Marvin Schulz ist vielleicht nicht so bekannt, aber ist Ansprechpartner der CDU/ CSU Fraktion.
Er ist in enger Abstimmung mit dem Büro von Lukas Krieger.
Dito haben sich zum Beispiel Georg Günther, Thomas Jarzombek, Stefan Berger, ausdrücklich für den Erhalt der Haltefrist ausgesprochen und die Fraktion steht hinter dieser Aussage (Siehe Mails aller Abgeordneten die befragt worden sind + geantwortet haben).
Auch Finanzsenator Evers aus der Berliner CDU der die Landesfinanzminister im Bundesrat vertritt, sprach sich öffentlich ausdrücklich für den Beibehalt des Status Quo aus.
Hier wirkt vermutlich die jahrelange Zusammenarbeit zwischen dem Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg mit der Senatsverwaltung Berlin insbesondere durch unseren Präsidenten Markus Deutsch und meine fachliche Expertise als Vizepräsident des genannten Steuerberaterverbandes.
Unsere Branche ist eher leise, daher kennt man selten wie und wer bei uns jeden Tag aktiv für dieses Thema Eintritt.
Ich bin seit der ersten Konferenz in 2017 täglich mit dem Thema befasst, habe Stellungnahmen für BMF-Schreiben verfasst, in fast allen Round Tables mitgewirkt, falls alle Reporting Firmen und einige Exchanges mit meiner Expertise unterstützt. Fachlich gibt es hier auf allen Seiten kaum Experten.
Wie schätzt du demnach die Situation in Deutschland generell zum Thema Bitcoin ein im Vergleich zum Vorreiter USA und auf europäischer Ebene sicherlich Tschechien? Wo steht Deutschland da? Ist die Entwicklung (auch im Stillen und hinter den Kulissen) eher zäh oder gibt es trotz alledem eine gewisse Dynamik? Rückwärts wie vorwärts.
Ehrlicherweise kenne ich Roman schon sehr lange als Follower und war damals Feuer und Flamme für sein Lightning Netzwerk, die Folge mit der Node in seiner Hand (also die Hardware dafür) hat mir deutlich gemacht, was Deutschland technisch erreichen kann.
Soweit ich es weiß (oder in Erinnerung habe), ist Deutschland im Bereich Nodes für die Stabilität der Bitcoin Blockchain führend in Europa.
Tschechien hat mit der Zentralbank die Bitcoin auf die Bilanz genommen hat, eine wichtige Rolle eingenommen.
Deutschland könnte mit kleinen Gesetzesänderungen problemlos die Bitcoin Reserve Nation in Europa sein, auch wenn Norwegen natürlich über den Staatsfonds indirekt auch vieie Bitcoin hält.
Deutschland ist durch die Haltefrist sehr attraktiv, wir betreuen Expats aus vielen Ländern, die extra nach Deutschland gezogen sind. Hier sind wir Vorbild für Portugal, Kroatien und Tschechien.
Dito sind die meisten Crypto Asset Provider (mein letzter Stand) in Deutschland, auch wenn das Bafin das ungern so fortsetzen würde.
Alles im allem:
Deutschland ist stabil, sicher und ein funktionierender Rechtsstaat mit verfassungsrechtlichem Schutz- zusammen mit der Haltefrist ein echter Anreiz nach Deutschland zu ziehen.
Das die Zentralbank Bitcoin hält war ja nicht so die eigentliche Vision der Cypherpunks.
Deutschland hat sich mit der Haltefrist als Vorreiter der Bitcoinbestände im Volk etabliert, das wird natürlich schwerer zu beweisen sein, da es hier keine Bilanzen gibt wie bei Zentralbanken.
Vielen Dank @Matthias_Steger für diese wertvollen Informationen!
Meine ehrliche Einschätzung zu der einjährigen Haltefrist ist die, dass diese Regelung eher aus Unverständnis oder Unsicherheit noch (weiter) besteht.
Dass hier der Staat bewusst aus einer Verstandessituation heraus gehandelt hat, um eventuell Kapital aus dem Ausland anzuziehen oder besonders attraktiv für Bitcoiner zu sein, würde ich bezweifeln. Man hat sich hier einfach noch nicht entschieden - weil man entweder keine Ahnung oder kein Interesse hat. Vielleicht irre ich mich aber auch und wir haben es hier mit einer Intellektualität zu tun, die wir noch nicht kennen.
