Diskussion über den (anthropogenen) Klimawandel

In der Tat. Es ist auch mehr von Entsetzen und Verzweiflung getriebener Zynismus bei mir.

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Ja, deshalb habe ich in diesem Thread auf das mit dem Kapitalismus geantwortet.
In diesem Thread fokusieren wir uns auf den Klimawandel.

Zum Thema Umwelt Schutz gibt sehr schönes Zitat:

„Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation oder alle gleichzeitig existierenden Gesellschaften zusammen sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind lediglich ihre Besitzer, ihre Nutznießer und müssen sie den nachfolgenden Generationen in einem verbesserten Zustand hinterlassen.“ ~ Karl Marx

Ich empfehle als Basis Gerd Ganteförs „Plan B für das Klima“…

Leider haben wir’s aber seit 20 Jahren verkackt, und nun werden wir bitter arm. Und sind dann mit blankem Überleben beschäftigt, statt mit Umweltschutz

Danke Lobbyismus. :person_shrugging:

Grenzen des Wachstums ist doch schon 1972 erschienen. Schwingende Rotatoren beschreiben wir schon seit den 20er Jahren. Den Treibhauseffekt hat Herr Fourier schon im Jahre 1824 beschrieben.

Es ist also nicht so, als „hätten wir nichts gewusst“ und „keine Zeit zum Handeln“ gehabt.

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Und es blieb nicht viel dran, und ist oft ziemlich falsch, oder?

Nur fehlt das Treibhaus. Oder warum ist es auf dem Mt. Everest nicht warm?

Auch hier: Ganteför hat irgendwo mal im Detail die Strahlungsbilanz aufgemacht. Sehr sehenswert.

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Was hat sich denn an der Physik verändert?

Die (grundsätzliche) Erwärmung in Folge der Verbrennung von fossilen Energieträgern tritt doch genau so ein.

Das keine Ölvorkommen mehr gefunden werden würden - darum geht es doch nicht. Und das ist nicht das primäre Problem. Das Problem ist die Nutzung dieser Energieträger.

Meinst du die Frage ernst und hast Interesse an einem Verständis? Dann gebe ich dir gerne eine physikalische Antwort.

Wenn du nur fragst, um vermeintlich zu ärgern, dann lasse ich es.

„Grenzen des Wachstums“ war relativ wenig Physik… das war ja genau das Problem. Annahmen die falsch waren und Modelle die genauso falsch waren.

Lass mal. Kann sich jeder als physikalische Herleitung selbst anschauen. :slight_smile: Deine Zeit braucht es dafür nicht auch noch.

Bei Entwicklungsländern besteht gerade die Möglichkeit einen direkten Einstieg zu schaffen und nicht auf der schmutzungen Zwischenstufe der Kohle hängen zu bleiben:

Bitter arm werden wir auch nicht durch “teureren Strom”, es ist nur eine Umstellung auf neue Technoloigie wie dezentralen Smart Grids.

Das er einerseits diese Umstellung nicht sieht und dann aber Solar und Wind als eben günstigste Energiequelle ablehnt und sagt andere Technologien, die im Moment eben genau viel zu teuer sind, werden nicht genug beachtet. Das ist doch ein Doppelstandard.

Zuletzt die Speicherproblematik wird durch rasant sinkende Preise für Speicher, die nur wenige so erwartet haben gelöst. Eben genau diese Technologien für die wir offen bleiben sollten.

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Naja mit Deiner Frage suggerierst Du ja ein wenig, dass wenn es den Treibhauseffekt gebe, dann dürfte es ja auf dem Mt. Everest nicht kalt sein.

So habe ich Dich verstanden.

Wolltest Du das sagen?

Falls ja, dann fühle ich mich gezwungen das richtig zu stellen.

Das ist leider alles komplett AUgenwischerei.

