Kritische Fragen nach längerer Auseinandersetzung

Ein Teil Deiner Missverständnisse werden sich auflösen, wenn du verstehst, dass für Geld so wie auch für Güter ein Markt existiert, und der Wert des Geldes/der Gelder sich an diesem Markt findet. Das scheint zunächst paradox, weil Güter schließlich in Geld ausgepreist werden. Man könnte das aber auch genau andersherum betrachten, nämlich dass Geld in Kaufkraft (Anzahl und Qualität Güter) bemessen wird.

Es muss also kein singuläres Ereignis geschehen, in dem auf einmal alles auf Bitcoin wechselt. Tatsächlich können wir den Wechsel zu Bitcoin live beobachten. Das passiert zum Teil in Schüben, aber bisweilen auch so langsam, dass es langweilig und schwer sichtbar ist.

9 „Gefällt mir“

Die Mehrheit ist irrelevant. Wenn sich unter 10% der Nutzer ein Konsens über eine neue Regel bildet, dann ist das halt so. Es gibt keinen direkten Abstimmungsprozess mit %-Hürden.

Hier würde ich den Hauptsatz mit der Klammer tauschen: Entscheidend ist das größte Proof of Work, nicht die Länge. Aus dem größten PoW folgt nur normalerweise auch die längste Chain.

Ich könnte theoretisch alle Blöcke der aktuellen Bitcoin Chain neu ausrechnen, aber mit einer extrem einfachen Difficulty. Meine Chain wäre formal gültig und ohne Probleme auch länger als der aktuelle Chaintip. Trotzdem wäre sie komplett irrelevant.

Es funktioniert genau gleich wie aktuell in Euro/Dollar auch: Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Vom Euro aus brauchst du schließlich auch keinen „Vergleich“ zu irgendeiner Orakelwährung, oder? :slight_smile:

Ob ein Brötchen jetzt in Euro, Dollar oder Bitcoin denominiert wird ist dem Brötchen egal. Es gibt eine gewisse Nachfrage und ein Angebot nach Brötchen, und daraus bildet sich ein Preis.

Was soll dann sein? Das bringt dir nichts solange der betreffende Block nicht sehr nahe am Chaintip ist. Das hast du doch selbst geschrieben.

Du schreibst es doch schon selbst: Das ergibt nicht wirklich Sinn.

Ich kann auch mein eigenes Haus anzünden. Ist deswegen mein Haus schlecht gegen Feuer geschützt?

Weil es einfach unrealistisch ist dass eine einzelne Entität ungefähr 50% der Hashrate kontrolliert.

Die Schwierigkeit im Bitcoin Netzwerk ist übrigens auf Allzeithoch: Bitcoin: Mining-Schwierigkeit steigt um 13% und erreicht ein neues Allzeithoch - Blocktrainer

Ein „51% Angreifer“ kann einen Double Spend durchführen. Das ist auch schon alles. Er kann dir nichts on-chain stehlen, nur eine kürzlich getätigte Transaktion wieder verschwinden lassen.

Andreas Antonopoulos - 51% Bitcoin Attack - YouTube

Natürlich, das wird auch durchaus gemacht und nennt sich Chain Analyse. Durch das UTXO Modell von Bitcoin wird außerdem begünstigt dass der gesamte Besitz, auch wenn er auf viele Adressen verteilt ist, früher oder später einer Entität zugeordnet werden kann.

Hat man dann noch eine Verknüpfung zu einem KYC Anbieter können deine UTXO klar deiner Person zugeordnet werden.

Bitcoin bietet dir keine gute Privatsphäre wenn du dich nicht entsprechend bemühst. Es ist aber möglich komplett pseudonym zu bleiben und bei sorgfältigem UTXO Management auch anonym.

Im Lightning Netzwerk hast du dann was Privatsphäre angeht mehr Möglichkeiten.

9 „Gefällt mir“

Könnte hierzu bitte ein link geteilt werden, da ich trotz Suche nicht ganz sicher das Richtige gefunden habe.

