Warum? Unter der ständig kolportieren Bitcoinmaxi Annahme, dass er ständig steigt und sozusagen in Riesenschritten auf die Million zuschreitet, wäre es ja falsch kalkuliert nicht sein ganzes Geld usw. schon längst da reingesteckt zu haben.
Entweder oder. Entweder man glaubt daran, dann gibt es auch keinen Grund zu zögern, denn die Eigenschaften ändern sich ja so schnell nicht und die Geldmenge verringert sich ja auch nicht mehr sondern steigt im Gegenteil stetig. Das sind ja die zentralen Argumente der Maxis.
Oder man glaubt da eben nicht in der Form dran. Dann wird man eben auch nicht sein ganzes Geld reingesteckt haben. Das wäre ja wirklich dumm.
Es gibt sehr viele unterschiedliche Personen hier im Forum. Das Investment muss immer zu der jeweiligen Person passen.
a) Person A hat keine Kinder, kein Auto, wohnt in einer Großstadt zur Miete, ist Software Developer und verdient über 100.000€ im Jahr.
b) Person B hat eine Familie mit 3 Kindern, zahlt einen Hauskredit ab, fährt mit dem Auto zur Arbeit und arbeitet als Sachbearbeiter im Büro für 60.000€.
Was für Person A risikotechnisch noch vollkommen okay ist, kann bei Person B schon komplett anders sein. Person A hat kaum unerwartete Ausgaben, keine Reparaturen, keine Auto Wartungskosten etc. Bei Person B müssen 3 Monatsmieten minimum immer Liquide sein. Person A bekommt monatlich mehr Netto als sie in 3 Monaten ausgibt. Ich weiß das sind extreme Beispiele aber hier ist jeder verschieden. Für den einen ist vielleicht dumm was für den anderen eine Lebenseinstellung ist.
Das sollte man halt nicht machen oder nur, wenn man es sich leisten kann und mit den möglichen Konsequenzen leben kann. Wenn man das nicht kann reicht vielleicht auch der 10 Euro Sparplan
Naja wenn man einen bestimmten Cash Flow hat kann man sich halt ein All In eher leisten als wenn man einen sehr geringen hat und darauf monatlich angewiesen ist. Manche Leute können All In gehen und haben keine spürbaren Konsequenzen in Bärenmärkten. Aber ja wir sind uns einig, dass Bitcoin nicht das Wunderheilmittel für jeden in jeder Situation ist ;)
Bei der vergangenen Euphorie und der Maxiüberzeugung kann ich ja All in irgendwie noch nachvollziehen.
Aber bei Kauf auf Pump,…da hält sich mein Mitleid in Grenzen!
Geiz ist nicht Geil und Gier auch nicht!
C) Aktuell sind viele Investitionen im Minus, weil eben die nicht so gut gebildeten am ATH kaufen.
A) Laut KI, mit Vorsicht genießen, bleibt bei über 30% in Deutschland nichts vom Gehalt übrig.
Hat man dann sein weniges Erspartes in Bitcoin gesteckt, weil…
…muss man bei jedem kaputten Haushaltsgerät
B) Bitcoin verkaufen.
Versteht mich nicht falsch, ich bin von Bitcoin weiterhin überzeugt, auch dass er in 2 Jahren wieder deutlich höher steht und ich bin froh, noch nachkaufen zu können. Aber eine leichte Enttäuschung ist auch bei mir da, deswegen verstehe ich den o.g. Personenkreis sehr gut, will mir garnicht dazu noch einen Firefish Kredit vorstellen und wie man dann noch schläft.
So, wie es derzeit mit Bitcoin läuft, dürfte dieses Asset denkbar ungeeignet sein, um zu „sparen“! Ich habe ja hier eingehend erläutert, warum Bitcoin nicht mehr als Wertspeicher taugt.
Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass der „dumme“ Tagesgeldkontobefürworter (und besonders der Fondssparer) seine Werte viel effektiver konserviert, als der Bitcoin-Spekulant.
Bitcoin ist für mich nicht mehr das Asset, was die Welt retten kann. Bitcoin ist für mich nur noch eine Option mit geringerer Priorität. Sollten die Kurse jemals wieder über 100k€ steigen, werde ich nur noch gering in BTC investiert sein. Meine Verkaufsorders sind bereits platziert, schrittweise hinauf und alle im (deutlichen) Plus.
„Der Hund bellt, die Karawane marschiert, sagt der Beduine.“ Es gibt eine Zeit nach Bitcoin.
