Hilfe! 21Bitcoin lässt uns nicht an's eigene Wallet senden

Hallo Liebe Community,

nun, das ist nun heftigst enttäuchend: Es kam nun diese Antwort:


Hallo ******* :wave:,

Um die Privatsphäre und Kontosicherheit unserer Kunden zu gewährleisten, sind wir zu routinemäßigen Account- und Transaktionsprüfungen verpflichtet.

Bedauerlicherweise müssen wir dir mitteilen, dass wir uns nach interner Prüfung entschieden haben, die Geschäftsbeziehung mit dir gemäß unserer allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung aufzulösen.

Diese Kündigung gilt ab sofort. Die Nutzung deines Accounts und der App ist nicht mehr im vollen Umfang möglich.

Offene Beträge und Guthaben werden dir auf dein hinterlegtes Referenzbankkonto innerhalb von 5 Werktagen ab der Kündigung zurückgezahlt.

Vielen Dank für dein Verständnis.


wir können nun nur hoffen und beten das das Geld auch wirklich zurück gezahlt wird… Unser Vertrauen in Bitcoin21 ist in’s Bodenlose gesunken.

SEHR Schade!

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Welche offenen Beträge zahlen se denn auf die IBAN aus wenn du das Geld in BTC investiert hast? Zwangsverkaufen die jetzt die BTC (mit Verlust?) und überweisen dann EUR?

Ich bleib dabei, dass es sich schon fast nach Scam anhört.

Geh zu Relai (wenn Du innerhalb der Investitionsgrenzen ohne KYC bist) und gut ist :ok_hand:

Hat auch KYC-light.

Jup, das passiert bei anderen Anbietern, die Dir den Account kündigen genauso.

Ja, das ist nicht die erste Kündigung. Liest man hier von verschiedensten Anbietern. Blöde Einzelfälle und für das Individuum natürlich ätzend.

Interessant und kassieren dann gleich nochmal Gebühren beim Zwangsverkauf? :rofl::thinking:

Ihr Leute die 21Bitcoin oder Relay benutzen, Ihr tut mir von Herzen leid.

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Das kann Dir bei jedem (!) Anbieter passieren.

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Wäre jetzt aber doch von Interesse welcher Art von Transaktionsprüfungen jetzt zu dieser Entscheidung geführt haben. Also welche Transaktion wurde denn beanstandet?

Und wo soll es dann hingehen? Du wirst bei jedem Anbieter solche Fälle finden.

Gerade, weil es solche Fälle bei allen Anbietern zu geben scheint (wie diversen Berichten hier zu entnehmen), muss es doch sachliche Gründe geben, warum so etwas passiert. Schließlich darf man annehmen, dass diejenigen, die von Kaufs- und Verkaufsprovisionen leben, nicht völlig verblödet sind und willkürlich handeln.

Zum einen habe ich hier bei Ein- und Auszahlungen von Diskrepanzen zwischen den genauen Kontenbezeichnungen gelesen, also wenn z.B. von/auf Gemeinschaftskonten zu individuellen Accounts transferiert werden soll. Lösung: Einzel-Bankkonto mit genauer, namentlicher Übereinstimmung verwenden.

Desweiteren las ich von Menschen, die im Namen und/oder Auftrag von Drittpersonen bzw. für Drittpersonen handelten. Da gab es jemanden, der für seinen (verstorbenen) Vater agierte, oder, wie hier, jemanden, der für seine Mutter handelte. Hier kann ich mir vorstellen, dass der geringste Zweifel bei Börsen, Brokern und Banken (z.B. durch Korrespondenz für jemand anderen) dazu führt, dass der Anbieter die Reißleine zieht. Man kann ja dann nie sagen, ob die Transaktionen tatsächlich 100% im Namen des namentlich Einstehenden sind. Lösung: Immer nur im eigenen Namen handeln, das gilt auch für Korrespondenz oder Telefonate.

