Das Ende der Haltefrist? Bundesregierung plant neue Besteuerung für Bitcoin & Kryptowährungen

Da verweise ich mal auf:

Ich habe mal etwas recherchiert. Für Aktien und Fonds galt:

  • bis 2008 galt die Spekulationsfrist, nach 1 Jahr Haltedauer steuerfrei
  • Einführung ABgeltungssteuer 2009, keine Steuerfreiheit mehr durch Haltefrist
  • Haltefristmodell wurde also abgeschafft und eine ARt “Flat Tax” auf Kapitalerträge eingeführt
  • ABER: Versprechen gebrochen? So ein wirkliches Versprechen (gar rechtlich bindend, falls es sowas überhaupt gibt) existierte nicht
  • UND: Es gab Bestandsschutz für Altbestände, die vor 2009 gekauften Bestände konnten steuerfrei veräußert werden. Das war tatsächlich klassischer Bestandsschutz und gilt bis heute.
  • Das ist juristisch keine Rückwirkung

Dann kam die Investmentsteuerreform 2018, dies hat nur Fonds betroffen:

  • es wurde ein fiktiver Verkauf zum 31.12.2017 durchgeführt
  • Gewinne bis dahin blieben steuerfrei
  • das ist eine “unechte Rückwirkung”, weil nichts nachträglich besteuert wird.
  • Bedeutet: ab 2018 gelten neue Regeln für den Altbestand.
  • Deshalb verfassungsmäßig zulässig, fühlt sich aber wie ein Vertrauensbruch an.

Und genau das könnte ich mir auch bei Bitcoin vorstellen. Warum sich den Gewinn der Altbestände durch die Lappen gehen lassen? Also Stichtagregelung und ab da zahlen alle.

Genau diese „unechte Rückwirkung“ ist durchaus möglich, und widerspricht nicht dem, was ich gepostet habe.

Dass sie es so dreckig wie möglich versuchen werden Sparen unmöglich zu machen ist mir schon klar. Aber eine Regelung, die geradewegs Angriffspunkte bietet, wäre möglicherweise sogar nicht zu schlecht. Wenn dann vor Gericht alles oder teilweise abgeräumt werden kann.

Wir wissen, dass sie lügen, sie wissen, dass sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen dass sie lügen… und dennoch lügen sie.

Es geht darum Sparen unmöglich zu machen, und dazu muss neben den Steuern und Abgaben eben alles was wir besitzen können so weit entwertet werden, dass es massiv weniger wird.
Das ist das Ziel, das man versucht mit Gesetzen zu erreichen, ohne es konkret hinein zu schreiben.

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Sie wissen und glauben, das ist „solidarisch“. Das Unwort des Jahrhunderts.

Die DDR kriecht wieder aus dem längst vergessen geglaubten Untergrund hervor.

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So sieht’s aus. Bitbox plus eigene Fullnode plus eigenen Lottominer. Be your own bank! Das dezentral verteilte Netzwerk entzieht sich jeder zentralen Kontrolle. Wenn mir die Behörden auf den SCK gehen, habe ich meinen Private Key vergessen. Es sei denn, man nutzt für Lightning Zahlungen einen regulierten Anbieter, der alle Transaktionen melden muss. Bitcoin wird sich als das durchsetzen, wofür es gedacht war. Ein Peer to peer electronic cash system. Das wird leider zu oft vergessen. Wer bitte will denn Bitcoin in den Shitcoin Euro tauschen um dann auch noch darauf Steuern zu zahlen? Im Zweifel muss man dahin, wo man mit Bitcoin sein Leben finanzieren kann. Die einen wollen mehr Euro und die anderen mehr Bitcoin. :wink:

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du übersiehst dabei, dass das die erste EU-Steuer wäre, die den Anleger direkt trifft.
Ob das den einzelnen Staaten schmeckt? Säre namlich ein Dammbruch und aus deren Sicht ein Eingriff in ihre (Fiskal-)Souveränität.

Aber die Hand wll ich da nicht ins Feuer legen

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Das sehe ich auch so. Irgendann wird es kommen. Und dann wird es sehr schnell gehen. Vor diesem Kipp-Punkt fürchten sich aber viele.

