Genau das habe ich ja gesagt: Viele Menschen sind „schlicht“ genug, dass sie in einer Welt aus Fressen, Saufen und Ficken zufrieden sind. Sie fragen nicht nach dem Sinn des Lebens, wenn sie diese Frage mit diesen drei täglichen Trieben befriedigen können. Unendlichkeit, wo kommen wir her, wo gehen wir hin - man muss sich diese Fragen nicht stellen, viele können sie auf Grund miserabler Lebensbedingungen erst gar nicht stellen.
Trotzdem existieren diese Fragen und lassen sich mit Wissenschaft oder Mathematik nicht beantworten. Und genau an dieser Stelle setzen Religionen an. Dabei meine ich eben nicht nur die klassischen Weltreligionen, sondern ersatzweise auch andere Visionen.
Aber, wie gesagt: Man muss sich diese Fragen natürlich nicht stellen.
Genau das meine ich ja! Ich glaube, das Problem ist hier die Definition von „Religion“: Natürlich ist Bitcoin keine Religion im Sinne der Weltreligionen. Aber sie füllt (bei manchen) den „seelischen Raum“, den Religionen bei anderen füllen, wenn ich es als mehr als ein Investment sehe und Zukunftserwartungen, Weissagungen, Heilsversprechen damit verbinde.
An dieser Aufgabe, dem bewussten Erleben, der Achtsamkeit, arbeite ich seit langem und mit den Jahren zunehmend (…nicht nur beim Körpergewicht ;-)). Und mir hilft eine gewisse Religiosität dabei ungemein…
Wenn jemand Bitcoin als Erlösung sieht, als Weissagung, als „neue Weltordnung“, dann ist das seine Projektion. Das sagt mehr über sein Bedürfnis nach Sinn, Sicherheit oder Zugehörigkeit aus als über das Protokoll selbst. Ich kann nur für mich sprechen.
Ob andere daraus einen „seelischen Raum“ machen, liegt nicht in meiner Verantwortung. Ich muss nicht jeden emotionalen Überbau teilen, nur weil ich das gleiche Asset halte. Man kann etwas nüchtern nutzen, auch wenn andere es emotional aufladen. Darauf wollte ich hinaus.
Ich verstehe, dass Atheisten angesichts des Leids, welches Anhänger von Religionen über die Welt gebracht haben und immer noch bringen, sich von RELIGION distanzieren wollen. Ich habe da auch kein Problem mit. Nur tun sie das, schon vom Wort her, mit einem Selbstbetrug, der es nicht besser macht: Als Atheisten distanzieren sie sich nicht (nur) von Religionen, sondern vom Wort her von Gott! Und da sage ich: Sie haben nicht zuende gedacht!
Nicht Atheisten, und nicht distanzieren. In A-theisten steckt Theist schon drin. Es geht aber tiefer. Religion spielt einfach ÜBERHAUPT keine Rolle. So wie ich sehe, dass Menschen an eine Flat-Earth glauben, und ich es für absurd halte, und es ansonsten weiter keine Rolle spielt.
Das eben ist Dein Bias. Für mich hat das keine Bedeutung.
Das kannst du für dich ja tun, du darfst aber auch gerne akzeptieren, dass die meisten Menschen sich eben über solche Dinge Gedanken machen weil sie spirituell sind.
Ich würde bezweifeln wollen, dass es Anhänger von Religionen waren die das meiste Leid in die Welt gebracht haben. Ich weiß, dass das ein beliebtes Argument der sog. Atheisten ist, aber es waren eigentlich immer die Menschen, die eben nicht an eine höhere Instanz geglaubt haben und sich gar selbst als eine solche sahen, die die größten Blutsäufer und Menschenfeinde in der Geschichte waren.
Man sieht das auch heute z.B. beim Thema Abtreibungen. Kein einziger überzeugter echter Christ kann Abtreibungen befürworten. Es sind auch Christen, die dagegen auf die Straßen gehen und es sind Materialisten die dem ungeborenen Leben jeden Wert absprechen.
Man muss da auch wieder unterscheiden zwischen Etikett und Inhalt, also zwischen dem was man vielleicht dem Papier nach ist und dem was man nach der Lehre tut.
Einige Christen befürworten die freie Wahl (Pro-Choice) und argumentieren, dass die Bibel selbst keine direkten Anweisungen zur Abtreibung enthält und die Entscheidung im persönlichen Gewissen und Glauben getroffen werden muss.
In Deutschland existiert die Organisation Doctors for Choice Germany, die sich für reproduktive Rechte einsetzt und von verschiedenen Menschen, einschließlich Christen, unterstützt werden kann.
