Sammelthread für Artikel über Bitcoin (gute, schlechte oder einfach nur seltsame)

Sehr gut, dann hast du ja das gleich behauptet wie alle Medien, die Bitcoin schon wie oft für wertlos beschrieben haben? Dann kann das ja nur stimmen.

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Zwar nicht exakt meine Worte, aber ergebnisgleich meiner Analyse in diesem Thread: Bitcoin wird überzeugende, neue Geschichten brauchen, um für Neulinge wieder Kaufimpulse zu setzen. Diese sehe ich für meine Lebzeiten nicht mehr.

Ihr könnt soviel nachkaufen, wie ihr wollt. Es ist erstmal vorbei! Bei Kurssteigerungen wird es auf Jahre zu großen Abverkäufen kommen, die den Kurs wieder reduzieren. Auch meine Verkaufslimits sind gesetzt…

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„Exakt“ meine Worte waren die das jetzt auch nicht. Das war übertrieben. Aber sinngemäss eben. ;)

Ich kann mir grundsätzlich alles vorstellen. Dass der Kurs noch tiefer fällt und über viele Jahre im Keller bleibt, aber auch, dass der „bald“ ein neues ATH macht. Allerdings halte ich es dann für unabdingbar, dass diese Bewegung mit einer neuen starken Geschichte begleitet sein muss.

Und ich wüsste jetzt gerade nicht, was das sein sollte.

Aber ja, du hattest auch schon festgestellt, dass Bitcoin wenn er in der Vergangenheit stark fiel, auch nicht das einzige Asset war, was jetzt aber der Fall ist. Das steht in dem Artikel ja auch.

Vielleicht braucht es das gar nicht. Mit den Etf etc. wirkt Bitcoin erstmal etabliert. Ich denke wenn da ein paar Entitäten den Preis wie so oft nach oben manipulieren, dann zieht der Preis auch weiter an, weil die Emotionen der Leute wieder reinkicken.

Das ist dann letzendlich ein völlig irrationaler, degenerierter Markt und vermutlich werden dann wieder die bereits bestehenden Narrative eher als Bestätigung hervorgeholt.

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Ist echt der Wahnsinn, was für ein geiler Typ du bist Martin. In fast jedem zweiten Beitrag wird mir das immer wieder vor Augen geführt, was du alles vorhergesehen hast. Es ist einfach nur crazy – oder einfach Bärenmarkt, wie alle 4 Jahre. Man weiß es nicht.

PS: This Time is Different! :clown_face:

Die Logik verstehe ich nicht. Du gehst davon aus, dass der Kurs langfristig sinkt und setzt dann deine Verkaufslimits noch niedriger um… – ja um was eigentlich? Mehr Verlust zu machen? Wenn du für dich selber und auf Basis deiner zur Verfügung stehenden Information wirklich zu dieser Annahme kommst, dass Bitcoin langfristig nicht mehr weiter adoptiert wird, dann musst du jetzt, besser gestern, alles verkaufen. Alles andere wäre irrational. Dieses Rumgejammer führt doch zu nichts :face_with_raised_eyebrow:

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Nein, ich verkaufe nicht im Verlust. Die Limits liegen oberhalb meiner EInstiegspreise. Meine Hoffnung ist dabei, dass der Kurs bei seinem Abwärtstrend auch temporär wieder nach oben pendelt. Sollte das nicht geschehen, dann behalte ich meine Coins eben, ich erwähnte ja schon, dass ich für mich nicht in Anspruch nehme die Zukunft vorher zu sehen und es auch für möglich halte, mich komplett zu irren.

Was ich für mich aber einigermaßen definitiv sagen kann ist, dass ich niemals mehr bei Kursen in Richtung oder über 100k kaufen werde. Das sollen die machen, die an 150k, 200k oder mehr glauben.

Und bei allem (wie ich auch schon sagte) ist Bitcoin für mich auch eine Art Lotterie, ein Glücksspiel: Ich habe meinen Ursprungseinsatz zu 85% ausgecasht und deshalb nicht viel zu verlieren. Und ich kann jeden auch nur raten, seine Zukunft nicht auf einem Glücksspiel aufzubauen, also „All-In“, Kredit und all so’n optimistisches Zeug.

Dabei finde ich die Idee, die Technik und die Geschichte von Bitcoin nach wie vor grandios. Ich finde es toll, damit zu bezahlen und all das. Ich glaube nur nicht (mehr) an die Menschen. Sie wollen das nicht (mehr), das ist, denke ich, deutlich sichtbar.

99 % der Menschen hatten faktisch noch nie wirklich Berührung mit Bitcoin – weder technisch noch ökonomisch. Wie kann man da sagen, „die Menschen wollen das nicht mehr“? Bitcoin ist trotz aller medialen Präsenz immer noch eine absolute Nische. Selbst viele, die ihn kennen, haben sich nie ernsthaft damit beschäftigt.

Außerdem verlaufen technologische Entwicklungen selten linear. Zwischen „kennen“ und „nutzen“ liegen oft viele Jahre. Das Internet war in den 90ern auch kein Massenphänomen, obwohl es objektiv enormes Potenzial hatte. Adoption braucht Zeit, Infrastruktur, Gewöhnung.

Und genau da sehe ich den langfristigen Punkt. Wir leben in einer Welt, die sich in fast allen Bereichen ausdehnt – Weltbevölkerung, Geldmenge, Energieverbrauch, Digitalisierung, Schulden usw. In so einem Umfeld wächst der Bedarf nach einem stabilen Maßstab, einem knappen Gut, nach einem neutralen Wertanker, der zwischen digitaler und analoger Welt funktioniert. Bitcoin ist im Kern genau der Versuch, so ein Instrument bereitzustellen.