Mit „sorgfältigem UTXO Management“ meinte ich nur dass keine UTXO zusammen ausgegeben werden die in irgendeiner Form die Privatsphäre beeinträchtigen.

Der Begriff anonym war hier wahrscheinlich nicht optimal, man ist natürlich grundsätzlich immer pseudonym im Bitcoin Netzwerk.

Wenn du in einer Transaktion nur einen einzigen UTXO ausgibst der frisch aus einem CoinJoin kommt dann ist das nahezu anonym, da der Empfänger bis auf den Betrag und der Wechseladresse nichts über dich lernt.

Sobald du UTXO konsolidierst und/oder weitere Zahlungen von der Wechseladresse aus tätigst bleibst du vielleicht pseudonym, aber jetzt kann man bereits weitere UTXO deiner Person zuordnen und da hört der Begriff Anonym bereits für mich auf.

Aber um Anonymität soll es hier jetzt nicht gehen, dafür gibt es genug andere Threads. :slight_smile:

1 „Gefällt mir“

@sutterseba hat wohl seinen eigenen Beitrag vergessen zu verlinken :wink:

EDIT: ok, der steht versteckt schon weiter oben.

Das beantwortet schon viel, wenn du detailliertere Infos haben willst, musst du detaillierter fragen :wink:

2 „Gefällt mir“

Seit ich das Thema „Pseudoanonymität“ mit dem GermanCryptoGuy diskutiert habe, fällt mir das nun leider immer ins Auge. :see_no_evil: Habe ich mich damals eines besseren belehren lassen, dass das Netzwerk pseudoanonym ist.

1 „Gefällt mir“

Das kann ich so nicht stehenlassen, weil es z.T. zu ungenau ist. Jemand kann einen UTXO „ausgeben“, weil er das „spending script“ für diesen UTXO erfüllen kann. Was dazu erforderlich ist, legt eben genau das „spending script“ fest. Man kann auch eine Transaktion für einen UTXO machen, deren Output(s) von Jedem ausgegeben werden können. Besonders sinnvoll ist Letzteres natürlich nicht, aber es gibt einige wenige Beispiele dafür in der Blockchain.

Daß kein Double Spend vorliegt, überprüft jede Node, da die Konsensregeln einen Double Spend verbieten. Blöcke mit Double Spend Transaktionen wären illegale und somit ungültige Blöcke.

Was hat das mit Bitcoin zu tun? Bitcoin ist exakt so konstruiert, daß so ein Quark überhaupt nicht nötig ist. Der genutzte Proof of Work und die Konsensregeln verhindern Double Spend ohne einer zentralen Entität vertrauen zu müssen, es funktioniert seit mehr als 13 Jahren vertrauenslos und dezentral.

Einiges relativierst du dann wieder bzw. biegst es halbwegs wieder zurecht, wobei ich persönlich die Melange etwas seltsam finde. Aber das ist vielleicht nur meine persönliche Wahrnehmung.

Auch hier jede Menge Ungenauigkeiten.
Eine Node, die eine neue Transaktion sendet, sendet diese nur an die Nodes, mit der sie verbunden ist. Diese Nodes prüfen, ob die Transaktion erlaubt ist, z.B. nur einen existierenden UTXO ausgibt und korrekt signiert ist und fügen sie dann in ihren jeweiligen Mempool hinzu UND senden die Transaktion wiederum an die ihrerseits verbundenen Nodes weiter. So wandert eine Transaktion letztlich durchs Bitcoin-Netzwerk.
Korrektur: Je Node sammelt neue Transaktionen in ihrem Mempool.
Korrektur: Nur Mining-Nodes (meist Mining-Pool-Nodes) stellen aus Transaktionen in deren Mempool einen Candidate-Block zusammen, für den sie einen Blockhash zu finden versuchen, der die aktuelle Difficulty-Anforderung erfüllt. Das ist der Prozess des Block-Schürfens.
Korrektur: Natürlich wird eine Mining-Node, die einen gültigen Blockhash gefunden hat, diesen Block so schnell wie möglich an die mit ihr verbundenen Nodes senden, damit sie das Rennen um den nächsten gültigen Block gewinnt und ihr keine andere Mining-Node zuvorkommt.
Korrekt: jeder Block, der der Blockchain angehängt werden soll, muss sämtliche Konsensregeln ausnahmslos erfüllen, sonst wird er verworfen.
Korrektur: Mining-Nodes akzeptieren den Blockchain-Tip (den letzten Block in der Blockchain mit dem größten akkumulierten PoW), indem sie dessen Blockhash in ihren aktuellen Candidate-Block einbauen, der der neue Blockchain-Tip werden soll. Ein Block muss ja zwingend den Blockhash des Vorgänger-Blocks enthalten