Der Verein Donum Vitae wurde von katholischen Christen gegründet, um Schwangere zu beraten, vertritt aber eine Position, die mit der katholischen Kirchenlehre zur Abtreibung nicht konform geht, was zu Konflikten mit dem Vatikan führte.
Ja, einige und gleich kommst du wieder mit deiner persönlichen Einstellung…
Wie gesagt, man kann hier nichts allgemeines diskutieren ohne dass du mit irgendeiner Ausnahme von der Regel um die Ecke kommst und alles auf dieses Niveau runterziehst.
Du tötest damit jede Diskussion im Keim.
Das machen übrigens auch Linksliberale mit ihrer Identitätspolitik so oder wenn es um die Migrationsfrage geht. Immer Ausnahmen von der Regel ansprechen und am Ende dreht es sich nur noch darum ob man xy denn überhaupt so sagen darf oder nicht. Aber um Inhalte geht es dann nicht mehr.
Muss man hier für die Katja wirklich hinter jede Aussage „not all“ dazu schreiben?
Ich selbst bin zwar aus der Kirche ausgetreten, aber meine Familie, auch die angeheiratete Seite sowie einige von meinem Freundeskreis sind katholisch. Manche lockerer, andere strenger.
Dieses Thema kam natürlich auch auf. Die einen schützen die freie Entscheidung und das Leben der Frau, die anderen wollen das ungeborene Leben schützen.
Das hat nichts mit “Glauben” zu tun, sondern einfach unterschiedlichen Blickwinkeln.
Ich persönlich bin dafür, dass die Frau es bitte selber zu entscheiden hat, ob sie gebären und ein Kind großziehen möchte.
Ich VERABSCHIEDE mich nicht von toten Angehörigen, ich habe sie in Erinnerung. Dass Menschen früher irgendwas mit Gräbern gemacht haben verrät nur deren Bias, mMn wie gesagt die Hirnstruktur der Hominiden, die sehr „unfertige“ Babies bekamen.
Ich muss mir keine abstrusen Sachen einfallen lassen, um an meine tote Mama zu denken, was sie tat, wie sie war, als sie noch lebte. Oder an einen engen Freund der letztes Jahr starb.
Und dazu muss man auch „nichts weiter wissen“. Das kann jeder machen, wie er denkt und fühlt.
Gänzlich ohne Theismus / Atheismus.
Ich denke Bitcoin in die Religionsecke zu schieben ist unseriös.
Sicher gibt es Menschen die allen möglichen Blödsinn kaufen, und mit dem Gekauften dann gewisse Hoffnungen oder Wünsche verbinden.
Ich weiß nicht, ob der Anteil der „Wunschdenker“ bei Bitcoin höher, niedriger oder gleich hoch ist, wie bei Aktien… ich selbst sehe die Eigenschaften und dagegen die Mängel anderer Assets / Produkte. Solange die Eigenschaften so bleiben, bin ich von Bicoin überzeugt. Einfach weil er genial ist.
Ich sprach ja Demos für und gegen Abtreibungen an. Das sind Christen (Marsch für das Leben) die gegen die Abtreibungspolitik auf die Straße gehen und es sind Linksliberale, also Materialisten, die eine liberalere Abtreibungspolitik fordern.
Da stellt sich also eine Minderheit die von sich sagt, sie seien Christen und gläubig, gegen eine materialistische Mehrheit aus der Gesellschaft und Politik, die ungeborenes Leben töten wollen.
Dieselben, die sich dann später hinstellen und sagen, wir hätten ein demographisches Problem, Migration fordern und die Kinder von überall aus der Welt finanzieren. Hier töten sie die ungeborenen Kinder, wo anders bezahlen sie dafür, dass Menschen immer mehr bekommen.
Du wirst bei Jesus nichts finden, was Abtreibungen, also das Töten von Leben, rechtfertigt.
Das ist rein materialistisch motiviert. Und an diesem Beispiel sieht man sehr deutlich, wie sich eine Gesellschaft eben entwickelt, wenn sie keine Werte mehr hat außer Geld und Konsum.
Genau das war es bei mir: Die Geburt meines ersten Kindes. Bis dahin war ich junger „Atheist“. Und dann kam die Nacht, als ich die Machtlosigkeit der Menschen und die Hybris der Medizin spürte und ganz deutlich erlebte, dass da noch etwas im Spiel ist. Wenn jemand Probleme mit dem Wort „Gott“ hat - nennt es „Zufall“ oder „Schicksal“. Wir meinen dasselbe!
