Nur, weil etwas schon mehrfach vorgetragen wurde, muss es ja nicht falsch sein.
Mir ist völlig klar, dass Lüning dieses Video mit der reißerischen Bitcoin-Headline einfach nur schnell hinterher geschoben hat, weil das letzte davor gezeigt hat, dass Bitcoin tausende Reaktionen triggert (…obwohl es am Ende des Videos kam…). Der Mensch ist Geschäftsmann und verdient gewaltige Summen mit seinen Videoklicks!
Er hat auch (mehr oder weniger) wunderschöne, banale Geschichtchen erzählt, wie denn praktisch das Scheitern ausfallen könnte. Kann man mögen oder nachvollziehen, muss man aber nicht. Ist aber ein (aus meiner Sicht) nötiger Gegenpart zu den unreflektierten Heilsgesängen der Bitcoin-Prediger.
Das ändert aber nichts daran, dass seine Einschätzungen zu Risiken und zum riskanten Vabanquespiel des „All-In“ genau meinen hier schon dutzendfach vorgetragenen Ansichten entprechen: Bitcoin wird nicht für immer leben und kann jeden Tag scheitern - und deshalb ist Diversifikation Pflicht, wenn man verantwortungsbewusst mit seinem Familienvermögen umgehen möchte.
Nicht mehr und nicht weniger möchte ich mit meinem Post sagen: Vielleicht bewahren wir damit Menschen vor dem totalen Ruin. Im ungünstigsten Fall wird jemand eben nur reich und nicht superreich.
Das, was Maximalisten erzählen, dazu zähle ich auch den Gründer und Besitzer dieses Forums, halte ich für verantwortungslos.
Verantwortung muss Du selbst immer übernehmen. Das gilt immer und überall im Leben.
Wenn alle anderen dann Deine und Lünings Bitcoin bekommen, dann ist das Eure freie Entscheidung. Die fundamentalen Eigenschaften haben sich in keiner Weise verändert.
Wenn viele verkaufen hat das Auswirkung auf den Preis Veilleicht gibt es dann nochmal sehr günstige Bitcoin, aber was ich nicht glaube ist, dass wir dauerhaft nur noch in totalitären Räumen leben werden. Am Ende des letzten große Kriegs hatten die Menschen schon die Schnauze unglaublich voll von totalitären Ideen… nun scheint es nochmal einen „Nachschlag“ zu benötigen, um die Menschen wieder zu erden.
Dass das von Dauer sein wird, denke ich nicht!
Die einzige Gefahr für Bitcoin ist die, dass die Menschen nicht mehr daran glauben bzw. keinen Wert mehr darin sehen. Daher ist Bitcoin-Bildung so wichtig. So dass die Menschen nicht daran „glauben“ müssen, sondern die Technologie dahinter verstehen.
Was würde passieren wenn Gold „delisted“ werden würde? Die Menschen würden nicht aufhören es zu kaufen und es als wertvoll/Wertspeicher zu betrachten. Vielleicht ein paar aus Angst vor staatlicher Repression. Das wäre aber nicht von Dauer. Bis Bitcoin zu dem wird, was es werden soll - oder vielleicht bereits ist - muss es noch einige Hürde nehmen und an seiner Akzeptanz arbeiten. Aber jede Hürde macht ihn stärker.
Genau das passierte bei den letzten Gold-Verboten. Ein paar Staatsgläubige haben brav alles hergegeben, und die Masse hat sich nicht verarschen lassen.
Dehalb ist die Idee von Hayek so interessant: „All we can do is by some sly roundabout way introduce something that they can’t stop“. Alles, was wir tun können, ist auf irgendeine listige, indirekte Weise etwas einzuführen, das sie nicht aufhalten können.
Alles was ihnen nützlich erscheint, wird von den Menschen früher oder später adoptiert werden. Und mit dem Fiat-Geld als einzige Alternative, wird das auch passieren. Von CBDC will ich gar nicht erst sprechen.
Menschen denken immer zu linear, das ist das Problem.
Was, wenn all die klugen Köpfe aus Politik und Wirtschaft, die aktuell noch das Fiat-Desaster mitverantworten, eines Tages entdecken, dass es so nicht weitergehen kann?
Man macht einen Schuldenschnitt und führt danach wieder eine goldgedeckte Währung ein. Nicht nur für Bankenhandel untereinander, sondern auch für jeden Otto Normalbürger. Eintauschbarkeit von Fiatgeld gegen Gold. Staatlich garantiert.
Ist das wahrscheinlich? Kurzfristig, die nächsten Jahre, sicher nicht.
Nur anzunehmen, dass die Leute immer weiter seelenruhig in die Enteignung entschlafen und am Ende mit nichts dastehen, ohne einen Versuch, dieses wirklich nicht schwer zu durchschauende Problem mal an der Wurzel zu packen und zu lösen, das ist genau so borniert und kurzsichtig.
An dem Tag, an dem eine solche goldgedeckte Währung nach einem Schuldenschnitt kommt, was denkst Du, was dann mit dem Bitcoinkurs passieren würde?
Bitcoin ist nur so gut und preislich so hoch bzw. wird immer weiter steigen, bis die Menschen das Fiatgeld reformieren. Anzunehmen, dass das nie passieren wird, ist eine sehr einseitige Betrachtung einer multioptionalen Zukunft.
Hab mir das neuste Video angeguckt und muss sagen völliger Quatsch! Erst Faselt er was von verketteten Listen und weiss Gott was, um dann im nächsten Abschnitt seine Inkompetenz im Zusammenhang mit Quanten Computer FUD zur Schau zu stellen.