Falsch, da deine Sats-Anzahl schonmal um den Faktor 1000 zu hoch ist. Die Gesamtzahl an jemals emittierten Bitcoins ist übrigens nicht exakt 2.100.000.000.000.000 Sats, sondern etwas weniger, was sich aus den Konsensregeln ergibt. Darüber hinaus können z.B. die 50 Bitcoin der Coinbase-Transaktion des Genesis-Blocks niemals ausgegeben werden, selbst wenn Satoshi Nakamoto dies wollte.

Die Berechnung ist grundfalsch, da ein gültiger Block mindestens eine, nämlich die Coinbase-Transaktion enthalten muss. Ein minimaler Block hat daher ca. 215-216 Bytes (mit einer P2PK-Coinbase-Transaktion, heutzutage ist P2PK unüblich; bei durschschnittlich 144 Blöcken täglich resultiert daraus ein Minimalwachstum der Blockchain von
144*365.25*215 \approx 10.78 MiB/y

Die Aussage mit höchstens zwei Outputs in einer Transaktion ist falsch. Korrekt ist: eine Transaktion enthält mindestens einen Input und mindestens einen Output, üblicherweise zwei Outputs, da einer davon das Wechselgeld ist. Ein Input (zwingend ein UTXO) wird stets vollständig ausgegeben, daher wird in der Regel Wechselgeld nötig sein, da man selten den exakten Zahlbetrag zzgl. nötiger Transaktionsfees als UTXO zur Verfügung hat.
Der Bitcoin Core Sourcecode legt fest, daß die maximale „Größe“ einer standardkonformen Transaktion 400000WU betragen darf (Quelle: bitcoin/policy.h at master · bitcoin/bitcoin · GitHub). Das ergibt dann ein gewisses oberes Limit für die Anzahl der Inputs und Outputs, die maximal in einer Transaktion möglich sind.

Superlative sind in einer Diskussion schwer verdaulich. Man kann sie meist vermeiden…

Was soll die Auszeichnung mehrerer Absätze vollständig in Fettschrift eigentlich ausdrücken, wenn ich mal kritisch hinterfragen darf? Aus meiner Sicht verliert die Auszeichnung damit ihren Stellenwert. Aber ich weiß, ich bin pingelig…

5 „Gefällt mir“

So wie ich dich verstehe willst du sofort und augenblicklich Bitcoin als neues Geld etablieren. Aber du hast selbst schon erwähnt, dass andere Leute das nicht so sehen. Mal als Extrembeispiel: Ich erfinde die absolute neue Währung die alles andere übertrifft, ich nenne es die Gummibärenwährung. Warum benutzt aber keiner mein super tolles Geld?

Wenn du wirklich so überzeugt von Bitcoin bist, dann hilft nur eines: Fang an die Menschen zu bilden (was eine schwierige Aufgabe sein kann). Richte deiner Oma in Spanien eine Wallet ein, frage bei jedem Einkauf ob nicht auch Bitcoin angenommen werden, umso mehr Händler darauf aufmerksam werden, desto wahrscheinlicher wird auch in Bitcoin bezahlt, such die Händler aus dem Internet, die schon Bitcoin annehmen usw

Aber auf der anderen Seite muss dir auch einiges klar werden: Auch das Sparen, also halten von Bitcoin ist eine Anwendung von gutem Geld. Wenn du die Auswahl hast Euros loszuwerden, die permanent im Wert sinken oder Bitcoins, wo es nur maximal 21 Millionen Stück gibt, dann willst du eigentlich ökonomisch immer die Euros loswerden, auch wenn du sie „nur“ in Bitcoin tauschst.

