Negative Folgen für Bitcoin durch El Salvador

Hallo zusammen, mich beschäftigt das Bitcoin-Projekt in El Salvador immer noch viel im positiven Sinne, da ich da eigentlich nur Positives für Bitcoin sehe.

Aber übersehe ich vielleicht was und lauern da eventuell auch Gefahren für Bitcoin bzw. könnte dabei für El Salvador irgendwas so schiefgehen, dass es Bitcoin insgesamt schaden würde?

Wenn das jemand wüsste = Gewinner :wink:

Aber am Ende ist es doch egal, man will Adoption, da kommt sie wahrscheinlich, also lets go…

Der Rest ist :glaskugel:

Ich denke, wenn dort niemand Bitcoin nutzen wird, könnte das der Adoption schaden.

Hier diskutiert:

Meines Erachtens werden in El Salvador all die Fehler gemacht, die man bei der Einführung großer IT-Systeme oder neuer Software nur machen kann: intransparente Entscheidungen vom Top Management, zwangsweise Realisierung und mangelnde oder gar keine Schulung bzw. Aufklärung der Betroffenen. Unverständlich, warum die dort so vorgehen. Es geht doch echt um was. Und das müsste man professioneller einkippen. Man könnte wissen, wie es besser gemacht wird.

Widerstand gegen neue Technologie ist für IT Projektmanager biz as usual. Deshalb müssen begleitend zur Technik Schulungen angeboten werden, müssen alle Betroffenen fundiert informiert werden, die neuen Abläufe müssen bekannt sein, bevor sie greifen. Und wenn man nicht riskieren will, die ach-so-schöne Technik in den Sand zu setzen, muss man halt begreifen, dass man die Menschen „mitnehmen“ muss … Den zukünftigen „usern“ einfach ein System vor die Nase zu knallen ist das Teuerste und vielleicht Riskanteste, was man machen kann. Wenn die user das neue System nicht nutzen, vergammelt es in der Ecke.

And Bitcoin is tech. Big tech.

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  • El Salvador hat unter anderem auch ein ziemlich großes problem mit organisierter Kriminalität.
    Die MS13 (Mara Salvatrucha 13) sind zwar hauptsächlich in den USA aktiv, haben jedoch ihre Wurzeln in El Salvador. Die Verwendung von Bitcoin könnte dieser Gang durchaus Auftrieb verleihen.
    Andererseits bietet es den Strafverfolgungsbehörden sowohl in El Salvador als auch in den USA die Möglichkeit die Gruppe über ihre Transaktionen besser zu überwachen.
  • Desweiteren ist in El Salvador (wie auch in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern) Korruption recht verbreitet. Hier gilt die gleiche Argumentation für die Strafverfolgung.
  • Darüber hinaus ist El Salvador ein sehr armes Land und kann sich gegen Sanktionen oder Ausschluss aus dem SWIFT-Abkommen bzw. dem IWF nur schwer bis gar nicht zur Wehr setzen.
  • Die Armmut bietet noch ein weiters Problem: Steigt sie oder bleibt sie unverändert wird das Bitcoin negativ ausgelgt werden. Nur wenn die Armmut sinkt könnte das potentiell (aber nicht sicher, da vermutlich andere Gründe gesucht werden) Bitcoin positiv angerechnet weden. Positve warscheinichkeit also <1/3. Und das ist der Punkt an dem BTC am ehesten punkten kann.

Sollte in diesen genannten Punkten etwas negatives/problematisches passieren währe das für den Ruf von Bitcoin vermutlich kritisch bis verheerend. Und besonders die Notenbanken haben die Geschütze ganantiert schon in Stellung um beim kleinsten Problem aus allen Rohren gegen Bitcoin zu schießen.

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