Das ist doch der Witz an Papern. Sie sind öffentlich. Du kannst - wenn Du Dich dafür fähig hältst - sie selbst überprüfen. Ansonsten sollte Deine Kompetenz Dir ermöglichen einzuschätzen, wem Du Dein Vertrauen bzgl. der Einschätzung eines Papers schenken kannst.
Es ist nämlich realitätsfern anzunehmen, dass sich in einer hochentwickelten Welt jeder zu allem auskennen und selbst verifizieren könnte.
Aufgabe der Schule. Entwicklung einer scientific literacy. Klappt bloß nicht, wenn man den Bildungsbereich kaputt spart. Und klappt in fortgeschrittenem Alter noch schlechter, wenn wir wie heute sehr viel Desinformationen erleben und Menschen dazu angeregt werden in einer völlig undifferenzierten Art Wissenschaft anzuzweifeln.
Nein, sorry, das reicht heute nicht mehr. Durch Betrug aus zu vielen Quellen, inkl. Größen wie Al Gore höchstselbst, ist das mit „trusted source“ EXTREM schwierig geworden.
Da man nun aber nur im eigenen Fachbereich (oder halbwegs nahe dran) Paper lesen und verstehen kann, ist der Ansatz erst mal GARNICHTS zu glauben durchaus auch ein Ansatz, den man nachvollziehen kann.
Jaja, hast Du an anderer Stelle schon mal geschrieben. Ist aber leider nunmal in der Realität (noch) schwach verbreitet.
Bei den Leuten die heute mitten im Leben sind, und nicht gerade Hochschulbildung haben ist es eher eine Seltenheit.
Ja, es gab kleinere Fehler und Ungenauigkeiten in „Eine unbequeme Wahrheit“ - teilweise wurden Kausalitäten hergestellt, die nicht bewiesen wurden. Aber im Kern ist die Darstellung korrekt.
Daraus abzuleiten, dass es Betrug aus vielen Quellen gäbe - das halte ich für höchst fragwürdig.
Ich habe Al Gore als jemand genannt, der bewußt Daten gefälscht hat. Und das ist nur ein Beispiel unter tausenden. Sobald (N)GO’s im Spiel sind, glaube selbst ich kaum noch etwas. Bis ich durch lesen von Primärliteratur vom Gegenteil überzeug bin.
Selbiges für quasi alle „Narrative“ in jüngerer Zeit. Wir haben den Übergang von der High-Trust in die No-Trust Gesellschaft um die 2000er vollzogen. Wo man etwas glaubt, wird man beschissen
=> Don’t trust, verify
Ja NGO’s und direkten Lobbyvertretern würde ich jetzt auch nicht als erste Einschätzung heranziehen. Wobei Lobbyvertreter natürlich noch eher finanzielle Interessen vertreten als NGO’s.
Natürlich der idealtypische Weg, aber eben sehr zeitintensiv und nicht für alle Themen der Welt bewältigbar.
Und teils in die Anti-Trust. Also auch verlässlichen Quellen nicht trauen und einfach dagegen sein.
Dazu führt es automatisch, ja => Es GIBT keine vertrauenswürdige Quelle mehr, bevor ich sie höchstpersönlich dazu einstufe. Genau!
Hans Rossling, Nobelpreisträger, seine Stiftung gapminder.org Wo genau habe ich mir nicht aufgeschrieben. Habe vor vielen Jahren nicht geahnt, dass ich darauf referenzieren müsste.
Man läuft dann allerdings auch sehr schnell Gefahr durch den eigenen Bias und Unwissen Quellen als vertrauenswürdig einzustufen, die es eigentlich gar nicht sind.
Du lieferst mir eine Website, das ist kein Beleg. Es schafft vor allem eine Asymmetrie. Ich soll plötzlich nicht nur für die Verifizierung einer fremden Aussage aufkommen, sondern mir selbst die Grundlage dazu suchen.
Insofern gehe ich erstmal davon aus, dass diese Aussage nicht korrekt ist.
Und anders rum „nützlicher Idiot“ von jemand zu werden, wie heute üblich.
Kannst Du machen wie Du willst. ich habe nur über mich geschrieben, warum ich von nichts überzeugt bin, wenn ich nicht selbst „verified“ habe, oder bei medizinischen Themen eben meine Schwester befragen konnte, und sie etwas weiß
Absolute Aussagen sind nie haltbar. Prognosen sind immer fehlerbehaftet.
Fakt ist: Zwischen 1912 und 2000 sind 80% der Gletscherflächen auf dem Kilimandscharo verschwunden.
Gegenwärtig gehen Wissenschaftler:innen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass zwischen 2035 und 2050 ein nahezu vollständiger Verlust der Gletscherflächen eintritt.
Korrekt.
Aber das stellt ja nicht die Aussagen von Al Gore auf den Kopf.
Er hat zu seiner Zeit eine plausible Annahme getroffen, aber fälschlicherweise keine Unsicherheit angegeben. Was man ihm wiederum verzeihen muss, weil er einen Film veröffentlicht hat und kein wissenschaftliches Paper.
Die Entwicklung ist ja generell genau so eingetreten. Wir sehen eine Abnahme dieser Gletscherfläche. Nur eben etwas langsamer als noch im Jahre 2007 erwartet.
Weil er lediglich mit Daten aus der Wissenschaft gearbeitet hat. Er hat Daten dargestellt und daraus möglicherweise zu absolute Aussagen getroffen, aber er hat eben keine Daten generiert/gesammelt und hätte diese fälschen können. Du behauptest allerdings er hätte Daten gefälscht.
Ist bei Privatleuten völlig ok und einkalkuliert. Bei Mitgliedern einer Regierung oder Organisationen wie UN etc. ist es unverzeihlich.
Und auf sinnlose Kampfbegriffe, die erfunden wurden um die Leute zu verarschen reagiere ich höchsten allergisch. Wir können gerne über Fakten reden, aber „Leugnung“ ist halt Quatsch… niemand leugnet etwas.
Es gibt hier Menschen, die sich hinstellen und - trotz aller Erkenntnisse - schreiben:
„Es gibt keinen menschengemachten Klimawandel.“
Ich finde wir sollten zwischen der wissenschaftlichen und der politischen Ebene trennen.
Und so sehr Meinungen in der politischen auseinandergehen können (der eine findet CSS gut, ein anderer geoengeniering, der eine sieht Arbeitsplätte bedroht, der nächste zweifelt die Wettbewerbsfähigkeit in Folge von Klimamaßnahmen an, usw.) - wir sollten dennoch die grundsätzliche Physik anerkennen.
Und nein - das tun viele nicht. Sie leugnen die grundlegende Physik und trennen eben nicht von politischen Maßnahmen.