Gib den Menschen Zeit, Bildung und die Auswahl Bitcoin zu benutzen. Dann wird früher oder später die Mehrheit vom besseren Geld angezogen.

Edit:
Vergleich das mal mit dem Internetausbau im Jahre 2000 oder vielleicht etwas früher. Auch wenn du für dich schon erkannt hast, dass das Internet eine praktische Sache ist, die vielen Menschen nützt, zB. schneller Einkaufen, Wissensquelle usw.
Was hätte es gebracht im Jahr 2000 für alle Leute verpflichtend Internet vorzuschreiben? Was ist mit den Leuten, die lieber in ein Kaufhaus gehen als Online zu bestellen? Was ist mit den Leuten, die sich nicht mit Computern beschäftigen wollen sondern lieber zB. Bücher lesen? Jetzt 20 Jahre später kommt man um das Internet kaum noch herrum. Ich denke bei Bitcoin wird das ähnlich sein. Ja es gab Telefone oder Echtweltkontakte, die dem Internet im weg standen. Daran muss sich die Menschheit eben gewöhnen :innocent: Naja, irgendwo endet auch die parallele…

3 „Gefällt mir“

@DasPie
Der oft zitierte Vergleich mit dem Internet ist m.E. problematisch, da in jenem Fall nach einigen Anlaufproblemen letztlich doch die „Machthaber, Manipulatoren, etc.“ erkannten ebenfalls profitieren zu können.

Bei einer Graswurzelbewegung, die letztlich an den Fundamenten des Systems rüttelt, fällt evtl. schwer die Analogie zu sehen, zudem die „Wurzelmasse“ kaum substanziell, qualitativ wächst.

In meiner Region gibts im Radium von mind. 75 km nichts für Satoshis zu kaufen. Versuche getätigt.
Als eigentlich konservativer didaktisch unfähiger digitaler Noob bleibt z.B. mir nichts anderes als zu hodln.

1 „Gefällt mir“

warum sollte das in Bitcoin nicht auch so sein? Auch die „Machthaber“, also große Banken oder sogar die Zentralbanken können von Bitcoin profitieren, wenn sie sich schnell genug den neuen Ökonomischen Regeln anpassen. Also kein neues Geld drucken zu dürfen bzw. ihre eigene Währung an Bitcoin knüpfen.

Den Punkt mit den Gütern verstehe ich selbstverständlich. Es gibt Märkte für alles. Einen Markt für Autos, Kleidungsartikel, Getreide und z.B auch einen Energiemarkt.

Inwiefern befindet sich aber der Wert des Geldes an diesem Markt? Das ist mir nicht schlüssig. Außerdem frage ich mich wie ein Markt für Geld existieren kann? Dieser würde doch auch den Prinzipien der Marktwirtschaft also letzen Endes Angebot und Nachfrage unterliegen. Das Angebot ist doch aber begrenzt und Geld ist kein Produkt, das ich mir einfach „einkaufen“ oder „zulegen“ kann, sondern entsteht aus Produktivität.

D’accord. Die Äpfel, Birnen und Brötchen unterliegen am Lebensmittelmarkt der Bepreisung die aus Angebot und Nachfrage entsteht. Soweit so gut.

Also sind nicht die Äpfel, Birnen und Brötchen X Satoshis wert, sondern die Satoshis X Äpfel, Birnen und Brötchen aufgrund des Angebots und der Nachfrage? Ist das nicht genau dasselbe?

Ja okay wahrscheinlich ist das dann ein langer evolutionärer Prozess oder eben eine sehr sehr langsame Entwicklung. Nichtsdestotrotz frage ich mich, wie dieser für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Unternehmen, Kunden und Konsumenten funktionieren soll, wenn es „diese einen ersten Stupser“ benötigt. Irgendjemand muss doch den FIAT-Kreislauf schließen oder zumindest den Bitcoinkreislauf anfangen und das empfinde ich als sehr schwer, wenn Unternehmen und Kaufhäuser diesen nichtmal kennen oder akzeptieren. Der Kundenstamm ist da ja überschaubar, sodass auch kein Verlust entsteht. Ich könnte zwar versuchen, meine Wünsche dort zu äußern, aber ich bin nur eine Person im Verhältnis zu Millionen die ihre Zahlungen in FIAT abwickeln.

Warum? Wo steht das?

Aber es gibt doch das BIP (‘Bitcoin Improvement Proposal’), wo man Änderungen z.B vorschlagen kann, oder?

Ahhh danke. Komisch… im Whitepaper bezieht sich Satoshi aber auch auf die längste Chain und nicht dem größten PoW. Er meint wohl damit wahrscheinlich wohl das größte PoW.

Aber ein bitcoin wird doch nicht genau ein Brötchen kaufen. Dann könnte man ja immer nur das nötigste kaufen und nicht überkonsumieren. Ist das bewusst so eingebaut?

q

Du verstehst mich falsch. Ich selbst habe es ja nicht vor. Aber mal angenommen das Haus wär mir egal. Ich hätte eh genug auf meiner Wallet. Was dann? Mir gehts als Angreifer ja nur darum, das System zu zerstören.

Wohin?

Also kann er seine bitcoins mehr als einmal ausgeben?

Ist das nicht schlimm und gefährlich für Endnutzer? Ich will nicht unbedingt, dass mein Besitz öffentlich bekannt ist.

Wie? Ich habe versucht, meine so privat wie möglich zu kaufen. Es war schon recht aufwendig.

Was ist ein UTXO? Was es das spending script und wie erfüllt man es bzw. was sind dessen Bedingungen?

Welche?

Also ich mit meiner Bitcoin Software und Full Node?

Und würden von Nodes abgelehnt bzw. nicht angeommen werden oder? Und von Minern genauso richtig?

Es ist das was wir gerade haben und Bitcoin das Gegenteil. Gerade haben wir ja diese zentralen Parteien noch.

Ja es funktioniert aber ich kann es nicht wirklich benutzen oder anwenden. Ich kann meine Euros reintun, aber sie nicht wirklich ausgeben, meine Amazon Rechnung bezahlen, mir meine Brötchen beim Bäcker kaufen oder als Unternehmer meine Angestellten bezahlen… Hier gehst du leider nicht drauf ein.

Interessant. Haben sich meine aufgeführten Regeln noch geändert, weil die stehen exakt so auch im Whitepaper. Wann genau haben die sich geändert und wo finde ich diese Änderungen?

Wo finde ich diese aktualisierten Regeln? Es muss ja irgendwas zwischen Whitepaper und deinen Korrekturen passiert sein. Wo finde ich das? GitHub?

Alles klar danke. Woher nimmst du diese Information? Wo kann ich sie eigenständig verifizeren?

Wo finde ich diese Konsensregeln?

Warum? Hat die sich auch geändert und warum wenn ja? Sie steht genauso im Whitepaper.

Ich wollte die Fragen klar markieren. Danke für deine Hilfe.

Nein. Ich möchte es nutzen und auch ausgeben können. Das ist mit die wichtigste Funktion von Geld und das geht gerade eben noch nicht und ich wollte fragen, wie und wann das kommt.

Ja weil sie m.E nach verblendet sind oder in einer links-grünen Medienblase leben.

Sehr unpraktisch wenn die FIAT Überweisungen ja noch gehen, oder? Mich brauchst du ja nicht überzeugen, you’re preaching to the converted. Aber andere schon. Die Mehrheit würde das doch nicht machen, oder? Zu bequem.