Angesichts von jährlich steigendem BIP und steigenden Steuereinnahmen von fehlendem Geld zu sprechen ist auch irgendwie schon wieder fern jeder Realität.
Unser Finanzminister und große Teile der Koalition haben weder eine Berufsausbildung noch das entsprechende Studium absolviert das zum Amt befähigt. Es liegt nicht am Geld.
Ja, so ist das wenn der Lars zu seinen Saufkumpanen sagt: der Heinrich da drüben, der hat 20€ in der Tasche. Deswegen können wir uns die nächste Halbe nicht leisten.
Und damit meine ich nicht dich „LarsR“
Und du und derjenige der dir das Herzelein gegeben hat, ihr glaubt also, dass die Politiker selber entscheiden? Wisst ihr, was Berater sind? Schonmal gehört, dass Politiker beraten werden. Z.B. aus der Wirtschaft, aus der Finanzwirtschaft, von allen möglichen anderen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen usw. usf.
Die Politiker sind nur da damit du weißt wen du wählen sollst und damit du einen hast an dem du dich abarbeiten kannst wenn du unzufrieden bist.
Es spielt überhaupt keine Rolle welchen Berufsabschluß die haben oder ob die überhaupt zur Schule gegangen sind.
Der Schein trügt. Deutschland hat vor allem viele öffentlich sichtbare Nodes. Das ist nicht automatisch ein Zeichen technischer Überlegenheit, sondern oft eher ein Hinweis darauf, dass viele Betreiber ihre Infrastruktur unnötig offen ins Netz hängen. Zu Europa gehören übrigens auch die Ukraine und ein großer Teil von Russland.
Das war wohl eher ein symbolischer PR Vorstoß, um die heimische BTC Community zu stärken. Trezors und BTC-Prague-Tickets verkaufen sich so natürlich besser. :) Die EZB hat jedenfalls ziemlich schnell klargemacht, dass das kein offizieller Paradigmenwechsel ist. Die angebliche Million taucht auch nicht in den offiziellen Devisenreserven auf.
Ein Staat, dessen Behörden noch mit Faxgeräten arbeiten, in dem Briefe nur auf Papier und per Einschreiben als „rechtssicher“ gelten und dessen Digitalisierung seit Jahrzehnten im Verwaltungsnebel verschwindet, wird wohl kaum kurzfristig zur Bitcoin Supermacht Europas.
Deutschland ist vor allem ein Hochsteuerland ohne nennenswerte Rohstoffe, mit schrumpfender Industrie, massiver Bürokratie und einem politischen System, das sich zunehmend selbst verwaltet. Das permanente Framing von „unsere Demokratie“ wirkt dabei oft eher wie ein Schutzschild für ein kaum reformierbares Parteiensystem, das aus jeder Pore nach grundlegender Reform schreit.
Und bevor hier echte Mitbestimmung für Bürger kommt, statt alle vier Jahre irgendwo ein Kreuz bei Parteien zu machen, die anschließend doch das Gegenteil ihres Wahlkampfs umsetzen, werden wir noch mehr Zentralisierung und Kontrolle erleben. Die Strukturen dafür existieren bereits: Schulpflicht, Meldepflicht, zunehmende digitale Überwachung, CBDC Fantasien und immer mehr Verwaltungsmacht.
Ja, ich kann mir die tollen Berater vom Lars genau vorstellen: Du Lars, da gibt es so egoistische Möchtegernkapitalisten. Die haben tiefe Taschen und handeln/konsumieren eh nur Drogen. Und ihr Lieblingsobjekt vebraucht soviel Strom, damit kann man den Atlantik aufheizen. Wie wärs, Lars, wollen wir denen mal auch schön einheizen?
Lars Klingbeil wird von unterschiedlichen Personen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft beraten. Besonders sichtbar ist derzeit der Ökonom Jens Südekum.
Südekum wurde 2025 offiziell zum „persönlichen Beauftragten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung“ im Bundesfinanzministerium ernannt. Er gilt als enger wirtschaftspolitischer Berater Klingbeils, insbesondere bei Themen wie Industriepolitik, Investitionen und Reform der Schuldenbremse.
Daneben spielen laut Berichten auch folgende Personen bzw. Gruppen eine wichtige Rolle:
Steffen Meyer — Staatssekretär im Finanzministerium und erfahrener Verwaltungsberater; arbeitete bereits für Olaf Scholz.
Ein wirtschaftspolitischer Beirat aus Wissenschaft und Wirtschaft, der Klingbeil bei der Verwendung des Infrastruktur-Sondervermögens unterstützen soll. Medien nannten dabei Unternehmer, Ökonominnen und Verwaltungsexperten.
