Das ist ja weitgehend richtig, nur fast alles bezüglich “Kapitalismus” leider gar nicht:
Nein, der “Kapitalismus” ist keine Wirtschafts”form”, sondern (zivilisatorische) Wirtschaft ist und war immer Kapitalismus. Und es ist auch unsinnig, nun ausgerechnet der Wirtschaft (dem “Kapitalismus”) vorzuwerfen, daß sie “von der Materie ausgeht”, mithin materialistisch ist. Das muss sie sein und so schädlich der Materialismus auf geistigem, philosophischen Gebiet ist, so selbstverständlich notwendig ist er im wirtschaftlichen Bereich. Will man aber dennoch ernstlich eine “antikapitalistische” oder gar nicht-materialistische Wirtschaft, so erhält man sein “Anti-” und “Nicht-” in Gestalt einer Nicht- und Anti-Wirtschaft, das heißt in Form einer nichtfunktionierenden oder bestenfalls extrem schlecht funktionierenden Wirtschaft.
Daher ist Kapitalismus bloß ein überflüssiger Kropf-Begriff, eigentlich eine Tautologie, welchen Sozialisten/Kommunisten im 19. Jhd. erfanden, um ihn als Feindbild ihrer so absurden wie lebensfeindlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsvorstellungen hinzustellen und ihn durch ihre Propaganda dämonisch aufzuladen. Schlicht deshalb, damit sie einen stets paraten Kampfbegriff hatten und pflegen konnten. Und man hätte ja schlecht Menschenmassen oder auch nur sich selbst (abgesehen von den Verführern und Blendern, die ihre verbrecherisch unterdrückerischen Ziele hatten, wie sie später im Leninismus, Stalinismus, Maoismus usw. ihre mörderische Fratze zeigten) mobilisieren können, wenn man skandiert hätte, dass man “die Wirtschaft bekämpfen will” oder “gegen Wirtschaft” ist. Doch nun nannte man es ja “Kapitalismus” und so klang es gleich viel hübscher, für viele noch bis heute.