Dieses zweite Video ist gar nicht mal so schlecht. Roman scheint mit seiner Vermutung recht behalten zu haben. Der Herr scheint von Bitcoin mehr Ahnung und eine positivere Haltung zu haben, als man es aus seinem vorherigen Video durchaus hätte vernehmen können. Wenn er drei weitere Anmerkungen gemacht hätte, wäre dieses Video sogar perfekt geworden.
Vor dem theoretischen, und ganz und gar nicht sicher auftretenden, Szenario, mit den Quantencomputern, kann sich Bitcoin relativ leicht schützen. Durch einen Hardfork, der von der Masse angenommen wird.
Die anderen beiden genannten Gefahren würden einen enormen Druck auf Bitcoin ausüben, korrekt. Die Frage ist ob es Bitcoin zerstören würde. Eigentlich sagt er ja selbst, dass dem wohl nicht so sei. Wenn es Bitcoin nicht zerstört und Bitcoin das überlegendere Geld ist, dann dürfte sich Bitcoin jedes Mal von solchen Gefahren erholen. Und das haben wir schon mehrfach gesehen. Bitcoin ist mehrfach um bis zu 90% eingebrochen und hat danach jedes Mal wieder neue Rekorde aufgestellt. Auf welches andere Asset trifft das zu? Er selbst erwähnt am Ende seines Videos dass Gold mehrfach verboten wurde. Das ist ein wunderschönes Beispiel. Denn dieses mehrfach verbotene Asset ist aktuell ebenfalls in einem beeindruckenden Aufwärtstrend und Allzeithoch.
Bleibt die Frage warum man trotzdem diversifizieren sollte, auch wenn sich Bitcoin jedes Mal von seinen Gefährdungen erholt und dadurch immer mehr an Resilienz aufzeigt? Je extremer diese Gefahren sind desto länger werden diese Bitcoin unter Druck setzen. Was dazu führen könnte dass der Wert über mehrere Jahre lang tief liegt. Mit einem fortgeschrittenen Alter, oder aus anderen Gründen, steigt die Gefahr dass sich Bitcoin bis zu dem eigenen Ableben nicht mehr erholt. Eine Diversifikation könnte einen davor schützen.
Korrekt. Der potenzielle (!) maximale Absturz bei Bitcoin - auch maximum drawdown genannt - durch die von Dir bzw. Lüning angesprochenen Punkte ist vermutlich um ein Vielfaches höher als bspw. bei Gold. War in der Vergangenheit so und könnte auch in der Zukunft so sein.
Wenn die Erholung des Kurses dann die eigene Lebenszeit übersteigt bzw. man durch andere Umstände nicht Jahre Zeit hat, um das auszusitzen, dann ist Diversifikation überlebenswichtig. Vielleicht deshalb blicken Ältere, die im Gegensatz zu heute 30-Jährigen vielleicht schon einige brutale Korrekturen an den Finanzmärkten als Anleger miterlebt haben, auch anders auf ein einzelnes Asset oder das “All-In”, “HFSP”-Gerede.
Ein bisschen Bargeld, verzinstes Tagesgeld, verschiedene Währungen, Aktien, ETFs, Gold, Silber, Bitcoin - man kann doch alles halten. Dann hat man zwar nie die maximale Rendite eines All-in-Zockers, aber man geht auch nicht vor die Hunde, wenn ein jahrelanger Bärenmarkt kommt. Und wenn Bitcoin dann doch seine 10x oder 40x die nächsten 25 Jahre macht, dann ist der Anteil im Depot doch sowieso wieder bei 80-90 %.
Denke mit All-In ist substanziell investiert gemeint. Der Mythos sich in einer leeren Wohnung zu präsentieren oder habe mein Leben auf eine Campingbus reduziert. Das sind nette Robinson Geschichte und soll Bewunderung hervorrufen. Wir haben hier im Forum die unterschiedlichsten Altersgruppen (Einkommensunterschiede) politisch finden wir auch das ganze Spektrum. Daher substanziell aber nicht kopflos reinhauen. Bitcoin ist einfach nur da - für dich/uns.
Genau. In einigen Jahrzehnten Lebenszeit hat man meist auch schon 3 oder 4 „absolut sichere“ Investments angepriesen bekommen, war bei diesen nicht in der Lage den Fehler zu finden, bis die Probleme kamen.
Das macht einen auch vorsichtiger mit der Annahme, man selbst hätte den Fehler nur noch nicht entdeckt.
Wenn Dir dann mit 70 all Dein Geld ausgehen sollte, dann hast Du’s aber RICHTIG VERKACKT.
Daher ist in der Nähe der Rente evtl. besser Teilverluste durch „Lastenausgleich“, „Inflation“ und all die andere Abzocke zu haben, als All-In in ein einziges Asset.
Wohlgemerkt: Ich selbst bin absolut überzeugt von Bitcoin, aber dennoch alles andere als All-In, da ich den eigenen Irrtum nicht ausschließen kann.
(noch ein paar sinnlise Zeichen dazu, da Text zu kurz)
Wobei, bei weit jenseit von 70 und der Demenz und dem Alzheimer verfallen, ist vllt sogar gut, wenn nichts mehr da jst, werden deine Angehörigen nicht weiter ausgeplündert.
das ist ein arges Problem, irrsinnig verschärft, seit man im Gesundheits- und Altenentsorgungssystem viel Geld verdienen darf.
Dazu zähle ich auch so manchen „Sozialen Dienstleister“