Weiterhin kann ich mir vorstellen, dass geringste Zweifel an der Historie der Sats, die sich ja in der Regel nachvollziehen lassen, zum Ausstieg führen. Egal, ob die BTC aus Tauschbörsen, Mixern oder sogar bekannt zweifelhaften Transaktionen stammen: Wär ich Börse, würde ich das Konto auch kündigen - sonst drohen ja sprichwörtlich auf ewig Kalamitäten. Lösung: Keine Coins aus Tauschbörsen (Bisq & Co.), Mixern (z.B. auch Samourai-Wallet) oder ‚schmutzige‘ Bitcoins zum Auscashen an Börsen und Broker senden.

Das letzte, was mir einfällt, sind Zweifel an der handelnden Person, die eigentlich in allem begründet sein können: Höhe des Betrages, Wohnort… hier wüsste ich nicht, wie man dem vorbeugen könnte, solange man die genauen Kriterien nicht kennt.

Mehr fällt mir nicht ein.

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Leider weißt du nicht immer, wann oder dass deine Coins als schmutzig gelten. Ich exerziere das gerade rechtlich seit bald 3 Monaten durch. Komplett legal erhaltene BTC, die einer registrierten und regulierten Firma auf ihre Walletadresse von einem anderen Kunden zuflossen und an mich offiziell von dieser Adresse auf meine Cold-Wallet ausbezahlt wurden - mit allem Paperwork lückenlos dokumentiert. Und eh du dich versiehst, hast du bei Einzahlung auf die Exchange eine Anzeige wegen Geldwäsche, gesperrte Funds und noch ganz andere Vorwürfe von angeblich kriminellen Handlungen an der Backe.

Wie es aussieht, geschieht in dem Fall alles nur weil man vom vorbelasteten Wechselgeld seines legalen Firmen-Vertragspartners was abbekommen hat. You won’t believe it! Da wünscht du dir dann eben genau deshalb lieber zuvor einen CoinJoin gemacht zu haben, um dir den Ärger zu ersparen (und evtl. anderen bei der Nachweisbarkeit der Mittelflüsse zu bekommen).

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Und der Sachverhalt ist juristisch nicht zu klären? da würde ich den Anwalt wechseln.

Ich habe einen der spezialisiertesten Anwälte die du in Deutschland zu dem Thema finden wirst mit der Vertretung beauftragt. Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, Klärungen können von Wochen bis hin durchaus Jahre dauern. 2-3 Monate sind quasi ein Wimpernschlag.

Woche 1-3: Du weißt offiziell nicht warum dein Account gesperrt wird
Woche 3: Du bekommst Post von der Staatsanwaltschaft oder KriPo.
Woche 4 und 5: Du hast einen Anwalt gefunden, der Kapazitäten frei hat und den du bezahlen kannst oder die Rechtschutz die Bezahlung abdeckt.
Woche 5 und 6: Anwalt beantragt Akteneinsicht
Woche 6 und 7: Es ist eine Entgegnung mit Belegen gegen die vorgeworfenen Tatbestände möglich
Woche 7 ongoing: warten auf Antwort der Staatsanwaltschaft ob Vorwürfe fallen gelassen werden oder es zu Prozess kommt.

Ja das kannn ich mir vorstellen das Recht haben und Recht bekommen auch eine enorme Zeitkomponente beinhalten.
Was lernen wir daraus?! Ich lasse mir keine fremden BTC auf mein wallet auszahlen.
Nur selbst gekauft BTC kommen in meinem Besitz, denn lieber die Transaktionsgebühren bezahlen wie die Ungewissheit sich ein paar schmutzige Coins untergejubelt zu bekommen, denn so wie ich das lese ist der Firmenvertragspartner raus aus der Nummer.

Ist wie bei Demjenigen der Falschgeld ausgibt, der ist die Kohle auch ohne Gegenwert los. Und der, der ihm das Falschgeld gegeben hat aus dem Schneider.

Um es nochmal klar herauszustellen: Auch ich habe keine Coins von privat oder von Shady Online-Shop ohne Impressum bezogen. Meine Coins kamen vom Geschäftskonto (Geschäftswallet) einer in Singapur regulierten Legal Entity im Finanzbusiness. Auch das hat hier nicht vor Unheil bewahrt.