Der EURO ist der größere Scam - mit Wertverlust von über 35% seit dem Jahre 2002.

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Ich habe mir das verlinkte Video mal angeschaut und frage mich jetzt: angenommen, bei der nächsten Bundestagswahl (oder schon früher, würde mich nicht wundern) gibt es eine andere Regierung. Sagen wir mal Blau/Schwarz, entsprechend den aktuellen Umfragewerten.

Denkt ihr, die würden eine Krypto Besteuerung rückgängig machen? Die nächste Regierung steht doch finanziell mit dem Rücken genauso gegen die Wand.

MIt Blick auf das Video: wo wollen sie denn einsparen? Bei den Renten? Weniger Militär vielleicht, ok, aber das reißts halt auch nicht raus. Ich sehe da nicht wirklich einen Ausweg…

nie und nimmer

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Sorry, dass ich das verschlimmern muss: Wertverlust 91,7% seit 2002.

Gold damals 327,93 EUR
Gold heute 3937 EUR
per Feinunze.

Die Goldatome haben sich seither nicht verändert. => Die 3937 EUR von heute SIND die 327 EUR von 2002.

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Sehe ich auch so, welche Steuer wurde denn jemals rückgängig gemacht?

Nichts wird rückgängig gemacht. Und besser wird - vor dem Zusammenbruch - auch nichts mehr.

Hier sehr schön illustriert warum:

https://www.youtube.com/watch?v=jdBlpyCom3U

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Die Inflation des EUR seit 2002 liegt tatsächlich bei 35%.

Der Dollar hat seit der Einführung im Jahr 1913 aber über 96% seines Wertes verloren. Eventuell meintest du das?

Gold - klar hat es hier einen massiven Wertzuwachs gegeben, dem gegenüber der EUR massiv abgewertet wurde. Oder Bitcoin, oder Berkshire Hathaway.

Rechne nochmal nach oder geh nochmal zur Schule…

Ich denke, das mit den Verteidigungsausgaben lässt irgendwie schon tief blicken. Man muss sich das in Form einer Einzelperson so vorstellen: Jemand hat fast eine Million Euro Schulden, muss für die Zinsen sogar neue Schulden aufnehmen, die Arbeit läuft schlecht, und man könnte mit Arbeitslosigkeit konfrontiert sein. Und dann sagt man sich: „Hey, jetzt bauen wir eine ganz große Burg mit dicken und hohen Mauern.“ Kann man das machen? Man kann. Nur dass man dann 10 Mio. Euro Schulden hat und ein Nachwuchs, der die Arschkarte hat. Wenn das Rennen um KI, Robotik und andere neue Innovationen dann nochmal an Fahrt gewinnt und kapitalintensiver wird, zahlen wir bescheuerte Zinsen und Haltungskosten für Waffensysteme, statt massive Investitionen zu tätigen.

Sozialausgaben merklich kürzen: politischer Selbstmord für die regierenden Parteien. Die Ironie dürfte sein: Es wird zu Kürzungen von Leistungen und einer Verschärfung der Bedingungen kommen gerade so, dass man die meisten Wähler nicht zu sehr verärgert und dass es lediglich die Geschwindigkeit reduziert, mit der diese Position wächst. Weniger Leistung ohne Spareffekt.

Militärausgaben kürzen: ausgeschlossen, genau das Gegenteil steht auf der Agenda. Offenbar ist es praktisch egal, wie schlimm die Situation ist. Das soll um jeden Preis finanziert werden, entweder, weil wir angeblich um unsere fundamentale Sicherheit sorgen, oder weil es von außen auferlegt wurde.

Zinsen: unvermeidlich.

Wirtschaftswachstum: Nichts deutet auf einen möglichen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland hin. Das Geld, das man für strukturelle Investitionen nutzen könnte, fließt in Sozialsysteme, Militär und Zinslast.

Unter gleichbleibenden ideologischen Bedingungen wird es nur eine einzige Reaktion geben können: weitere Neuverschuldung und eine wachsende Entwertung der Kaufkraft des Euros.

Als der Kommunismus viele Länder ökonomisch ruinierte und oft bittere Armut und Hyperinflation die Folgen waren, haben die Kommunisten nicht einfach ihre Gesetze angepasst. Der Kommunismus selbst musste kollabieren, um den Weg für echte Veränderungen zu ebnen.

Ich denke wir werden etappenweise eine Rationalisierung der Politik erleben. Vieles wirkt dem zwar entgegen. Aber die Globalisieruing erhöht den Selektionsdruck derart, dass alle zu irrationalen politischen Systeme langfristig nicht Überlerbensfähig sein dürften. Und die Folgen davon dürften vielen heute nicht schmecken.

Was unsere Sicherheit angeht. Wenn da wirklich eine rational bedeutsame Bedrohung ist, etwa durch Russland. Dann muss man vielleicht in diesem Land auch überlegen ob man nicht innerhalb von 6 Monaten, nicht ein paar nukleare Sprengköpfe entwickelt. Angeblich sind wir dazu technisch und vom knowhow in der Lage. Das könnte viel günstiger sein und würde die Funktion einer wirksamen Abschreckung sehr gut erfüllen. Aber so was geht heute nicht. Ideologische und politische Implikationen machen diese Option eher zum Skandal als zu etwas worüber man reden könnte. Aber es ist eine rationale Option, wenn wir uns wirklich absichern sollen ohne uns finanziell zu ruinieren.

Wenn du nicht nach den Regeln spielst könnte der Wächter irgendwann jemand anders sein. :grin:

Also vor Bitcoin gab es wahrscheinlich nicht so viele Möglichkeiten den Wert von Waren in einer anderen Währung zu betrachten.

Vor 100 Jahren ist wahrscheinlich kaum jemand rumgelaufen und hat Dinge in “Gramm Gold” bemessen, selbst zu Zeiten der Hyperinflation.

Man sollte evtl. einen Moment inne halten und sich überlegen wie es bisher war und warum es ein neues Privileg sein sollte, den Euro nicht mehr als Bemessungsgrundlage heranzuziehen.

Also die Schulen machen sicher viel Quatsch, aber in welchem Fach soll das bitte unterrichtet werden?

Da wäre der heißere Tipp die Geschlächtsidentität ist in deinen News sehr wichtig, nicht in der Schule.

In den USA z.B. wird der Preis ohne Steuern im Supermarkt angegeben und an der Kasse kommt die Überraschung, ist dir das lieber?

Evtl. weil ein Mensch ohne KI, Automatisierung und Digitalisierung im Durchschnitt weniger produziert?

Naja, die nächste Regierung kann das wieder anderes sehen.

Was heute als “beschlossen” gilt, wird beim nächsten Mal wieder geändert.

Nein. Gold hat sich nicht verändert, und es gibt keinerlei „Wertzuwachs“. Gold wird von Banken als Wertspeicher gehortet, der sich eben genau nicht verändert.

Die konventionele Inflationsrechnung ist Augenwischerei. Sie DIENT der Verwirrung.

Wir können über eine sog. natürliche Rohstoffinflation von Gold noch diskutieren, die im Mittel (50 jahre) bei 1,5% p.a. liegt.

Jedoch wurde Gold andererseits massiv durch Papier-Gold (ohne physischen Gegenwert) in die andere Richtung manipuliert (ich verweise hier gerne auf die Untersuchungen von Dimitri Speck) so dass diese natürliche Rohstoffinflation nicht sehr stark ins Gewicht fallen würde.

Die reale Entwertung des EUR liegt seit Einführung bei rund 8% per anno soweit wir den manipulierten Goldpreis einschätzen können.

Ganz sicher jedoch liegt sie über 5% per anno.

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Also ist Bitcoin eben genau das nicht. Ein Wertspeicher. Ich habe mir das gerade nicht gemerkt mit wem, aber die Diskussion hier hatte ich auch schon und gefühlt das ganze Forum fiel über mich her und wollte mir ihre jeweils selbst ausgedachten Def. für Wertspeicher unterjubeln. ;)

Doch Katja dass weisst du auch, etwa 1-2% Prozent werden jährlich dazu geschürft. (etwa 3500 Tonnen)

:orange_heart:

 

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