Negative Folgen für Bitcoin durch El Salvador

Hallo zusammen, mich beschäftigt das Bitcoin-Projekt in El Salvador immer noch viel im positiven Sinne, da ich da eigentlich nur Positives für Bitcoin sehe.

Aber übersehe ich vielleicht was und lauern da eventuell auch Gefahren für Bitcoin bzw. könnte dabei für El Salvador irgendwas so schiefgehen, dass es Bitcoin insgesamt schaden würde?

Wenn das jemand wüsste = Gewinner :wink:

Aber am Ende ist es doch egal, man will Adoption, da kommt sie wahrscheinlich, also lets go…

Der Rest ist :glaskugel:

Ich denke, wenn dort niemand Bitcoin nutzen wird, könnte das der Adoption schaden.

Hier diskutiert:

  • El Salvador hat unter anderem auch ein ziemlich großes problem mit organisierter Kriminalität.
    Die MS13 (Mara Salvatrucha 13) sind zwar hauptsächlich in den USA aktiv, haben jedoch ihre Wurzeln in El Salvador. Die Verwendung von Bitcoin könnte dieser Gang durchaus Auftrieb verleihen.
    Andererseits bietet es den Strafverfolgungsbehörden sowohl in El Salvador als auch in den USA die Möglichkeit die Gruppe über ihre Transaktionen besser zu überwachen.
  • Desweiteren ist in El Salvador (wie auch in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern) Korruption recht verbreitet. Hier gilt die gleiche Argumentation für die Strafverfolgung.
  • Darüber hinaus ist El Salvador ein sehr armes Land und kann sich gegen Sanktionen oder Ausschluss aus dem SWIFT-Abkommen bzw. dem IWF nur schwer bis gar nicht zur Wehr setzen.
  • Die Armmut bietet noch ein weiters Problem: Steigt sie oder bleibt sie unverändert wird das Bitcoin negativ ausgelgt werden. Nur wenn die Armmut sinkt könnte das potentiell (aber nicht sicher, da vermutlich andere Gründe gesucht werden) Bitcoin positiv angerechnet weden. Positve warscheinichkeit also <1/3. Und das ist der Punkt an dem BTC am ehesten punkten kann.

Sollte in diesen genannten Punkten etwas negatives/problematisches passieren währe das für den Ruf von Bitcoin vermutlich kritisch bis verheerend. Und besonders die Notenbanken haben die Geschütze ganantiert schon in Stellung um beim kleinsten Problem aus allen Rohren gegen Bitcoin zu schießen.

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Hallo Zusammen,

mich treibt das Thema tatsächlich auch schon seit es verkündet wurde um. Auch die durchgehend positiven Reaktionen (von bspw. Roman, Vortrag der Botschafterin auf der Zitadelle, Marc Friedrich, etc…) haben mich verwundert.

Vor einigen Tagen bin ich auf das Video von VisualPolitik DE gestoßen. EL SALVADORs Operation BITCOIN: die Schattenseiten - VisualPolitik DE - YouTube

Schaut es Euch mal an und gebt mir Eure Meinung dazu.
Sollte das der Realität nahe kommen, ist das m.M.n. sehr negativ für Bitcoin.

Ich halte es für gut, wenn Unternehmen den Bitcoin in ihre Bilanzen aufnehmen, von den meisten Staaten bin ich mir aber nicht sicher.

Gruß Bruce

Was genau meinst Du?

Es wäre effektiver, wenn Du die Hauptpunkte kurz zusammenfassen könntest, anstatt dass man sich erst ~16 Minuten Videomaterial angucken muss.

Wenn Du diskutieren willst, solltest Du es Deinem Gegenüber so einfach wie möglich machen. (Meine Meinung.)

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Gutes Video. Ist mal eine kritische Sicht auf die Einführung von btc als Zahlungsmittel in El Salvador.

Finde das Video ganz klar: voreingenommen. Auch wenn der Sprecher Neutralität demonstrieren möchte: er wirkt seeehr voreingenommen. Die Zahlen bzgl. der Überweisungsbebühren mit Western Union und co. - wo hat er die Zahlen her?

Dass man Bukele vorhalten müsse, keine öffentlichen Ausschreibungen für die Wallets und Börsen geschaltet zu haben, ist eher der fehlerhaften Planung und dem Mangel an Alternativen geschuldet.

Ich würde erstmal abwarten und Tee trinken. Ich vermute, bei denen wird bzgl. Bitcoin das typisch lateinamerikanische Prinzip „wir gucken Mal / learning by doing“ Anwendung finden.

Negative Folgen für Bitcoin durch El Salvador?
Andersherum oder?
Also Bitcoin sollte doch für El Salvador gut sein, nicht El Salvador für Bitcoin. Also, Bitcoin ist für die Menschen da, nicht die Menschen für Bitcoin mein ich.