Stellt Euch einfach vor, ein Teil der Coins der Börsenwallet war „schmutzig“ und ihr habt mit der regulären Auszahlung auf Eure Cold-Wallet einen Teil der „verseuchten“ Coins bekommen. Das fällt euch aber erst Jahre später auf (die Füße), wenn ihr die Coins (in meinem Fall die komplette UTXO) auf eine andere Börse einzahlt und irgendwelche Chain-Analyse-Tools anschlagen, die Börse euren Account einfriert und die Staatsanwaltschaft der Meinung ist, dass ihr der ursprüngliche Übeltäter seid, der angeblich mit kriminellen Machenschaften an die BTC gekommen sei. Sämtliche Belege die ihr habt zeigen dass ihr ganz normal BTC gekauft habt, alleine ist es ein „Spaß“ das darzulegen und so zu beschreiben, dass auch eine nicht mit Blockchain-Technik und Vokabular vertraute Staatsanwaltschaft das nachvollziehen kann.

Das Interessante - und für viele sicher auch Beängstigende - ist ja, dass du selbst von einer legalen Exchange Bitcoin bekommen kannst, welche als „dirty bitcoin“ angesehen werden (aufgrund ihrer Historie) und nicht ohne weiteres wieder eintauschbar sind.

Das wird auch der Angriffsvektor sein, den die großen Profiteure von FIAT versuchen werden zu nutzen, um die Geldströme in Paper-Bitcoin umzulenken, um ihren Einfluss auszubauen.
Ursprünglich ist mir diese Gedanke selbst gekommen und ich habe ihn erstmal als sehr unwahrscheinlich abgetan. Das dies gar nicht so weit hergeholt scheint, wurde mir im aktuellen Podcast vom Bitcoin Beach mit Preston Pysh klar, als genau dieses Beispiel kam:

Kurz zusammengefasst:

  • eine Person wollte ein Haus kaufen und mit Bitcoin bezahlen (Preis mehrere 100k $)
  • Verkäufer wollte $ erhalten
    → Professioneller Zwischenhändler wollte Bitcoin nicht annehmen, weil diese nicht „sauber“ sind → Woher stammten die Bitcoin:
  • gekauft auf offizieller kanadischer Börse
  • Vorgeschichte: 90% der UTXOs waren vorher bei einem legalen Glücksspielanbieter
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Die Frage die sich daraus ergibt, ob einen ein Coin Join von Exchanges als Risikofaktor angesehen würde oder eben im Gegenteil keine ausreichend identifizierbare Historie der UTXO als unbedenklich gewertet werden würde.

Generell finde ich dieses Konstrukt suspekt, da eine UTXO selbst ja keinerlei Historie hat, sondern immer neu geminted wird. Wie kann einer UTXO daher überhaupt eine dunkle Historie anhaften. An sich ist das herbeigedichtet.

Ebenso herbeigedichtet ist die Behandlung eures Fiat-Guthabens auf der Exchange mit eurem gesperrtem Account, hier mit fiktiven Beträgen:
01.01.2024: Kontostand auf Börse EUR 0.-
15.01.2024: Einzahlung von eurem Girogehaltskonto auf die Börse i.H.v. EUR 2.000.-
20.01.2024: Einzahlung von eurer ColdWallet auf die Börse i.H.v. 0,01 BTC
21.01.2024: Sperrung eures Börsen Accounts inkl. FIAT

Die Euro auf eurem Börsenaccount gelten mit der Sperrung des Accounts und Übernahme durch die Staatsanwaltschaft ebenso hinsichtlich seiner Herkunft aus „vermutet dunkler Quelle und früheren Straftaten“ und werden mit eingefroren.

Dabei flossen die Euro nachweislich ausschließlich frisch von eurem Girokonto und können nicht mit aus BTC in EUR gewechselten Beständen stammen. Es wird einfach nicht berücksichtigt, was die Quelle des Börsen FIAT-Guthabens war. Ihr rennt also auch diesem Teil eures versteuerten Vermögens nach.

