Hi,
zum Thema Wert von Bitcoin:
Es ist doch “ein digitaler Wertspeicher der einen Besitzanspruch dezentral zuweist”. Und zwar trustless ohne eine zentrale Gegenpartei der man vertrauen müsste, was man hier nicht braucht, da Bitcoin sich selbst durch das hashing verifiziert - es gehört dem, der die privaten Schlüssel auf seiner Wallet hält…
Bisherige Besitzansprüche gingen aber in der „Neuzeit“ und was Geld angeht über die Zentralbank - also einem zentralen „Vertrauenspartner“.
Warum stellt Bitcoin dieses Vertrauen in Frage und welche Chancen hat es gegenüber den Macht- und Kontrollinteressen der Zentraler Verwahrer?
..gibt es überhaupt friedvolle Alternativn zu Bitcoin?
dazu gefunden habe ich:
Hier die realistischsten Pfade (Stand 2026), mit und ohne Bitcoin:
- Mit Bitcoin (der vielversprechendste hybride Weg)
Bitcoin eignet sich hervorragend als Basis, weil es hartes, knappes, dezentrales Geld ist (21 Mio. Cap). Es ist deflationär → Sparen wird belohnt, exzessives Schuldenmachen bestraft. Zinseszins verliert dadurch viel von seiner zerstörerischen Kraft.
..des einen Zinszuwachs wäre nicht mehr des anderen Zinsverlust, weil es gar keinen “Geldverschlechterer” (Zins und Inflation) mehr gäbe - da die Geldmenge nicht ausgeweitet würde -also genaugenommen ab dem Jahr 2140 bei Bitcoin, weil dann erst alles ‘geschürft’ wurde.
Wie könnte es konkret aussehen?
Zinsfreies Lending via DeFi: Statt Zinsen gibt es Collateralized Loans ohne Interest (z. B. Sovryn Zero auf Bitcoin – du hinterlegst BTC und bekommst Stablecoins ohne Rückzahlungsfrist oder Zinsen). Oder Modelle mit Risk-Sharing (Gewinn/Verlust-Beteiligung wie im islamischen Musharaka).
Islamic DeFi: Kombination aus Bitcoin/Lightning + Shariah-Prinzipien. Schon heute gibt es Projekte, die Riba (Zins) komplett verbieten und stattdessen Asset-Backed-Finanzierung oder Profit-Sharing nutzen. Bitcoin wird von vielen muslimischen Denkern als „most Islamic money“ gesehen, weil es kein zentrales Gelddrucken und kein Riba (Zins) erlaubt.
Bitcoin als Reserve-Asset: Staaten oder Gemeinschaften halten BTC-Reserven (wie die US-Strategic-Reserve-Idee). Das schafft einen harten Anker und reduziert den Zwang, Fiat mit Zinsen zu „füttern“.
Entstehungsweg: Friedlich durch Netzwerkeffekt. Je mehr Menschen und Firmen Bitcoin + zinsfreie Protokolle nutzen, desto stärker wird das parallele System. Lightning Network + DeFi machen Mikro-Lending ohne Zinsen skalierbar. Kein Krieg nötig – nur bessere Technologie und freiwillige Migration.
Vorteil: Dezentral, global, schwer zu verbieten. Es entsteht organisch, wie das Internet.
- Ohne Bitcoin (bestehende und historische Modelle)
Islamisches Finance (schon real und wachsend): Das größte existierende zinsfreie System. Verbot von Riba → stattdessen Murabaha (Kauf + Weiterverkauf mit Aufschlag), Mudaraba (Gewinnbeteiligung), Sukuk (Asset-backed Anleihen) und Takaful (kooperative Versicherung). Aktuell (2026): Globale Assets bei ca. 6 Billionen USD und stark wachsend (14–15 % pro Jahr). Es funktioniert seit Jahrzehnten in Malaysia, GCC-Staaten, Teilen Indonesiens etc. und wird zunehmend auch von Nicht-Muslimen als ethische Alternative genutzt. Friedlicher Weg: Weiteres organisches Wachstum + Digitalisierung (Islamic FinTech). Wenn mehr Länder es als Parallel-System zulassen, könnte es global relevant werden.
Vollgeld / 100 % Reserve Banking: Banken dürfen nur das verleihen, was sie wirklich als Einlagen haben (kein Geldschöpfung aus dem Nichts). Die Zentralbank wäre der einzige Geldschöpfer. Vorschläge wie die Schweizer Vollgeld-Initiative (2018 gescheitert, aber Idee lebt weiter) oder österreichische Schule (Mises, Rothbard). Dadurch entsteht weniger künstlicher Kredit und damit weniger Zinseszins-Spirale.
Goldstandard oder Commodity-Backed Money: Historisch hat der klassische Goldstandard Zinseszins stark diszipliniert (Geldmenge konnte nicht beliebig wachsen). BRICS experimentiert 2026 mit „The Unit“ (40 % physisches Gold + 60 % Währungskorb) – das ist kein reines Zinsverbot, aber ein Schritt weg vom reinen Fiat.
Hayek’scher Wettbewerb der Währungen: Privaten (oder kommunalen) Währungen erlauben, frei zu konkurrieren. Die stabilste und gerechteste (z. B. eine zinsarme oder zinsfreie) gewinnt Marktanteile. Kein Verbot nötig – der Markt entscheidet.
Was braucht es wirklich für ein friedvolles Entstehen?
Freiwilligkeit statt Zwang → Kein staatliches Verbot von Zinsen weltweit (das würde scheitern). Stattdessen Parallel-Systeme, die besser sind und freiwillig gewählt werden.
Hartes Geld als Anker → Ob Bitcoin, Gold oder ein Korb – unbegrenzte Geldmenge muss weg.
Risk-Sharing statt Risk-Shifting → Kreditgeber tragen Mitverantwortung (wie bei Equity-Finanzierung).
Kultureller & bildender Shift → Mehr Menschen müssen verstehen, warum exponentielles Zinseszins-Wachstum Ungleichheit und Instabilität fördert.
Technologie als Enabler → Blockchain (auch ohne Bitcoin) macht transparente, zinsfreie Verträge einfach und günstig.
Realistische Prognose 2026–2035:Der wahrscheinlichste Weg ist hybrid: Bitcoin (oder andere harte Assets) als Basis + islamisch inspirierte oder vollreserve-basierte Finanzinstrumente obendrauf. Islamic DeFi + Bitcoin könnte das erste echte skalierbare zinsfreie System werden.
Ein rein staatlich verordnetes „Zinsverbot“ wäre nicht friedvoll und würde scheitern. Ein friedliches System entsteht, wenn genug Menschen es freiwillig nutzen, weil es besser funktioniert – stabiler, gerechter und weniger anfällig für Blasen und Kriegsfinanzierung.
.. und wie kann man daas praktisch umsetzen?
MSCI World Islamic ETF zusätzlich als Sparplan zu BTC.
Beides produziert im Gegensatz zu Warren Buffets (Zitat: “Wir sind im Krieg reich gegen arm und wir die Reichen werden gewinnnen”) einen friedlichen gesellschaftlichen Mehrwert der Zinsresistent ist und den Reichtum der Welt durch Partizipation an alle verteilt.