PMJI, aber… ich arbeite(te) seit 33 Jahren täglich mit Ärzten zusammen und kenne einige Tausend davon. Ohne eine pauschale Aussage treffen zu wollen, kann ich dir versichern: Den machen wirklich sehr, sehr viele, ganz normale und wenig begabte Menschen. Die lediglich durch Sozialisation, Umfeld, Familie in diesen Beruf gewachsen sind. Ich würde sogar sagen, dass erfahrene Fliesenleger, Elektriker oder Dachdecker (um nur einige zu nennen) oft intellektuell weiter entwickelt sind. So zumindest meine Erfahrungen.
Trotzdem bin ich, ebenfalls auf Grund meiner Erfahrungen, bei dir - wenn du sagst, dass der Markt im Gesundheitswesen nicht funktioniert: Krankheit ist immer unproduktiv. Viele Probleme des aktuellen Systems führe ich darauf zurück, dass versucht wird, einen solchen, unproduktiven, sozialen Aufwand betriebswirtschaftlich zu organisieren.
Markt im Gesundheitswesen hat in vielen Bereichen dazu geführt, dass Menschen sterben, weil Ihnen nicht geholfen wird - zum Beispiel weil Krankheiten so selten sind, dass die Forschung nicht lukrativ ist, da keine angemessenen Gewinne erzielt werden können (ein Beispiel: Duchene Muskeldystrophie). Oder, dass Therapien damit so exorbitant teuer sind, dass man es für „Kassenpatienten“ gar nicht bezahlen kann.
Es geht soweit, dass Produktionslinien für lebenswichtiges Insulin abgebaut werden, weil adipöse Wohlstandsbürger Ozempic brauchen, womit sich viel Geld verdienen lässt.
Ich könnte Dutzende Geschichten und Beispiele nennen: freier Markt im Gesundheitswesen ist eine Illusion, wenn man in einer sozialen Gesellschaft leben möchte.
Nun, ich habe eigentlich gern in einer sozialen Marktwirtschaft gelebt, als es die noch gab. ich sehe bis heute keinerlei Vorteile für die Menschen durch die privatwirtschaftliche Organisation von Müllabfuhr, Paketdiensten, der Bahn oder dem Gesundheitswesen…