Ob die Mehrheit das heute aktiv „will“, ist fast zweitrangig, die Mehrheit wird langfristig gezwungen, weil Bitcoin in so einer Welt funktional sinnvoll ist.

PS: Keep calm.

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Das schöne ist: Hier kann ich aus Erfahrung durchaus mitreden (…ohne aus der Vergangenheit definitive Voraussagungen für die Zukunft generieren zu wollen…)! Ich habe die Verbreitung des Internets „live“ miterlebt. Ich war schon online mit Akustik-Koppler oder 2400-baud-Modem in Mailboxen, Fido-, Maus-, und Z-Netz, habe Compuserve, AOL-Online oder BTX miterlebt, kenne das Internet, als es noch kein www gab und man sich dort noch mit Protokollen, wie Usenet, Gopher, FTP & Co. bewegte…

Anfangs war der Aufwand zum Zugang ins Netz deutlich höher, als heute zu Bitcoin - ich sage nur TCP/IP, Winsock, Capi-Treiber & Co. Es brauchte einen ausgemachten Freak, um überhaupt Internet-Luft zu schnuppern… und dennoch wollte jeder daran teilhaben! Ich brauchte gar nicht „orangepillen“, die Leute standen (trotz ebenfalls negativen Narrativen in den Medien) Schlange, gingen in Intenet-Cafes oder surften in Terminals in der Sparkasse. Es war immer ein massives und exponentiell steigendes Interesse da, und das in fast allen Bevölkerungsschichten (mit Ausnahme weniger „Gestriger“). Und trotzdem brauchte das Internet viele, viele Jahre, um sich zu verbreiten.

Bei Bitcoin ist es anders: Der Zugang ist sehr viel kürzer und einfacher, aber so gut wie niemand, egal, ob jung oder alt, will es.

Ich habe Dutzenden Bekannten, Verwandten und Kollegen ins Internet geholfen, Rechner konfiguriert, ISDN erklärt, Beschreibungen übersetzt. Aber noch kein einziger hat sich „Orangepillen“ lassen, selbst nicht bei geschenkten Sats.

Bitcoin ist tot! Die Menschheit will es nicht. Der Aufmerksamkeits- und Spannungsbogen ist überdehnt, der „Produktzyklus“ vorbei. Es mag irgendwann eine Neuauflage, einen Nachfolger geben, aber das werde ich nicht mehr erleben.

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Der Vergleich Bitcoin und Internet, genau wie die anderen Vergleiche die oft gemacht werden, ist auch nicht zulässig, da Internet eben einen direkt erfahr- und beobachtbaren Nutzen hat.

Ich bin in den späten 90er frühen 2000er z.B. zum Internet über Multiplayerspiele gekommen. War halt besser als Lan. Also es gab einen ganz konkreten Nutzen.

Bitcoins Nutzen, z.B. dass man keine Vetrauenspartei wie eine Bank braucht, ist a) nur indirekt und b) spielt er darüber hinaus bei uns zumindest auch nahezu überhaupt keine Rolle aktuell.

So etwas Ähnliches hast du vor drei Jahren schon einmal geschrieben. Auch damals war Bitcoin für dich „tot“, und du wolltest alles verkaufen. Seitdem ist das Netzwerk weitergewachsen – technisch, infrastrukturell und institutionell.

Bitcoin adoptiert schneller als das Internet in den 90ern. Netzwerkeffekte wirken nicht linear, sondern exponentiell – und genau das sehen wir seit Jahren. Spätestens mit der Freigabe der Spot-ETFs in den USA ist klar, dass Bitcoin nicht mehr aufzuhalten ist. Er ist im regulierten Finanzsystem angekommen.

Ich halte es für realistisch, dass Bitcoin 2026 in der Breite über Sparkassen und Volksbanken zugänglich sein wird. Und in wenigen Jahren wird es kaum noch einen Bankberater geben, der nicht zumindest eine kleine Beimischung im Altersvorsorge-Portfolio anspricht – schlicht aus Diversifikationsgründen, denn Bitcoin ist einzigartig, weil er außerhalb der bestehenden monetären Strukturen funktioniert. Genau diese Eigenschaft macht ihn zu einer asymmetrischen Wette. Und diese Asymmetrie ist es, die ihn für ausgewogen gestaltete Portfolios interessant macht.

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Erstaunlich, ein positives Interview von der Zeit:

Ja mit dem kleinen Unterschied dass die meisten Paper Bitcoin verkaufen werden. Weshalb - weil das ultimative Ziel bleibt Bitcoin selbst zu kontrollieren. Institutionen haben dies erkannt. Es gibt wenige die bieten dir die Möglichkeit der Investition und Selbstverwahrung an. Zudem denke ich das Berater ihre Kunden so beraten werden, dass die Bitcoin besser bei den Banken/ETF/Spareinlagen ausgelagert werden.

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Könnte sein, was grundsätzlich nicht problematisch wäre, solange der Kunde frei entscheiden kann. Allein, dass es die Auswahl überhaupt gibt, gilt für Bitcoin exklusiv.

ist ein bisschen veraltet die Information :smiley: und das obwohl vor 4 Wochen der dazugehörige Artikel verfasst wurde

Co-Pierre Georg gelesen, nicht mehr weitergelesen.

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Den Artikel hatten wir hier schon diskutiert

Zwar leider nur Englisch, aber Bitcoin unabhängig vom Dollarkurs und gängigen Finanzanalysen betrachtet. Anderer Ansatz als das meiste was man so liest. (Artikel auf medium.com gefunden)

https://lassewaxson.com/stop-checking-the-price-ee6077cb289d

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