Auch in Europa war Energie lange relativ billig, sogar in Deutschland. Nur eben nicht für den Normalbürger, der exorbitante Steuern und Abgaben darauf zahlen muss, von denen sogenannte „Energieintensive Betriebe“ ausgenommen sind. Bitcoin-Miner zählen natürlich nicht dazu.
Keineswegs. Ich bin, wie schon gesagt, für einen freien Markt für Energie, an dem sich automatisch der kosteneffizienteste Energiemix einstellen würde. Subventionen machen etwas nämlich auch nicht billiger, sie bewirken nur, dass jemand anders den Preis bezahlt. Daher ist in gesamtvolkswirtschaftlicher Betrachtung etwas subventioniertes genauso teuer, wie etwas nicht subventioniertes (eigentlich noch teuerer, da ja noch die Bürokratiekosten oben drauf kommen).
Das sehe ich anders. Auch die Politik ist letztlich ökonomischen Zwängen unterworfen. Auch die Staaten stehen in einem ökonomischen Wettbewerb zueinander. Zwar können sie diesen durch Gewaltanwendung ziemlich stark verzerren, aber nicht ganz ausschalten.
Natürlich geht es um Wohlstand. Wachsende Wirtschaft bedeutet, dass die Menschen reicher werden und schrumpfende Wirtschaft, dass die Menschen ärmer werden. Was denn sonst? Klar werden diese Worte auch für allerlei Zentralbankinterventionismus missbraucht. Aber im Wortsinn geht es bei Wirtschaftswachstum um den Wohlstand der Menschen. Und wenn jemand möchte, dass dieser abnimmt, ist ausdrücklicher Widerspruch angebracht.
Na gut, mag sein, dass ich es ähnlich sehe wie Professor Sinn, nur etwas vorsichtiger.
Das sage ich auch nicht. Sie wollen eben, dass ihre Länder wirtschaftlich erfolgreich sind. Im Gegensatz zu Scholz und Habeck und co, jedenfalls wenn man sie an ihren Taten misst.
Wohlstand ist die Definitionssache des Individuums. Wohlstand ist wofür auch immer die Menschen bereit sind zu arbeiten und wogegen sie bereit sind, ihr Erarbeitetes einzutauschen. Ich brauche kein Privatjet o.ä., aber wenn jemand anders das möchte, ist das für mich in Ordnung. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Liberalismus und Autoritarismus: Gestattet man den Menschen, nach ihren Vorstellungen zu Leben, selbst wenn es nicht den eigenen entspricht, oder meint man, dass man die eigenen Vorstellungen allen Menschen aufzwingen muss?
Hier muss man zwei Begrifflichkeiten klar voneinander trennen: nämlich Markt und freier Markt. Ein freier Markt existiert nur dann, wenn die richtigen Rahmenbedingungen gegeben sind, z. B. wenn die Grundrechte geachtet werden. Das ist fragil und man kann es politisch unterdrücken. Dem Markt an sich (ohne Freiheit), also den ökonomischen Realitäten kann sich die Politik dagegen nicht beliebig entgegenstellen: Man kann zwar Krieg führen, aber wenn die Kriegswirtschaft den Krieg nicht mehr finanzieren kann, endet dieser, egal was die Politiker wollen.
Ich stecke dich in keine Schublade, in die du dich nicht selbst steckst. Wenn du Planwirtschaft als Lösung für irgendwas betrachtest, heißt du die Ausübung von Zwang gut. Sollte das nicht gewesen sein, was du ausdrücken wolltest, nehme ich es gerne zurück.
Nein, ich meine ausdrücklich nur politischen Zwang. Das Lieblingsspiel der Klimaideologen, wissenschaftliche und politische Aussagen miteinander zu vermischen, lehne ich ab.
Das wäre dann kein freier Markt, da er ja unterdrückt wäre (s.o.)