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Also könnte es sein das man bei zb. Bison Dirty bitcoin kauft ? Oder kann man davon ausgehen das die bitcoin von deutschen Börsen ok sind ? Sonst müsste man das ganze ja gleich sei lassen …

Dann könnte ja jeder hier solche Dirty coins besitzen ?

Wie kann man selbst dem nachgehen ob es saubere coins sind die man hat ?

Ps :laut, beincrypto.com
Zitat :,

  • Exchanges blockieren dich.

Die meisten großen Börsen – und alle regulierten – verwenden spezielle Tracing-Software, um schmutzige Krypto-Coins zu erkennen. Sobald du versuchst, verdächtige Münzen einzuzahlen, sperrt dich die Plattform. Dann musst du erst einmal den Ursprung deiner Coins nachweisen. Dies ist ein echtes Problem, das auf Reddit häufig diskutiert wird:“

Heißt doch zb Bison prüft durch eine Software erstmal selbst was für coins sie verkaufen und verkaufen somit 100% saubere coins

Also kann man doch gar keine Dirty coins von Bison bekommen

Unwahrscheinlich(er) aber sicher nicht gänzlich auszuschließen, zumal Coins ja auch erst im Zeitverlauf geflaggt werden könnten.

Wahrscheinlich gar nicht. So was wie eine Art Schufa-Anfrage zu den eigenen Coinbeständen kenne ich zumindest nicht.

Ich frage mich hier, wie das bei OTC-Desks gehandhabt wird. Die werden doch ihre Kunden sicherlich vorab fragen von welcher Adresse der Kunde die Coins einzahlen wird und hier vorabprüfen. Man lässt da doch nicht seine Millionenschweren Kunden in unnötigen Trouble laufen und gefährdet die Kundenbeziehung?! Weiß da jemand aus der Praxis mehr?

Naja, Staaten verkaufen ja auch beschlagnahmte Coins und die sind deshalb nicht auf schwarzen Listen, sondern kommen auch wieder in Umlauf.

Ich denke für den Normalo spielt es keine Rolle, sofern er nachweisen kann, dass die Couns von einer Börse erworben worden sind.

Bei DEX, mixing und co. können einem aber ganz offensichtlich Steine in dem Weg gelegt werden.

Das wäre zwar „common sense“, aber wenn man politische Anreize hat, die Selbstverwahrung möglichst stark zu beschneiden (das sehe ich als gegeben an), dann kann es eben auch dafür verwendet werden, viele Steine in den Weg zu legen. → siehe Beispiel von @FrankE und auch aus dem Video

Am Ende bekommt man vielleicht seine Coins wieder, doch der Aufwand dafür schreckt 10 weitere Personen ab mit der Selbstverwahrung anzufangen… Die Opportunitätskosten von mehreren Monaten eingefrorener Werte mal gar nicht eingerechnet.

Auch ein Punkt der viel Spielraum lässt.
Denn zum einen verändern sich die Listen von sanktionierten Entitäten im Laufe der Zeit (auch hier ist wieder politische Einflussnahme möglich), zum anderen werden immer wieder neue Adressen mit Bezug zu kriminellen Aktivitäten im Laufe der Zeit aufgedeckt (oder vorsichtshalber unter selbiger Annahme geflaggt).
Alle Transaktionen die auf solchen Adressen aufbauen, sind dann mit betroffen, was zum Zeitpunkt des Kaufs noch gar nicht klar ist.

Fazit: Aus meiner Sicht benötigt es hier dringend Präzedenzfälle, um die Selbstverwahrung (und eigentlich auch die Anonymität) zu stärken und den restriktiven Beschränkungen Grenzen aufzuzeigen. Gerade ein direkter Kauf von lizensierten Börsen oder Firmen sollte niemals dazu führen können, dass die UTXOs später nicht mehr aktzeptiert werden (weil vielleicht vorher irgendwas vorgefallen ist).

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