NIEMAND wird in den nächsten Jahren 20 000 Mrd. in D investieren, um all dies zu vollbringen. Die Zeiten sind vorbei. Es ist gelaufen. Wir sind unweigerlich am Abstieg und jeder Investor rennt davon

Dass wir nicht Technologieoffen waren war genau das Problem. Nun haben wir den Salat.

Es war plakativ, weil das eine der lustigen „Gegenargumente“ war, die Ganteför bekam und ihn dann zu dem Strahlenbilanz-Video veranlasst hat.

Diese Idee mit dem Gewächshaus ist grundsätzlich ziemlich Kacke, und ärgert mich öfter.

Das hier: https://www.youtube.com/watch?v=GuHY-ytXPss

Ist das ein Grund jetzt erneut nicht Offen zu sein?

Hab ich nicht gesagt. Ich bin vollkommen Technologieoffen.

Die Begeisterung scheint eher bei Nuklearenergie zu liegen als bei Smart Grids mit Speichern.

So oder so ist es mir recht, aber von dem Standpunkt aus wäre ich ja fast noch hoffnungsvoll.

Das hat nichts mit Begeisterung zu tun. Ich sehe die Notwendigkeit kommen.

Wenn wir wieder 20 Jahre zu spät sind, werden wir noch stärker verarmen.

Gegenargumente?

Offensichtlich ist es auf dem Mt. Everest kühl. Stichwort: Adiabatische Abkühlung.

Das widerspricht der Strahlungsbilanz in keinster Weise.

Ist halt leichter sich das ganze vorzustellen.

Du darfst Dir die Atmosphäre auch als dünnener werdene Decke vorstellen, wenn Dir das lieber ist. Aber sobald man mit Bilder arbeitet, so ist die Erklärung physikalisch nicht mehr ganz präzise.

Was sagt er denn da?

An der Strahlungsbilanz kannst Du nämlich eigentlich wenig auszusetzen haben.

Es gilt der Energieerhaltungssatz. Und damit stellt sich ein Gleichgewichtszustand ein. Gepaart mit Wärmestrahlung und eventuell noch dem Teilchenmodell - ja, damit kannst Du Dir das alles ziemlich gut erklären. :slight_smile:

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Das meinte ich damit geschrieben zu haben… :slight_smile:

Sättigung und Sensitivität (Die „Ganteför-Nuance“)

Hier unterscheidet er sich oft von den sehr alarmistischen Positionen, was ihn in der Fachwelt manchmal zum Diskussionspunkt macht:

  • Logarithmischer Effekt: Er weist darauf hin, dass der Effekt von zusätzlichem CO2​ abnimmt, je mehr bereits davon in der Atmosphäre ist (Sättigungseffekt). Eine Verdoppelung der CO2​-Konzentration führt nicht zu einer Verdoppelung der Erwärmung, sondern nur zu einem bestimmten Temperaturanstieg (Klimasensitivität).

  • Unsicherheiten bei Wolken: Er betont oft, dass die größte Unbekannte in der Strahlenbilanz die Wolkenbildung ist. Wolken können kühlen (indem sie Sonnenlicht reflektieren) oder wärmen (indem sie Bodenwärme isolieren). Er kritisiert, dass Modelle hier noch zu unsicher seien

Siehe Rotationsschwingungsspektren.

Deshalb ist Wasser ja auch ein Treibhausgas und trotzdem kein Problem.

Wer sich für die Sättigung interessiert - ich hatte entsprechende Grafik hier mal im Verlauf gepostet.

Ja, Albedo- vs. Treibhauseffekt.

Global betrachtet führen sie zu einer Abkühlung. Wie sich das im Rahmen des Klimawandels verändert ist natürlich mit Unsicherheit behaftet.

Höhe, Ausdehnung und Dichte sind hier beispielsweise relevante Parameter, die es zu modellieren gilt.

Ich würde mich nur nicht darauf verlassen wollen / hoffen, dass schon der Albedo-Effekt global betrachtet zunimmt.

Denn an der Ursache → der Verbrennung von fossilen Energieträgern ändert dies herzlich wenig.

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