (noch) keine Antwort auf eine Frage gibt, steht’s auch drin.

Hallo,

Das ist aber nicht nett, ihr könntet mir meine Frage/Antwort bejahen oder verneinen :wink:

Viele Grüße,
Mixer008

Dafür musst du zum Steuerberater gehen und/oder dir ggf. eine verbindliche Auskunft vom Finanzamt holen. Wir sind weder befugt noch willens steuerrechtliche Auskünfte zu erteilen.
Was hier stattfindet ist im Zweifel alles falsch und ist nichts weiter als eine private Diskussion über steuerliche Themen.

Hallo,

Das ist mir schon klar, dass ihr dafür nicht haftet und alles falsch sein kann.
Ich habe die Steuer-FAQ gelesen und komme zu diesem Ergebnis, dass man steuerfreie Gewinne nicht verpflichtet ist in der Steuererklärung anzugeben. Für das Staking/Lending/Mining beträgt der Freibetrag 256€, für die Verkäufe von Kryptowährungen 599€. Alles darüber muss dann komplett versteuert werden.
Mir ging es nur darum, ob ich die Steuer-FAQ richtig verstanden habe.
Man kann Gesetze auch anders interpretieren und hinbiegen :slight_smile:

Trotzdem vielen Dank für eure Hilfe und Zeit :slight_smile:

Viele Grüße,
Mixer008

Sehr geehrte:r Herr*Frau von und zu Mixer008,

bitte nicht falsch verstehen oder böse nehmen, aber in einem Forum ist es absolut nicht nötig und auch nicht üblich alle Beiträge zu signieren. Jeder sieht dass du Mixer008 bist und deswegen musst du das auch nicht jedes mal drunter schreiben. Auch dein „Hallo“ ist nach der 13. Ausführung mittlerweile angekommen. :slight_smile:

Mit freundlichen Grüßen,
Nomadiction

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Haha,
Ok, alles klar, danke für den Tipp. Wollte nur höflich sein :wink:

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:rage:

Nicht nett? Weißt Du, wie lange ich an der Erstellung der Steuer-FAQ gesessen habe?

Meinst Du nicht, dass es da nicht zuviel verlangt ist, dass ich (wir) nicht jede Frage beantworten möchte, die durch die Steuer-FAQ bereits eindeutig beantwortet wird?

Dafür ist ein FAQ schließlich da: Oft gestellte Fragen zu beantworten, damit man nicht immer und immer wieder dasselbe schreiben muss.

Deshalb habe ich die FAQ mit meinen eigenen Worten formuliert:

Versteh mich nicht falsch, aber für mein eigenes Verständnis ist es gut, wenn ich die Sachen, die ich im FAQ gelesen habe, nochmal mit meinen eigenen Worten wiedergebe und somit verinnerliche. Eine kurze Antwort mit „Ja“ oder „Nein“ hätte mir gereicht.