Ich antworte mal in diesem Fred darauf.
Ich werfe dem Kapitalismus ja nicht vor materialistisch zu sein und mir ist auch klar, dass er das sein muss. ;)
Du verstehst mich falsch. Es ging ja nur darum erstmal zu klären, was beides, Kapitalismus und Materialismus ist.
Also wenn der Materialismus nun eine schädliche Wirkung hat und der Kapitalismus zwingend AUCH diesen Materialismus mit sich bringt, der reine Idealismus aber auch keine Lösung ist und der reine Sozialismus nun auch ein Irrweg ist, ja, dann würde es vielleicht ja eine Synthese aus diesen Dingen sein.
Also ein System, in dem bestimmte Art von Privatbesitz verboten und vergesellschaftet ist, man darüber hinaus aber frei wirtschaften kann und eine gesellschaftliche Rückkehr zum Idealismus.
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Und natürlich müsste das auch sozusagen “von oben” propagiert werden damit das überhaupt funktioniert. Denn es wird ja auch heute über Medien und Politik gegenteiliges propagiert und in die Hirne gehämmert. Also die Menschen werden zu Konsumenten erzogen und zu Menschen die nach unten treten und sich gegenseitig schlecht behandeln.
Mein Lieblingsbeispiel sind da immer die amerikanischen Sitcoms die so seit den 90er auch bei uns populär wurden. Also zur Zeit der Globalisierung. Zufall? ;)
In diesen Serien beleidigt man sich ja eigentlich in einer Tour nur und es werden Lacher eingespielt. Also damit konditioniert man die Zuschauer letztlich, dass es sympathisch und etwas gutes ist, wenn man andere Menschen schlecht behandelt.
Und dann hast du eben zu erst Jugendliche usw. herumlaufen die es toll finden sich irgendwelche Schimpfwörter an den Kopf zu werfen usw.
Und dann kam der Rap dazu usw. in dem auch nur um Status geht und auf andere herabzusehen um sich selbst zu erhöhen.
Und am Ende wundert sich der BRD amerikanisierte Wohlstandsboomer dann warum Jugendliche sich immer härter auf die Fresse schlagen, ihre 12 jährigen Schulkameradinnen Gang bangen und die Gesellschaft verroht…..und wählt dann die AFD. ![]()
Und am Ende kümmert es eben dann keinen mehr wenn es keine Sozialsysteme mehr gibt, Millionen Obdachlose auf den Straßen hinvegetieren und ihr Leben ruiniert wird nur weil sie krank werden und ihre Arztrechnungen nicht bezahlen können. Wie in den USA. Dem zweiten Mutterland des Kapitalismus. ![]()
Das hat alles mit allem zu tun.
Das ist alles Gift für eine Gesellschaft und da braucht es eben sozusagen eine Gegenkultur. Also eine Rückkehr zum Idealismus. Dass man propagiert, dass das Sein eben nicht davon abhängig ist was man besitzt, dass der Mensch auch ohne Besitz einen Wert hat und dass er es eben deshalb auch nicht nötig hat andere abzuwerten.
Vielleicht muss ich da noch was kurz erläutern. Kurz, weil es jetzt eh schon wieder recht lang ist. ;)
Warum hämmert man den Menschen das in die Birnen? Weil es den Herrschenden nutzt. Es nutzt den Herrschenden wenn sich die Menschen entzweien, sie vereinzeln und sie sich selber fertig machen. Denn die Herrschenden sind in Relation nur wenige, die, die beherrscht werden, sind wahnsinnig viele und hätten die eigentliche Macht.
Das ist so.
Wer herrscht? Die Menschen eben mit dem bestimmten Privatbesitz. Also Besitz an der Natur, an der Grundversorgung, an Ressourcen, auch Medien…usw.
Deswegen ist der Schlüssel ihnen das wegzunehmen und in die Hände der Menschen zu geben. Das hat mit Planwirtschaft oder Kommunismus gar nichts zu tun. Es kann auch sozusagen einen beschränkten, kontrollierten, Kapitalismus geben.
Eben einen, der für die Gesellschaften nicht mehr diese schädlichen Auswirkungen hat.