Ich musste das Wort „Bias“ tatsächlich erstmal nachschlagen, „BIOS“ ist mir etwas geläufiger ;-) Es wird definiert als „systematische fehlerhafte Neigung beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen, siehe Kognitive Verzerrung“. Das damit von dir gefällte Werturteil verletzt mich schon ein wenig, denn völlig ohne Notwendigkeit erhebst du dich damit über mich und den überwiegenden Rest der Menschheit, der mit „Religion“ ein Grundbedürfnis stillt. Im wohlwollendsten Fall bezeichne ich dein Verhalten mal als „Arroganz“ Aber ich finde es schade! Ich denke, du hast keine Kinder?
Da sieht man mal wieder, wie sehr man alles über einen Kamm scheren kann.
Man kann schöne Worte machen und von Babies töten reden und dass das doch irre sei und sogar noch (obergeil bei menschlichen Tragödien) STATISTIK über Demographie mit einbringen.
ABER:
Was machst Du mit der konkreten Frau im Frauenhaus, die vergewaltigt wurde, die einen Zellhaufen, der noch nicht als Mensch erkennbar ist im Bauch hat, den sie LEBENSLANG als Parasiten vom Vergewaliger sehen wird? Der aber NOCH nur ein Zellhaufen ist?
Was ist besser für Kind UND Mutter? Ein niemals geliebtes Kind? Aus einer Vergewaltigung?
Wer das jetzt kritiklos in die eine oder die andere Richtung entscheiden kann ist ideologisch verblendet. Das ist in jedem einzelnen Fall eine sehr schwierige Angelegenheit.
Das ist vorgeschoben. Man kann das Kind abgeben, man muss es nicht töten.
Es mag diese Fälle geben die dann problematisch wären usw. aber das sind eben wieder Ausnahmen.
Im Kern geht es darum, dass viele Frauen einfach Gurkenkarussel wollen aber keine Verantwortung übernehmen wollen wenn es dann doch mal passiert. Sie wollen einfach keine Kinder. Das ist alles. Die wollen sich ausleben in allen Bereichen und „selbstverwirklichen“ usw. aber keine Kinder.
Schön finde ich diese Worte nicht ;-). Ich möchte mich an dieser hoch-ethischen Diskussion nicht detailliert beteiligen, ich finde den Rahmen hier zu banal (und thematisch unpassend). Nur soviel: Mein jüngster Enkel (bereits Bitcoin-Besitzer! ;-)) Ist ein toller Junge. Vielleicht rettet er mal die Welt oder erfindet etwas Bahnbrechendes. Und ich habe hier ein frühes Ultraschallbild (die heutige Technik ist faszinierend!). Ich sehe da keinen „Zellhaufen“ - ich sehe da einen winzigen Menschen - der für mich mit allen Grundrechten ausgestattet werden sollte!
Katja ich habe mich den grossen Weltreligionen, den Auswüchsen und allem möglichen auseinandergesetzt. Ich habe keine abschliessende Erkenntnis gefunden. Was mir auch egal ist. Es geht mir nicht um Ersatz oder dergleichen. Dennoch neigen Menschen dazu etwas zu verherrlichen. Bitcoin kann dieses durchaus sein. Alleine die Leidenschaft wie hier über diesen Aspekt debattiert wird, zeigt es auf. Etwas wie ein Asset oder Bitcoin rein monäter zu betrachten erfasst nicht jeden Aspekt.
Angenommen Bitcoin wäre eine Religion. Alles gut wir stellen uns hinter das Asset und machen alles was es von uns verlangt. Devot wie alle Jünger es tun.
Im zweiten Fall Bitcoin ist atheistisch. Alles gut wir kaufen und verkaufen es, ohne uns darum zu kümmern bei Gewinn ist Freude, bei Verlust Trauer angesagt.
Vielleicht kann man den Hodlr als den wahren Jünger bezeichnen und den Investor als den opportunistischen Ketzer. Wie auch immer. In Vino Veritas
Kleiner Einwand, Doktor, BlackMirrus sowie ich sind Männer.
Ich finde, dass Männer sich aus dieser Diskussion eigentlich komplett raushalten sollten, weil es die Frauen betrifft.
Eine Schwangerschaft, Geburt etc geht nicht spurlos vorbei, weder physisch noch psychisch.
Wie gesagt, dass sollen die Frauen bitte selber entscheiden. Und ich finde es in Ordnung, wenn die Frauen sich auch gegen Kinder entscheiden. Ich finde es ziemlich bedenklich, dass Frauen sich dafür überhaupt rechtfertigen sollen