Ich gehöre aber zu einer Minderheit. Wenn ich nicht sogar die Minderheit als einziger abbilde. Einem Unternehmen ist das dann letzen Endes egal, denn wenn ich das Produkt haben will, muss ich deren Regeln folgen. Ich gehöre zu einer kleinen Masse an, die keinen großen Unterschied am Umsatz macht und somit vernachlässigbar ist. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit verdammt hoch, dass ich mit meiner Aktion genau das Gegenteil erreiche. Sofort wird El Salvador, Geldwäsche und Energie erwähnt und man wird sozial regelrecht dementiert. Es ist sozusagen ein „Outing“ als Bitcoiner und ich persönlich finde das zwar gut, aber Gesellschaft eher weniger da sie nur negatives in den Medien darüber gehört hat. Wenn ich dann sagen würde, dass ÖRR nicht repräsentativ und sogar ideologisch gefärbt ist (was ja bewiesen ist), dann driftet das sehr schnell ab in eine politische Diskussion, wo man womöglich auch den Begriff „Verschwörungstheoretiker“ kassiert.

Das wusste ich, aber danke.

Zeit ist unbegrenzt. Bildung findet im öffentlichen Raum nicht statt, zumindest nicht im Mainstream, sondern Framing und … Fake News. Die Auswahl Bitcoin zu benutzen ist nicht da.

Ich will niemandem irgendetwas verpflichtend vorschreiben. Es liegt ja auch nur zum Teil an ihnen. Vielmehr am Anreizsystem des FIAT Gelds. Es kennt einfach jeder und nutzt jeder weils einfach ist, funktioniert und man weiß, wie es geht. Warum sollte man sich also die Mühe machen, frag ich dich?

Falls du dich wirklich für die Technik hinter Bitcoin interessierst, dann gibt es genug Lehrmittel, ua. einige Youtube-Videos. UTOX = Unspend Transaction Output, also Werte die du ausgeben kannst, wofür auch immer. Roman hat das in seinem letztem Livestream auch gut erklärt: wenn du Bitcoin verschickst, dann nimmmst du einige oder alle UTOX aus deiner wallet und markierst sie als ausgegeben. Der empfänder erhällt dann selber diese Werte als UTOX und kann dann darüber bestimmen. Das kannst du dir so vorstellen, dass jeder Geldeingang in deiner Wallet (UTOX) eine Münze mit genau dem Eingangswert ist (zB. 0,1425 BTC und 0,426 BTC). Wenn du jetzt jemandem, zB. 0,2 BTC versenden willst, dann schmelst du beide Münzen ein und erstellst zwei neue Münzen: die 0,2 Münze versendest du und den Rest behällst du im Wallet.

Die Nodes validieren die Blocke, die Miner erstellen sie. Natürlich sind die Miner auch an eine eigene Node angeschlossen, sie benötigen ja wenigstens den aktuellen Block auf dem sie aufsetzen können.

Warum kannst du es nicht benutzen? Bitcoin hat persee ersteinmal nichts mit Euro zu tun. Wenn du Euros in Bitcoin tauschst, dann kauft die ein Bitcoinbesitzer die Euros ab und gibt dir dafür seine Bitcoins. Das könnte genauso mit jeder anderen Ware passieren. Du kannst nicht einfach Euros hineintun und hoffen es kommen Bitcoins raus. So funktioniert ein Handel nicht. Wenn Amazon keine Bitcoins annimmt, dann findet der Handel nicht statt.

Du darfst, keiner hindert dich, aber zu einem Handel gehören nunmal zwei Parteien. Wen die Gegenseite nicht will, dann kannst du so viel wollen wie du willst. Falls dir das aktuell noch nicht reicht, dann hilft wie gesagt nur warten und bestenfalls andere Leute von Bitcoin überzeugen oder eben Leute suchen die Bitcoin annehmen.

Hier sprichst du einen Punkt an: Unser Fiatsystem funktioniert noch. Und solange es funktioniert wird Bitcoin weiterhin eine Randerscheinung bleiben. JA es hat Potential die Weltwährung zu übernehmen, aber warum sollte sie es, wenn das zu verdrängende System funktioniert. Die Masse ist wie du schon richtig gesehen hast viel zu träge und dass ihnen Geld durch Inflation gestohlen wird fällt halt normalerweise mit 2% pro Jahr nicht wirklich auf. Thats it. Ich kann nur wiederholen, hier hilft nur Bildung und Zeit.

Dass die Medien nur Negatives über Bitcoin erzählen ist meiner Meinung nach Nachvollziehbar aber natürlich nicht förderlich. Natürlich wehrt sich das etablierte System gegen eine Ersetzung, eine Revolution geht nicht ohne Kampf, die Mächtigen werden ihre Macht über das Geldsystem nicht freiwillig aufgeben. Nicht umsonst wettert die EZB am lautesten gegen Bitcoin. Auch hier hilft nur Bildung und Aufklärung und das braucht Zeit und viel Engagement von Leuten, die das in ihrer Freizeit machen.

Da hilft nur: Fang selber an, stelle Hilfeseiten zur Verfügung, von deiner Firma aus und erkläre warum du und deine Firma sich für Bitcoin entschieden hast und was es der Menschheit bringen kann. Wenn amn genau danach sucht gibt es auch in den Mainstream-Medien einige sehr gute Aufklärung über Bitcoin. Aber das zwischen dem vielen Fakenews/Falschmeldungen und Verleumdungen zu finden ist nicht einfach.

Genau, Fiat kennt jeder, benutzt jeder und jeder vertraut darauf dass die Banken schon das richtige tun. Viele Menschen sind damit sogar sehr zufrieden und bezahlen gerne 2% oder 3% mehr, nur um sich nicht mit Geld auseinandersetzen zu müssen. Auch in Bitcoin wird es bedarf für diese Dienstleistung geben. Ob Fiat einfach ist weiß ich nicht, vielleicht is Bitcoin in 100 Jahren deutlich einfacher und jeder fragt sich wie man so kompliziert auf den Bankenhomepages herumgeklickt haben konnte? Aber Fiat ist bekannt, vertraut und sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Was sollen Bitcoiner deiner Meinung nach machen? Viele versuchen schon ihr Bestes mit Aufklärung, Potcasts und Videos, einige schreiben Bücher andere Software rund um Bitcoin. Das bringt Bitcoin vorran. Angriffe auf das Fiatsystem lassen nur deren Mauern und Geschütze noch wirkungsvoller werden. Ich denke aber, dass das System sich mit der Zeit von ganz alleine zerlegt. Wenn nicht die aktuelle Finanzkriese dann die nächstein spätestens 10 Jahren. Und dann ist Bitcoin umso bereiter. Es bringt meiner Meinung nach nichts jetzt aggressiv vorzugehen.

Wenn du so überzeugt von Bitcoin bist, dann frage dich lieber, was kannst du beisteuern um Bitcoin erfolgreicher zu machen. Du musst Bitcoin nicht in jeder kleinsten Technik verstehen, aber es hilft natürlich. Kannst du programmieren? Dann schreib eine Anwendung für Bitcoin, zB. ein Chatprogramm über Lightning, eine dezentrale Plattform … Kannst du Marketing? Dann mach Werbung für Bitcoin und versuche die Falschmeldungen richtig zustellen. Kannst du Handel? Dann biete deine Wahren für Bitcoin an und früher oder später wird sich ein Ökosystem um dich herrum in Bitcoin bilden. Egal was du genau machst, irgend eine Anwendung wirst du schon finden, denn Geld kann jeden Lebensbereich betreffen… und damit natürlich auch Bitcoin.

1 „Gefällt mir“

Das gefällt mir :sunglasses:

Und es trifft die Sache ziemlich gut. Bitcoin basiert auf Freiwilligkeit und genau das muss auch so sein. Wir brauchen Zeit und Gedult. Wir könnens unterstützen, aber nicht erzwingen.

Daher frei nach Dingens:

Frage nicht was Bitcoin für dich tun kann - sondern was du für Bitcoin tun kannst!

Wenn du die Beiträge in deinem eigenen Thread lesen würdest, springt dir doch dieser Beitrag ins Auge:

Du könntest außerdem 90% deiner Fragen mit Google oder der Suchfunktion beantworten.

