Nein das ist überhaupt nicht immer so. In der Geschichte von AAPL (Apple) gab es schon unzählige ATHs, ohne dass der Preis danach noch unter das Niveau gefallen ist. Wenn es so wäre wie du sagst, nämlich dass auf ein ATH eine Korrektur folgt, dann bräuchte man lediglich bei jedem ATH eine short position eröffnen und schnell darauf schließen. Infinite money glitch.
Dem ist jedoch nicht so. ATHs werden statistisch gefolgt von weiteren ATHs.
Nein, statistisch gesehen folgen auf ATHs weitere ATHs. Eine kleine Google-Suche würde dasselbe ergeben. Du kannst dir auch fast jeden Aktienchart anschauen und sehen, dass viel öfter ATHs auf ein ATH folgen, als nicht.
Ich erinnere mich selbst, als ich vor ein paar Jahren mit dem Investieren begonnen habe. Der S&P machte Woche für Woche ATHs, bis er das irgendwann nicht mehr gemacht hat. Also sind mehrere ATHs auf ATHs gefolgt und einmal nicht. Sobald dann aber wieder ein ATH geschehen ist, kamen schon die nächsten ATHs.
Folgendes sagt Gemini 2.0 dazu:
Statistisch gesehen folgen auf Allzeithochs (ATHs) weitere ATHs als Korrekturen.
Die historische Analyse vieler Märkte, insbesondere etablierter Aktienindizes über lange Zeiträume, zeigt, dass Phasen, in denen neue Höchststände erreicht werden, tendenziell länger andauern und von weiteren Höchstständen gefolgt werden, bevor eine größere Korrektur einsetzt.
Was ist nur aus diesem einfachen und fröhlichen Thread geworden?! ![]()
Wir sollten uns hier nicht in Definitionen verlieren.
Der Kurs ändert sich ja auf Micro Ebene durch quasi jeden einzelnen Trade. Also ist das auch bei einem AAPL eine Folge von Auf und Abwärtsbewegungen, und wenn sie 1ct runter nach 2ct rauf sind. Aber das hier zu diskutieren mach überhaupt keinen Sinn.
Ich denke wir sprechen hier hauptsächlich von langfristig im Chart identifizierbaren, signifikanten Hochs und Tiefs. Da fallen auch Folgen von grünen Kerzen raus. Markt-Pyschologisch sind je nach Situation Korrekturen von 23% bis 78% dervorherigen Motiv-Bewegung von Interesse. Die sind auch garantiert klar zu erkennen, und da spricht man erst von einem Hoch, wenn der Kurs sich signifikant in die Gegenrichtung bewegt hat.
Was ist denn ein ATH? Doch ein AllzeitHOCH?!
Ein Hoch ist doch deswegen ein Hoch, weil es vor der Korrektur den letzten höchsten Preis markiert? Ein Hoch was direkt auf ein Hoch folgt ergibt doch überhaupt keinen Sinn…
Wir wissen doch überhaupt erst, dass wir ein Hoch haben, wenn auf dieses Hoch eine Korrektur folgt. Erst dann wissen wir, dass dieses Hoch sozusagen abgeschlossen ist.
Und ja, man könnte bei jedem Hoch theoretisch eine Short Position eröffnen und bei Tiefs Long Positionen. So läuft das ja auch. Die Schwierigkeit ist eben, dass man nicht wissen kann wann die Hochs und Tiefs abgeschlossen sind. Dabei helfen aber eben wie gesagt Indikatoren und man kann es an den Kerzen sehen. Aber natürlich gibt es da keine Garantien.
(Aber ich glaube irgendwie sowieso, dass wir aneinander vorbeireden.)
Also nichts für ungut.
Diese Struktur hat man aber auch auf kurzfristigen Zeitebenen. Spielt keine Rolle.
Das was du im Chart siehst spiegelt ja die fundamentale Analyse wider. Natürlich kauft und verkauft das große Geld nicht weil da irgendeine Kerzenformation auftaucht oder irgendein Indikator Signal xyz ausspuckt. Aber es bilden sich die Kerzenformationen und Signale im Indikator weil das große Geld aktiv wird. Großes Geld muss langsam aktiv werden und dabei hinterlässt es Spuren im Chart.
Aber natürlich. Garantien gibt es nie und ein Stück weit ist das sicher Kaffesatzleserei.
Fundamentale Daten können auch fehlinterpretiert werden oder auch ignoriert werden. Am Ende weiß niemand WARUM sich der Markt bewegt. Aber man kann reagieren WENN er sich bewegt. Und zwar im Einklang mit der Bewegung die man im Chart sieht.
Du hast selbst eine Definition von Allzeithoch erfunden.
Wir wissen doch überhaupt erst, dass wir ein Hoch haben, wenn auf dieses Hoch eine Korrektur folgt. Erst dann wissen wir, dass dieses Hoch sozusagen abgeschlossen ist.
Es ist bei einem Allzeithoch nicht von Belang ob danach eine Korrektur folgt. Ein Allzeithoch wird erreicht, wenn der gegenwärtige Preis ZUVOR noch nie erreicht wurde. Ob danach direkt wieder ein Allzeithoch erreicht wird (was statistisch gesehen wahrscheinlich ist, denn ATHs geschehen in clustern), ist nicht von Belang.
Wenn deine Definition stimmen würde, dann würde es ja keinen Sinn machen, dass meine Aktien-App mich benachrichtigt, wenn BTC wieder ein Allzeithoch erreicht. Die Aktienapp müsste ja warten um zu checken, ob eine Korrektur danach kam.
Auch der Blocktrainer verwendet die gängige Bezeichnung von Allzeithoch. Wenn der BTC am Allzeithoch gehandelt wird, dann sagt Roman „Bitcoin wird gerade am Allzeithoch gehandelt.“. Er wartet keine Korrektur ab.
Du hast selbst eine Definition von Allzeithoch erfunden.
Nein. ;)
Ich sagte ja, wir reden aneinander vorbei bzw. verstehst du nicht worum es geht, was aber nicht böse gemeint ist.
Stell dir vor du guckst in irgendeinen Chart. Z.B. in den Stundenchart, in den Tageschart oder auch in den 15 Minutenchart, ganz egal.
Wenn du dann ein ATH hast, dann hast du da ja eine Kerze. Abgeschlossen nach einer Stunde (Stundenchart) die also am höchsten bisher erreichten Preis schließt. Richtig?`
Welchen Sinn ergibt es nun, wenn darauf in der darauffolgenden Stunde wieder eine Kerze mit einem noch höheren Preis schließt, von einem Hoch in der Stunde davor zu sprechen?
Das, was zwischen Hoch und Tief passiert nennt man Bewegung. Wenn es immer neue höhere Preise gibt ohne Gegenbewegung, dann ist das Hoch noch nicht erreicht, die Bewegung nach oben noch nicht abgeschlossen.
Das ist die gängige Methode Charts zu analysieren.
Und es ergibt eben keinen Sinn in einer noch nicht abgeschlossen Bewegung zu kaufen oder auch zu verkaufen, weil man nicht wissen kann wann sie endet. Deswegen gibt es Chartanalysen. (Nie hinterherrennen und nie in ein fallendes Messer greifen.)
Das, was zwischen Hoch und Tief passiert nennt man Bewegung.
Aber auf Minuten oder Stundencharts kann sich das ständig abwechseln und trotzdem wird man rückblickend über einen langen Zeitraum eventuell einen vermeintlich kontinuierlichen Anstieg sehen.
Genau das ist der Punkt. Du weißt nie welche Kerze die letzte ist. So kann der Kauf an einem ATH in der Gegenwart total richtig sein, weil viele weitere folfen und der ursprüngliche Preis nie wieder erreicht wird.
Als dies können wir aber erst im Rückblick sehen.
Aber auf Minuten oder Stundencharts kann sich das ständig abwechseln und trotzdem wird man rückblickend über einen langen Zeitraum eventuell einen vermeintlich kontinuierlichen Anstieg sehen.
Genau das ist der Punkt. Du weißt nie welche Kerze die letzte ist. So kann der Kauf an einem ATH in der Gegenwart total richtig sein, weil viele weitere folfen und der ursprüngliche Preis nie wieder erreicht wird.
Als dies können wir aber erst im Rückblick sehen.
Ja, deswegen fasst man diese Strukturen die sich aus Tief, Bewegung, Hoch, kleineres Tief, Bewegung zum höheren Hoch dann als Aufwärtstrend zusammen bzw. umgekehrt dann als Abwärtstrend.
Das ist aber vom Prinzip her in jedem Chart immer so zu sehen. Aber es ist nicht unbedingt einfach zu sehen, weil es ja auch Strukturbrüche und Trendwechsel gibt. Auch kurzfristige, während langfristig der Trend intakt ist.
Da helfen wie gesagt Indikatoren. Z.B. Oszillatoren oder EMAs, die erkennen recht zuverlässig wann Hochs und Tiefs erreicht sind. Aber natürlich keine Garantie und keine 100% Zuverlässigkeit und natürlich auch nicht auf den Preis genau.
Die gibt es sowieso nicht. Wenn das Trumpeltier irgendwas twittert kannst du jede Chartanalyse und jeden Indikator in die Tonne treten. Aber eben auch jede Fundamentalanalyse.
Also in kurz:
Kaffeesatzleserei.
Also in kurz:
Kaffeesatzleserei.
Nein. Denn Kaffeesatzleserei ist ja alberne Phantasie. Chartanalyse ist ein funktionierendes Werkzeug. Wie Fundamentalanalyse auch.
Und der grund ist ganz simpel: die menschliche Psychologie
Und der grund ist ganz simpel: die menschliche Psychologie
Ja, das ist auch ein wesentlicher Faktor warum es am Ende dann nicht funktioniert. Hier wird ja schon FOMO beschrieben. Obwohl es sinnvoller ist die Korrektur abzuwarten, rennen viele der Bewegung hinterher. Angst und Gier.
Ich frage mich nur manchmal, wie man mit einem solchen Menschen der ja ganz offensichtlich kein homo oeconomicus ist, dann eine libertäre, auf Vernunftentscheidungen basierende Welt verwirklichen will. ;)
Es gibt keine einzige Chartanalyseform die bisher beweisen konnte, das sie dauerhaft funktioniert. Just saying.
Kommt mir etwa so vor wie das Verhältnis von Astronomen zu Astrologen. Astrologie=Chartanalyse? ![]()
Es gibt keine einzige Chartanalyseform die bisher beweisen konnte, das sie dauerhaft funktioniert. Just saying.
Chartanalyse ist ein Werkzeug. Nur weil der Faktor Mensch nicht immer und dauerhaft in vielen Fällen mit dem Werkzeug umgehen kann, ist ja das Werkzeug nicht fehlerhaft.
Oder ist der Hammer das Problem wenn was weiß ich 50% keinen Nagel gerade in das Brett schlagen können?
Ich würde auch fast darauf wetten, dass 90% derjenigen, die sagen Chartanalyse ist Kaffeesatzleserei usw. sich nie selber mal intensiv damit beschäftigt haben sondern nur das wiedergeben was sie von anderen gehört haben.
Chartanalyse ist ein Werkzeug. Nur weil der Faktor Mensch nicht immer und dauerhaft in vielen Fällen mit dem Werkzeug umgehen kann, ist ja das Werkzeug nicht fehlerhaft.
Trotzdem ist eine Feder kein Werkzeug und nicht geeignet einen Nagel in Holz zu schlagen.
Nicht alles ist ein Werkzeug, nur, weil man es so nennt. Das Problem liegt also vielmehr darin, dass man meint mit einer Feder zuverlässig ein Nagel einschlagen zu können und die Feder deshalb Werkzeug nennt.
Nicht alles womit man arbeiten kann ist ein Werkzeug.
Ja, man kann mit Chartanalyse arbeiten, aber ein sinnvolles Tool ist es nicht.
Bei Wirecard war ein Misstrauen ggü. den Büchern (fundamentale Daten) in jedem Fall besser als einem intakten Aufwärtstrend hinterherzurennen, weil es die Chartanalyse gesagt hat und der EMA perfekt in Kombination mit der cup handle Bewegung und dem retracement an der 20er Elliot Wave reverse bounce eine Bestätitgung gezeigt hat.
Bei Wirecard war ein Misstrauen ggü. den Büchern (fundamentale Daten) in jedem Fall besser als einem intakten Aufwärtstrend hinterherzurennen, weil es die Chartanalyse gesagt hat und der EMA perfekt in Kombination mit der cup handle Bewegung und dem retracement an der 20er Elliot Wave reverse bounce eine Bestätitgung gezeigt hat.
Genau das sagt die Chartanalyse dir ja nicht bzw. kann sie das, wenn der Mensch sie so deutet.
Grundsätzlich gilt: Niemals irgendwo hinterherrennen.
Aber: Who cares?
Zu sagen, dass das nicht funktioniert ist genauso an der Realität vorbei wie zu sagen, dass sie immer funktioniert.
Es ist der Faktor Mensch und weil der Mensch und auch die Chartanalyse natürlich nicht garantiert immer richtig liegen, gibt es ja eben Stopps.
Aber nochmal, auch bei der Fundamentalanalyse gibt es blinde Flecken und sie muss durch den Menschen richtig gedeutet werden.