Innerhalb der SPD gelten außerdem enge politische Weggefährten aus Niedersachsen und dem Parteivorstand als wichtiger informeller Beraterkreis. Klingbeil arbeitete früher unter anderem im Umfeld von Gerhard Schröder.
Und natürlich sind die Berater unter Umständen wieder Teil irgendwelcher Netzwerke die natürlich finanziert werden und natürlich Interessen vertreten.
Also, die Naivität bei politischen Themen hier ist wirklich unfassbar. Aber alle meinen darüber mitreden zu müssen.
Im sogenannten „Investitions- und Innovationsbeirat“ von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sitzen derzeit vor allem Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik und Gewerkschaften. Vorsitzender ist der Unternehmer Harald Christ.
Mitglieder sind laut Bundesfinanzministerium:
Harald Christ — Vorsitzender des Beirats
Ann-Kristin Achleitner — Professorin an der TU München
Sabine Bendiek — ehemalige SAP- und Microsoft-Managerin
Peter Kurz — früherer Oberbürgermeister von Mannheim
Roman Zitzelsberger — ehemaliger IG-Metall-Bezirksleiter Baden-Württemberg
Hiltrud Dorothea Werner — frühere VW-Vorständin (seit der späteren Erweiterung des Gremiums)
Ja, mehrere Mitglieder des Beirats sind oder waren in einflussreichen Netzwerken, Aufsichtsräten, Stiftungen oder Verbänden aktiv. Das ist bei solchen wirtschaftspolitischen Beratungsgremien ziemlich typisch. Ein Überblick:
Harald Christ
Gilt als gut vernetzt in Wirtschafts- und Politiknetzwerken. Er war früher FDP-Mitglied, später SPD-nah, gründete die Investmentfirma Christ&Company und engagiert sich in verschiedenen Thinktanks und Stiftungen. Er war u. a. im Umfeld der Atlantik-Brücke und wirtschaftspolitischer Dialogforen aktiv.
Ann-Kristin Achleitner
Sitzt bzw. saß in mehreren Aufsichtsräten großer Unternehmen und ist stark im Startup- und Venture-Capital-Netzwerk vertreten, etwa im Umfeld von High-Tech Gründerfonds, UnternehmerTUM und Innovationsgremien.
Sabine Bendiek
Frühere Deutschlandchefin von Microsoft und SAP-Vorständin. Stark vernetzt in Digital- und Technologiekreisen, u. a. Bitkom-Umfeld, Digitalrat-Initiativen und diversen Unternehmensbeiräten.
Roman Zitzelsberger
Langjähriger IG-Metall-Funktionär mit engen Verbindungen zur deutschen Industrie- und Gewerkschaftslandschaft. War auch im Aufsichtsrat von Daimler aktiv.
Peter Kurz
Ex-Oberbürgermeister von Mannheim, aktiv in kommunalen und europäischen Städtenetzwerken wie Eurocities sowie in Nachhaltigkeits- und Urbanisierungsinitiativen.
Jens Südekum
Gehört zu einem Netzwerk wirtschaftspolitischer Ökonomen rund um SPD-nahe Industrie- und Investitionspolitik. Er publiziert häufig gemeinsam mit anderen bekannten Ökonomen wie Isabella Weber oder Sebastian Dullien und ist regelmäßig in wirtschaftspolitischen Thinktank-Debatten vertreten.
Man kann den Beirat insgesamt als Mischung aus:
SPD-nahen Wirtschaftsakteuren,
Industrie- und Gewerkschaftsvertretern,
Technologie- und Innovationsnetzwerken,
sowie akademischen Ökonomen
beschreiben.
Ok?
Siehst du da irgendwo eine Vertretung des „einfachen Mannes“ oder eine „ideologische Einflußnahme“?
Ich sehe da nur Interessenvertreter des Kapitals.
Und natürlich haben die alle keine Ahnung von Bitcoin und sind zu blöde ihn zu verstehen. Das ist selbstverständlich so. ;)
Es ist völlig unerheblich, ob diese Leute Bitcoin kennen oder nicht. Linksgrüne Geldschnüffelhunde müssen nur anschlagen, wenn es irgendwo was zu holen gibt. Und da die meinsten eh denken, dass BTC soviel Wert wie Scheiße hat, könnte man auf die Idee kommen, dass die linken Umverteiler sogar Scheiße versteuern wollen.