Wenn Bitcoin schlecht für El Salvador sein sollte, wäre das umgekeht auch schlecht für Bitcoins Reputation
→ El Salvador ist (möglicherweise) schlecht für Bitcoin…

Die Kritik an der Wallet und der Idee, Bitcoin zu verwenden, um die legalen und illegalen Geldströme kontrollieren zu können, kam auch von Peter McCormack. Dem wird man wohl kaum vorwerfen können, Bitcoin-Skeptiker zu sein.
Ganz so locker darf man das meiner Ansicht nach nicht sehen. Hier würden wir ja wohl zu Recht auf die Barrikaden gehen, wenn die Bundesregierung die Verwendung einer EU-Wallet vorschreiben würde.

Warum sollte es negativ sein? El Salvador behält doch den Dollar als Währung neben dem BTC. Die Leute werden schnell herausfinden, das BTC im Moment noch für alltägliche Einkäufe eher ungeeignet ist, aber zum Sparen ist es gut geeignet. Also haben sie ein Geld zum Sparen und eines um sich tatsächlich was mit dem ersparten Kaufen zu können.

Dadurch dass die Regierung den BTC als offizielles Zahlungsmittel anerkannt hat, können die El Salvadorianischen BTC Hodler viel beruhigter in die Zukunft blicken als unsereiner, da sie wissen, das ihr Bitcoinbesitz von der Regierung gewollt und gefördert wird. Kommende Repressalien und Gängelungen gegen BTC Hodler und Kryptobörsen sind in El Salvador also unwahrscheinlicher als hierzulande.

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Da stellt sich allerdings die Frage, wie gross der Anteil der Bevölkerung ist, der überhaupt genug Einnahmen zum Sparen hat. Die Sparquote lag 2015 mit durchschnittlich 11% unter der einiger bettelarmer afrikanischer Staaten und seitdem ist die Wirtschaft eher weiter unter Druck geraten.
Dazu ist das Vermögen natürlich ungleich verteilt, sprich ein erheblicher Teil lebt von der Hand in den Mund und kann überhaupt nichts zurücklegen.

naja ich stelle mir unter den jetzigen geopolitischen Entwicklungen vor wie es wäre wenn jetzt auf einmal der Iran und Afghanistan eine Bitcoinallianz bilden würden. Also wenn jetzt die Taliban den Bitcoin für sich entdecken würde… Die gucken kurz in ihr schönes büchlein und schlagen nach was der koran zur blockchain geschrieben hat und stellen dann fest, aha, bitcoin hat 21 millionen:

  • spekulationsverbot: check.
  • Zinsverbot: check

blockchain ist im einklang mit sharia

da ist mit der bitcoin reputation auch nicht pralle und dennoch könnte Bitcoin den Autoritäten nützen…

guter Punkt. :slight_smile:

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Ja, wie schon gesagt, für diejenigen, die im Moment noch nicht partizipieren können, ändert sich ja nichts, die haben ja immer noch den Dollar für Alltagsgeschäfte. Und die erwähnte Oma die im Hinterhof ihre Hühner füttert, hat vielleicht einen Enkel oder Schwiegersohn oder wen auch immer der es im Leben ein bisschen weiter gebracht hat und ihr so eine Wallet einrichten kann (wie hiess die noch mal? Chivo oder Chavo oder so ähnlich), wo sie dann ihr BTC Äquivalent von 30$ gutgeschrieben bekommt. Dann spart sie eben erstmal diesen Grundbetrag. Vielleicht sind nächstes Jahr schon 60 oder gar 100$ daraus geworden, wer weiß?

Auf jeden Fall ensteht dadurch ein gewisser Anreiz und Gruppendruck in der Gesellschaft sich mit dieser Technologie zu beschäftigen.

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Habe gerade den Post von einem Salvadorianer gefunden.

Wie zu erwarten war, hat es doch nicht nur gute Seiten.

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Verstehe ich nicht ganz. Mit dem Argument dürfte man nie und nirgendwo neue Technologien oder Verfahren einführen.

Und warum hat Bitcoin deshalb auch negative Seiten in El Salvador, wo jeder Kunde nach wie vor Bitcoin ignorieren und mit USD zahlen kann?

Das müsstest du schon mal erklären.

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Kleiner Artikel aus dem Manager Magazin zu dem Thema. Teilweise sehr unterhaltsam, mein Lieblingszitat aus dem Artikel:„Statt sich an die Spitze der Krypto-Finanzszene zu setzen, droht er nun seine wichtigsten Geldgeber zu vergraulen, auf deren echtes Geld er dringend angewiesen ist.“

Man beachte…ECHTES GELD

Haut rein und immer schön stacken :+1: :+1:
Liebe geht raus :kissing_heart: