Der Inbegriff warum ich Mises nicht leiden kann (Libertarismus)

Ok, also jeder kann gehen wohin er will?


Dann hast du wieder Wanderarbeiter. Nur dieses mal global.

Das Problem ist dann, dass der Markt viel zu träge reagiert als dass das - wie gesagt - für Durchschnittsmenschen praktikabel wäre.

Also du hast dann zwei Effekte: in dieser Gruppe von Arbeitsnomaden hast du einerseits extreme Armut, dass die gar nicht von A nach B global so ohne weiteres kommen um bessere Angebote anzunehmen und beim anderen Teil hast du welche die z. B. hier alles aufgeben und irgendwo stranden, weil wenn sie dann da sind, stellen sie fest, dass es da ein Überangebot gibt.

Und was glaubst du wie oft du das so machen kannst? Also alles aufgeben nur um dahinzugehen wo es bessere Löhne gibt, um dann festzustellen, dass du, wenn du dann da bist und dir was aufgebaut hast, wieder nur einer von Millionen bist dem deswegen niedrige Löhne gezahlt werden können?`

Das wovon du sprichst das gilt für Hochqualifzierte. Die können arbeiten wo sie wollen und treffen nie auf ein Überangebot auf dem Markt von dem was sie anbieten.

Von allem anderen, also normale Arbeiter, normale Dienstleister usw. hat jede Gesellschaft von sich aus schon genug.

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Aber deine Kritik gilt ja der libertären Idee. Diese setzt aber den ungehemmten Markt voraus. Daher kann ein bisschen Mises angewendet auf unser jetziges System der staatlichen Schranken nie Sinn ergeben.

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Ich spreche ja ausdrücklich von unserem jetzigen System das in keinster weise irgendwas mit einem Utopischen freien Markt zu tun hat den es so überhaupt noch nie gegeben hat und meiner Meinung nach auch nie geben kann.

Grundeinkommen propagieren normalerweise nur arbeitsfaule.

Nö. Das ist eigentlich ein Konzept was damals sogar mal die FDP propagiert hat. Es gibt ja nicht DAS Grundeinkommen sondern verschiedene Konzepte.

Und “mein” Konzept ;) sieht vor, dass die Existenz gesichert ist. Und zwar bedingungslos. Einfach, um den Arbeitgebern etwas von ihrer Macht zu nehmen und die Menschen zu befähigen stressfrei das zu tun was sie wollen. Z.B. sich weiterbilden, kreativ sein, ehrenamtlich, gemeinnützig oder was auch immer.

Die paar echten Schmarotzer die nie irgendetwas zurückgeben wollen und mit dem Minimum zufrieden sind, die muss eine Gesellschaft aushalten. Die schmarotzenden Multimillionäre halten wir ja auch aus.

Und außerdem gibt es die Schmarotzer sowieso schon. Ob es nun ein bedingungsloses Grundeinkommen ist oder ein Hartz 4 oder ein Bürgergeld. Es gibt immer ein kleines Klientel was einfach nicht arbeiten will. Was willst du da machen? Wegen den 0, irgendwas Prozent den ganzen Sozialstaat abschaffen?

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Schon spannend. Du hörst wieder und wieder nicht zu, und beklagst Dich dann man hätte nichts gesagt.

Ich bin grundsätzlich gegen Mindestlohn, weil er falsche Anreize setzt. Aber bleiben wir mal in der Wirklichkeit.
Wenn Du einen Maler beauftragst, dann hast Du eine Arbeit, die zu erledigen ist. Es interessiert Dich Null,zero:

  • ob der Maler gut gefrühstückt hat
  • Streit mit seiner Frau hatte
  • oder zu wenig Geld fordert.

Genau so ist das bei Arbeitgeber - Arbeitnehmer:

  • Ich übernehme nicht das Rechnen für einen Arbeitnehmer.
  • Ich prüfe nur, ob ich das zahlen sollte, was er verlangt
  • Das tue ich anhand dem zu erwartenden Mehrwert dieser Tätigkeit.

That’s it! Vertrag & fertig. Sein Privatleben hat mich rein garnichts anzugehen. Die Knappheit der Tätigkeit bestimmt die zu erwartende Vergütung. Punkt.

Die Frage ob derjenige davon leben kann stellt sich also garnicht! Ich kenne die Lebensumstände nicht, und will das auch garnicht wissen. Wenn derjenige etwas fordert und der Vertrag zustande kommt ist an dem Punkt fertig. Ich würde niemals Annahmen über der Privatleben desjenigen treffen. Einfach nicht! Never ever!

Ja aus der Sicht des Arbeitgebers stellt sich diese Frage tatsächlich nicht. Aber die reduziert das Problem alleine auf die zu leistende Arbeit.

Es gibt aber noch die Gesellschaftliche Sicht wo wir uns darüber Gedanken machen müssen und priorisieren, dass die Wirtschaft zuallererst einmal für alle Menschen genügend Nahrung, ein Dach über dem Kopf, Zugang zu medizinischer Grundversorgung und Bildung erzeugt, alles andere ist zweitrangig.

Es ist halt einfach nicht gegeben das eine reine Marktwirtschaft ohne Regulierung des Arbeitsmarktes dieses Resultat produziert. Du führst das ja sogar selbst aus dass es dich als Arbeitgeberin überhaupt nicht interessiert ob der Lohn den du bezahlst dem Arbeiter zum überleben reicht.

Die Arbeitnehmer können die Löhne nicht auf der selben Augenhöhe verhandeln. Sogar Adam Smith hat dazu schon geschrieben:

What are the common wages of labour, depends everywhere upon the contract usually made between those two parties, whose interests are by no means the same. The workmen desire to get as much, the masters to give as little as possible. The former are disposed to combine in order to raise, the latter in order to lower the wages of labour.

It is not, however, difficult to foresee which of the two parties must, upon all ordinary occasions, have the advantage in the dispute, and force the other into a compliance with their terms. The masters, being fewer in number, can combine much more easily; and the law, besides, authorizes, or at least does not prohibit their combinations, while it prohibits those of the workmen. We have no acts of parliament against combining to lower the price of work; but many against combining to raise it. In all such disputes the masters can hold out much longer. A landlord, a farmer, a master manufacturer, a merchant, though they did not employ a single workman, could generally live a year or two upon the stocks which they have already acquired. Many workmen could not subsist a week, few could subsist a month, and scarce any a year without employment. In the long run the workman may be as necessary to his master as his master is to
him; but the necessity is not so immediate.

Aber wie gesagt und von dir schön ausgeführt und auch aus der Geschichte x-mal bestätigt, interessiert das die Arbeitgeber nicht. Ihr Fokus ist nicht das funktionieren der Gesellschaft sonder ihre unmittelbaren Bedürfnisse als Geschäftsführer nach Profit und Stabilität.

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Das sehe ich anders. Wie Adam Smith richtig schreibt, hat der Mitarbeiter ein originäres Interesse möglichst gut vergütet zu werden. Damit wird er schlecht bezahlte Tätigkeiten nicht annehmen, und sich auf besser bezahlte Tätigkeiten konzentrieren => genau das, was in einem Markt passieren soll und muss.
Ausnahmen gibt es dort, wo evtl. eine gewisse Leidenschaft für eine Tätigkeit verbunden mit geringerer finanzieller Notwendigkeit vorhanden sind => man möchte etwas gerne tun, und eine geringere Vergütung spielt untergeordnet eine Rolle.

Letzteres verhindert der Mindestlohn z.B.
Ersteres verhindert der Staat, da er den Markt manipuliert. Es wäre im Sinne des Marktes absolut gewollt, dass Angebot und Nachfrage sich so organisieren dass jeder der von den Einkünften leben muss, davon auch leben kann. Staatseingriffe machen dies zunichte. Der Staat erzeut die Not, die er dann vorgibt zu lindern (und sich nebenbei eine mächtige Scheibe für sich selbst zu genehmigen).

Muss und soll er wie gesagt auch nicht. Das ist nicht seine Aufgabe. Er muss so viel zahlen, dass die Aufgabe erledigt werden kann.

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Das würde nur funktionieren in einem System wo der Arbeitsmarkt mehr Arbeitsstellen produziert als es Arbeiter gibt. Dies ist nicht der Fall.

Nur Arbeiter mit guter Ausbildung in Segmenten wo es einen Überbedarf gibt haben einen leichten Vorteil auf ihrer Seite wenn es um Lohnverhandlungen geht und auch hier wird dies oft dadurch untergraben das sich die Arbeitnehmer absprechen und “Branchenübliche Löhne” festlegen.

Und nicht mal dies funktioniert in allen Branchen. Zum Beispiel in der Pflege ist ein ständiger Personalmangel, trotzdem sind die Pflegekräfte komplett unterbezahlt. Anstatt die Löhne zu erhöhen werden Stellen offen gelassen und das bestehende Personal indirekt zu Überstunden genötigt weil diese die Patienten auch nicht sterben lassen wollen nur um ihre Rechte als Arbeitnehmer durchzusetzen.

Viele der Arbeiter die aber keine höhere Ausbildung benötigen sind für unsere Gesellschaft absolut essentiell. Ohne die würde einfach nichts mehr funktionieren. Die haben aber absolut keine Verhandlungsbasis über ihren Lohn. Dies kann man nicht einfach als individuelles Problem abtun, weil diese Arbeiten sind nötig und es wird immer Leute in diesen Jobs geben und auch die müssen von ihrer Arbeit überleben können.

Es gibt keine Marktmechanismen die eine Vollbeschäftigung garantieren und diese wäre IMMER notwendig damit deine Idee von einem sich selbst regulierenden Arbeitsmarkt überhaupt eine Chance hat zu funktionieren.

Ja da gebe ich dir Recht dass das funktionieren der Gesellschaft an sich nicht seine Aufgabe ist. Deshalb haben wir Sozialstaaten welche diese Funktion übernehmen, weil es sich gezeigt hat das der Markt das eben nicht kann. Dieser gibt den Arbeitnehmern die Rahmenbedingungen vor. Ohne dies würde die Gesellschaft innert Wochen zusammenbrechen.

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Alleine das man den Verfechtern des freien Marktes permanent Angebot und Nachfrage am Beispiel des sog. Arbeitsmarktes erklären muss, ist in diesem Forum eigentlich Realsatire.

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Nein, das ist nicht notwendigerweise so. Würde allerdings in einem prosperierenden Markt wahrscheinlich erreicht.

…als Reaktion auf Gewerkschaften, die „Tarife“ festlegen, würde ich meinen.
Ich würde beides deregulieren.

Die ganze Gesundheits-Branche ist ein prima Beispiel wie etwas sozial aussieht, aber asozial ist.
Der ganze Bereich ist so überbürokratisiert, das alles einfach sauteuer ist, und zudem immer schlechter in der Qualität wird. Leidtragende sind zum Einen die Kunden, und zum Anderen die, in diesem Bereich unumgänglich mit einer gewissen Empathie ausgestatteten, Fachkräfte.

Als ich Kind war, waren wir gesetzlich versichert, aber die Leistung (auf gleichen Beitrag hochgerechnet) war 4-5 mal höher!

Wir sind also dumm genug, den Bürokratieapparat unendlich aufzupumpen, immer mehr Parasiten ins Spiel zu bringen, und uns dann zu wundern warum die Beiträge 4mal so hoch sind, aber die Pflegekräfte nicht 3 mal so viel verdienen können.
:woman_facepalming:

Die Antwort: Dramatischer Bürokratieabbau. Nicht alles was dem Staat einfällt muss gemacht werden. Schleichende Verteuerung von allem ist der Preis, bis alles in sich zusammen fällt.
Vor 50 Jahren funktionierte alles noch, da bekam die Pflegekraft etwa das Mediangehalt (80 - 100%) UND wurde viel geringer mit Steuern und Abgaben belastet.

Du machst hier ohne Begründung eine Opferrolle auf. ALLES was Essenziell ist HAT eine Verhandlungsbasis. Genau so funktioniert Markt.

Nein, da hast Du mich falsch verstanden. Das wird in Zukunft ohnehin nicht einfach so gehen können. Automaten werden immer ausgefuchster, und die Anwendung für menschliche Arbeit wird sich auf Bereiche konzentrieren in denen man keine Maschinen haben will oder kann.
Nach Vollbeschäftigung sieht das für mich nicht aus. Wir werden sehen wie sich das entwickelt. Bisher war die Einführung von Maschinen immer Treiber von Entwicklung, aber ob das so bleibt weiß niemand.

Wir haben das nie in moderner Zeit überhaupt versucht. Heute kann man mit einem $200 Laptop bis fast zum Hochschulabschluss-Äquivalent kommen, und hat danach gleich das „Produktionsmittel“ in der Hand. In diese Richtung wird es gehen und parallel denke ich, dass Handwerk noch lange eine wichtige Rolle spielen wird.

Es ist klar, dass Du jemand, der sein Leben lang einen Chauffeur hatte, nicht morgen in einen dicken 35t Bagger setzen kannst und erwartest, dass er ab sofort produktive Dinge vollbringt. Aber deswegen finde ich eine Zukunft in der die Leute weiter verdummt und der Realität entwöhnt werden dennoch nicht erstrebenswert. Im Gegenteil würde ich eine Gefahr darin sehen weiter Batterien der Matrix zu züchten. Wer nämlich das genau atraktiv findet sind die Weltenlenker alá „you will own nothing and be happy“. Ich kann verstehen dass manche sich in einen solchen Drogenrausch ergeben werden, aber die, die die rote Pille bevorzugen wird es hoffentlich immer geben.

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EDIT: Fact-Check => Es sind nach wie vor etwa 30% Steuern und Abgaben, das muss ich also zurück nehmen.

Muss ja nicht immer gleich gegen sein.

Schaut man in das Buch von Gerhard Schick, dann stellt man fest, dass bspw. das quantitative easing kritisiert wird bzw. konkret die geringen Eigenkapitalquoten von Banken.

Es geht also eher um einen angemessenen Rahmen an Regeln, als schlicht um für oder gegen.

Auf komplexe Fragen gibt es leider selten pauschale, einfache Antworten.

Oder an die Straße? :person_shrugging:

Ich erinnere mich an die Mathematikerin hier im Forum. Praktisch mag sich die Effizienzsteigerung unendlich anfühlen, in der Theorie sind wohl nur endliche Effizienzsteigerungen möglich.

Zur Bewegungsfreiheit: Mobilität kostet. Wenn mein Gehalt zum Leben nicht reicht, dann reicht es erst recht nicht für den Wohnortswechsel zum besser bezahlenden Unternehmen.

Und das ist natürlich auch der Punkt. Bei praktischen Lösungen sollten wir natürlich über die Gegebenheiten diskutieren und nicht über fiktive Zustände. Das kann manchmal helfen, aber letztlich geht es am Ziel vorbei.

Das ist auf jeden Fall ein Argument, dass allen Sicherungssystemen immanent ist. Sie beinhalten das Risiko, dass es missbraucht wird.

Sehe ich ähnlich.

Wenn er die Freiheit hat.

Überspitztes Bild:
Mensch schwimmt in Meer. Unternehmerschiff kommt: „Ich habe einen Rettungsring (Job) für Dich - 2€/h.“
Dann hast Du zwar formal die Wahl, aber praktisch gehst Du eher unfreiwillig die Wahl ein, weil Du überleben möchtest.

Oder er macht, dass ich zumindest für ein halbwegs vertretbares Gehalt den Rettungsring annehme.

Hierin sehe ich auch einen Knackpunkt.

Jep.

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Und wie lange wird dieser Arbeitgeben „atraktiv“ sein? Wird der Mensch sich nicht umgehend nach etwas Besserem umsehen?

Es geht weniger um den Mißbrauch, sondern viel mehr um den Fehlanreiz den das an den Markt stellt. DER macht tatsächlich alles kaputt. Und zwar für alle Beteiligten.

Es wäre also tatsächlich deutlich BESSER in ein Sicherungssystem zu rutschen, als dass sich alle irgendwie mit einem Mindestlohn, der dann subventioniert wird durchmogeln.

Gar nicht.
Aber vielleicht kann ich nicht weit genug schwimmen (Qualifikation).

Und im freien Markt herrscht Angebot und Nachfrage.

Heißt: Bei vielen Ertrinkenden werfen viele nur für 2€/h ihre Ringe aus. Einfach, weil es sie sich leisten können. Wird schon genug geben, die nicht ertrinken wollen.

Der Markt kümmert sich eben nicht um die Bedürfnisse / Voraussetzungen. Ist auch nicht seine Aufgabe - da waren wir uns ja einig. Aber gerade deshalb haben ZPE und ich ja den Sozialstaat in den Raum geworfen.

Denn als Menschen mit Werten wollen wir unser Zusammenleben ggfs. aktiv gestalten und nicht nur zum Produkt von Marktlogiken machen.

Ja, geht vielleicht ein wenig Hand in Hand.

Aber klar, da sind wir uns ja einig. Arbeit muss sich lohnen. Schließlich ist eine Säule das Leistungsprinzip. Da heißt die Schere zwischen Grundsicherung und geringem Einkommen muss ausreichend groß sein (also Arbeit belohnen).

Und kurzfristig muss es Sicherungssysteme geben.

Grob ist das ja so. Werde ich arbeitslos bekomme ich im ersten Jahr einen hohen Prozentsatz weiterbezahlt. Findest Du das erstmal okay?

Problem siehst Du eher in der Diskrepanz zwischen (dauerhaften) Grundsicherung (mit all den Finanzierungen - Internet, Wohnraum,..) und der damit einhergehenden Benachteiligung von Mini-Jobbenden und Geringverdienenden, die all diese Dinge selbst finanzieren und dafür sehr viel Zeit aufwenden müdsen, richtig?

(Sehe ich auch so.)

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Schon klar. Also ist, wie ich eben erklärt habe die Strategie, sich kurz darauf einzulassen und kurz danach suche ich mir etwas Besseres. Das war die Aussage. => ineffektiv für den AG

Sorry, das ist Politiker-System-Geschwurbel, was nichts, aber auch garnichts mit dem zu tun hat, was ist.

Die falschen Anreize an den Arbeitsmarkt sind so sehr schädlich, dass sie ruinös sind, nicht nur ein bisschen falsch.

Wie gesagt: Erst mal ist Mindestlohn schlechter als gar kein Lohn + Sicherungssystem weil der Mindestlohn das System zerstört.

Es muss möglich und der Normalfall sein Rücklagen zu bilden. Das wird auf den ersten Blick überraschen, besonders im Niedriglohn Bereich, aber 10-20% höhere Vergütung, um davon Rücklagen bilden zu können sollte das Ziel sein.

Das muss natürlich den Leuten auch beigebracht werden, und geht nicht von heute auf gleich, sehe ich ein.

Eine staatliche ALV lehne ich ab. Die Verwaltungskosten sind einfach zu hoch. Man könnte höchstens eine Option für treuhänderische Verwahrung anbieten.

Ja. Verhungern soll niemand.

Ich glaube diese Mini-Job und Geringverdiener sind ein Symptom von genau den Fehlanreizen. Das sind die Stilblüten die dafür sorgen, dass es sehr schräge Lebensentwürfe gibt.

Der Arbeitsmarkt muss wieder so eingenordet werden, dass jemand der Arbeit annimmt damit auch zurecht kommt (oder wohlhabend genug ist eine Arbeit aus anderen Gründen anzunehmen).

Damit kommen wir zu einem Zustand, der ordentlich viel Bürokratie überflüssig macht, was allen Beteiligten erneut zugute kommt.

Geht in die Richtung, was uns in einem freien Markt erwarten würde, den sich viele hier so sehnlichst wünschen:

Nämlich das Ende der Solidargemeinschaft.

Oder wer sollte denn dann noch einen 80 -jährigen aus welchem Grund versichern oder ihm das neue Hüftgelenk bezahlen wenn er es selbst nicht kann?

Freier Markt bedeutet schlicht Leben nach Kosten Nutzen und ich zumindest finde eine Gesellschaft die alles nur ausschließlich nach dem Nutzen beurteilt wenig erstrebenswert.

Hatten wir nämlich schon alles, war menschenverachtend. Brauch ich nicht.

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Nein, das beschreibt genau die „Solidargemeinschaft“ heute.

Die GKVen zögern heute die Genehmigung für Hörgeräte von 90-jährigen so lange raus, bis sie gestorben sind ohne je wieder was zu hören.

DAS ist die Reslität. Das Schmarotzersystem ist am Ende.

Sozial kann man heute sofort mit Asozial übersetzen, weil sich einfach zu viele „Verwalter“ am System bedienen.

Für alle die den Staat ablehnen:

Gestern kündigte Michael Dell an, 6,25 Milliarden Dollar für die Finanzierung von „Trump-Konten” für 25 Millionen amerikanische Kinder bereitzustellen.

Die Medien feiern dies als philanthropische Geste.

Aber es handelt sich nicht um Wohltätigkeit…

Es handelt sich um Milliardäre, die die Infrastruktur der Regierung als Waffe einsetzen.

Hier ist, was passiert ist:

Trump unterzeichnete ein Gesetz zur Einrichtung von Anlagekonten für Kinder unter 18 Jahren.

Kinder, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden, erhalten 1.000 Dollar vom Finanzministerium. Die Eltern zahlen zusätzlich 5.000 Dollar pro Jahr steuerfrei ein. Das Geld fließt in den S&P 500.

Ein normales Programm?

Falsch.

Die Lücke:

„Qualifizierte Organisationen können zusätzliche Beiträge leisten, die NICHT auf das Limit von 5.000 Dollar angerechnet werden.“

Es kann unbegrenzt Geld fließen.

Dell zahlt 6,25 Milliarden Dollar für Einzahlungen von 250 Dollar an 25 Millionen Kinder in Postleitzahlgebieten mit einem Einkommen unter 150.000 Dollar.

Das Geniale daran:

Dell gründet keine Stiftung, verfolgt keine Empfänger, verwaltet keine Investitionen und kümmert sich nicht um Steuern.

Das Finanzministerium übernimmt ALLES.

Ein Scheck. Die Regierung erledigt die Arbeit.

Brad Gerstner: „Dies ist eine einzigartige Plattform, die von der Regierung geschaffen wurde und große Spenden ermöglichen kann.“

Zum ersten Mal nutzen Milliardäre die INFRASTRUKTUR DES BUNDES, um Vermögen zu verteilen.

Keine Gemeinkosten.

Der Zinseszins:

250 Dollar im Alter von 10 Jahren → 8.000 Dollar im Alter von 50 Jahren

Zuzüglich 100 Dollar pro Jahr von den Eltern → 72.000 Dollar

Aus Dells 250 Dollar wird ein Notgroschen von 72.000 Dollar. Er bekommt die volle Anerkennung.

Die konträre Sichtweise:

Dells Nettovermögen: 148 Milliarden Dollar.

Lebenslange Spenden davor: 2,9 Milliarden Dollar.

Diese Maßnahme: 6,25 Milliarden Dollar.

Er hat seine gesamte lebenslange Philanthropie mit einer einzigen Transaktion VERDOPPELT.

Warum? Vorher kostete die Unterstützung von 25 Millionen Kindern 1 bis 2 Milliarden Dollar an Gemeinkosten.

Jetzt macht die Regierung das kostenlos.

Andere Milliardäre schauen ebenfalls zu: Uber, Zillow, Nvidia und Salesforce haben sich bereits für die Kinder ihrer Mitarbeiter engagiert.

Das ist jetzt die Strategie.

Aber was übersehen die Leute?

Die Konten sind steuerlich begünstigt, nicht steuerfrei. Auszahlungen werden besteuert, wenn die Kinder 18 werden.

Die Regierung leiht Geld und bekommt es Jahrzehnte später durch Steuern zurückgezahlt.

Die Dell-Aktie stieg seit der Ankündigung um 4 %. 148 Mrd. → 154 Mrd. Nettovermögen.

Er gewann 6 Mrd. an Marktwert durch eine Spende von 6,25 Mrd. .

Netto neutral. Plus PR als „größtes Engagement für US-Kinder”.

Aber Dell hat das nicht erfunden.

Brad Gerstner hat vier Jahre lang Lobbyarbeit betrieben.

Dell hat gewartet, bis die Infrastruktur aufgebaut war, 6,25 Mrd. Dollar investiert und sich die Geschichte zu eigen gemacht.

Warum Schienen bauen, wenn die Regierung das tut?

Was als Nächstes passiert:

Innerhalb von fünf Jahren werden über 100 Milliarden Dollar von anderen Milliardären auf diese Konten fließen.

Dies wird zum wichtigsten Instrument für die Philanthropie von Milliardären.

Nicht weil es das effektivste ist.

Sondern weil es das EINFACHSTE ist.

Einen Scheck ausstellen. Den Rest erledigt die Regierung.

Für Unternehmer, die dies beobachten:

Die Lektion betrifft nicht die Wohltätigkeit.

Es geht um INFRASTRUKTUR.

Dell hat ein bestehendes System gekapert und sofort skaliert.

So bewegt man 6,25 Milliarden Dollar in 24 Stunden.

Bauen Sie keine Schienen. Finden Sie bestehende Schienen und lassen Sie Ihren Zug fahren.

Die Realität:

250 Dollar lösen das Problem der Armut nicht. Aber sie bringen 25 Millionen Familien dazu, sich mit Investitionen und Zinseszinsen anzufreunden.

75 % der Postleitzahlen sind qualifiziert. Einschließlich Mittelklassefamilien, die das nicht nötig haben.

Das bedeutet also entweder:

Die intelligenteste philanthropische Innovation seit Jahrzehnten.

Oder die raffinierteste PR-Aktion aller Zeiten.

Die Zeit wird zeigen, was davon zutrifft.

Aber eines ist sicher…

Michael Dell hat gerade die Spielregeln dafür geändert, wie Milliardäre Geld spenden.

Und all das geschah, weil die Regierung zuerst die Infrastruktur geschaffen hat.

Quelle: https://x.com/Ric_RTP/status/1996245801341706478

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