Ich finde Bitcoin nach wie vor faszinierend. Rund um die Technologie entstehen ständig neue, lebendige Projekte — besonders auf Nostr begegnet man immer wieder innovativen Ideen. Mich begeistert, wie aus Ideologien konkrete Technologien werden, und ich schätze den kritischen, manchmal trotzköpfigen Blick abseits des Mainstreams.
Da ich schon lange dabei bin steht der Preis natürlich nicht mehr so im Vordergrund sondern ich begleite die Entwicklung weiter entspannt mit Neugierde. Immer mit offenen Blick auf neue Projekte auch abseits von Bitcoin.
Priorität hatte und wird Bitcoin für mich nie haben!
Es gibt keine Erzählung mehr. Eigentlich wurde alles im letzten Jahr oder auch in den letzten beiden Jahren auserzählt und statt eines neuen ATHs kam die Halbierung.
Was soll noch kommen? Institutionelles Kapital ist am Start, jeder, der meint, Bitcoin sei eine gute Investition, hatte Zeit genug sich damit zu beschäftigen usw. Die Geschichte, dass die alle Bitcoin noch nicht verstanden hätten war damals schon blöd und ist es heute um so mehr.
Ok. Jetzt erzählt man Geschichten vom Weltraum…die werden aber kaum verfangen. ;)
Untersuchungen zeigen dass die massive Outperformance bei Bitcoin auf wenige Handelstage zurückzuführen ist. Nimmt man diese entscheidenden Tage raus läuft Bitcoin mehr oder weniger seitwärts bzw. mit dem breiten Markt. Deswegen zeigen große Zeiträume eine sehr starke Outperformance und kleinere Zeiträume können eine moderate oder gar keine Outperformance zeigen. Je nachdem ob die goldenen Tage in dem Chart enthalten sind oder nicht.
Diese Erkenntnis wird auch oft als Argument gegen Trading gebracht. Wer nach den richtigen Einstiegspunkten sucht kann die entscheidenden Zeiträume mitnehmen. Wer einfach durchgehend investiert bleibt nimmt sie garantiert mit.
Ein winziger Bruchteil. Ebenso bei Retail. Es ist so wenig, dass man eigentlich überhaupt nicht davon sprechen kann dass das institionelle oder retail Kapital bei Bitcoin angekommen ist. Nur weil es ein Narrativ gibt sind nicht alle automatisch davon überzeugt. Die Zeit die Bitcoin braucht überlagert kurzweilige Hypes.
Ich finde es komisch dass manche Leute in Narrativen urteilen. So nach dem Motto „ok und welches Narrativ soll jetzt noch kommen?“ Hä? Seit wann ist denn das Narrativ Bitcoin ist ein dezentraler und harter Wertspeicher tot? Oder ist diese Erzählung zu trocken und langweilig und erzeugt kein Fomo Kick? Dann sollte man sich fragen was man mit Narrativ eigentlich meint.
Neue Narrative können den Preis befeuern und neue Fomowellen auslösen. Aber irgendwann ist der Hype vorbei. Danach ist ein Narrativ entweder verpufft und hat sich als falsche Annahme erwiesen oder es reiht sich ganz langweilig und trocken zu den anderen ein.
Vielleicht verwechseln Leute auch ein Narrativ mit einem Hype. Bitcoin lebt aber nicht von ständigen Hype Kicks. Auch wenn diese Phasen die Adoption befeuern.
Außerdem ist es anmaßend wenn man meint „welches Narrativ soll jetzt noch kommen?“ und damit eigentlich meint dass es kein neues Narrativ mehr geben kann. Man kennt also die Zukunft und kann bereits ausschließen dass da nichts mehr kommt?
Wäre das so einfach hätten wir alle Narrative aufeinmal und nicht über ein langen Zeitraum nacheinander.
Bitcoin ist letztlich ein Produkt und man braucht Geschichen die das Produkt vermarkten.
Es spielt keine Rolle ob Bitcoin von einem Unternehmen hergestellt wird oder eben dezentral geschürft wird von allen und jedem.
An dem Prinzip, dass dieses Produkt ja irgendwie an den Mann gebracht werden muss, ändert sich ja nichts. Wer Bitcoin potentiell kaufen will, braucht bevor er das tut eben eine Geschichte die ihn dafür überzeugt.
Und diese Geschichten sind erzählt und haben sich zum größten Teil eben als Unfug erwiesen.
Also dafür, dass alles auserzählt ist, haust du aber ganz schön viele Beiträge raus.
Wir sind immer noch sooo früh. Schaut euch doch einfach mal in eurem Umfeld um! Wahrscheinlich haben nicht mal 1% von den ganzen Leuten die ihr kennt Bitcoin.