Firefish Kredit korrekt verbuchen (Blockpit, Cointracking)

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Moin zusammen,

wie vermutlich schon einige hier habe ich die Plattform Firefish genutzt, um mir Bitcoin besicherte Kredite zu holen.

Hat auch alles problemlos funktioniert (außer, dass meine Bank mich angerufen hat und ich die Zahlungen aus bzw. ins Ausland erklären sollte).

Nun muss ich noch die Vorgänge korrekt in der Steuersoftware verbuchen (in meinem Fall Blockpit, aber ich denke bei Cointracking läuft es gleich).

Diese hat automatisch zwei Buchungen erfasst:

  1. Bitcoin Zahlung von Bitbox an Wallet extern (Firefish) inkl. Transaktionsgebühr
  2. Bitcoin Einzahlung von Wallet extern (Firefish) an Bitbox abzüglich Firefish Gebühr

Wie habt ihr das korrekt eingetragen?

Die Differenz zwischen gesendeten Bitcoin und empfangenen Bitcoin müsste ich als Bezahlung einer Dienstleistung theoretisch versteuern, wenn es unter ein Jahr Haltefrist gewesen wäre.

Am einfachsten wäre es, beides als Trade zu kennzeichnen und diese zu mergen. Die Differenz wird als Fee abgezogen. Aber das ist steuerlich falsch.

Wie habt ihr das gemacht?

Viele Grüße

Interessant, ich dachte, dass Du als Kreditnehmer keinen Verkaufsvorgang auslöst. Hast du dazu genauere Infos/Links?

Grundsätzlich zählt das auch nicht als Verkauf. Die Bitcoin bleiben deine.
Aber: Du bekommst nicht 1:1 die gleiche Anzahl zurück, wie du hingeschickt hast.

“Firefish erhebt in der Regel eine Plattformgebühr von 1,5 % des Kreditvolumens, die vom Kreditnehmer getragen wird. Diese Gebühr wird direkt von der als Sicherheit hinterlegten Bitcoin-Summe abgezogen”.

Ich verstehe es aber so, dass die 1,5% Gebühr der Kauf einer Dienstleistung ist und somit gleichzusetzen, als würde ich mir einen Kaffee mit Bitcoin kaufen. Würde ich diese Dienstleistung mit Bitcoin bezahlen, die ich kürzer als 1 Jahr halte, muss ich diesen Betrag versteuern.

Ja, das kann ich alles nachvollziehen. Ich würde es nur gerne von einem Steuerberater bestätigt sehen. Ansonsten wäre das einfach viel Aufwand, den man sich sparen kann.

Da ich kein Steuerberater bin, kann ich es dir auch nicht bestätigen.

Hier wurde das angesprochen, aber auch nicht weiter konkretisiert: Firefish Gebühren

Gibt es keine option, die gebühr in Euro zu zahlen?

Leider nicht.

Wenn ich Dir 1BTC schicke, und Du schickts mir 0,5BTC zurück, warum ist das dann ein Verkauf? Warum kann das nicht eine Schenkung sein?

Wenn wir das untereinander machen, könnte das durchaus eine Schenkung sein. Dann würde der Schenker dem Beschenkten den Kaufzeitpunkt, Wert zu dem Zeitpunkt etc. übertragen.

In meinem Fall kann ich vor dem Finanzamt aber nicht argumentieren, dass ich Firefish einen Teil meiner Bitcoin geschenkt habe, wenn ich den Kreditvertrag als Beleg für diesen Vorgang vorzeige, aus dem hervorgeht, dass ich eine Gebühr zu entrichten habe, um Firefish als Vermittler und Treuhändler zu bezahlen.

Also gehst Du davon aus, dass das ein Verkauf sein könnte, und gibst es prophylaktisch ans Finanzamt?
Da fällt mir aber gerade ein, dass man das firefish als Feature mal vorschlagen könnte. Die Gebühr mit FIAT bezahlen können.
EMail ist raus an den Support.

Genau, ich behandle das für mich als Verkauf.
An das Finanzamt gebe ich jetzt gar nichts. Aber sollte ich mal geprüft werden, möchte ich es korrekt und wasserdicht haben.

In dem oben genannten Thread hat Finn von Firefish bereits Stellung genommen zur Zahlung in Euro:

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Danke für Info. Der Support von firefish ist wirklich schnell unterwegs

Also ist das Thema wohl nicht vom Tisch :+1:

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Mit Cointracking lässt sich das doch gut darstellen.

