War es nicht stets klar, dass die größte Schwachstelle von Bitcoin sei, wenn die Politik / Zentralbanken aufhören massiv ihre Bilanz aufzublähen?
Meine These, in Q4 gab es zunächst nicht wie früher erwartet starke Zinssenkungen —> Kein Blow-Off Top.
Dann der kürzlich starke Dip nach der Nominierung von Kevin Warsh, der sich zwar für niedrigere Zinsen, aber stark für QT einsetzen will. Das ist doch letztlich genau der schwache Punkt von BTC. Wenn (zumindest scheint es gerade so) halbwegs Vernunft in Geldpolitik einkehrt. Jedenfalls im Vergleich zu den ausufernden Geldmengenausweitungen, die antizipiert werden.
Ich glaube nicht an einen Bärenmarkt mit Tiefpunkt in Q4. Vielmehr glaube ich dass aktuell viel Enttäuschung im Markt steckt und wir in diesem Jahr wieder nach oben korrigieren und dann langsam aber nachhaltig weiterwachsen.
Die Wahrheit ist: Sobald wir wieder in Bereiche von 100k kommen (würden), werden riesige Volumina abverkauft werden. Niemand, der einigermaßen rational denkt, wird bei den gleichen Kursen noch Bitcoin kaufen (außer ein paar Freaks, die immer noch glauben, ein Sparplan sei das Beste). Und so wird es wieder ganz weit nach unten gehen.
Sparpläne machen Sinn bei Assets (wie Fonds oder Aktien), die weniger volatil sind. Selbst Sunny Decree ist mit seinem Sparplan, den er bei 35k begonnen hat, fett im Minus.
Genau aus diesen Gründen verlaufen große Korrekturen in der Regel als „Zick-Zack“. Also z.B. Abwärts, massiv Aufwärts, final Abwärts.
Aber Vorsicht: Genau diese Erwartung kann dich auch brutal kalt erwischen. Niemand weiß zu 100% ob die Aufwärtsbewegung auf 98k nicht schon diese Gegenbewegung war. Ich denke zwar, dass diese Bewegung zu klein dafür war, aber 100% Wissen ist das eben nie!
Ich muss gestehen, ich bin letztes Jahr davon ausgegangen, dass wir noch die 150k erreichen. 2022, wo wir um die 20k gegurkt sind, war ich mir ziemlich sicher, dass wir die 100k knacken. Ich hab es aber dann im Laufe des Bullenmarkt immer weiter nach oben korrigiert Ich bin zu gierig geworden xD
True, es ist schwer den Markt zu timen. Bitcoin fällt oder stagniert an den meisten Tagen leicht, erzielt seine langfristigen Gewinne aber in wenigen kurzen, starken Aufwärtsbewegungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man den Upwards Trend verpasst ist um einiges höher als den Downwards Trend zu verpassen.
Und was war beim Erreichen der Marken von 1 Dollar, 10 Dollar, 100 Dollar, 1.000 Dollar, 10.000 Dollar anders? Warum sollte bei 100.000 Dollar Schluss sein? Warum nicht bei 1.000.000 Dollar? Oder 10.000.000 Dollar?
Börsen und damit auch die Influencer, verdienen pro Trader deutlich mehr als pro Hodler, weil man an Leuten, die ständig kaufen und verkaufen, viel mehr Gebühren verdienen kann.
Genau das ist der Grund für diesen Thread: DIeses Mal ist alles anders, denn es ist evident, dass Bitcoin kein Wertspeicher (für Krisenzeiten) ist: Alle Märkte steigen, nur Bitcoin fällt. Und dass, obwohl er genau für diese Rahmenbedingungen geschaffen wurde (vgl. 2008 / Nakamoto).
Bis auf einige Hardcore-Coiner weiß jetzt jeder, wie groß die Chance sein würde, wenn wir nochmal 100k erreichen würden, mit Gewinn aus der Sache heraus zu kommen.
Deshalb „Paradigmenwechsel“… Diese Theorie von mir ist noch nicht widerlegt. Im Gegensatz zu der „Wertspeicher für Krisenzeiten“-Geschichte. Dabei ist mir klar: Es liegt nicht an den Eigenschaften des Bitcoin, die sind nach wie vor grandios gedacht. Es liegt an den Menschen, die nicht willens oder in der Lage sind, das zu verstehen.
Insofern wird sich Nakamoto in der Geschichte einreihen in die Serie der revolutionären Theorien, die nicht funktioniert haben. Jesus, Marx und Nakamoto - Christentum, Kommunismus, Bitcoin: Ideen, die größer sind, als der Mensch…!
Jetzt komm mal wieder runter!
Du trittst hier auf wie ein Prophet, der meint, er habe die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Oder wie die Jesusjünger, die erwarten, andere müssten ihre Ideologie / Theorie was auch immer widerlegen.
Man konnte vor ca. 3 Jahren Bitcoin für ca. 20k€ kaufen. Wo bitte ist jetzt das Wertspeicherargument gebrochen!?
Und in einer so massiven, offensichtlichen und akuten (finanziellen) Krise, dass Bitcoin sich jetzt gerade über allem anderen zeigen müsste, befinden wir uns auch nicht.
Und nur weil im Whitepaper steht, was Bitcoin ist bzw. sein soll, heißt das ja nicht dass es sofort und jederzeit so ist. Das muss sich entwickeln, da niemand einen Preis festlegt oder vorgibt.
Zudem ist Bitcoin nicht ausschließlich eine Ideologie / Theorie. Sondern eben auch eine Technologie. Überprüfbar und nutzbar.
Sich über viele Jahre stetig ausbreitend und weiterentwickelnd.
Mit fehlen immer noch die plausiblen Argumente, warum das jetzt plötzlich alles vorbei sein soll.
Kapierst du eigentlich nicht, dass du aus einer Momentaufnahme urteilst, und frühzeitig Schlüsse dadurch ziehst?
Erinnert mich an Höfgens Post; Bitcoin als Inflationsschutz sei gescheitert, weil Bitcoin im Wert so und so viel gefallen ist in einer Zeit mit hoher Inflation.
Wir haben keinen Paradigmawechsel, noch ein Post Bitcoin Zeitalter. Wir haben Bitcoin Neulinge, und nicht wenige die Derivate gekauft haben, mit einem Aktien Mindset! Gewinne mitnehmen als Mantra. Viele verwechseln es mit dem „im Minus verkaufen“.
Wer die Bitcoin Volatilität nicht aushalten kann, tut gut daran sich mit anderem zu beschäftigen. Preisvorhersagen sind unmöglich. 50 oder 40k können eintreten. Soll man jetzt verkaufen? Das Aktienhirn sagt unbedingt. Der Bitcoin Hardcore Hodlr kauft zu.