Wo steht denn das Gegenteil?

Was hat das mit Prozenthürden zu tun? Wir sind hier nicht bei der Bundestagswahl.

Hä?

Du scheinst nicht zu verstehen in was für einer Größenordnung wir uns bewegen. Du kannst nicht einfach mal 140 EH/s aus dem nichts zaubern. Nicht mal ein Staat wäre dazu in der Lage die Hardware, den Strom und die Zeit aufzutreiben um hier einen „sinnvollen“ Angriff durchzuführen.

Der Angriff an sich (also der „51% Angriff“) ist relativ zum Aufwand nicht mal sinnvoll, selbst wenn man die Mittel dazu hätte. Mit der Hardware könntest du genauso gut ehrlich Geld durch Mining verdienen anstatt zu versuchen die eigene Investition zu zerstören.

Selbst ein erfolgreich durchgeführter Double Spend „zerstört“ nicht das Bitcoin Netzwerk. Und solange du beim Verkauf eines Autos mindestens 5-6 Bestätigungen wartest bevor du die Schlüssel übergibst kann dir sowieso nichts passieren… :wink:

Das geht aber nicht einfach so.

Verschwinden lassen heißt genau das: Die Transaktion ist dann nicht mehr da. In der Theorie läuft das so:

  1. Ich kaufe bei dir ein Auto für 1 BTC und erstelle eine entsprechende Transaktion.

  2. Da ich alleine sehr viel Hashrate kontrolliere (mit 51% bin ich alleine schneller als der Rest des Netzwerks) kann ich während dem Autokauf „verdeckt“ Blöcke finden, also sie nicht veröffentlichen.

    So ein Angriff ist aber auch schon mit z.B. 40% möglich, es wird dann halt zunehmend unwahrscheinlicher.

  3. Sobald ich mit dem Auto davon gefahren bin, veröffentliche ich meine „geheime“ Chain die (durch meine hohe Hashrate) länger bzw. mehr Proof of Work als der aktuelle Chaintip hat. Meine Chain wird jetzt also vom Netzwerk als beste Chain akzeptiert.

Der Angriff besteht jetzt nur darin dass meine Transaktion an dich (fürs Auto) in meinen Blöcken nicht inkludiert wurde. Die Transaktion hat also nie stattgefunden.

Dieser Angriff ist in der Realität aber nicht realistisch umsetzbar.

Kommt halt drauf an. :man_shrugging:

3 „Gefällt mir“

Wenn du in Bitcoin sparst und irgendwann aus deinen Ersparnissen einen Konsumwunsch erfüllen willst, dann ist das doch genau der Kreislauf den du meinst. Dein Teil des Kreislaufs beginnt mit dem Kauf und endet mit dem Ausgeben. Ob zwischen deiner Bezahlung und dem Tausch ein Zwischenhändler für eine Währungsumwandlung dabei ist, ist unerheblich solange die Höhe der Gebühr (Steuer) vernachlässigbar ist. Der Kreislauf muss nicht sofort von vorn bis hinten nur in Bitcoin abgeschlossen sein.

Inwiefern entsteht Geld aus Produktivität?
Wie hast du denn deine Bitcoin gekauft, und was hat das mit Produktivität zu tun?

1 „Gefällt mir“

Mit FIAT Geld. Es hat insofern was mit Produktivität zu tun, als das ich vorher produktiv war und gearbeitet habe und einen Lohn dafür ausgezahlt bekommen habe, ob nun als Unternehmer, Angestellter oder Beamter. Geld selbst entsteht nicht direkt aus Produktivität, ich werde für meine Produktivität vielmehr mit Geld entlohnt.

Das bringt mir aber nicht viel, wenn ichs nicht an der Kasse nutzen kann.

Und die Produktivität, die in den Euros steckt ist jetzt auf wundersame Weise auf die Bitcoin übergegangen und steckt nun in deinen UTXOs. So wie auch die Produktivität der ganzen Armee von HODLern in deren Coins steckt?