Die Gebühren kannst du auch vernünftig Dokumentieren:

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Das sieht bei Cointracking tatsächlich umfangreicher aus.

Vielleicht sollte ich doch die paar hundert Euro in die Hand nehmen und dorthin wechseln.

Ist es nicht egal, wenn du den Kredit für über 1 Jahr genommen hast? Dann sind die Bitcoin doch sicher steuerfrei

Schenkungen sind per Definition ohne Gegenleistung. Da Firfish ein Service ist, der eine Leistung erbringt…

Das ist so die Frage.

In dem oben stehenden Post von Finn heißt es:
”Die Firefish-Gebühr wird direkt zu Beginn beim Einrichten der Multisig-Treuhand abgezogen.”

Das heißt für mich, dass die Bezahlung an Firefish sofort zu Beginn des Vertrages erfolgt. Somit wäre es irrelevant, wie lange die Kreditlaufzeit ist.

Kann es auch sein, dass Cointracking die Tage die Preise erhöht hat? Ich meine im Kopf gehabt zu haben, dass die Lifetime Lizenz für die Pro Variante vor ein paar Tagen bei ~350€ lag, nun ist sie bei 569€ (ohne Rabatte).

Ich habe es auch nochmal weiter versucht in Blockpit umzusetzen.

Aber alleine bei der ersten abgehenden Transaktion habe ich meine Probleme.

Ich nehme mal fiktive Beträge:

(automatisch erfasst, da es den Abgang auf meiner Wallet getrackt hat)
10.01.2026 -1BTC an externe Wallet (Firefish) zzgl. 0,000001BTC Transaktionsgebühr

Die Summe von 1BTC enthält aber folgende Bestandteile:

  • 0,9BTC als Sicherheit für den Kredit (bleibt mein Eigentum)
  • 0,099999BTC für die Servicegebühr an Firefish (Kauf einer Dienstleistung)
  • 0,000001BTC Transaktionsgebühr für den Rückversand der Sicherheit an mich (Transaktionsgebühr)

Ich habe in Blockpit nur die Möglichkeit, bei dem automatisch erfassten Abgang die Summe und die zugehörige Transaktionsgebühr einzugeben.

Würdet ihr hier dann diese automatisch erfasste Transaktion löschen und daraus drei einzelne Einträge machen, wo man immer die gleiche Transaktionsnummer hinterlegt?

Nun der Empfang der Sicherheit am Ende der Laufzeit:

(automatisch erfasst, da es den Abgang auf meiner Wallet getrackt hat)
10.05.2026 +0,9BTC von externer Wallet an meine Wallet ohne Transaktionsgebühr

Wenn ich wie oben beschrieben drei einzelne Vorgänge erstellt habe, könnte ich nun den 0,9BTC Abgang mit dem 0,9BTC Eingang verbinden und als “Transfer” deklarieren. Damit ergibt es auch Sinn, da Abgang und Eingang identisch sind.

Wenn man aber mit dem originalen Eintrag arbeiten müsste, da ja real 1BTC abgegangen und nur 0,9BTC wieder zurückgekommen sind, ergibt sich eine Differenz.
Hier könnte ich dann nur 0,1BTC bei der abgehenden Transaktion als Transaktionsgebühr eintragen.
Wenn ich das mache, sind wir aber wieder beim Thema Fee vs. Kauf einer Dienstleistung und dessen Besteuerung.

Kann man bei Cointracking eine abgehende Transaktion intern in mehrere “Themen” aufteilen?

Es funktioniert wie eine Bilanz, daher kann CT auch alles abdecken, was man so machen will.

Ich würde das bei 1 BTC Transfer und 1% Gebühr so erfassen:

  • Auszahlung 0,99 BTC
  • Ausgabe 0,01 BTC

Beides in der selben Sekunde.

Und nach dem Kredit dann ganz normal:

  • Einzahlung 0,99 BTC

Meine Meinung:
Die Provision an Firefish könnte man als Netzwerkgebühr tarnen, aber das wäre definitiv falsch. FF wird vom Kreditnehmer dafür bezahlt, den Kredit vermittelt zu haben. Erfolgt diese Zahlung mit Coins, die man weniger als ein Jahr gehalten hat (D), dann muss der Gewinn versteuert werden. Oder eben immer (A).

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